International

Israelische Sicherheitskräfte zerstören Häuser palästinensischer Attentäter

06.10.15, 08:16 06.10.15, 08:42

Bilder vom 5. Oktober aus einem Vorort Jerusalems.
Bild: AMMAR AWAD/REUTERS

Bild: AMMAR AWAD/REUTERS

Die israelischen Sicherheitskräfte haben in der Nacht zum Dienstag die Häuser von zwei Palästinensern zerstört, die tödliche Attacken auf Israelis verübt hatten. Ein AFP-Reporter sah das ausgebrannte Innere eines Hauses in Ostjerusalem, in dem Anwohnern zufolge Ghassan Abu Dschamal lebte.

Er soll vor einem Jahr gemeinsam mit seinem Cousin vier Rabbis und einen israelischen Polizisten getötet haben, bevor beide von den israelischen Sicherheitskräften erschossen wurden. Das israelische Militär erklärte, neben dem Haus Abu Schamals sei auch das Haus von Mohammed Dschaabis zerstört worden. Dschaabis hatte im August mit einem Bagger einen israelischen Bus gerammt und dabei einen Israeli getötet und mehrere weitere verletzt.

Angesichts der gehäuften palästinensischen Attacken hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angekündigt, mit «eiserner Faust» gegen die Angreifer und Unruhestifter vorzugehen. Am Montag war die Festnahme von fünf mutmasslichen Hamas-Aktivisten bekanntgegeben worden, die des Mordes an einem jüdischen Siedlerpaar verdächtigt werden. Seit Donnerstag hatte es drei Anschläge von Palästinensern auf Israelis gegeben, bei denen vier Israelis getötet und mehrere weitere verletzt wurden, darunter ein zweijähriges Kind.

(sda/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • ferox77 06.10.2015 16:21
    Highlight Nachdem die letzten Auseinandersetzungen im August letztenJahres im Gazastreifen endeten und viele Tote hinterliessen, war es nur eine Frage der Zeit bis sich die Hamas wieder zu neuen Angriffen entschliesst. Der Anschlag und die Bestätigung der Attacke als heroische Tat durch die Hamas lassen nichts Gutes erahnen. Es ist schockierend zugleich, dass diese Terrororganisation immer wieder einen solchen Rückhalt in der Bevölkerung findet, angesichts der tausenden von Toten, die jeder Konflikt mit Israel mit sich bringt. Ein Menschenleben scheint hier überhaupt nicht zu zählen.
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  • Yasmin80 06.10.2015 12:20
    Highlight Ziemlich oberflächliche Berichterstattung. Kein Wort von dem israelischen Paar, dass kaltblütig vor ihren Kindern erschossen wurden.
    Kein Wort von den Terroranschlägen in der Jerusalemer Altstadt, dass vier Leute abgestochen wurden, zwei davon starben, ein drittes ein Kleinkind, die Mutter wurde bespuckt und zugerufen sie solle sterben als sie blutend am Boden lag und um ihr Leben flehte...tolle Menschen wirklich. Und Watson schürt den Antisemitismus mit dieser einseitigen Berichterstattung.
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    • Ursin Tomaschett 06.10.2015 13:15
      Highlight http://www.watson.ch/!424481198
      http://www.watson.ch/!340827921

      4 0 Melden
    • Peace.Nik 06.10.2015 13:26
      Highlight Es ist so einfach heutzutage Israelkritik als Antisemitismus abzustempeln, was? Ihrer Logik nach soll man also immer nach dem Grundsatz "Auge um Auge" vorgehen. Wohin führt denn das, wenn ich fragen darf?
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    • bini 06.10.2015 15:30
      Highlight jeder tote ist einer zu viel. aber du hast gerade 7 tote auf israelischer seite gezählt. das bombardement auf ein wohnviertel wird da wohl mehr tote gefordert haben.
      hat nichts mit antisemitismus zu tun! wie gesagt, unabhängig davon wer wen tötet. so sollte es nicht sein.
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  • Rodolfo 06.10.2015 11:09
    Highlight Mit Steinschleudern gegen Panzer. Ich bewundere den Mut dieser Palästinenser! Was bleibt ihnen anderes übrig - schlussendloich haben ihnen die Israelis damals das "gelobte" Land schlicht gestohlen und breiten sich auch heute noch mit den von UNO und fast allen Ländern kritisierten Landnahmen für neue Siedlungen aus. Es muss doch einen Weg geben um Frieden zu finden. Mit Steinschleudern geht es nicht!
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  • Kza 06.10.2015 09:10
    Highlight Mit jedem zerstörten Haus schafft Israel einen neuen Attentäter.
    10 5 Melden

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