International

UNO-Experten über Attacke auf Hilfskonvoi in Syrien: Es waren doch Luftangriffe

05.10.16, 20:49 06.10.16, 10:14

Beim Angriff im September waren 18 der 31 Lastwagen des Hilfskonvois zerstört worden. Bild: EPA/SYRIA CIVIL DEFENSE

Der Angriff auf einen Hilfskonvoi nahe der syrischen Stadt Aleppo mit mehr als 20 Toten ist nach Erkenntnissen von UNO-Experten definitiv aus der Luft erfolgt.

«Ich kann bestätigen, dass der Konvoi bombardiert wurde», sagte Lars Bromley vom Satellitenbeobachtungsprogramm der Vereinten Nationen (UNOSAT) am Mittwoch in Genf. «Unsere Analyse hat ergeben, dass es ein Luftangriff war.» Bromley berief sich auf die Auswertung von Satellitenaufnahmen, die das US-Aussenministerium der UNO zur Verfügung gestellt hatte.

Die USA machten Russland für den Angriff verantwortlich, der Kreml wies die Vorwürfe zurück. Bild: AP/Aleppo 24 News

Bei dem Angriff am 19. September waren nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) mehr als 20 Zivilisten getötet worden. Ein Grossteil der Lieferung auf den 31 Lastwagen wurden zerstört. Die UN hatten daraufhin ihre Hilfsgütertransporte vorübergehend gestoppt.

Wer steckt hinter der Attacke?

Wer den Luftangriff ausgeführt hat, ist Bromley zufolge nicht bekannt. Dieser Frage geht ein Untersuchungsausschuss nach, den UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon am vergangenen Freitag eingesetzt hatte.

Die USA haben Russland für den Angriff verantwortlich gemacht. Die Regierung in Moskau hat dies zurückgewiesen und eine eigene Untersuchung angekündigt. Durch den Vorfall hatten die diplomatischen Bemühungen um Frieden in Syrien einen weiteren schweren Rückschlag erlitten. Inzwischen haben die USA die Syrien-Gespräche mit Russland abgebrochen. (tat/sda/dpa)

Das Leiden der Kinder in Syrien

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Beobachter24 06.10.2016 15:52
    Highlight Anschläge mit Raketen, Mörsern, Granaten und erst Recht aus der Luft hinterlassen immer Spuren.
    Wenn mehr als ein Flammenwerfer eingesetzt worden ist, dann müsste es sehr wohl möglich sein herauszufinden, was für "Munition" benutzt wurde.
    Lawrow war übrigens der erste im Sicherheitsrat, der eine genaue Untersuchung verlangt hatte.

    Nun ist es so, dass der Konvoi in einem von der Al-Nusra kontrollierten Gebiet "gestoppt" wurde. Sieht so aus, als ob die UNO derzeit "nur" Zugriff auf UNOSAT hat.

    P.S. Wer stellt der UNOSAT eigentlich die Satelliten?
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  • Beobachter24 06.10.2016 08:38
    Highlight Die UNO etwa hat ihre ursprüngliche Meinung darüber, dass es ein Luftangriff gewesen sein soll, längst revidiert.
    Oder hat die UNO auf Druck der Herren aus Washington die Aussage nochmals revidiert?
    Quellen?

    Werden jetzt alle Behauptungen der Amis bzw. der White Helmets als Fakten in Headlines und in unsere Köpfe gehämmert?

    Information warfare ... ich sag's ja ...
    3 5 Melden
  • Posersalami 06.10.2016 03:50
    Highlight Erst wars keiner, dann wars wieder ein Luftangriff. Hätten die Herren "Experten" nicht einfach Beweise vorzeigen können? Auch Sprengbomben hinterlassen teils richtig grosse Stücke (ZB die Stabilisierungsflossen). Das hätte schnell passieren müssen, mittlerweile könnten die aus dem ganzen Land zusammengekarrt worden sein. Die Reste hätten auch Aufschluss über den Urheber geben können. Diese ewige Behauptetei macht die UN nicht glaubwürdiger.
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