International

Mit diesem Siegel wurden die Amnesty-International-Mitarbeiter am Mittwochmorgen begrüsst.  Bild: MAXIM ZMEYEV/REUTERS

Amnesty-International-Büro in Moskau dichtgemacht – Kreml-Sprecher weiss von nichts 

02.11.16, 13:49 02.11.16, 14:17

Die russischen Behörden haben ohne Vorankündigung das Büro der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) in Moskau geschlossen. Die AI-Mitarbeiter hätten das Büro beim Eintreffen zur Arbeit am Mittwoch verschlossen vorgefunden, teilte Amnesty mit.

Es sei mit dem Hinweis versiegelt gewesen, dass die Räumlichkeiten der Russischen Föderation gehörten und dass die Organisation sich an die Stadtverwaltung von Moskau richten solle, um weitere Informationen zu erhalten.

Unter der auf dem Siegel genannten Nummer melde sich niemand, sagte AI-Mitarbeiter Iwan Kondratenko. Das Büro von Amnesty befinde sich dort seit 20 Jahren. Nun seien die Schlösser ausgetauscht und die Stromversorgung gekappt worden.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, ihm lägen zu dem Thema keine Informationen vor, er höre zum ersten Mal von der Angelegenheit.

Nichtregierungsorganisationen werden in Russland seit Jahren scharfen Kontrollen unterworfen. Wenn solche Organisationen aus dem Ausland finanziert werden und eine «politische Aktivität» entfalten, müssen sie sich als «ausländische Agenten» registrieren lassen.

Im Mai wurde ein Gesetz beschlossen, nach dem ausländische Organisationen ohne Gerichtsentscheid dichtgemacht werden können, wenn sie die «nationale Sicherheit» Russlands oder die «Verfassungsordnung» gefährden. (gin/sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Kein Schamgefühl – dieses Trump-Getue von CC macht alles nur noch schlimmer

Cassis muss in der Europapolitik liefern – und den Beschuss von rechts aushalten

Extrem hässliche Menschen erzählen uns, wie es ist, extrem hässlich zu sein

Ständemehr als Stolperstein: Bei der AHV-Reform wird um jeden Swing State gekämpft

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2Alle Kommentare anzeigen
2
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • URSS 02.11.2016 16:29
    Highlight An und für sich ist dieses Gesetz gegen NGOs nicht schlecht.
    Auch in der Schweiz sind viele Wühler für fremde Staaten unterwegs. Für Russland für die Türkei . Moscheen die Kathar finanziert werden etc.
    Russland wird immer mehr eine Gefahr für den Frieden. Die Ditib unterwandert seit Jahren den Deutschen Staat.Wenn wir unsere demokratische Lebensweise behalten wollen, sollten wir mehr Sorge dazu tragen. Ansonsten wachen wir irgendwann in einer korrupten Diktatur auf.
    7 4 Melden
    600
  • Wehrli 02.11.2016 14:22
    Highlight War wohl ein Berichte zu viel über (F)Assad und seine Brüder Chlorgas und Sarin. Vielleicht etwas weniger Input dafür mehr Putin und man darf zurück ins Büro. Was macht AI überhaupt in Moskau? Ist wie eine Orchideenzucht am Nordpol, stupid&sinnlos.
    11 14 Melden
    600

Dieser Herr rettete die Welt vor einem Atomkrieg. Jetzt starb er einen stillen Tod

26. September 1983, kurz nach Mitternacht: In einem Bunker in der Stadt Serpuchow, rund 50 Kilometer südlich von Moskau, beginnt eine schrille Sirene zu heulen. Ein Computer in der Kommandozentrale der sowjetischen Luftraumüberwachung schlägt Alarm: Er meldet eine amerikanische Atomrakete, die sich im Anflug befindet. 

Dem diensthabenden Offizier, Oberstleutnant Stanislaw Petrow, bleiben nur wenige Minuten. Der 44-Jährige muss entscheiden: Handelt es sich um einen Fehlalarm – oder …

Artikel lesen