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Drei türkische Soldaten starben offenbar beim Angriff durch Bomber des Regimes. Bild: /AP/KEYSTONE

Assad-Luftwaffe tötet offenbar türkische Soldaten – Rebellen für Feuerpause in Ost-Aleppo

Publiziert: 24.11.16, 15:27 Aktualisiert: 24.11.16, 15:44

Bei einem Angriff der syrischen Luftwaffe im Norden des Landes nahe der Stadt Al-Bab sind drei türkische Soldaten ums Leben gekommen. Nachdem zunächst IS-Kämpfer, die in der Region militärisch zuletzt stark unter Druck gerieten, des Angriffs verdächtigt wurden, deuten jüngste Meldungen und Augenzeugenberichte auf eine Attacke der syrischen Luftwaffe hin. Das Bombardement erfolgte demnach in der Nacht auf Donnerstag. 

Das türkische Militär unterstützt diverse Verbände der «Freien Syrischen Armee» bei Kämpfen gegen den IS und das kurdisch-dominierte Militärbündnis «SDF». Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Die türkische Nachrichtenagentur DHA meldete am Donnerstag, zehn weitere Soldaten seien bei dem Angriff in der Region Al-Bab verletzt worden. Die Verletzten seien über die Grenze in die Türkei gebracht worden und würden in Spitälern in den Städten Kilis und Gaziantep behandelt.

Die türkische Armee war im August in Nordsyrien einmarschiert. Sie bekämpft dort im Rahmen ihrer Operation «Schutzschild Euphrat» den IS, aber auch die Kurden-Milizen der YPG. Die YPG ist der syrische Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und kämpft ihrerseits mit westlicher Unterstützung gegen den IS.

Aufständische wollen Feuerpause

Die Rebellen in Syrien haben laut der UNO im Gegensatz zur Regierung und den russischen Truppen eine Feuerpause zur Versorgung der notleidenden Bevölkerung in Ost-Aleppo zugesichert. Das sagte der UNO-Nothilfekoordinator für Syrien, Jan Egeland, am Donnerstag in Genf.

Hilfslieferungen für die ausgehungerten Syrer seien dringend notwendig. «Die Situation ist sehr schlecht», sagte Egeland. Mehr als 250'000 Menschen sind im belagerten Rebellengebiet in Ost-Aleppo eingekesselt.

«Härtester Winter des Krieges»

Aus dem russischen Verteidigungsministerium hiess es bereits am Mittwoch, dass Moskau einer vorläufige Feuerpause zustimmen würde, wenn die Vereinten Nationen die Beteiligung der Rebellen garantieren könnte. Egeland forderte aber eine schriftliche Erklärung Russlands und «bedingungslose Unterstützung». Die Regierung in Damaskus habe bislang überhaupt nicht auf die Forderung der UNO reagiert.

Der syrischen Bevölkerung stehe der härteste Winter des Krieges bevor, warnte Egeland. Landesweit seien fast eine Million Menschen in belagerten Gebieten eingekesselt und ohne jede Hilfe. (tat/sda/dpa)

Syrien: Der vergessene Krieg.

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  • blaubar 25.11.2016 01:20
    Highlight Ja, da frage ich mich, was die türkische Armee in Syrien zu schaffen hat. Wie wäre es, wenn die syrische Armee in der Türkei rumballern würde?? Immerhin ist Erdogan nicht Jesus.
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