International

Bereits am 24. April veröffentlichte Nordkorea dieses Bild eines Tests von einer Unterwasser-Rakete.  Bild: EPA/KCNA

Erneuter nordkoreanischer Raketentest – allerdings ein Blindgänger

29.04.17, 03:00 29.04.17, 06:21

Ein erneuter nordkoreanischer Raketentest ist südkoreanischen Medienberichten zufolge gescheitert. Die Rakete sei «offenbar Sekunden nach dem Abschuss explodiert», meldete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das südkoreanische Militär.

Ein US-Militärvertreter bestätigte am Samstag ebenfalls, dass Nordkorea erneut eine Rakete abgefeuert habe. Die Rakete habe aber nordkoreanisches Gebiet nicht verlassen. Der Abschuss sei nahe des Flugfeldes Pukchang erfolgt, teilte ein Sprecher des US-Pazifikkommandos in Washington mit. Die Rakete habe für Nordamerika keine Bedrohung dargestellt, hiess es zudem.

US-Präsident Trump reagierte wenig später im Kurzbotschaftendienst Twitter auf den erneuten Test. «Nordkorea hat die Wünsche Chinas und seines hoch geschätzten Präsidenten nicht respektiert, indem es, wenn auch erfolglos, heute eine Rakete abgeschossen hat. Schlecht!», schrieb Trump.

Flop auf breiter Spur

Die Rakete sei nördlich der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang gestartet, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die eigenen Streitkräfte. In welche Richtung die Rakete flog und um welchen Typ es sich handelte, blieb unklar. Die Rakete sei dann aber Sekunden nach dem Start in der westlichen Provinz Süd-Pyongan in der Luft explodiert.

Mit dem sich zuspitzenden Streit über das umstrittene Atom- und Raketenprogramm Pjöngjangs hatte sich erst am Freitag der UNO-Sicherheitsrat beschäftigt. Dabei erhöhten die USA den Druck auf Nordkoreas Verbündeten China, eine Abkehr Pjöngjangs von diesem Programm zu erzwingen.

Reichweite bis zu den USA

Erst vor knapp zwei Wochen hatte Nordkorea einen Raketentest unternommen, der aber nach Angaben der USA und Südkoreas ebenfalls scheiterte. Nordkorea hat seit 2006 fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.

US-Aussenminister Rex Tillerson hatte am Vortag für schärfere Sanktionen gegen das kommunistische Land geworben, das immer wieder mit Raketen- und Atomtests provoziert. US-Präsident Donald Trump kündigte unlängst ein härteres Vorgehen gegen Nordkorea an und schloss auch einen Angriff nicht aus. (sda/afp/reu/dpa)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4Alle Kommentare anzeigen
4
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Radiochopf 29.04.2017 07:39
    Highlight Hier noch ein Video, wie sich die südkoreanische Bevölkerung auf die Stationierung derUS Abwehrraketen THAAD "freuen"
    ich hoffe wirklich sehr, dass Trump und seine Generäle keinen Fehler machen.. es würde viel zu viele unschuldige Menschen treffen...
    4 4 Melden
    600
  • rodolofo 29.04.2017 07:28
    Highlight Das Kommunistisch geprägte "Verwöhnte Bubi" spielt mit dem Kapitalistisch geprägten "Verwöhnten Bubi" Krieg.
    Trump kann den Roten Knopf drücken und Kim Jong Sun mitsamt seinen vielen Zinnsoldaten (die mit den übergrossen Hüten und mit Notizblöckchen) platt bomben!
    Wenn da nicht noch der "Chinesische Onkel" wäre, der die undankbare Aufgabe übernommen hat, auf das Nordkoreanische "Führer-Bubi" aufzupassen, damit diesem nichts geschieht...
    Dieser "Chinesische Onkel" lächelt zwar ständig.
    Aber dieses Lächeln kann alles bedeuten, denn es ist das Lächeln eines skrupellosen Machtmenschen...
    10 1 Melden
    • α Virginis 30.04.2017 16:39
      Highlight Das mit den "Verwöhn-Bubis" mag ja stimmen, aber es gibt mir schon zu denken, wenn so zwei Rotznasen im Heuschober mit Streichhölzern spielen...
      3 0 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 29.04.2017 06:40
    Highlight Angenommen es geht den USA darum dass China Handelsverbindungen nach NK ganz einstellt.
    1 1 Melden
    600

Der Präsident des Irans kontert Trumps Kritik – und zwar so richtig

Irans Präsident Hassan Ruhani hat die scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump gegen die Islamische Republik mit deutlichen Worten gekontert. Dessen Rede vor der UNO vom Vortag sei «ignorant, absurd und abscheulich».

Die USA hätten Milliarden für Frieden und Stabilität im Nahen Osten ausgegeben, sagte Ruhani am Mittwoch in seiner Rede bei der UNO-Generaldebatte in New York. Gebracht habe das in der Region aber nur «Krieg, Elend, Armut und den Aufstieg von Terrorismus und Extremismus».

Ruhani …

Artikel lesen