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Pedro Sánchez will seinen Rücktritt von der Spitze der sozialistischen Partei rückgängig machen. Bild: EPA/EFE

Kampfansage des Ex-Chefs der spanischen Sozialisten – er will zurück an die Parteispitze

Der zurückgetretene Chef der spanischen Sozialisten, Pedro Sánchez, will an die Spitze seiner Partei zurückkehren. Er wolle die PSOE auf einen Linkskurs festlegen und für eine Zusammenarbeit mit dem linken Protestbündnis Podemos öffnen, sagte Ex-Parteichef Pedro Sánchez am Sonntag.

31.10.16, 02:32 31.10.16, 05:40

Er verspüre «den Willen und die Kraft» für eine neuerliche Kandidatur, sagte der 44-Jährige weiter. Sánchez äusserte sich einen Tag, nachdem der Konservative Mariano Rajoy nach langem politischen Stillstand im Parlament eine Vertrauensabstimmung gewonnen hatte; die Bestätigung für eine weitere Amtszeit war nur durch die Stimmenthaltung der Sozialisten möglich. Ohne deren Einlenken hätten die Spanier im Dezember zum dritten Mal binnen eines Jahres ein neues Parlament wählen müssen.

Sánchez hatte Anfang Oktober – auch auf Druck führender PSOE-Politiker – seinen Rücktritt erklärt. Er hatte unter allen Umständen Rajoy als Ministerpräsidenten verhindern wollen und trug die Abmachung seiner Partei mit Rajoy zu dessen Wahl nicht mit. Aus Protest hatte er sogar sein Parlamentsmandat niedergelegt.

Partei vor Zerreissprobe

Sánchez angekündigte Kandidatur auf dem Parteitag, dessen Termin noch nicht feststeht, könnte die Partei einer Zerreissprobe aussetzen. «Die grosse Mehrheit der Partei hat das Vertrauen zu ihm verloren», sagte der sozialistische Abgeordnete Ignácio Urquizo am Sonntagabend in Reaktion auf Sánchez' Ankündigung.

In dem TV-Interview skizzierte Sánchez die Möglichkeit einer künftigen spanischen Linksregierung. Die PSOE und Podemos müssten «Seite an Seite» gehen, weil beide Gruppierungen über Schnittmengen verfügten, sagte Sánchez. Dass er früher eine solche Zusammenarbeit abgelehnt habe, sei nicht richtig gewesen.

Podemos-Chef Pablo Iglesias begrüsste die Ankündigung. «Pedro hat heute zugegeben, dass er sich in uns getäuscht hat», schrieb Iglesias auf Twitter. «Das kommt spät – trotzdem danke.» (sda/afp/rwy)

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Micha-CH, 16.12.2016
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