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Textilfrei ist bald nicht mehr: Die legendäre Zeitschrift, die immer auch für nackte Tatsachen stand, will züchtig werden.
Bild: EPA/EFE

Was??? Der «Playboy» will keine Nacktbilder mehr zeigen. Naja, die Reportagen waren schon immer viel spannender

13.10.15, 06:49 13.10.15, 12:36

Seit Jahrzehnten steht das amerikanische «Playboy»-Magazin für unzweideutige Bilder entblösster Frauenkörper – aber damit soll jetzt Schluss sein. Ab kommendem Frühjahr werde die berühmte Zeitschrift komplett neu gestaltet, berichtete die New York Times am Dienstag.

Zwar würden Frauen weiter in provokativen Posen gezeigt, jedoch sollen sie nicht mehr völlig nackt abgebildet werden. «Playboy»-Gründer Hugh Hefner habe einem entsprechenden Vorschlag seiner Top-Redaktoren zugestimmt, hiess es.

«Playboy»-Gründer Hugh Hefner mit Ehefrau Crystal Harris (2012): Neue Zeiten brechen an. 
Bild: HANDOUT/REUTERS

Die Zeiten hätten sich schlicht geändert, sagte «Playboy»-Chefmanager Scott Flanders. Den Kampf darum, unbekleidete Körper abbilden zu dürfen und Nacktheit gesellschaftsfähig zu machen, habe der Playboy schon lange gewonnen:

«Heute reicht ein Mausklick, um sich jeden nur vorstellbaren sexuellen Akt im Internet herunterzuladen.»

Scott Flanders, CEO von «Playboy»

Nacktaufnahmen in Zeitschriften seien damit überholt.

Einst hatten sogar Ikonen wie Madonna, Sharon Stone und Naomi Campbell die Hüllen fallen lassen, um im Playboy die Männerfantasien zu beflügeln. Aber diese Zeiten seien im neuen Medienzeitalter passé, so die Playboy-Macher. Nach Schätzungen der Medienorganisation «Alliance for Audited Media» ist die Auflage des Magazins von 5,6 Millionen Exemplaren im Jahr 1975 auf heute 800'000 geschrumpft.

«Der Zwölfjährige in mir ist sehr enttäuscht», sagte Redakteur Cory Jones, der Hefner den Vorschlag zur Umgestaltung unterbreitet hatte. «Aber es ist die richtige Entscheidung.» (sda/dpa)

«Playboy»'s erstes Cover aus dem Jahr 1953 mit Marilyn Monroe.

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  • M2020 13.10.2015 23:20
    Highlight Nun, Playboy hat da was nicht verstanden. 1. Es geht nicht darum einfach nackte Frauen zu zeigen, sondern nackte Promis und ästhetische Bilder, nicht Internet-Schmuddel
    2. das Problem sind nicht pornpages, sondern die antiquierte Art des Vertriebs und der Unterhaltung.
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  • exeswiss 13.10.2015 22:42
    Highlight iwie hatte ich grade ein deja vu. ich glaube diesen artikel schonmal gelesen zu haben. oO
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  • Max Havelaar 13.10.2015 12:01
    Highlight Das ist ja gerade ao, als ob die "Saison Küche" keine Rezepte mit gluschtigen Bildern mehr publiziert :D
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  • amade.ch 13.10.2015 10:07
    Highlight Tatsächlich waren die Reportagen das, was den Playboy von den Billigmagazinen abhob. Insofern ein schlauer Schritt.
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    • karl_e 13.10.2015 14:56
      Highlight Ich gestehe, dass mich die schönen Bilder in jungen Jahren zu sehr ablenkten. Deshalb kann ich nichts über die Qualität der journalistischen Beiträge sagen. Heute, mit arg gebremster Libido, wüsste ich sie sicher zu schätzen.
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    • amade.ch 14.10.2015 10:30
      Highlight "Mit arg gebremster Libido?" Was bist Du, 102 Jahre alt?
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  • Triumvir 13.10.2015 09:28
    Highlight Wieso sollte man(n) sich dieses Schundheftchen dann noch kaufen!? Und was macht man(n), wenn man kein Handyempfang und Internet hat!? Da kann man(n) sich ja gar nicht mehr "Erleichterung verschaffen" ;-P
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  • Str ant (Darkling) 13.10.2015 08:53
    Highlight Die Amis werden immer Witziger
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  • Zuagroasta 13.10.2015 07:29
    Highlight Ich habe den Playboy immer nur wegen der Artikel gekauft. Wirklich. Ich schwör.



    PS: die Kommentare zu den NYT Artikel sind teils echt zum schreien komisch. Witty humor alla Playboy,anyone? ;-)

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  • Pokus 13.10.2015 07:26
    Highlight Die Seiten mit den Bildern kleben doch sowieso immer irgendwie zusammen.
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    • Zuagroasta 13.10.2015 07:32
      Highlight Das haben "Second Hand" Magazine manchmal so an sich.


      /ducktsichweg/
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