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«Wir trauern nicht, wir feiern es»: Deutscher Facebook-Hetzer bekommt nach diesem Kommentar Besuch von der Polizei

06.09.15, 13:33 06.09.15, 14:26

Es geht immer noch schlimmer. So auch im Fall des dreijährigen Flüchtlingsbuben Aylan, der beim Kentern eines Flüchtlingsboot ums Leben gekommen und tot an einen türkischen Strand gespült worden war. Ein 26-jähriger Deutscher schrieb am Donnerstag auf der von ihm betriebenen Facebook-Seite «Berlin wehrt sich»: 

Das rief nicht nur die Facebook-Gemeinde auf den Plan, die den Beitrag zahllose Male meldete, bei der Berliner Polizei gingen auch rund 100 Anzeigen ein. Das hatte Folgen: Am Samstag durchsuchten Beamte des Staatsschutzes die Wohnung des 26-jährigen Mannes, der einen einjährigen Sohn hat. Dabei seien Laptop und Handy beschlagnahmt worden, wie die bz-berlin.de schreibt. Das Portal deckte weitere volksverhetzende Kommentare des Mannes auf. So schrieb er etwa:

Der 26-Jährige war in der Vergangenheit bereits wegen diverser Vergehen aktenkundig geworden, darunter auch Volksverhetzung. (tat)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Gelöschter Benutzer 06.09.2015 17:05
    Highlight Nein mir gefällt die Story nicht und ich werde euch deswegen nicht auf Fb liken! Diese (wenn auch automatisch generierte) Aufforderung nach so einem kurzen, traurigen und seitens euch nicht sonderlich aufwändigen Bericht fühlt sich an wie ein Faustschlag in die Fresse. Ihr schreibt viele gute (und aufwändige) Artikel, aber das ganze Social Media Gedönse solltet ihr vielleicht ein wenig kontrollierter handhaben. Danke.
    105 17 Melden
    • philipp meier 06.09.2015 18:12
      Highlight berechtigter einwand. danke für dein kritik.
      43 5 Melden
    • R&B 06.09.2015 19:07
      Highlight @Dominic Bienne: Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, wie stark Online-News-Macher von Lesern unter Zeitdruck und Sensationsdruck gesetzt werden? Es muss alles gratis sein und trotzdem bestens recherchiert und jedem Gusto entsprechen? Auch an einem Sonntag!
      Fortsetzung folgt...
      22 5 Melden
    • R&B 06.09.2015 19:09
      Highlight
      Sie erwarten, dass solche technischen Details in der Hektik erkannt werden? Bei reduzierter Belegschaft im Gegensatz zu früher, als man wenigstens noch Zeit bis zum Druck der Zeitung hatte, aber heute in Sekundenschnelle produzieren muss?

      Nein ich arbeite nicht für Watson, die immer noch im Aufbau sind und darum hohe Verluste einfahren und nein, ich bin kein Journalist.
      Aber solche Kommentare und die Likes dazu erstaunen mich, und ich erwarte, dass man sich mal etwas vor Augen führt, bevor man gleich losmeckert!
      24 8 Melden
  • Mia_san_mia 06.09.2015 16:19
    Highlight Den sollte man als Strafe nach Syrien schicken. Mal schauen wies ihm dort gefällt...
    55 6 Melden
    • cille-chille 06.09.2015 20:29
      Highlight Was, so denke ich, dann wieder genau so einen Nerv treffen würde:
      Sprich, mit derselben Härte, in dieselbe Kerbe..... Also Auge um Auge.... oder doch lieber Ehr- und Sühne?

      Denke unsere Gesellschaft hat da andere Möglichkeiten, die dem Entwicklungsstand auch entsprechen.
      8 2 Melden
  • Pokus 06.09.2015 15:51
    Highlight Ein Tropfen auf den heissen Stein.
    20 3 Melden
    • EvilBetty 06.09.2015 17:37
      Highlight Steter Tropfen hölt den Stein.
      49 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.09.2015 14:47
    Highlight geht gar nicht sowas. aber die meisten hier müssten zumindest die beleidigung gegen die polizei befürworten. so wie seitens der watson-redaktion und der user immer gegen die polizei stimmung gemacht wird...
    18 89 Melden
    • Sandokan 06.09.2015 15:40
      Highlight @König der Affen...aber aber aber. Den Tod eines kleinen Buben mit einer ev. Beleidigung eines Polizisten in Relation zu setzen?
      78 6 Melden
  • Crisyscon N. Trueb 06.09.2015 14:40
    Highlight Recht so, solche Astlöcher gehören nicht in die öffentliche Meinungsbildung! Sie behindern höchstens die Meinungsbildung selbst, wie bei einem Brett dass man zuschneiden möchte und das Sägeblatt beim Astloch hängen bleibt. Super, dass eine Razzia der Polizei durchgeführt wurde!
    64 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.09.2015 13:52
    Highlight Man sollte die ganze FB Seite dieses rechtsextremen Hasspredigers dicht machen. Leider ist FB anderer Meinung: " Wir haben die von dir wegen Hassbotschaften oder -symbole gemeldete Seite geprüft und festgestellt, dass sie nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstößt." Merke. Nippel werden gesperrt. Die braune Sch... nicht oder nur ganz krasse Postings wie das oben erwähnte.
    90 5 Melden
    • philipp meier 06.09.2015 14:09
      Highlight genau so
      117 7 Melden
    • jusanne 06.09.2015 16:00
      Highlight jap.. same here.. habs auch gemeldet und die selbe antwort erhalten...
      33 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.09.2015 17:42
      Highlight Finde ich schon bedenklich.
      10 0 Melden
    • ricardo 06.09.2015 18:29
      Highlight Wahrscheinlich dürfte da nur eines helfen: Die Community sollte sich - zumindest vorübergehend - massenweise von der Plattform abwenden und den Account solange deaktivieren, bis Facebook endlich die hiesigen Rassismus-Normen respektiert. Leider ist dies die einzige Sprache, welche dieses Unternehmen versteht. Schliesslich bedeuten weniger aktive User automatisch auch weniger Attraktivität für Werbetreibende. Hoffe, diesbezüglich gibt's bald einmal einen "Ruck" durch die europäische Presselandschaft. Facebook braucht ein Ultimatum, sonst ändert sich nie etwas.
      21 2 Melden
    • */* 06.09.2015 20:24
      Highlight Ironie: Mark Zuckerberg ist Jude.
      7 1 Melden

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

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