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Eine Stadt in Trümmern: Erschütternde Bilder aus Ost-Aleppo (27. November 2016) Bild: EPA/SANA

Kampf um Aleppo: Assads Truppen zerschlagen die Rebellengebiete in zwei Teile

Publiziert: 28.11.16, 09:33 Aktualisiert: 28.11.16, 10:20

Bei ihrem Vormarsch auf Aleppo hat die syrische Armee das Rebellengebiet im Osten der Stadt in zwei Teile zerschlagen. Wie das Staatsfernsehen am Montag meldete, eroberten die Truppen den strategisch wichtigen Stadtteil Al-Sachur und kappten damit die Verbindung.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte eroberten die Regierungstruppen neben Al-Sachur auch die Stadtteile Al-Haidarija und Scheich Chodr, während kurdische Milizen das Viertel Scheich Fares einnahmen. Damit hätten die Aufständischen die Kontrolle über den gesamten Nordosten Aleppos verloren.

«Schwerste Niederlage seit 2012»

Dies sei die «schwerste Niederlage» für die Rebellen seit der Eroberung Ost-Aleppos im Jahr 2012, sagte der Leiter der in Grossbritannien ansässige Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die Organisation stützt sich auf ein breites Netzwerk von Informanten in Syrien, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Die kurdischen Milizen in Aleppo sind keine offiziellen Verbündeten der Regierungstruppen. Die Aufständischen werfen ihnen aber vor, bei der Eroberung der Stadt mit den Regierungstruppen von Staatschef Baschar al-Assad zusammenzuarbeiten.

Aleppo ist als eine der grössten Städte des Landes strategisch und symbolisch wichtig. Sollte das Regime den bislang von der Opposition kontrollierten Osten vollständig einnehmen, wäre das ein massiver Schlag für die Rebellen. Dies könnte ein Wendepunkt für den Bürgerkrieg sein.

Den Rebellen droht der Zusammenbruch

Aleppo war seit 2012 in einen von den Rebellen gehaltenen Ostteil und den von den Regierungstruppen gehaltenen Westen geteilt. Die Truppen Assads hatten vor knapp zwei Wochen eine Offensive zur vollständigen Eroberung der Stadt begonnen.

Am Wochenende nahmen sie im Ostteil Aleppos sechs Stadtviertel ein. Den Regimegegnern droht nun in der seit Monaten umkämpften Stadt ein totaler Zusammenbruch.

Nach Angaben der Menschenrechtler sind rund 10'000 Menschen aus den Gebieten unter Rebellen-Kontrolle auf der Flucht. Rund 6000 von ihnen seien in einen von Kurden beherrschten Stadtteil geflohen. Der Rest sei in Viertel gezogen, die kürzlich vom Regime eingenommen wurden.

IKRK warnt vor Hungersnot

Bislang kontrollierten die Rebellen den Osten Aleppos, der jedoch seit September von der Aussenwelt abgeschnitten ist. In dem Gebiet sollen noch rund 250'000 Menschen leben. Wegen der Blockade fehlt es in den Rebellengebieten akut an Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, Strom und medizinischer Versorgung.

Das Internationale Rote Kreuz hatte am Freitag gewarnt, in dem eingekesselten Gebiet gingen die Nahrungsmittel zur Neige. Nach heftigen Bombardierungen in den vergangenen Wochen durch das syrische Regime und seinen Verbündeten Russland sind nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) acht von neun Spitälern ausser Betrieb.

(erf/sda/dpa/afp/reu)

Aleppo ist ein Trümmerfeld

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  • Ignorans 28.11.2016 13:41
    Highlight Endlich geht es vorwärts...
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  • WeischDoch 28.11.2016 13:03
    Highlight Ist wieder nur ein Teil :) Den rebellischen Norden gibt es nicht mehr...
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  • The Destiny 28.11.2016 12:49
    Highlight Wird mein Kommentar noch freigeschaltet?
    3 2 Melden
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  • smoking gun 28.11.2016 11:49
    Highlight Ich möchte darauf hinweisen, dass al-Nusra/al-Sham/al-Qaida in Ost-Aleppo seit dem 10. November wieder offiziell Terroristen sind. Keine Ahnung, warum das bei Watson noch nicht angekommen ist.

    https://www.heise.de/tp/features/Obama-Spaete-Einsicht-ueber-al-Qaida-in-Syrien-3464456.html


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    • Posersalami 28.11.2016 14:01
      Highlight Es ist ja nicht nur Watson, dass diesen erstaunlichen Wandel noch nicht mitbekommen hat. Der Spiegel schreibt auch immer noch über das Märchen der guten Rebellen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/aleppo-regime-truppen-nehmen-stadtteile-ein-a-1123351.html
      "Syriens Regimeanhänger rücken in den Rebellengebieten der umkämpften Stadt Aleppo immer weiter vor."
      "Es ist die größte Niederlange für die Opposition seit 2012"
      usw.
      Die Berichterstattung ist eine einzige Katastrophe.
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  • Posersalami 28.11.2016 10:23
    Highlight Kann Watson endlich damit aufhören, diese irrwitzige Propaganda zu betreiben? Wenn 2001 jemand gesagt hätte, dass in der Westpresse fundamentalistische Islamisten als "Regimegegner" und "Rebellen" bezeichnet werden, und das noch positiv meint, hätte man ihn wohl für verrückt erklärt.
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  • The Destiny 28.11.2016 10:23
    Highlight Ich dachte das letzte Spital wurde schon letzte Woche zerstört??
    Aber...

    "nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) acht von neun Spitälern ausser Betrieb."
    8 3 Melden
    • Maragia 28.11.2016 16:17
      Highlight Ja, das war diese grosse Schlagzeile, dass nun das letzte Spital futsch ist.
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