International

Bundesrichter in Mexiko erschossen

17.10.16, 22:39 18.10.16, 07:07

Unbekannte haben in Mexiko einen Bundesrichter getötet. Vicente Antonio Bermúdez Zacarías wurde am Montag in der Ortschaft Metepec im Bundesstaat México aus kurzer Distanz in den Kopf geschossen, als er sein Haus verliess, wie die Zeitung «Milenio» berichtete. Er war zuständig für Fälle des organisierten Verbrechens.

Ob der Angriff im Zusammenhang mit seiner Arbeit stand, war zunächst unklar. Im März vergangenen Jahres hatte er Untersuchungshaft gegen ein mutmasslich führendes Mitglieder des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación angeordnet.

Präsident Enrique Peña Nieto beauftragte die Generalstaatsanwaltschaft mit den Ermittlungen. Der Oberste Gerichtshof verurteilte die Tat. «Die Richter widmen ihr Leben der Umsetzung des Rechts in unserem Land. Sie brauchen Sicherheit, damit ihre Unabhängigkeit garantiert ist», sagte Gerichtspräsident Luis María Aguilar Morales. (sda/dpa)

Mehr Artikel

Schaf-Krimi geht in die nächste Runde: 5 der gestohlenen Tiere sind wieder da

Mascara und Make-up: Kosmetikfirmen buhlen nun um Männer

«Le Clash» – beim Penalty-Streit von Neymar mit Cavani geht's wohl auch um viel Geld

Rio de Janeiro ist quasi pleite. Drogengangs machen sich dies zu nutze

Mit diesem Sturzfestival im Schlamm ist die Radquer-Saison so richtig lanciert

Werbeverbot für Babynahrung: SP sagt Muttermilch-Ersatz den Kampf an

Wermuth erst souverän, dann kommt er unter die Räder – «Grenzerfahrungen» in der «Arena»

Tschudi, Dreifuss, Blocher – das waren die spektakulärsten Bundesratswahlen

Auf Twitter haben sich gerade zwei Museen gebattelt – und es ist ziemlich ausgeartet

Peinliches Hooligan-Wettrennen – hier blamieren sich YB-Chaoten bis auf die Knochen

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Frauen im mexikanischen Drogenhandel

«Scheiss auf die Schule, ich will ein Narco sein»

In den Hochburgen der mexikanischen Kartelle werden Frauen und Mädchen zur Prostitution oder zum Drogenschmuggel gezwungen. Immer wieder schliessen sie sich aber auch freiwillig den Syndikaten an. Einige machen sogar erstaunliche Karrieren in dem rauen Geschäft.

Wenn in der Tierra Caliente im Westen von Mexiko die schwarzen Geländewagen der Narcos auf den langgestreckten Hügelketten auftauchen, verstecken die Dorfbewohner ihre Töchter in Erdlöchern. Zu oft haben die Handlanger der mächtigen Drogenkartelle schon Mädchen entführt. Sie werden in die Prostitution im In- und Ausland verkauft oder zu Sexsklavinnen der Bosse gemacht.

Eine Indiofrau erzählte der Schriftstellerin Jennifer Clement zum ersten Mal von den Erdlöchern auf den Feldern. Die in …

Artikel lesen