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Tochter des Korean-Air-Chefs: Das arrogante Rich Kid entgeht in der Nuss-Affäre dem Knast

Erst musste sie ins Gefängnis, nun kommt sie auf Bewährung frei: Die Tochter des Korean-Air-Chefs hatte in einem Berufungsprozess Erfolg. Sie hat sich mit einem Ausraster im Flugzeug wegen einer Tüte Nüsse massiven Ärger eingehandelt.

22.05.15, 09:45

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Mit gesenktem Kopf zeigte sich Cho Hyun Ah vor Gericht in Seoul. Die Tochter des Korean-Air-Chefs musste dort in einem Berufungsprozess wegen der sogenannten Nuss-Affäre erscheinen. Das Verfahren endete für Cho mit einer Erleichterung: Sie wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und kam unmittelbar aus dem Gefängnis frei.

Noch im Februar war Cho wegen Verstosses gegen die Flugsicherheit und Gewaltanwendung zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar drei Jahre Haft gefordert. Doch am Freitag sprach das Gericht die Frau von dem Vorwurf frei, eine Änderung der Flugroute veranlasst zu haben. Die 40-Jährige habe nicht die Absicht gehabt, den Flugbetrieb zu stören, entschieden die Richter. Die Haftstrafe wurde in eine zweijährige Bewährungsstrafe umgewandelt. Die Frau sass seit Ende Dezember in Haft.

Bewährungsstrafe statt ein Jahr Knast: Cho Hyun Ah vor Gericht. Bild: Ahn Young-joon/AP/KEYSTONE

Cho war Anfang Dezember ausgerastet, als eine Stewardess von Korean Air ihr an Bord eines startbereiten Flugzeugs ungefragt Macadamianüsse gereicht hatte - lediglich in einer Tüte, nicht in einem Schälchen. Sie geriet darüber so in Rage, dass der Flieger den Start in New York abbrechen und zum Gate zurückkehren musste. Cho hatte den Chefsteward zu sich zitiert, beschimpft und des Flugzeugs verwiesen. Die betroffene Stewardess zog vor Gericht.

Symbol für eine Generation arroganter Nachkommen

Cho arbeitete selbst als Managerin bei Korean Air. Bei dem Gerichtstermin am Freitag äusserte sie sich nicht vor den Reportern. Der Fall hatte in Südkorea auch deshalb für solches Aufsehen gesorgt, weil Familienclans in dem Land wichtige Unternehmen beherrschen - und aus Sicht vieler Bürger an den Gesetzen vorbei operieren können. Cho wird deshalb als Symbol für eine Generation verwöhnter und arroganter Nachkommen einflussreicher Familienunternehmen gesehen, welche die südkoreanische Wirtschaft dominieren.

Cho trat von ihrem Posten als KAL-Vizechefin zurück, ihr Vater Cho Yang-Ho distanzierte sich von ihrem Verhalten. In dem Berufungsverfahren entschuldigte sich die Frau erneut für ihr Verhalten. Sie bitte alle, die sich durch die Vorkommnisse verletzt fühlten, um Verzeihung, erklärte einer ihrer Anwälte. Die Mutter von zweijährigen Zwillingen zog nach dem Urteil ihren Gefängnisanzug aus und verliess das Gerichtsgebäude mit schwarzem Mantel und Sonnenbrille. (tat/mmq/dpa/AFP)

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  • Bowell 22.05.2015 12:45
    Highlight Und was ist mit der Stewardess passiert? Die wird mir wahrscheinlich wieder ungeschoren davongekommen sein, aber man kann doch nicht einfach ungefragt Macadamianüsse reichen - lediglich in einer Tüte, nicht in einem Schälchen!
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