International

Der Jakobsweg bei La Rioja in Spanien.  Bild: AP/Giovanna Dell'Orto

Mord auf dem Jakobsweg: Spanier zu 23 Jahren Haft verurteilt

12.04.17, 04:58 12.04.17, 06:54

Der Mörder einer US-Pilgerin auf dem Jakobsweg ist zwei Jahre nach der Aufsehen erregenden Tat zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Der heute 41 Jahre alte Spanier bekomme 20 Jahre wegen Mordes sowie weitere drei Jahre wegen Raubes mit Gewaltanwendung, teilte das zuständige Landesgericht der nordwestspanischen Provinz León am Dienstag mit.

Der Angeklagte vor Gericht in León. Bild: EPA/EFE

Der Fall hatte in Spanien grosses Aufsehen erregt. Die allein wandernde Frau war am 5. April 2015 in León in der Nähe der Gemeinde Astorga spurlos verschwunden. Die Leiche wurde erst gut fünf Monate später nach der Festnahme des Verdächtigen gefunden.

Der Mann brachte die Polizei damals auf die Spur der im Gestrüpp versteckten und stark verwesten Überreste. Er hatte das Opfer (41) laut Gericht «mit einem harten Gegenstand» erschlagen.

Jedes Jahr wandern mehr als 200'000 Menschen aus aller Welt über verschiedene Routen des Jakobsweges Richtung der galicischen Stadt Santiago de Compostela.

Da der Weg bis zu dem Mord an der US-Pilgerin als völlig ungefährlich galt, war die Erschütterung in Spanien und unter Pilgern weltweit umso grösser. (sda/dpa)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Tränengas im Rat und viele Schweizer Stimmen – so ticken Kosovos neue Hoffnungsträger

Die Oppositionspartei «Vetëvendosje» (Selbstbestimmung) will nach ihrem Wahlsieg im Juni mit der Korruption im Kosovo aufräumen. Doch in der Vergangenheit griff auch sie zu umstrittenen Mitteln – wie Tränengas im Parlament. Ihr Chef erklärt, weshalb die Welt keine Angst vor seiner Partei haben muss.

Die Partei Vetëvendosje gilt als Hoffnung der kosovarischen Jugend. Überdurchschnittlich viele Kosovaren in der Schweiz haben der Partei bei den Wahlen im Juni ihre Stimme gegeben. Im Wahlkampf warb sie mit Slogans wie «Mit Dieben ist kein Staat zu machen!», im Parlament versprühte sie aber auch schon Tränengas. watson hat in Pristina mit dem Parteichef Visar Ymeri gesprochen. 

Herr Ymeri, Ihre Partei hat unter den Kosovaren in der Schweiz überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Wie …

Artikel lesen