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«Justice For All March» in Washington

«Justice For All March» in Washington

Gegen Rassismus: Tausende fordern Gerechtigkeit für Opfer von Polizeigewalt

13.12.14, 20:23 14.12.14, 01:04

Zehntausende Menschen sind in vielen Städten der USA zu Protestmärschen gegen Polizeigewalt auf die Strasse gegangen. Zu dem «Tag des Widerstandes» am Samstag hatten Bürgerrechtsorganisationen aufgerufen. Die landesweiten Kundgebungen, darunter in Washington, New York und Boston, sind der bisherige Höhepunkt bereits wochenlang anhaltender Demonstrationen gegen Übergriffe der Polizei vor allem gegen Schwarze.

In Washington marschierten mehrere Tausend Menschen unter dem Motto «Gerechtigkeit für alle» von der Innenstadt zum Kapitol. Angeführt wurden sie von Bürgerrechtler Al Sharpton und den Angehörigen mehrerer Afroamerikaner, die in der jüngsten Zeit durch Polizeigewalt ums Leben kamen.

Darunter waren die Eltern des schwarzen Teenagers Michael Brown, der im August in Ferguson bei St. Louis von einem weissen Polizisten erschossen worden war. Eine Geschworenenjury hatte vor knapp drei Wochen entschieden, dass der Schütze nicht vor Gericht gestellt werden. Daran hatte sich die Welle der Proteste entzündet.

In einem zweiten spektakulären Fall in New York war der an Asthma erkrankte Schwarze Eric Garner mutmasslich an den Folgen des Würgegriffs eines Polizisten gestorben. Auch in diesem Fall entschied eine sogenannte Grand Jury aus überwiegend weissen Laienrichtern, den weissen Polizisten im Zusammenhang mit dem Tod nicht anzuklagen. 

«Historischer Protest»

Garners Mutter Gwen Carr bezeichnete den Massenprotest in Washington als einen Moment, der in die Geschichte eingehen werde. Es sei überwältigend, so viele Menschen, Schwarze und Weisse, versammelt zu sehen. «Wir hoffen, dass unsere Stimmen gehört werden», sagte Carr bei der Kundgebung.

Bei dem Gedenkmarsch in der US-Hauptstadt wurden auch die Angehörigen von Trayvon Martin und Tamir Rice erwartet – zwei weitere schwarze Opfer von Polizeigewalt. 

Die Demonstranten hatten Plakate mit Aufschriften wie «Keine Gerechtigkeit – kein Frieden», «Schwarze Leben zählen», «Stoppt Killer-Polizisten» und «Gerechtigkeit für alle» dabei. Viele trugen T-Shirts mit dem Aufdruck «I can't breathe» in Erinnerung an Eric Garners letzte Worte. Im Würgegriff bei seiner Festnahme konnte der 43-Jährige kaum noch atmen und stammelte: «Ich krieg keine Luft». 

Insgesamt wollten Bürger in mehr als 20 grösseren Städten von der Ost- bis zur Westküste zu Protestaktionen zusammenkommen - unter anderem auch in Chicago, Austin, Kansas City und San Francisco. In New York demonstrierten Tausende bei einem «Millionen-Marsch» und wollten dabei auch am Hauptquartier der Polizei vorbeiziehen. (dhr/sda/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • sewi 14.12.2014 14:26
    Highlight Vielleicht müsste mal gezählt werden wieviele Nichtschwarze Opfer krimineller Afroamerikaner werden
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  • noznoz 13.12.2014 21:32
    Highlight Irgendwie ein klein wenig rassistisch ..."Gedenkmarsch für die >>>>schwarzen<<<< Opfer von Polizeigewalt versammelt"...aber es dann doch..."«Justice For All March» (Gerechtigkeit-für-Alle-Marsch)"... nennen. Oder ist der Watson-Redaktion ein kleiner Logik-Fehler unterlaufen?
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    • Daniel Huber 13.12.2014 21:37
      Highlight Dass speziell die schwarzen Opfer von Polizeigewalt erwähnt werden, liegt möglicherweise daran, dass die letzten Opfer von Polizeigewalt allesamt schwarz waren.
      11 1 Melden
    • noznoz 13.12.2014 22:03
      Highlight Ich denke nicht das die "letzten" (wie man diesen Begriff auch auslegt) Opfer allesamt dunkelhäutig waren sondern das es nur die Fälle der dunkelhäutigen Opfer in die Medien schaffen. Immerhin leben in den USA 63% "Weisse" und 13% "Schwarze", doch sind 52% der bei Verhaftungen getöteten Personen weiss und 31% schwarz. Ich denke diese Zahlen lassen sich so interpretieren: In den USA gibt es sehr viele dunkelhäutige Personen die, unter anderem durch den tief in den wurzeln der Gesellschaft verankerten Rassismus, häufig in sehr ärmlichen Lebensbedingungen leben müssen und deshalb kriminell werden
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    • noznoz 13.12.2014 22:03
      Highlight Die Zahlen beziehen sich auf den Watson-Artikel:http://www.watson.ch/!865410286
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    • phreko 13.12.2014 22:26
      Highlight Keine Grand Jury hat in letzter Zeit einen Polizisten freigesprochen, welcher einen Weissen getötet hat. Man kann sich ja schon dumm anstellen, wenn man unbedingt will!
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    • KafiWell 13.12.2014 23:00
      Highlight Ich glaube "Justice for All" heisst, dass das Recht ("Law") nur für gewisse Leute zu gelten scheint und dass das nicht gerecht ("just") ist. D.h. es kann erst "justice for all" geben, wenn diejenigen, die noch ungerecht behandelt werden auch gerecht behandelt werden. Es ist also überhaupt kein Widerspruch, sondern ein Aufzeigen der Inbalance und der Ungerechtigkeit.
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