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Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont: Verkündet er morgen die Unabhängigkeit? Bild: EPA/GENERALITAT

Eine Aussage sorgt für grossen Wirbel – Spanische Regierung warnt Katalanen

Der Druck auf die Separatisten in der spanischen Region Katalonien wächst. Die Zentralregierung in Madrid hat am Montag den katalanischen Regierungschef mit scharfen Worten vor der Ausrufung der Unabhängigkeit gewarnt.

09.10.17, 17:47 12.10.17, 11:39

Der Sprecher der Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy, Pablo Casado, wies in Madrid alle Aufrufe zum Dialog erneut zurück. «Wir werden nicht nachgeben, und es gibt auch nichts zu verhandeln mit den Putschisten», sagte Casado vor Journalisten.

Pablo Casado Bild: EPA/EFE

Sollte der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont bei seiner Rede vor dem Regionalparlament am Dienstagabend in Barcelona tatsächlich die Loslösung Kataloniens von Spanien und die Unabhängigkeit der Region verkünden, werde Rajoy «mit harter Hand» reagieren, hiess es.

«Wer sie (die Unabhängigkeit) erklärt, endet womöglich so wie derjenige, der sie vor 83 Jahren erklärt hat.»

Pablo Casado

Für viel Wirbel sorgte vor allem folgende Aussage Casados: «Wer sie (die Unabhängigkeit) erklärt, endet womöglich so wie derjenige, der sie vor 83 Jahren erklärt hat.» 1934 hatte der linke Regierungschef Kataloniens, Lluis Company, einen unabhängigen Staat ausgerufen. Er und die gesamte Regionalregierung wurden daraufhin nach wenigen Stunden von der spanischen Armee festgenommen. 1940 wurde Companys vom Regime von Francisco Franco hingerichtet.

Die stellvertretende Ministerpräsidentin Soraya Saenz de Santamaria rief die Regionalregierung in Barcelona ebenfalls zum Einlenken auf. «Ich rufe die vernünftigen Leute in der katalanischen Regierung auf, nicht in den Abgrund zu springen, denn sie würden das Volk mitreissen», sagte sie dem Radiosender Cope.

Drohungen aus Madrid

Ministerpräsident Rajoy ist strikt gegen eine Unabhängigkeit Kataloniens und drohte am Wochenende mit dem Entzug des Autonomiestatus. Unterstützung bekam er von rund 350'000 Menschen, die am Sonntag in der katalanischen Hauptstadt Barcelona gegen eine Unabhängigkeitserklärung demonstrierten.

Für Dienstagabend hat hingegen die Katalanische Nationalversammlung (ANC), der Dachverband mehrerer Hundert separatistischer Bürgerinitiativen, zu einer Demonstration für die Unabhängigkeit der Region aufgerufen. Die Anhänger der Abspaltung sollen sich demnach um 18.00 Uhr vor dem Parlamentsgebäude versammeln – also zu dem Zeitpunkt, an dem Puigdemont seine Rede halten will.

Am Wochenende demonstrierten rund 350'000 Menschen in Barcelona gegen die Unabhängigkeit.  Bild: EPA/EPA

Zahlreiche Politiker im In- und Ausland appellierten an den Regionalpräsidenten, nach dem Unabhängigkeitsreferendum vom 1. Oktober nicht die Abspaltung von Spanien auszurufen. «Stoppt alles», sagte der spanische Sozialistenchef Pedro Sánchez in Barcelona. Er werde «die Antwort des Rechtsstaats auf einen einseitigen Bruch des Zusammenlebens der Spanier unterstützen».

Der Generalsekretär der spanischen Linkspartei Podemos, Pablo Iglesias, sagte zur «Frankfurter Rundschau»: «Wir raten der katalanischen Regierung zur Vorsicht. Manche reden sogar schon von militärischer Intervention. Das klingt ausserirdisch – aber viele Dinge haben vor einer Woche noch ausserirdisch geklungen, und jetzt geschehen sie.»

Berlin und Paris hinter Rajoy

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Rajoy in einem Telefonat «ihre Unterstützung für die Einheit Spaniens bekräftigt», wie ihr Sprecher Steffen Seibert sagte. Beide hätten sich bei dem Gespräch am Samstag zudem ausgetauscht, wie man den innerspanischen Dialog im Rahmen der Verfassung stärken könne.

Angela Merkel sicherte Mariano Rajoy die Unterstützung zu. Bild: AP/AP

Die Regierung in Paris erteilte einer Anerkennung Kataloniens im Falle einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung eine Absage. Der Status der Region könne nicht durch das umstrittene Unabhängigkeitsreferendum vor gut einer Woche bestimmt werden, sagte Europaministerin Nathalie Loiseau dem Fernsehsender CNews. «Die Krise muss durch Dialog auf allen Ebenen der spanischen Politik gelöst werden.»

Auch der frühere UNO-Generalsekretär Kofi Annan forderte einen Dialog: «Die konstitutionelle Krise, die sich in Spanien entfaltet, erfordert Beratungen und keine Konfrontation.»

Bei dem vom Verfassungsgericht für illegal erklärten Referendum vor gut einer Woche erhielt das Unabhängigkeitslager den Behörden zufolge mehr als 90 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 43 Prozent. Viele der Unabhängigkeitsgegner blieben den Wahlurnen fern. (sda/reu/dpa/afp)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • ujay 10.10.2017 04:21
    Highlight Mich wundert es, dass Puigdemont und seine Clique nicht schon laengst inhaftiert wurde.
    1 4 Melden
  • By-Quête 10.10.2017 00:55
    Highlight Vergesst endlich das ganze Unabhängigkeitsgeschwafel! Ich war am Sonntag dabei an der Demo - mit fast einer Million anderer Katalanen, die einer Abspaltung von Spanien nie zustimmen würden. Warum lese ich hier nichts von den über 60 Firmen (darunter 2der grössten Banken Spaniens!) die ihren Sitz bereits verlegt haben?
    0 3 Melden
  • rauchzeichen 10.10.2017 00:53
    Highlight wenn man verpasst das problem überlegt und logisch anzugehen, dann kann mans auch ohne dialog und mit waffen probieren. zeugt nicht gerade von intelligenz, aber wer sucht die schon in der demokratie? da gehts ja um andere dinge. lieber vertreten sein, als kompetenzen vertreten haben.

    ja. ne. is. klar.
    1 0 Melden
  • C-Cello 10.10.2017 00:34
    Highlight Rajoy, Spaniens Erdogan. Demokratur, natürlich von der EU gelobt und unterstützt.
    5 1 Melden
  • FrancoL 10.10.2017 00:23
    Highlight Befremdend: Wenn ich etwas von der Aenderbarkeit der E Verfassung schreibe, hagelt es Blitze.
    Da frage ich mich; ist jetzt die spanische Regierung alleine die mehr als nur stur ist? oder sind viele hier im Netz der Meinung, dass eine vom Volk in einem Referendum angenommene Verfassung (1978) Makulatur ist? Wenn das der Fall wäre, wäre dies ein Armutszeugnis für viele der Blitzer und ich hoffe, dass diese Blitzer die Schweizer Verfassung etwas besser akzeptieren.
    Auch die E Verfassung kann abgeändert werden nur muss dies mit dem richtigen Quorum erfolgen, wie auch in der CH.
    3 0 Melden
  • Informant 09.10.2017 23:59
    Highlight Mal sehen ob Rajoy den Poroschenko macht und faschistische Bataillone à la Azov und Ajdar nach Katalonien schickt.

    Nicht dass Faschismus in der Ukraine die Medien interessieren würde.

    2 1 Melden
  • Der Rückbauer 09.10.2017 23:55
    Highlight In den Räumen der PP schwebt noch der leibhaftige Geist des Generalissimo. Ja, das ist so, 40 Jahre nach seinem Tod! Die Qualität einer Demokratie zeigt sich nicht in der Diktatur der Mehrheit über die Minderheit, sondern wie die Mehrheit mit der Minderheit umgeht.
    Dass die EU hier nicht eingreift, zeigt die Geisteshaltung in Brüssel (bzw. in den zentralistischen Staaten F und BRD). Auch die EU hat riesige Demokratiedefizite. Das wissen wir schon lange. Aber auch die katalonischen Freiheitskämpfer spielen eine schlechte Rolle, denn sie sind zu wenig dialogbereit.
    4 0 Melden
    • Waedliman 10.10.2017 17:44
      Highlight Die EU mischt sich nicht in innerstaatliche Angelegenheiten ein, dafür ist sie nicht da. Die EU hat auch die Briten nicht daran gehindert, für den Brexit zu stimmen.
      0 0 Melden
    • Der Rückbauer 10.10.2017 23:33
      Highlight Waedlimann: Die EU würde wohl auch einem innereuropäischen Bürgerkrieg tatenlos zusehen. In Jugoslawien mussten ja auch die UN und nachher die USA aufräumen. Die EU war dazu nicht in der Lage. Hauptsache war, dass die Tantiemen und Diäten in Brüssel und Strassburg immer schön flossen, auch am Casual Friday.....
      Brexit: Ich erinnere mich nicht, dass Schlägertruppen auf Bürger niedergesprescht haben und Wahllokale demolierten.
      1 0 Melden
  • shthfckup 09.10.2017 22:38
    Highlight Ja liebe leute, auch bei uns in europa existiert so etwas wie eine diktatur, getarnt als demokratie. Spätestens jetzt, sollten die menschen langsam aber sicher aus der hypnose erwachen.
    30 11 Melden
    • Juliet Bravo 10.10.2017 00:21
      Highlight Bin gerade aufgewacht. Wo? Wie? Wer?😱
      0 1 Melden
    • ujay 10.10.2017 04:20
      Highlight Du hast wohl in Geschichte geschlafen. Informiere dich, was eine Diktatur ist. Googeln hilft.🤔
      0 2 Melden
  • Menel 09.10.2017 22:18
    Highlight Mit Drohungen werden Konflikte nur verschärft. Immer.
    Wieso kann man in solchen Situationen nicht einfach die, die nur drohen können, beiseite stellen und die, die Dialoge führen wollen, die Sache klären lassen.
    37 0 Melden
    • FrancoL 10.10.2017 00:13
      Highlight Das ist nicht in der DNA des PP und ich fürchte es wäre auch nicht in der DNA einer anderen spanischen Regierung. Aber vermutlich würde eine andere Regierung zumindest an den Tisch sitzen und einen Vollpfosten wie Pablo Cassado zurückpfeifen oder gleich entlassen.
      Aber man sieht an den vielen Blitzen die ich kassiere wenn ich davon spreche dass auch die E Verfassung änderbar sei (natürlich mit dem richtigen Quorum), dass die Gegenseite offensichtlich der Meinung ist dass man eben auf die Verfassung pfeifen kann und das ist wiederum kein guter Standpunkt um Gespräche zu führen.
      4 0 Melden
  • fant 09.10.2017 22:18
    Highlight Dass die Unabhängigkeit so 'husch husch' nicht eingeführt werden kann, ist klar. Für eine echte Abstimmung müsste man schon etwas konkreter wissen, was ein ja und was ein nein bedeuten würde. Aber warum um Himmels Willen kann man das nicht anständig diskutieren, sondern es wird von Madrid und jetzt auch Berlin, Paris nur auf totale Verweigerung gemacht? Ich versteh' das nicht...
    36 1 Melden
  • DeadSerious 09.10.2017 21:33
    Highlight Wir Menschen lernen es nie. Was glaubt ihr wird passieren wenn ihr so gegen Katalonien vorgeht? Gewalt bringt immer gegengewalt.
    33 1 Melden
    • leu84 09.10.2017 23:40
      Highlight Ähnliches wie im Baskenland denke ich mal...
      2 0 Melden
    • By-Quête 10.10.2017 01:00
      Highlight Von den vermeintlich 800 Verletzten waren ganze 2, die sich in Spitalpflege begeben mussten! Auch eine ERC-Abgeordnete, die erst behaupete hatte, ein Polizist habe ihr 5Finger gebrochen, musste später zugeben, dass dies eine Lüge war! Ferner kursierten im Netz Filmchen von vermeintlicher Guardia-Civil-Gewalt am 1-0, die nicht aus Katalonien stammten!
      0 1 Melden
  • elivi 09.10.2017 21:21
    Highlight Das ein land wie spanien so ne kriese nicht mit nem anstädigem dialog lösen kann.
    26 1 Melden
  • äti 09.10.2017 21:16
    Highlight Warum fragt eigentlich niemand die Unabhängigkeits-Ausrufer: ".. und was dann und wie"? Oder ist es klar, dass diese einfach leise tschüss sagen?
    15 4 Melden
  • JackMac 09.10.2017 20:37
    Highlight Ja ja ja, alles klar. O wunder dass Frankreich und Deutschland gegen die Unabhängihkeit sind.
    Bayern und Korsika lassen Grüssen.
    Lasst doch die Regionen erstarken. Alles gegen Zentralismus ist gut!
    30 30 Melden
    • FrancoL 09.10.2017 21:20
      Highlight Was hast Du eigentlich von den Verfassungen? nicht viel, wohl nur etwas von der Schweizer Verfassung.
      Ich würde mich bedanken wenn ich Investitionen tätige in einem Land das heute so aussieht und übermorgen ganz anders.
      Auch schon mal daran gedacht dass diese Regionen einmal auch der Verfassung zugestimmt haben und aus irgend einem Grund bei diesen Ländern sein wollten?
      19 25 Melden
    • Frank8610 09.10.2017 22:16
      Highlight @FrancoL: ich liebe dieses Argument. Als ob eine Verfassung in Stein gemeisselt wäre. Bis vor kurzem konnten schweizer Frauen nicht abstimmen, das war auch in der Verfassung so geregelt. Hätte man deswegen nichts fürs Frauenstimmrecht unternehmen sollen?

      Gesetzte werden von Menschen geschrieben und können von Menschen auch geändert werden.
      30 4 Melden
    • FrancoL 09.10.2017 22:44
      Highlight @Frank8610; Die Spanische Verfassung ist genau so änderbar wie die Schweizer Verfassung nur muss in Spanien genau wie in der Schweiz das Stimmvolk und nicht ein Teil des Stimmvolkes darüber entscheiden, so wie es beim Frauenstimmrecht gemacht wurde! Du scheinst aber offensichtlich Mühe zu haben diejenigen zu benennen die die Verfassung ändern können, offensichtlich bist Du da der Meinung, dass dies die Katalanen sind nur trifft das so wenig zu wie beim Frauenstimmrecht, es waren damals die Männer und nicht die Frauen die abstimmen mussten. Interpretiere nie was nicht geschrieben wurde.
      8 14 Melden
    • FrancoL 09.10.2017 22:46
      Highlight @Frank8610; Die spanische Verfassung sieht das Instrument des Referendums vor und das nicht regional sondern national, d.h. es steht den Katalanen frei ein Referendum für deren Austritt vor das spanische Volk zu bringen.
      7 8 Melden
    • Frank8610 09.10.2017 23:09
      Highlight @FrancoL: ok ich sehe bei dir muss ich es wohl mit ganz einfachen Beispielen versuchen: die bösen Amerikaner haben sich nicht an die Verfassung gehalten, das hätten eigentlich die Briten mitentscheiden müssen...ihre Unabhängigkeit ist illegal!

      Wen interessiert die Verfassung eines Staates wenn die Bevölkerung einer Region sich selber als Nation sieht und sich von diesem Staat verarscht fühlt?

      Die Menschen sollten ein Recht auf Selbstbestimmung haben.

      Damit will ich nicht sagen dass eine Mehrheit der Katalanen für die Unabhängigkeit ist, das bleibt noch herauszufinden.
      2 0 Melden
    • ujay 10.10.2017 04:27
      Highlight Eine Staatsverfassung kann nur durch eine Abstimmung im entsprechenden Land geaendert werden, nicht durch eine Provinz. Ist in allen Laendern mit Staatsverfassung so. In der Schweiz steht dem manchmal der Kantoenligeist im Weg #Frauenstimmrecht.
      0 1 Melden
    • FrancoL 10.10.2017 08:57
      Highlight @ujay; Und was behaupte ich anderes als die Tatsache? Die Verfassung in E ist nur durch ein Volksmehr zu ändern. Und sorry das ist auch gut so, denn es hält ein Land zusammen, nota bene das dieser Verfassung zugestimmt hat und gibt auch im Land eine Planungssicherheit die den Menschen und der Wirtschaft gut tut.
      0 1 Melden
    • FrancoL 10.10.2017 09:02
      Highlight @Frank; Danke Diskussion beendet, denn Dir ist nicht einmal das Wesen der Verfassung bekannt.
      Der Ausdruck; Wen interessiert die Verfassung ist unterste Schublade und zeigt dass für Menschen wie Dich die Stabilität und Planungssicherheit in einem Land für Menschen und Wirtschaft ein Fremdwort ist.
      Sorry dies ist aber mehr als jämmerlich.
      Man wird nicht vom Staat verarscht sondern von den Politikern die man gewählt hat und wenn man Demokrat ist (was Du sicherlich nicht bist) nimmt man den demokratischen Weg.
      Bei den Beispielen würde ich es mit der rezenten Gegenwart versuchen.
      0 3 Melden
  • Ruffy 09.10.2017 20:25
    Highlight Beste Aussichten auf einen Bürgerkrieg, gut gemacht..
    46 1 Melden
    • dä dingsbums 09.10.2017 22:27
      Highlight So weit wird es nicht kommen. Die Katalanen haben bewiesen, dass sie gewaltlos für ihre Sache kämpfen.
      13 2 Melden
  • Blitzableiter 09.10.2017 19:22
    Highlight Keine Chance auf unabhängigkeit für die Katalanen. Spanien hat die Verfassung, und die EU im Rücken. Die Separatisten haben nur einen aufgebrachten teil der Bevölkerung die wohl auch nicht in der Merheit ist. Die Abstimmung war mit deutlich zu tiefer Stimmbeteiligung auch nicht repräsentiv.
    26 27 Melden
    • The Origin Gra 09.10.2017 22:05
      Highlight Spanien hat auch ein Heer von Guardia Civil Einheiten, welche gerne auch mal zu "Harten Verhörmethoden" greifen, Richter und Staatsanwälte die bei Mutmasslichen ETA-Mitgliedern es nicht für nötig befinden die Menschenrechte zu achten und ein Gesetz das es erlaubt, jeden einzusperren, der die Polizei ins schlechte Licht rückt (sei es weil die Streife falsch parkt beim Mittagessen oder weil es zeigt wie auf Menschen eingeprügelt wird), mit dem Gesetz sollen die Bürger vor Gefährlichen Meinungen geschützt werden.

      Ja, auch Erdogan hat die NATO, die Russen und Angi im Rücken 😁
      23 6 Melden
    • Helona 09.10.2017 23:08
      Highlight Habe ein Herzli gedrückt. Hauptsächlich für den letzten Satz.
      0 0 Melden
    • The Origin Gra 10.10.2017 13:16
      Highlight Helona, Hauptsache Herzli ;D
      Resp. Danke :)
      0 0 Melden
    • Waedliman 10.10.2017 17:46
      Highlight Manche Wahlen werden so entschieden. Wenn sich ein großer Teil enthält, darf er am Ende nicht meckern, dass Entscheidungen unbequem sind, was jetzt nicht heissen soll, dass ich das, was in Katalonien gerade passiert, gutheisse.
      1 0 Melden
  • Shin Kami 09.10.2017 19:00
    Highlight Jemandem mit dem Tod zu drohen ist glaube ich auch in Spanien Illegal, in jedem Fall aber absolut das Falsche Verhalten und eines Parteiführers nicht würdig. Die Regierung muss die Abspaltung verhindern, aber das sollte sie mit Dialog tun, es hat schon seinen Grund wieso die Katalanen mit der Situation unzufrieden sind...
    71 2 Melden
  • äti 09.10.2017 18:50
    Highlight Einer ruft die Unabhängigkeit aus und keiner geht hin.
    21 57 Melden
    • leu84 09.10.2017 23:45
      Highlight Stauffacher, Fürst und von Melchtal waren mittendrin statt nur dabei ;)
      0 0 Melden
  • The Origin Gra 09.10.2017 18:50
    Highlight Aha, zeigt da jemand sein wahres, Falangisch Faschistisches Gesicht?
    83 13 Melden
  • FrancoL 09.10.2017 18:42
    Highlight Es gibt Drohungen und Drohungen; Die die Pablo Cassado ausgesprochen hat dürfte sogar der Verfassung des königlichen Spaniens widersprechen und ist in ihrer ganzen Aussage unwürdig.
    Solche Drohungen sind fehl am Platz und zeigen dass offensichtlich der PP (nicht einmal mit einer Mehrheit ausgestattet) sich weit sehr weit aus dem Fenster lehnt. Schade dass der PP nicht etwas reifer auf die mögliche Abspaltung, die ich persönlich nicht gut heisse, reagieren kann. Zeigt wie wenig Format der PP hat. Zu hoffen ist dass das Restspanien mehr Format hat, wäre ja nicht so schwer.
    79 1 Melden
    • The Origin Gra 09.10.2017 18:59
      Highlight Was erwartest Du von einer Partei die aus der Faschistischen Falange heraus Gebohren wurde?
      40 9 Melden
    • FrancoL 09.10.2017 20:33
      Highlight Dass auch der PP die Verfassung hochhält wie er dies von anderen verlangt. Und ich verurteile nicht jemanden bevor er nicht einen Fehler begangen hat und schon gar nicht auf Grund dessen Herkunft.
      Zudem: Diese Drohung ist für mich SCHLIMMER als der Polizeieinsatz! eine Entgleisung der Polizei ist nicht zu entschuldigen, aber wir wissen dass Polizeikräfte übers Ziel hinaus schiessen können. Das was aber dieser Pablo Cassado gesagt hat ist von einer viel schlimmeren Qualität und lässt den Polizeieinsatz erblassen. Solche Drohungen sind jenseits von Gut und Bös.
      31 1 Melden
    • The Origin Gra 09.10.2017 21:54
      Highlight Du vergisst eins, die Guardia Civil ist keine Zivile Polizeieinheit sondern mehr Militärpolizei mit Zivilpolizeilichen Befugnissen.

      Die PP muss man gar nicht mehr Vorverurteilen, sie hat schon zuviel Dreck am Stecken.

      Ja die Aussage ist schlimm, zeigt aber schön wieviel die PP aus ihrer Vergangenheit gelernt hat und was sie von Demokratie hält, nämlich absolut gar nichts.
      Im Moment kann sie noch nicht die Bluthunde der Guardia Civil von der Leine lassen, der Internationale Aufschrei wäre zu Gross. Doch wehe sie haben auch nur den geringsten Anlass... Dann herrschen Baskische zustände!
      15 1 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 09.10.2017 18:33
    Highlight Anscheinend schickt Spanien bereits Militär nach Katalonien...
    30 5 Melden
    • The Origin Gra 09.10.2017 18:58
      Highlight Das waren sie schon vor dem Referendum.
      Die Guardia Civil ist Teil der Streitkräfte, ähnlich der italienischen Carabinieri und der französischen Gendarmerie.

      Wenn sie jetzt aber mit Panzer einrücken nimmt alles kein Unblutiges Ende mehr in Katalonien 😭
      20 4 Melden
    • Domsh 09.10.2017 20:19
      Highlight Anscheinend, angeblich, hat mir der Schwager der Freundin meiner Cousine erzählt...
      19 6 Melden
    • SemperFi 09.10.2017 21:57
      Highlight Ach, der Wendelspiess wieder mal... Heise und RT berichten jetzt schon vom kommenden Bürgerkrieg. Es ist auch bei uns normal, dass die Polizei in angespannten Situationen subsidiär durch die Armee unterstützt wird. Die entsendung von Logistiktruppen braucht also noch nicht als Fanal genommen zu werden.

      Allerdings täte es allen Seiten (insbesondere auch den nicht betroffenen Kommentatoren ausserhalb Spaniens) gut, kühles Blut zu bewahren und mit Augenmass zu agieren. Verbale Brandstifter hat es schon genug.
      6 4 Melden
  • Jaing 09.10.2017 18:27
    Highlight Der Unterschied zwischen Franco und der jetzigen Regierung scheint leider kleiner als er sein müsste.
    68 11 Melden
    • dä dingsbums 09.10.2017 22:31
      Highlight Vergleiche mit Francos Regime sind völlig fehl am Platz.

      3 22 Melden
    • ujay 10.10.2017 04:31
      Highlight @Jaing...hast du ueberhaupt eine Ahnung vom Francoregime? Denke nicht, wenn ja, wuerdest du nicht so einen Quatsch von dir geben. Googel mal.
      0 2 Melden
    • Jaing 10.10.2017 06:54
      Highlight @ujay und dä Lest den Artikel.
      1 0 Melden
  • alles auf rot 09.10.2017 18:04
    Highlight "Unterstützung bekam er von rund 350'000 Menschen, die am Sonntag in der katalanischen Hauptstadt Barcelona gegen eine Unabhängigkeitserklärung demonstrierten."

    Haben die nicht einfach für Dialog demonstriert?
    69 4 Melden
    • dä dingsbums 09.10.2017 22:33
      Highlight Nein, das waren die weiss gekleideten vor den Rathäusern in ganz Spanien.
      Die mit den Spanischen Fahnen in Barcelona waren gegen die Abspaltung.
      7 0 Melden
  • Mutzli 09.10.2017 18:02
    Highlight Ach du heilige....der werte Herr Casado sollte wohl auch mal schleunigst in nen Kurs gesteckt werden, um zu lernen nicht den allergrössten Müll rauszulassen zum schlimmstmöglichsten Zeitpunkt. Dürfte sogar eine ziemliche Wachstumsindustrie sein.

    Da finde ich es schon ein bisschen schwer die Grenze zwischen Unfähigkeit und bewusster Provokation zu sehen, auch wenn ich beim besten Willen nicht weiss, was der sich davon erhoffen würde.
    Ist auf jeden Fall sicher die beste Methode die Seperatisten zu beruhigen und für Verhandlungen ins Boot zu holen
    24 2 Melden
    • FrancoL 09.10.2017 20:36
      Highlight Das war nicht Müll sondern eine mehr als nur verletzende Aussage gegenüber allen die unter dem Regime Francos gelitten haben. Diese Drohung müsste meines Erachtens zum sofortigen Rücktritt dieses Herrn Casado führen, wenn nicht muss Rajoy sich langsam Gedanken zu seinem eigenen Rücktritt machen.
      27 0 Melden
    • The Origin Gra 09.10.2017 21:58
      Highlight Rajoy denkt nicht daran zurückzutretten oder auch nur den Hauch eines Schrittes auf die Separatisten zuzugehen.

      Er möchte das tun, was früher im Baskenland abgelaufen ist. Staatsterror mit Folter, Willkührlicher Verhaftungen, schliessungen von Redaktionen und Separatisten im Gefängnis zu den Rechtsextremen sperren.

      Bis spätestens 2013 oder noch später gängige Praktiken in Spanien, vornehmlich im Baskenland
      11 0 Melden
    • FrancoL 09.10.2017 22:16
      Highlight @The Origin Gra; Dann müssen alt die Sesselkleber die ihn stützen einmal die Krallen ausfahren, denn der PP hat alles andere als eine Mehrheit. Auch müssten die "Dulder" dieser Regierung sich einige Gedanken zu deren eignem Image machen, denn solches Gebaren ist ist nicht gerade förderlich.
      6 0 Melden
    • FrancoL 09.10.2017 22:21
      Highlight @The Origin Gra: So sattelfest ist der PP nicht. Ich könnte mir auch denken dass gerade die Spanier, die ja finanziell nicht unbedingt auf stabilen Beinen stehen auch wenn es zur Zeit nicht so aussieht von der EU, vor allem D und F zurückgepfiffen werden. Da spielt es auch keine grosse Rolle dass D und auch F Regionen mit Abflugwünschen haben. Die EU braucht im alten Teil etwas Ruhe der Osten ist zuerst zu bändigen. Die Wortwahl der D und F lässt immer noch genügend Platz für eine indirekte Einmischung im Falle Kataloniens.
      1 0 Melden
  • Sapere Aude 09.10.2017 18:01
    Highlight Schon spannend wie die Medien und die öffentliche Meinung gerade dazu gedrängt werden, die Seperatisten zu dämonisieren. Der Rechtsstaat ist in Katalonien seid dem Einmarsch paramilitärischen Kräfte bereits ausser Kraft gesetzt. Rajoy hat seine Legitimität verspielt.
    59 14 Melden
    • Domsh 09.10.2017 20:18
      Highlight Welche paramilitärische Kräfte sollen einmarschiert sein?
      Falls du die Guardia Civil meinst, die ist doch nicht einmarschiert, die ist ständig in ganz Spanien vertreten. Es wurde einfach der Bestand hochgefahren und die Urnen und Wahlzettel zu konfiszieren.
      7 15 Melden
    • Sapere Aude 09.10.2017 20:30
      Highlight Der springende Punkt ist, dass diese Aktion von Seiten vieler Katalanen eben gerade als Einmarsch empfinden. Das war ein grosser Fehler von Rajoy zumal der Pressesprecher seiner Partei auf jenes Ereignis hinwies, wo die Armee das letzte mal die Unabhängigkeitsbestrebungen in den 30er unterbunden hat.
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    • SemperFi 09.10.2017 21:59
      Highlight Einmarsch??? Eine Armee kann nicht ins eigene Land einmarschieren. Es stände Ihnen als Nicht-Betroffenem gut an, nicht auf solchen Bürgerkriegs-Slang einzuschwenken.
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    • The Origin Gra 09.10.2017 22:11
      Highlight Doch, eine Armee kann in ein Gebiet, zum Beispiel, in eine Stadt einmarschieren.

      Die Armee sollte sich aus solchen Konflikten so lange wie möglich raushalten.
      Besonders in Spanien wo noch viele Wunden der Franco-Diktatur offen sind.

      Zur Armee zählt übrigens auch die Guardia Civil und die sollten die allerletzten sein, die für sowas eingesetzt werden sollten.
      Hätte man das Aufgearbeitet, gäbe es keine Guardia Civil mehr, nur noch die Armee und Zivilpolizei, sicher keine Paramilitärs resp. Militärpolizei mit Zivilaufgaben
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    • Domsh 10.10.2017 00:28
      Highlight Sapere, demfall habe ich deinen Kommentar falsch verstanden. Ich dachte du wolltest die Situation beschreiben,ich wusste nicht dass du über die Befindungen der Katalanen Vermutungen beschreibst.
      Gra, die Guardia Civil ist zwar der Armee unterstellt aber eine normale Polizeieinheit die es in jeder Stadt gibt.Du kannst das überhaupt nicht mit unserer MP vergleichen, sondern eher mit den Carabinieri in Italien.Die lokale Polizei hätte die Aufgabe weder übernehmen können noch wollen. Ich finde es anmassend,über die Gliederung der Polizeieinheiten und deren Aufgaben in anderen Ländern zu urteilen.
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Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 156'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Manchester 2017.

Zusammenfassung: In den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2015 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Hauptsächlich aufgrund der Attentate in Paris und Nizza stieg die Opferzahl zuletzt wieder auf rund 150 Menschen pro Jahr, sprich auf das Niveau der 80er-Jahre. Weltweit nimmt der Terrorismus seit 2005 zu …

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