International

Spanischer Sozialisten-Chef Sánchez wirft das Handtuch

01.10.16, 21:27 02.10.16, 09:34

PSOE-Chef Sánchez tritt zurück.  Bild: SUSANA VERA/REUTERS

Der Chef der Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens (PSOE), Pedro Sánchez, ist zurückgetreten. Das teilte einer seiner Berater sowie ein innerparteilicher Gegner am Samstagabend mit. Zuvor hatte über die Hälfte der Parteiführung Sánchez die Gefolgschaft verweigert. 

Damit hatten die PSOE-Führungsmitglieder versucht, Sánchez vor dem Hintergrund eines innerparteilichen Richtungsstreits dazu zu bewegen, das Handtuch zu werfen. Die Sozialisten werden für die anhaltende Regierungskrise in Spanien mitverantwortlich gemacht. 

Verluste bei den Regionalwahlen

Bei den Regionalwahlen in Galicien und im Baskenland hatte die sozialdemokratisch ausgerichtete PSOE am vergangenen Sonntag Verluste eingefahren. Bereits bei den vorangegangenen landesweiten Parlamentswahlen im Dezember und Juni hatte die Partei historisch schlechte Ergebnisse erzielt. 

Die regierende, konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy ging zwar bei beiden Parlamentswahlen erneut als stärkste Kraft hervor. Sie konnte aber insbesondere wegen Sánchez' Weigerung, ein Bündnis zwischen PP und PSOE zu schmieden oder zumindest eine Minderheitsregierung unter Rajoy zu tolerieren, keine tragfähige Regierung bilden. 

Wenn bis zum 31. Oktober keine Lösung gefunden wird, steht voraussichtlich im Dezember die dritte Parlamentswahl innerhalb eines Jahres an. 

Sánchez plädierte für Linksallianz

Im Gegensatz zu seinen parteiinternen Gegnern sprach sich Sánchez dafür aus, auf nationaler Ebene eine «Regierung des Wechsels» zusammen mit der Linkspartei Podemos und der liberalen Partei Ciudadanos zu bilden. Ausserdem kündigte er an, dass die Mitglieder seiner Partei am 23. Oktober per Wahlen über seinen Posten als Parteivorsitzender entscheiden sollten. 

Sánchez' Gegner plädierten dafür, die Blockadehaltung gegenüber Rajoy aufzugeben und damit das seit neun Monaten andauernde politische Patt in Madrid zu beenden. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Dämonen in deinem Bett – Willkommen im lebendigsten aller Albträume, der Schlafparalyse

Lenín Moreno liegt bei Wahl in Ecuador vorne

Facebook lässt dich bald selber filtern, ob du Gewalt oder nackte Haut sehen willst

«Kä Luscht»: Kandidat für Sicherheitsberater-Posten sagt Trump ab

«Stalkscan» – dieses Online-Tool bringt Facebook-User ins Schwitzen

Diese 23 Bilder sind derart perfekt, du wirst fast ein bisschen *räusper* spitz

Ein Anabolika-Konsument erzählt, wie er früher Blut pisste

Die Erfolgsstory von Beat Feuz: Wie aus dem Pummelchen ein Weltmeister wurde

Foraus will das Tinder der Aussenpolitik werden

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die catson-App!

Die flauschigste App der Welt! 10 von 10 Katzen empfehlen sie ihren Menschen weiter.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0 Kommentare anzeigen
0
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

In Barcelona demonstrierten 160'000 (!) Menschen für die Aufnahme von Flüchtlingen

In Barcelona haben am Samstag nach Angaben der Polizei 160'000 Menschen für die Aufnahme von Flüchtlingen in Spanien demonstriert. Die Demonstranten forderten die spanische Regierung auf, ihre Zusage aus dem Jahr 2015 umzusetzen und tausende Asylbewerber aufzunehmen.

Die Teilnehmer des Protestzuges durch die katalanische Metropole hielten Schilder mit Parolen wie «Öffnet die Grenzen» und «Genug der Ausreden».

Die konservative Regierung in Madrid hatte sich 2015 verpflichtet, rund 16'000 …

Artikel lesen