International

Bericht aus dem Flüchtlingslager: watson-Autorin Rafaela Roth ausgezeichnet. Bild: watson/rafaela roth

In eigener Sache: watson-Reportage aus dem Flüchtlingslager räumt Preis ab

13.10.16, 19:00 14.10.16, 09:13

Auszeichnung für die watson-Reportage aus dem Flüchtlingslager Idomeni: Der Verein «real21 – die Welt verstehen» verleiht Autorin Rafaela Roth den Förderpreis. In «This ist not for humans» beschreibt die Journalistin eine Nacht im Flüchtlingslager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze. Ihre persönlich gefärbte Schilderung berühre und gebe den Gestrandeten ein Gesicht, begründet die Jury ihre Wahl.

Der Förderpreis ist mit 5000 Franken dotiert. Roth teilt ihn sich mit Simon Jäggi. Den mit 10'000 Franken dotierten und erstmals verliehenen real21-Medienpreis erhielt die Journalistin Barbara Achermann für ihre Reportage «Das Frauenwunderland» aus Ruanda. 

Die drei Journalisten würden für ihre «herausragenden journalistischen Arbeiten» zu Themen der globalen Entwicklung ausgezeichnet, teilte der Verein «real21 – die Welt verstehen» mit. Die Preisverleihung fand am Donnerstag im Luzerner Rathaus statt.

Achermanns Reportage wurde in der Frauenzeitschrift «annabelle» publiziert. Darin thematisiere sie auf eindrückliche Art und Weise den Aufstieg der Frauen seit dem Genozid in diesem zentralafrikanischen Land, begründet der Verein seinen Entscheid.

DEZA-finanziert

Die im Magazin «SURPRISE» publizierte Reportage des zweiten Förderpreisträgers Jäggi zeige, wie das Internet das Leben der Penan im Dschungel von Borneo nachhaltig verändere, schreibt der Verein. Der Autor falle dabei als genauer und differenzierter Beobachter auf.

Der Verein «real21 – die Welt verstehen» war 2015 gegründet worden. Er wird gemeinsam von der Schweizer Journalistenschule (MAZ) und Alliance Sud, der Arbeitsgemeinschaft der Schweizer Hilfswerke, getragen. Einerseits unterstützt und fördert er mit einem Medienfonds die Berichterstattung in Deutschschweizer Medien über Themen der globalen Entwicklung.

Mit einem Haupt- und einem Förderpreis sollen andererseits journalistische Arbeiten prämiert werden. Präsidiert wird der Verein von MAZ-Direktor Diego Yanez. Finanziert wird das Projekt durch Beiträge der Direktion Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). (kad/sda)

«Humans of Idomeni»: 18 Botschaften aus dem schlimmsten Flüchtlingslager Europas

Hol dir die App!

User-Review:
Catloveeer, 19.12.2016
Die beste App ever! Einfach 🔨
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
12 Kommentare anzeigen
12
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • pamayer 15.10.2016 00:15
    Highlight B R A V O!!
    1 1 Melden
    600
  • Olf 14.10.2016 16:09
    Highlight Gute Arbeit. Weiter so
    13 7 Melden
    600
  • Candy Queen 14.10.2016 09:17
    Highlight Ihr veröffentlicht meinen Kommentar mit meiner Preisverleihung nicht? Warum denn bloss? Ich dachte, Selbstbeweihräucherung liegt euch?
    19 23 Melden
    600
  • Candy Queen 14.10.2016 08:34
    Highlight Hiermit verleihe ich mir den Preis für die besten Inputs in den Kommentarspalten dieses Portals.

    (Schon mal die Jury, die den Preis verleiht, genauer unter die Lupe genommen?)
    15 16 Melden
    • phreko 14.10.2016 13:16
      Highlight Gratuliere!

      p.s. Wo kann ich ein paar Hirnzellen spenden für den wahnsinnig geistreichen Beitrag?
      17 9 Melden
    • esmereldat 14.10.2016 19:51
      Highlight Informier uns doch mal über die Jury, anstatt so unterschwellig irgendwas anzudeuten.
      2 1 Melden
    • Candy Queen 14.10.2016 22:59
      Highlight In der Jury sitzt zB Hansi Voigt (ehem. Chefredakteur Watson. Auch die DEZA-Frau, ebenfalls Jurymitglied, dürfte den Inhalt des fraglichen Artikels persönlich interessant gefunden haben.
      2 4 Melden
    600
  • Radiochopf 14.10.2016 07:42
    Highlight Gratulation, bin froh über jeden Artikel der wirklich aus dem Watson-Team selber kommt und kein Copy-Paste Artikel ist! Weiter so!
    19 8 Melden
    600
  • äti 14.10.2016 07:41
    Highlight Glückwunsch und Danke, Rafaela! Hoffe, noch viel von Ihnen zu hören. 🍸❤️
    27 16 Melden
    600
  • lilie 14.10.2016 07:37
    Highlight Herzliche Gratulation, Rafaela! Was für eine tolle Anerkennung deiner Arbeit! ☺💖
    34 13 Melden
    600
  • lily.mcbean 14.10.2016 07:20
    Highlight Herzlichen Glückwunsch Rafaela! Absolut verdient, und von mit von ❤zen gegönnt!🍹
    32 16 Melden
    600
  • SusiBlue 14.10.2016 02:04
    Highlight Herzlichen Glückwunsch zum prämierten Artikel, Rafaela! 🍸🎉
    43 15 Melden
    600

«Habe niemanden bestohlen» – Schweizer Fluchthelferin holt zum Rundumschlag aus

Lisa Bosia Mirra half im September 2016 Flüchtlingen, in die Schweiz einzureisen. Seither blieb es still um die Tessiner SP-Grossrätin. Nachdem sie zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse verurteilt wurde, verteidigt sie sich nun zum ersten Mal öffentlich. Sie bereut ihre Taten nicht.

Als Lisa Bosia Mirra im September 2016 verhaftet wurde, ging ein kleiner Aufschrei durch die Schweiz. Die Tessiner SP-Grossrätin wurde dabei erwischt, wie sie Flüchtlinge vom italienischen Como mit dem Auto über die Schweizer Grenze bringen wollte. Von vielen Seiten wurde Bosia Mirra für ihren Mut gelobt, von anderen als kriminelle Schlepperin verschrien. Bosia Mirra selbst schwieg und sass die Schlagzeilen aus. 

Mitte April wurde sie zu einer bedingten Geldstrafe von 80 Tagessätzen und …

Artikel lesen