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bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Российская империя: So schön (und farbig) war Russland, als der letzte Zar abdankte

21.03.17, 07:01 21.03.17, 07:13

Vor 100 Jahren dankte Zar Nikolaus II. ab und besiegelte den Untergang des 200-jährigen Russischen Reichs. Durch einen Glücksfall können wir uns heute ein farbiges Bild vom Leben in diesem gewaltigen Vielvölker-Gebilde machen: In den letzten Jahren seiner Herrschaft beauftragte der Monarch den Fotografen Sergei Michailowitsch Prokudin-Gorski, das gesamte Reich zu bereisen und zu dokumentieren. Der gelernte Chemiker war ein Pionier der Farbfotografie. 

So entstanden zwischen 1909 und 1915 tausende Farbbilder und ein bedeutendes Zeitdokument des russischen Reiches kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges und der Machtübernahme der Bolschewisten. Seine Motive reichen von mittelalterlichen Kirchen und Klöstern des alten Russlands bis hin zu Eisenbahnlinien und Fabriken der damals modernen Industrie.

Prokudin-Gorski belichtete für jedes Motiv drei monochrome Fotoplatten in schneller Abfolge mit jeweils unterschiedlichen Farbfiltern (Rot, Grün und Blau). Durch die Projektion aller drei Platten mit Hilfe des dem Farbfilter entsprechenden Lichts entstand eine farbige Abbildung des fotografierten Originals. Drucken konnte man das damals allerdings noch nicht.

Die komplette Sammlung seiner Fotografien wurde 1948 von der Library of Congress in Washington erworben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Hier eine Auswahl von 40 seiner faszinierenden Bilder:

Jüdische Kinder mit ihrem Lehrer in Samarkand im heutigen Usbekistan. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Prokudin-Gorski (rechts) mit zwei Brüdern in der Region Murmansk im äussersten Nordwesten Russlands. bild: Sergei Michailowitsch Prokudin-Gorski/library of congress

Prokudin-Gorski (vorne rechts) auf einer Draisine auf der Murmansk-Bahnlinie, ausserhalb Petrosawodsk. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Frauen In Dagestan. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Aufnahmeort unbekannt. Die Jurte im Hintergrund ist typisch für Kirgisien, Kasachstan und die Mongolei. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Besatzung des Dampfschiffs «Scheksna» in der Stadt Wytegra. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Palastwache vor alten Kanonen in Buchara im heutigen Usbekistan. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Männer mit Ballenpresse in der Region Murmansk. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Mullahs vor einer Moschee bei Batumi, Georgien.  bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Dampfschiff «Tjumen» (Stadt in Sibirien) der staatlichen Eisenbahngesellschaft. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Armenische Frau in typischer Tracht in Artvin (in der heutigen Türkei). bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Bahnhof von Borodino bei Moskau.  bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Eisenbahnbrücke über den Fluss Schuja in Karelien in Nordwestrussland. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Mann mit Wasserpfeife in Samarkand im heutigen Usbekistan. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Spa in Bordschomi im heutigen Georgien.  bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Baumwollfeld im botanischen Garten von Sukhumi im heutigen Georgien. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Mönche pflanzen Kartoffeln am Seligersee in den Waldaihöhen, wo die drei grossen Flüsse Dnepr, Düna und Wolga entspringen. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Die Stadt Tobolsk in Sibirien. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Paar in Dagestan. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Österreichische Kriegsgefangene bei einer Baracke in Karelien. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Kunsthandwerk in einer Giesserei in Kasli im südlichen Ural. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Bauern beim Heuen. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Pinkhus Karlinski (84), seit 66 Jahren Schleusenwart in Tschernihiw, Ukraine. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

A. P. Kalganow (links) posiert mit seinem Sohn und seiner Enkelin in der Industriestadt Slatoust im mittleren Ural. Sohn und Enkelin arbeiten in der lokalen Waffenfabrik, seit jeher eine wichtige Zuliefererin der russischen Streitkräfte. Kalganow trägt den traditionellen russischen Bart sowie die Uniform der Waffenschmiede-Zunft, während die jüngeren Generationen sich westlich kleiden. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Bauerntöchter in der landwirtschaftlich geprägten Region entlang des Flusses Scheksna nahe dem Städtchen Kirillow. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Mohammed Alim Khan, Herrscher des Emirats Buchara in Usbekistan, damals ein russisches Protektorat.  bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Hauptsitz der Ural-Eisenbahn in der Stadt Perm.  bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Arbeiter im Fundament für ein Stauwehr am Fluss Oka bei Beloomut bei Moskau, bevor der Zement eingegossen wird. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Ingenieure des Ministeriums für Eisenbahn. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Tiflis, Georgien. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Baschkirischer Weichensteller bei Ust-Kataw im mittleren Ural.  bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Arbeiter in einer Eisenerzgrube bei Bakal im südlichen Ural. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Das Dorf Kolchedan im südlichen Ural. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Tadschikische bei Samarkand. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Stoffhändler in Samarkand. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Der chinesische Vorarbeiter Lau-Dzhen-Dzhau auf der Teeplantage in Chakvi an der georgischen Schwarzmeerküste. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Hier wurde der Tee gewogen und verpackt. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Russische Siedler in der Mugansteppe im heutigen Aserbaidschan.  bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Männer beobachten die Sonnenfinsternis vom 1. Januar 1907 von einer Sternwarte im Tian-Shan-Gebirge in Kirgisien. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

Eine Frau spinnt Garn in einem Dorf nahe Susdal. bild: sergei michailowitsch prokudin-gorski/library of congress

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  • plapperi 21.03.2017 11:43
    Highlight Grossartig! Danke.
    30 0 Melden
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  • John Smith (2) 21.03.2017 11:40
    Highlight Schöne und interessante Bilder von einem begabten Fotografen. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass es natürlich der Auftrag des Fotografen war, die Schönheit des Landes und nicht das Elend der Unterschicht zu dokumentieren. Es gibt schon einen Grund, weshalb es zur Revolution kam.
    32 4 Melden
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  • Murat_Kaplan 21.03.2017 10:45
    Highlight russifizierte turkvölker sind keine russen. georgier sind auch keine russen. russen sind die ostslawen, der rest sind keine russen, sie alle haben eigene ethnie, kultur, sprache und geschichte.
    18 12 Melden
    • Stachanowist 21.03.2017 14:31
      Highlight Ja. Das macht der Artikel doch mehr als klar, oder? Können Sie sagen, auf welche Bildunterschrift Sie sich mit Ihrer Kritik beziehen?
      17 1 Melden
    • Scaros_2 21.03.2017 15:05
      Highlight Ändert nichts daran, das zu der Zeit dies das russische Reich war.

      Das römische Reich ging einst auch von Rom bis hoch zu den Nordländer. Heute sind wir auch alle anders. Damals gehörte es zu den Römer
      11 0 Melden
    • Luca Brasi 21.03.2017 19:06
      Highlight @Scaros_2: Das Römische Reich ging nie bis zu den Nordländern. Dort ist es arschkalt. ;)
      https://en.wikipedia.org/wiki/Ancient_Rome
      1 0 Melden
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  • Luca Brasi 21.03.2017 09:56
    Highlight Wirklich tolle Bilder! Besten Dank, Herr Ramezani!
    27 0 Melden
    600
  • Radiochopf 21.03.2017 09:28
    Highlight Danke für die tollen Fotos! Spätestens nach diesen Fotos sollte jedem Russengrippen geplagten Menschen klar sein, dass es nicht den " bösen Russen" gibt.. Russland ist ein Land mit genau so vielen (wenn nicht mehr) Kulturen und Sprachen wie ganz West-Europa.. ein Russe aus Moskau und ein Russe ganz aus dem Osten haben ausser dem russischen Passen genau so viel Gemeinsamkeiten wie ein Norweger und Spanier.. die dümmste Frage die man einem Russen stellen kann: Wie ist das Wetter so in Russland? in etwa so als würde man uns Fragen wie das Wetter in Europa den so ist..
    28 8 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 21.03.2017 11:11
      Highlight Es glaubt ja auch kaum jemand an "den bösen Russen". Die Probleme sind viel mehr mit dem in Russland grasierendem Rassismus (u.a. genegüber Zentralasiaten, ehemalige Bürger des russischen Reiches und der Sowjetunion) und der staatlich gestützten Homophobie, der kriegerischen Tätugkeiten unter Putin und der Korruption.
      24 7 Melden
    • Sapere Aude 21.03.2017 11:11
      Highlight Man kann diese wunderschönen Bilder auch geniessen ohne in Russlandpropaganda zu verfallen. 100 jährige Bilder haben nichts mit der jetzigen russischem Politik zu tun.
      32 4 Melden
    • Kian 21.03.2017 12:12
      Highlight @Sapere Aude Das finde ich auch. Wobei der Hang zum Autoritären, der sich in den Zaren, im Politbüro und eben jetzt in Putin manifestiert, schon nichts Neues ist.
      18 6 Melden
    • Radiochopf 21.03.2017 12:56
      Highlight mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass Russland nicht Putin ist und Moskau auch wenig mit Russland selber zu tun hat.. wenn ich mir in Alltagsgespräche, Diskussionen und Watson-Artikel hier immer wieder hören/lesen muss, dass alle Russen sowieso Homophob, Rassistisch und kriegerisch sind, dann finde ich das sehr rassistisch und falsch..

      @LaPaillade genau dein Kommentar zeigt das eben genannte perfekt.. du sagst zwar im 1. Satz es gibt nicht den bösen Russen, aber im nächsten Satz sind dann doch alle Homophob, Rassistisch und kriegerisch.. warst du schon mal in Russland? Ja/Nein?
      12 6 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 21.03.2017 14:05
      Highlight @Radiochopf:
      Wo sage ich denn, dass ich das von allen Russen denke? Ich sage nur, dass es in Russland grosse Probleme mit Homophobie und Rassismus gibt und die Regierung teilweise (nicht überall) sehr wenig dagegen unternimmt. Zudem "kriegerischen Tätigkeiten UNTER Putin". Unterstell mir nicht solche Sachen bitte.

      Zu deiner Frage, ja, ich durfte bereits mehrere Wochen in Russland verbringen (St. Petersburg, Moskau, Ufa, Yekaterinenburg, Nowosibirks, Irkurtsk, Ulan-Ude). Mir ist die Heterogenität durchaus bewusst, aber Hetzjagden auf Schwule und Zentralasiaten in Moscva sind leider die real.

      7 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.03.2017 14:21
      Highlight @Kian: Wie ist denn das mit Autoritätsgläubigkeit in der Schweiz so? Oder ist mit Finger auf andere zu zeigen halt einfacher?
      2 9 Melden
    • Stachanowist 21.03.2017 14:43
      Highlight @Sapere

      Die Bilder haben durchaus Gegenwartsbezug. Sie zeigen Russland als multiethnischen, multireligiösen Staat, in dem sich die Diversität vielerorts besser erhalten hat als in den westeuropäischen Nationalstaaten. Das hält bis heute an. Eine Reise nach Kalmückien, Komi, Burjatien oder in den Nordkaukasus zeigt das mehr als eindrücklich. Das ist vielen nicht bewusst, wenn sie über "das Russland" reden und denken, dort lebten ausschliesslich orthodoxe Vladimirs und Ivans.

      Lektüretipps (zwei meiner Favoriten):

      1) Terry Martin, Affirmative Action Empire

      2) Kappeler, Ru. als Vielvölkerreich
      6 1 Melden
    • pedrinho 21.03.2017 15:27
      Highlight @radiochopf
      gut gesagt, es gibt halt immer noch zu viele, aus laendern, wo quase nach jedem miststock ein anderes land,sprache oder dialekt, nicht verstehen, dass man 3-4000 km gehen kann und sich immer noch im gleichen land, mit fast gleicher sprache, mindestens amtssprache welche doch die leute verbindet ist.

      @kian
      immer wieder erfrischend, Deine berichte aus den tiefen des internet :)
      1 0 Melden
    • Sapere Aude 21.03.2017 15:31
      Highlight Spannend gerade im Fall von Russland die multiethische und multireligiöse Gesellschaft zu betonen. Viele dieser Völker gehören nicht freiwillig zu Russland, sondern wurden durch den die Zaren kolonialisiert.
      7 3 Melden
    • Kian 21.03.2017 16:32
      Highlight @Faschossindimmerdieanderen: Nur weil die politische Führung sich autoritär gebart, heisst nicht, dass die Bevölkerung obrigkeitsgläubig ist.
      5 1 Melden
    • Stachanowist 21.03.2017 16:58
      Highlight @ Sapere

      Ich spreche vom Umgang Russlands mit diesen Ethnien. Trotz der Russifizierungspolitik vom späten 19.jh. bis 1905 und 1930-1950 konnten die im der Tat oft gegen ihren Willen "eingegliederten" Ethnien ihre Kulturen und Sprachen bewahren. Das kann man von Sorben, Aborigines, Samen oder Mohikanern kaum behaupten. Dort gibt es jüngere Rettungsversuche, was bei Kabardinern, Komi oder Tataren nicht nötig ist. Ihre Kulturen und Sprachen waren nie einem ähnlich konstanten Assimilierungsdruck ausgesetzt. Was die Zaren und Kommunisten wollten, waren Steuern und politische Loyalität.
      4 0 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 21.03.2017 18:02
      Highlight @Stachanowist: Das ist jetzt aber doch ein bisschen eine romantische Sicht. Verbot des öffe tlichen Gebrauchs von polnisch oder littauisch (1863)? Wolgadeutsche?
      Im 19. Jh wurden zudem gezielt russische Siedler richtung Kirgistan gelenkt, was viele Kirgisen dazu nötigte nach China abzuwandern.

      Die Russifizierung war nicht besser oder schlechter als das was die anderen Mächte zu jener Zeit machten (DE, GB/USA, FRA, BEL etc.).
      Und inwiefern konnten den die Aborigines oder Sami ihre Kultur und Sprache denn nicht behalten? (Der grösste Rückgang der Sami war glaub ich gar auf russischem Boden)
      1 3 Melden
    • Stachanowist 21.03.2017 18:22
      Highlight @ Paillade

      Nicht romantisch, nö. Genau die Russifizierungspolitik ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts habe ich ja angesprochen. Ebenso ist mir bewusst, dass Stalin zu dieser Politik zurückkehrte und viele Völker gar deportierte.

      Worum es mir geht, ist die Tatsache, dass die russische/sowjetische Nationalitätenpolitik lange Zeiträume hatte, in denen sie eben nicht russifizierend war, sondern von einer nur wenigen bekannten kulturellen Toleranz und von Pragmatismus geprägt war - stellenweise gar die Nichtrussen bevorzugte. Hier ein Beispiel:

      https://en.wikipedia.org/wiki/Korenizatsiya
      3 0 Melden
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  • dr. flöckli 21.03.2017 09:21
    Highlight Vielen Dank watson für die wunderbaren Fotografien😍!
    Erstaunlich ist dabei ist irgendwie, wie vertraut und "modern" alles wirkt, und das obwohl Russland vor über 100 Jahren nicht gerade zu den Spitzenreiter puncto Modernisierung gehörte. Daher merci für die spannenden Einblicke!
    23 2 Melden
    600
  • Sageits 21.03.2017 08:41
    Highlight Wunderschöne Bilder. Merci Watson
    19 1 Melden
    600
  • heul doch 21.03.2017 08:41
    Highlight Eindrückliche bilder. Danke für diesen schönen einblick in die geschichte
    17 1 Melden
    600
  • halfenauer 21.03.2017 07:35
    Highlight Sehr schöne Bilder! Unglaubliche Qualität der 100-jährigen Fotos - ist aber irgendwie irritierend, da man das Gefühl hat, die Fotos seien in der heutigen Zeit aufgenommen worden.
    31 2 Melden
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