International

Wegen Donald Trump werden Ferien im Ausland für Schweizer billiger

02.11.16, 10:07 03.11.16, 15:17

Donald Trump gilt unter Finanzspezialisten als Börsenschreck. Seit der US-Präsidentschaftskandidat laut einer Umfrage wieder vorne liegt, ist der Finanzmarkt beunruhigt. Der Schweizer Franken hat zuletzt gegenüber dem Euro und dem Dollar deutlich an Wert gewonnen. Devisenexperten erklären dies mit seiner Funktion als sicherer Hafen, die im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen wieder gefragt sei.

Der Euro/Franken-Kurs notierte (9.45 Uhr) bei 1.0774 und damit auf dem tiefsten Stand seit dem Brexit-Entscheid von Ende Juni. Zum Vergleich: In den letzten Wochen hatte er kaum je unter der 1.08er-Marke gelegen, sich im Gegenteil eher der 1.10er-Grenze angenähert.

Ähnlich ist das Bild beim Währungspaar Dollar/Franken. Der Kurs von 0.9712 liegt klar unter dem Wert der letzten Zeit. So hatte sich der Kurs im Oktober der Parität genähert. Im August und September waren zeitweise aber noch tiefere Notierungen gesehen worden.

Börsenschreck Trump

Experten erklären sich die Entwicklung mit der grösseren Wahrscheinlichkeit eines Wahlsiegs von Donald Trump bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten. Trump, der wegen seiner Unberechenbarkeit bei den meisten Analysten als Börsenschreck gilt, hatte in den jüngsten Wahlumfragen deutlich Boden auf seine Gegnerin Hillary Clinton gut gemacht. Diese war nach der wieder hochgekochten Affäre um die Nutzung eines privaten Servers für dienstliche E-Mails unter Druck geraten.

Was Trump nach einer Wahl zum Präsidenten machen werde, scheine kaum vorhersehbar, meinen Experten. Die an den Märkten bereits weitgehend eingepreiste Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank im Dezember könnte dann ausfallen. Befürchtet wird zudem, dass nach einem Wahlsieg Trumps die Unabhängigkeit der US-Notenbank grundsätzlich in Frage gestellt werden könnte.

Die SNB hält derweil den Franken nach wie vor für überbewertet, wie Präsident Thomas Jordan am Dienstagabend an einer Veranstaltung in Vevey bekräftigte. Die Währungshüter wollen den Franken schwächen und damit indirekt die Wirtschaft stützen. Denn ein starker Franken macht Schweizer Waren in Europa teuer und bremst damit die Exporte. (whr/sda/awp)

Prominente Trump-Unterstützer

Hol dir die catson-App!

Die flauschigste App der Welt! 10 von 10 Katzen empfehlen sie ihren Menschen weiter.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2 Kommentare anzeigen
2
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • NiemandVonNirgendwo 03.11.2016 19:48
    Highlight Lassen wir uns diesen Titel einmal auf der Zunge vergehen...

    ach richtig, das bedeutet ja folgendes:

    1. Weniger Touristen in der Schweiz
    2. Export wird wieder schwächeln
    3. Einkauftourismus wird lukrativer (noch ein Gewerbe das leiden muss)
    4. Löhne werden nicht steigen (Krankenkassen, Mieten etc. schon)
    5. Nationalbank muss eventuell wieder Fremdwährung im Übermass kaufen (Gottseidank konnte diese Gewinne verbuchen, aufgrund dem Mehrwert des Goldes)

    Ein Grund zum Feiern...
    2 2 Melden
    600
  • unejamardiani 02.11.2016 11:13
    Highlight Oh wie wichtig lasst uns Trump unterstützen dann können wir billiger in die Ferien.... NICHT!!
    17 5 Melden
    600

13 Wahlversprechen Trumps: Ab jetzt gilt nicht mehr was er sagt, sondern was er tut

Trump mag die Wahl als politischer Outsider gewonnen haben – ab jetzt ist er Insider und damit auch einem der ehernen Gesetze der Politik unterworfen: Die Leute werden ihn nicht mehr an seinen Worten, sondern an seinen Taten messen. Was er tut, werden wir bald sehen. Was er versprochen hat, wissen wir hingegen bereits. Hier zur Erinnerung eine Auswahl der wichtigsten Wahlversprechen Donald J. Trumps (wir bitten um eine Prognose, ob er sie erfüllen wird):

Die Vorstellung, eine Mauer könne …

Artikel lesen