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Die AfD-Mitglieder feiern ihren Sieg in Mecklenburg-Vorpommern. Bild: EPA/DPA

Die AfD siegt an der Urne, mögen tut sie trotzdem niemand: Sie finden keine Musik für ihr Werbevideo

06.09.16, 10:12 06.09.16, 10:30

Die Rechtsaussen-Partei «Alternative für Deutschland» (AfD) feierte am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern einen ihrer grössten Wahlsiege. Mit 20,8 Prozent landet die Protestpartei auf dem zweiten Platz hinter der SPD. Nur in Sachsenanhalt 2013 gelang ihr mit 24,3 Prozent ein grösserer Stimmenanteil. Bei grossen Teilen der deutschen Bevölkerung kommt die Partei aber weiterhin schlecht an.

Dies zeigt sich daran, dass sie nun den Ton für ihr neues Werbevideo entfernen musste, weil sich die Electro-Swing Band Caravan Palace, dessen Musikstück vorher für das Video verwendet wurde, beschwert hat. Die Band droht mit einem Rechtsstreit. Also machte sich die AfD auf die Suche nach neuer Musik, doch fand keine. Die Plattenfirmen mauern: «Keiner der von uns angefragten Verlage war bereit, uns Musikrechte zu lizensieren», schreibt der Landesverband der AfD auf Facebook.

Dies nimmt die Protestpartei gleich zum Anlass, die Demokratie in Deutschland auf Facebook anzuzweifeln:

Und der Spot wurde durch das Entfernen der Musik auch nicht besser:

Keine Musik für die AfD: Der Werbespot muss ohne Electro-Swing auskommen. Video: YouTube/Landesverband der AfD Berlin

(leo)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Gigle 06.09.2016 22:29
    Highlight Was hat jetzt der Verkauf/Verleih von Privateigentum mit Demokratie zu tun?
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  • lemeforpresident 06.09.2016 22:28
    Highlight Merci Watson (und a*d) für den Musiktipp!
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  • seventhinkingsteps 06.09.2016 21:32
    Highlight Die gleiche Doppelmoral wie die amerikanischen Republikaner: Eine Firma darf sich weigern eine Hochzeitstorte für Homosexuelle zu backen, weil "muh free market, hurr durr, muh religion". Aber wenn man niemanden findet, der sein geistiges Eigentum für rechtspopulistische Wahlwerbung zur Verfügung stellen will, wird natürlich gemeckert.
    2 4 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 06.09.2016 17:58
    Highlight "Bei der Beschaffung von Rechten für die Musikuntermalung unseres Wahlkampfspots haben wir Erfahrungen machen müssen, die wir in einer Demokratie nicht für möglich gehalten haben: Keiner der von uns angefragten Verlage war bereit, uns Musikrechte zu lizensieren." Mimimi.....
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  • TanookiStormtrooper 06.09.2016 17:54
    Highlight Wie wäre es damit? Der Böhmi gibt das doch sicher frei...
    4 1 Melden
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  • andersen 06.09.2016 17:15
    Highlight Afd ist das, was der islamische Staat will, ein Bruch und Gegenreaktionen provozieren.
    3 6 Melden
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  • Yann Wermuth 06.09.2016 15:01
    Highlight Ich zitiere zwar falsch aus dem Filmchen, aber sagen die nicht:
    Blau sieht man besser. Sind die also doch immer besoffen!
    6 3 Melden
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  • zombie woof 06.09.2016 13:08
    Highlight Da wird doch sicherlich noch irgendwelche Marschmusik aus der Nazizeit aufzutreiben sein.....
    26 8 Melden
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  • Benot 06.09.2016 12:46
    Highlight Ist halt eine Lügenpartei ... für dumme Bürger, die dumm sein wollen.
    Eine "hochbesorgte Bevölkerung ob der Masseneinwanderung" ... im Bundesland mit dem geringsten Ausländeranteil...
    Ha, ha, ha...
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  • Antwoord 06.09.2016 12:41
    Highlight Es gibt doch genügend Rechtsrock Bands und Labels. Da wird die AfD doch sicher, passend zum Programm, fündig werden. Wo ist denn jetzt genau das Problem?
    49 7 Melden
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  • Ruffy 06.09.2016 12:25
    Highlight Ach komm, die finden schon ein par Nazirocker die ihnen die Musik gerne überlassen :)
    48 8 Melden
    • The Destiny 06.09.2016 14:15
      Highlight Scheint als möchten sie aber nichts mit Nazis zu tun haben.
      4 16 Melden
    • Lowend 06.09.2016 15:18
      Highlight Der Witz ist Gut, Destiny!
      18 6 Melden
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  • AirChicken 06.09.2016 11:00
    Highlight Der Werbespot ist jämmerlich lustig.

    Und wenn sie Musik brauchen, sollen sie halt einen Künstler finden, der ihre politische Meinung unterstützt
    23 3 Melden
    • rodolofo 06.09.2016 14:34
      Highlight Wie wärs mit dem Musiker, der das SVP-Wahlkampflied "Wo e Willi sich, dao sich e Wääg!... usw." komponiert hat?
      Der hilft vielleicht mit dabei, der AfD einen ähnlich peinlichen Wahlkampf-Song zu verpassen, im Stil von: "Wir Deutschen schaffen uns ab! Das schaffen wir doch noch, wenn wir das Andere nicht schaffen! Also los Kameraden, auf die Barrikaden! Wo Wutbürger marschieren, da brauchst Du Dich nicht mehr zu genieren! Äh... zu schämen heisst das Deutsche Wort!"
      (Leider reimt sich dann der Spruch nicht mehr)
      9 7 Melden
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  • maxi 06.09.2016 10:52
    Highlight Linke propaganda maschine läuft auf hochtouren...
    28 88 Melden
    • Fabio74 06.09.2016 13:20
      Highlight Was ist hier linke Propaganda?
      40 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.09.2016 19:44
      Highlight @maxi: Das hat doch nichts damit zu tun. Dieses Gejammer der AfD ist einfach lächerlich. Nicht mal in der Schweiz kann man einfach einen bekannten Song für Parteivideos benutzen. Zumindest bekannte Künstler wollen nicht einfach so parteipolitisch vereinnahmt werden. Musste übrigens auch Trump lernen bei seinen Wahlanlässen. Da gab es auch Zoff deswegen mit Musikbands.
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  • rodolofo 06.09.2016 10:28
    Highlight Bei den vielen Sonnenbrillen im Partei-Werbespot dachte ich, es läuft zum Schluss auf einen "braun getönten Blick" hinaus.
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    • lemeforpresident 06.09.2016 14:04
      Highlight Bei blau verspiegelten Sonnenbrillen nimmt man die Welt tatsächlich mit einem braunstich war! 🤔
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  • m:k: 06.09.2016 10:26
    Highlight Dieser weinerliche Post ist ein Armutszeugnis für das Demokratieverständnis der AfD.
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Gewaltausbruch in Charlottesville: Vereint im Rassenhass

Eine neue Rechte probt in den USA die Zusammenarbeit mit Rassisten und Neonazis. Sie sucht den direkten Kampf mit dem Feind. Das Bündnis zeigte sich deutlich wie nie in Charlottesville. Eine Eskalation mit Ansage.

Wer sie kommen sah, mit ihren Helmen und Schutzschilden, mit ihren offen getragenen Pistolen, ahnte sofort: Hier passiert etwas. Und tatsächlich, der Aufmarsch rassistischer Gruppen in Charlottesville eskalierte.

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