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Befürworter von Spanien in Barcelona. Bild: EPA/EPA

Wahlschlacht in Katalonien: «Jetzt werden wir erst recht weitermachen»

Spaniens Regierung demonstriert Härte in Katalonien, die Botschaft: Wer ihre Gesetze brechen will, der lernt die Staatsgewalt kennen. Viele Katalanen reagieren mit Trotz: «Kein Bürger hier will noch in einem Staat bleiben, der so etwas tut.»

01.10.17, 19:47 12.10.17, 11:42

Claus Hecking, Barcelona

Ein Artikel von

Um 9.12 Uhr, endlich, geht das Tor auf. «Wir werden wählen, wir werden wählen», rufen die vielleicht 400 Menschen vor der La-Mar-Bella-Schule in Barcelona. Sie jubeln und klatschen, einige fallen einander in die Arme, sie können es noch gar nicht fassen. Andere drängen schon nach vorne zum Eingang des Abstimmungslokals für das katalanische Unabhängigkeitsreferendum. Um ihr Kreuz zu machen. Und um den beiden Polizisten den Weg zu versperren, die hier das streng verbotene, verfassungswidrige Plebiszit verhindern sollen.

Die Uniformierten der katalanischen Polizei erklären der Menge aber nur, dass sie hier nicht durch können. Und ziehen dann ab. Noch einmal grosser Jubel. Viele hier glauben: Nichts kann sie mehr daran hindern, selbst zu entscheiden, ob sich ihre Region von Spanien abspalten soll.

Katalonien in Aufruhr

Die Menschen bilden ein Spalier. Für die Alten, die sollen zuerst abstimmen. Amparo Vilallonga, 83, geht langsam durch die enge Gasse. In ihren Augen schimmert es, die alte Dame ist gerührt. «Das ist ein grosser Tag», sagt sie. Vor 40 Jahren, nach dem Ende der Franco-Diktatur, ist Amparo Vilallonga schon einmal auf die Strasse gegangen für ihr Katalonien, hat gegen den spanischen Zentralstaat und für mehr Eigenständigkeit der Katalanen demonstriert. Jetzt, so scheint es, schliesst sich der Kreis für Amparo Vilallonga. Gleich wird sie votieren. Für einen neuen, unabhängigen Staat.

Aber dann stoppt die Warteschlange. Warten, heisst es. Computerprobleme.

Wenig später stehen in Barcelonas Zentrum Hunderte Menschen Schlange vor einem anderen Wahllokal: der Ramon-Llull-Schule. Da nähern sich etwa zwei Dutzend Männer mit dunkelblauen Uniformen, Protektoren Schildern und Knüppeln.

Polizisten und Wählerinnen in Barcelona. Bild: AP/AP

Die Einsatzkräfte der spanischen Polizei bahnen sich unter Einsatz von Gewalt den Weg durch die Menschenmenge. Sie zerschlagen die Scheiben einer verschlossenen Eingangstür der Schule, rammen sie dann auf, dringen ins Gebäude ein. «Sie haben uns die Urnen entrissen, die teils schon mit Stimmzetteln gefüllt waren und Wahlunterlagen beschlagnahmt», erzählt Elizenda Paluzie, eine Wahlhelferin. Übereinstimmenden Augenzeugenberichten und Videos zufolge schiessen sie bei ihrem Einsatz sogar mit Gummigeschossen auf Protestierende. Eine Person wird demnach von einem Projektil ins Auge getroffen. Dann ziehen die Uniformierten ab. In diesem Wahllokal ist die Abstimmung Geschichte.

Es ist eine Demonstration von Macht und Härte, welche die spanische Polizei und die paramilitärische Guardia Civil in einigen Wahllokalen Kataloniens zeigen. Der spanische Zentralstaat hat hier auf diesem Boden das Sagen, ist die Botschaft, die von diesen Einsätzen ausgeht. Und wer Spaniens Gesetze brechen will, der lernt die Staatsgewalt kennen.

Die spanische Verfassung verbietet eine Abspaltung, sie sieht auch kein Referendum über einen Austritt von Teilen des Landes vor. Die separatistische katalanische Regionalregierung unter Carles Puigdemont hat es trotzdem gewagt. Und Anfang September in einem fragwürdigen Verfahren ein umstrittenes Gesetz für das Plebiszit durchs Parlament gepeitscht: gegen die Proteste der Opposition. Spaniens Premierminister Mariano Rajoy und die nationalen Gerichte haben versucht, das Referendum schon vorher zu stoppen: unter anderem mit der Zensur von Referendumswebsites, Verhaftungen, Razzien sowie der Beschlagnahmung mehrerer Millionen Stimmzettel und dazugehöriger Briefumschläge.

Nicht genug Briefumschläge, die Abstimmung kann nicht mehr geheim sein

Eigentlich hat Rajoy schon am Sonntagmorgen um kurz nach acht Uhr gewonnen. Da tritt ein Sprecher der katalanischen Separatistenregierung vor die Mikrofone. Er räumt ein, man habe nicht genug Umschläge. Damit kann die Abstimmung de facto nicht mehr geheim sein.

Ausserdem kündigt der Sprecher an, die Bürger könnten auch ausserhalb ihres festgelegten Wahllokals votieren - obwohl die katalanische Regierung in ihrem eigenen Wahlgesetz das Gegenteil festgelegt hatte. Und für die massiven Computerprobleme, die Hunderten Abstimmungslokalen den ganzen Vormittag lang zu schaffen machen, sind auch die spanischen Behörden verantwortlich. Vielen Lokalen haben sie kurzerhand das Internet abgeschaltet; wie es am Mittag heisst, können die Wahlhelfer nicht einmal mehr kontrollieren, ob ein Bürger schon mehrmals gewählt hat.

Polizisten beschlagnahmen Wahlurnen in Barcelona. Bild: EPA/EFE

Kein demokratischer Staat auf der Welt würde so ein Referendum anerkennen, das dermassen gegen alle möglichen demokratischen Gepflogenheiten und Gesetze verstösst. Die Unabhängigkeitserklärung, die Puigdemont im Falle eines mehrheitlichen Ja für Mittwoch angekündigt hatte, wäre eine Farce.

Und trotzdem gehen die spanischen Sicherheitskräfte rigoros gegen die Wahlwilligen vor. Bilder von Polizisten mit gezückter Waffe und Verletzten mit blutüberströmten Köpfen verbreiten sich millionenfach durch das Internet. Sie stehen in eigentümlichem Kontrast zu dem Tweet von Spaniens Innenminister Juan Ignacio Zoide, der die Einsatzkräfte für ihre «Professionalität und Verhältnismässigkeit» lobt. Und sie führen dazu, dass sich zumindest in den sozialen Netzwerken viele User auf die Seite der Katalanen schlagen. Belgiens Ministerpräsident Charles Michel etwa - der eigentlich selbst flämische Separatisten fürchten muss - twittert: «Gewalt kann nie die Lösung sein» und ruft zum Dialog auf.

Und die «Harry Potter»-Autorin JK Rowling schreibt: «Das ist abstossend und unbegründbar.»

Auch in Madrid wächst die Kritik. Der Chef der linken Protestpartei Podemos, Pablo Iglesias, erklärt, wenn irgendetwas Spanien zerstören werde, dann werde das geschehen, weil Rajoys Partei und diejenigen, die sie unterstützen, die Demokratie zerstörten. Podemos ist die drittstärkste Kraft im Parlament. Der Sprecher der Sozialisten, die Rajoys Minderheitsregierung tolerieren, macht die Separatisten hauptverantwortlich für die Eskalation. Er schreibt aber auch, die Regierung sei «unfähig zu verstehen und vorherzusehen, was sich in Katalonien ereignet».

Dort deutet an diesem Nachmittag vieles auf eine Trotzreaktion hin. Überall in Barcelona, auch vor der La-Mar-Bella-Schule, warten Menschen an diesem Nachmittag geduldig in langen Schlangen, um ihre Stimme abzugeben. Mag das Referendum noch so ungültig sein.

Auch Elisenda Paluzie, die Wahlhelferin der Ramon-Llull-Schule, stellt sich an. «Jetzt werden wir erst recht weitermachen», sagt sie. «Glauben Sie, irgendein Bürger hier will noch in einem Staat bleiben, der so etwas tut?»

Einer will es auf jeden Fall. Auf der Plaza de Catalunya, dem zentralen Platz im Herzen Barcelonas, schwenkt ein Mann im Nieselregen eine grosse spanische Fahne. Er halte den Polizeieinsatz für rechtmässig, sagt er. «Die Separatisten verstossen gegen das Gesetz. Jeder Staat würde versuchen, seine Einheit zu beschützen.» So sagt er es all den Passanten, die ihn ansprechen. Und dann diskutiert er mit ihnen. Die meisten hier wollten debattieren, erzählt er. Einige wenige hätten ihn beschimpft, tätlich angegriffen habe ihn niemand. Gut, dass man in Katalonien noch miteinander reden kann.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • 4kant 02.10.2017 09:06
    Highlight Es werden noch weitere starke Zentrifugalkräfte in europäischen Ländern auftreten.
    Der Grund ist ein ganz trivialer. Wenn das Geld nicht mehr für alle reicht, dann beginnt man darauf zu achten, dass man für sich sich selbst noch genug hat und wird weniger freigiebig, aber auch weniger kooperativ. Weil die Kooperation nicht mehr beiden Seiten nutzt, sondern nur noch der ärmeren Seite.
    Das kann man auch in einem Käfig mit ein paar Laborraten studieren. Sobald das Futter nicht mehr für alle reicht, machen sie sich das Futter streitig und gehen aufeinander los. Das ist ganz natürlich.
    2 2 Melden
  • Bucky 02.10.2017 00:14
    Highlight Nun, die spanische Zentralregierung produziert mit ihrem gewaltsamen Beharren auf bestehenden Strukturen eine Präzedenz. Diese Präzedenz würde die Britische Regierung ihr wohl genüsslich unter die Nase reiben, sollte die Spanische Zentralregierung jemals die Grenze zu Gibraltar in Frage stellen: sind die bestehenden Strukturen in Katalonien nicht verhandelbar, so sind sie es erst recht nicht in Gibraltar. 👍
    9 1 Melden
  • Benot 01.10.2017 23:39
    Highlight Ich bin auch gegen das Franco-Spanien. Ich finde auch, Spanien hat noch Weg vor sich, bis zu einer wirklichen Demokratie.

    Aber ... Die Separatistenbewegung in Katalonien ist auch eine grosse Lüge. Was kaum einer weiss: Dahinter stehen erzkonservative Kreise, die das alte Aquitanien wiederherstellen wollen.

    Z.B. dass Leonardo Da Vinci Katalone war... Dieses Ergebnis präsentien die von der katalonischen Regierung beauftragten Historiker. Ja, weil "damals" rechte Aquitanien bis nach Italien. Ergo ... Da Vinci ein Katalane.

    Solcher Quatsch steht hinter der Separatistenbewegung.
    4 12 Melden
  • Baba 01.10.2017 23:34
    Highlight Fassungslos und schockiert habe ich diese Bilder und Meldungen gesehen, gehört, gelesen. Solche Szenen wegen einem basisdemokratischen Vorgang in einem europäischen Land, einem Mitglied der EU. Szenen wie aus dem Spanien Francos, Szenen, die doch längst der Vergangenheit angehören sollten. Die GC gegen die Bevölkerung.

    Ich kann nicht glauben, was da heute in Katalonien abgegangen ist/abgeht... Nein, ich kann es nicht glauben 😦.
    9 2 Melden
    • Domsh 02.10.2017 14:19
      Highlight Dann recherchieren sie mal die Hintergründe. Dann werden sie die Umstände verstehen. Bilder von knüppelnden Polizisten ohne die Zusammenhänge zu können sind wahrlich unschön.
      1 0 Melden
  • FrancoL 01.10.2017 23:22
    Highlight «Glauben Sie, irgendein Bürger hier will noch in einem Staat bleiben, der so etwas tut?»

    Ja ich glaube es gibt genügend Bürger die bei diesem Staat bleiben wollen, so wie die Katalanen bei diesem Staat blieben als die Basken um ihre Unabhängigkeit kämpften.

    Ich kann mich nicht erinnern, dass da Katalonien auch nur einen Finger für die Basken gekrümmt hätte.
    5 7 Melden
  • Chrigi-B 01.10.2017 22:39
    Highlight Europa und Demokratie. Sage da nur Lissabon Treatee😏
    4 0 Melden
  • dondor 01.10.2017 22:36
    Highlight grotesk
    1 0 Melden
  • Domsh 01.10.2017 22:35
    Highlight Demokratie und Rechtstaat bedeutet sich frei innerhalb der Gesetze zu bewegen und Gesetze ändern zu können.
    Ich kann nicht etwas Illegales mit demokratischer Freiheit rechtfertigen.
    Und obwohl Rajoy völlig überreagiert, bleibt diese Abstimmung was sie ist - illegal!
    Wieso versucht die Minderheit der Katalanen, die unabhängig sein will, nicht den legalen Weg?
    4 7 Melden
    • 4kant 02.10.2017 08:59
      Highlight Es gibt keinen legalen Weg innerhalb des spanischen Rechts.
      Allerdings garantiert das internationale Völkerrecht die Selbstbestimmung eines Volkes.
      Diesen Widerspruch steckt in allen Staate der Welt.
      4 1 Melden
    • Domsh 02.10.2017 11:10
      Highlight Glaubst du? Wie wärs mit spanisches Recht/Verfassung ändern um Referenden zu ermöglichen. Was bedeutet Selbstbestimmung eines Volkes? Darf jede Region, Stadt, Dorf oder Quartier selbstbestimmen. Oder nur ein Land. Man muss da sauber fertig denken und nicht mit Schlagworten herum werfen.
      2 0 Melden
  • dä dingsbums 01.10.2017 22:32
    Highlight Ein trauriger Tag für alle. Ein Glück, dass nicht noch schlimmeres geschehen ist.

    Schade sitzen in der Spanischen Regierung völlig unfähige Leute die mit dummen Entscheiden überhaupt erst diese Situation herbeigeführt haben und den Dialog komplett verweigern.

    Schade sitzen auf der anderen Seite genau so unfähige Politiker die nichts besseres zu tun wissen, als eine Abstimmungsshow zu veranstalten, von der im vornherein klar war, dass sie kein Resultat liefern wird, das den Volkswillen aufzeigt.
    5 1 Melden
  • Sapere Aude 01.10.2017 21:33
    Highlight Katalonien verlor seine Unabhängigkeit im 18. Jahrhundert durch den Einmarsch spanischer Truppen. Es scheint die Zentralmacht hat bis heute nicht viel gelernt. Man hätte sich schlicht die Abstimmungen in Schottland anschauen können. Hätte man Zugeständnisse gemacht und die Menschen frei entscheiden können, wäre die Diskussionen evtl. bereits dadurch beendet gewesen, dass die Katalanen für einen Verbleib in Spanien gestummen hätten. Mit Repression wird Spanien die Seperatistenbewegung jedoch nur weiter Munition liefern.
    7 2 Melden
  • Troxi 01.10.2017 21:24
    Highlight Es ist traurig zu zusehen. Es sollte nicht sein, was zurzeit dort Abläuft. Aber alte Wunden lecken bringt doch auch nichts. Kürzlich war ich mit einer Dame zu diesem Thema im Gespräch. Sie sagte mir, dass die alten Wunden noch lange nicht verheilt seien. ZB war es den Katalanen untersagt in ihrer Sprache zu kommunizieren oder man durfte sich nie kritisch zum Staat äussern. Sie machte in den 60ern ein Studium dort, sie erlebte dies Hautnah. Zudem kennt sie einige, die mit ihren gefallenen Grossvätern im Bürgerkrieg zu diesem Thema argumentieren. Was es braucht sind Brückenbauer.
    3 0 Melden
  • Posersalami 01.10.2017 21:17
    Highlight Glaubt die Regierung in Madrid wirklich, dass sie die Sezession so stoppen? Glaubt sie, dass der Konflikt so beigelegt werden kann? Was für ein Witz..

    Ich fasse es nicht, was ist das nur für ein Signal an die Welt. Es kommt einem fast so vor, als wäre die Meinung des Volkes immer nur wichtig wenn es um einen sogenannten "Feind" geht. Demokratie in Spanien? Nein, die haben die Polizei!
    5 2 Melden
    • Domsh 02.10.2017 17:11
      Highlight 2014 lies die Regierung die genau gleiche Abstimmung zu, obwohl auch diese gegen spanisches Recht verstossen hat.
      Und diese Abstimmung ist nicht die Meinung des Volkes sondern der Minderheit von Separationswilligen, siehe Wahlbeteiligung.
      Wollen die Katalanen diese Farce alle 3 Jahre wiederholen?
      0 0 Melden
  • Pirat der dritte 01.10.2017 20:38
    Highlight Soweit Demokratie in Europa, dem Kontinent der Oberheuchler.
    98 57 Melden
    • Holla die Waldfee 01.10.2017 21:06
      Highlight Und plötzlich gibts keinen Unterschied mehr zwischen europäischen Ländern. Na dann können wir ja gleich die USE ausrufen *lol*
      55 14 Melden
    • Johnny M 01.10.2017 21:13
      Highlight Es gibt bei der demokratie keinen unterschied zwischen den eu-staaten.
      13 52 Melden
    • Domsh 02.10.2017 17:14
      Highlight Ich muss in meinem Dorf mal eine Abstimmung machen lassen, das wir keine Bundes- und Kantons-Steuern mehr zahlen müssen. Das wäre was! Das wäre dann dein Verständnis von “Demokratie über allem“!
      1 0 Melden
    • Pirat der dritte 02.10.2017 21:00
      Highlight @Domsh: was interpretierst Du da in meine 2 Zeilen rein? Ich habe für niemanden Stellung bezogen. Weder das Referendum geht, noch die an Dummheit grenzende Sturheit beider Seiten aber auch nicht diese Gewalt. Aber Europa ist an solchen Themen gescheitert!
      0 1 Melden
    • Domsh 03.10.2017 11:30
      Highlight Mit der Verbindung der Begriffe "Demokratie" und "Oberheuchlern" suggerierst du dass etwas undemokratisches geschehen ist. Das habe ich dir mit einem überspitzen Beispiel widerlegt.
      Und ich sehe im Gegensatz zu dir aktuell ein nicht gescheiteres Europa mit funktionierenden demokratischen Vorgängen.
      1 1 Melden
  • Birdie 01.10.2017 20:21
    Highlight


    Wie gut man noch reden kann sieht man auf diesem Video.

    Ein trauriger Tag für Katalonien, Spanien und die Demokratie. Schade konnten die beide Parteien keine andere Lösung finden. Aber rein gar nichts legitimiert die Gewalt die heute ausgeübt wurde. Ich hoffe das gibt Konsequenzen, bezweifle es aber.

    Wer die ganzen Videos verpasst hat sucht hier: https://twitter.com/hashtag/CatalanReferendum?src=tren&lang=de
    58 9 Melden
    • Johnny M 01.10.2017 21:27
      Highlight F T P
      4 2 Melden
    • Johnny M 01.10.2017 21:44
      Highlight Gleiche bilder wie immer. Die schwarz uniformierten mit sturmmasken und schlagstöcken prügeln auf friedliche menschen ein.
      Aber nein, polizeigewalt gibt es ja nicht und es ist immer alles gerechtfertig.
      6 3 Melden
    • Johnny M 01.10.2017 21:44
      Highlight 1 3 1 2
      2 7 Melden
    • Benot 01.10.2017 23:28
      Highlight Wie, "rein gar nichts legitimiert die Gewalt die heute ausgeübt wurde"?

      ... Die Verfassung, die Gesetze erlauben keine Separatistenreferenden und legitimieren die Staatsgewalt.
      2 8 Melden
    • ujay 02.10.2017 05:59
      Highlight Ooch, da bekomt ein armer Katalonier eine Ohrfeige von Spanienbefuerwortern....komm schon, plumper gehts nicht. In der Regel ists in Katalonien genau umgekehrt. Willst du die Leute verarschen?
      2 0 Melden
    • ujay 02.10.2017 06:04
      Highlight @Benot. Richtig, dem ist nichts beizufuegen.
      1 1 Melden
    • Birdie 02.10.2017 10:25
      Highlight Dann zeig mir doch ein Video wo Katalanen einen Spanier verprüglen? Die Norm ist das nicht. Und schon etwas komisch wenn Spanier in Barcelona auf Katalanen losgehen, stell dir vor Katalanen mit Esteladas würden in Madrid Spanier prügeln. Der Aufschrei wäre riesig.

      Aber du bist sowieso zu keiner Diskussion bereit und nur da, weil du irgendwas gegen Katalonien hast. Reis mal hin, ist eine schöne Gegend und die Leute sind nett wenn du dich darauf einlässt :)

      @Benot Nein, Das Völkerrecht ist über dem Recht der Staaten, genauso wie das EU recht. Beide verbieten es so vorzugehen
      2 0 Melden

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