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Syrische Flüchtlinge im Zatari-Lager nordöstlich von Amman, Jordanien (05.10.2015). Bild: JAMAL NASRALLAH/EPA/KEYSTONE

2000 syrische Flüchtlinge wurden befragt, wem sie im Krieg helfen: Das Resultat passt niemandem

Publiziert: 19.09.16, 19:03 Aktualisiert: 20.09.16, 06:42

Seit Menschen aus Syrien vor der Gewalt fliehen und im Ausland Schutz suchen, steht die Frage im Raum: Was für Leute kommen zu uns? Was denken Sie über den Krieg in ihrer Heimat? Daniel Corstange, Professor für Politologie an der Columbia University in New York, hat Antworten. 

«Auf welcher Seite stehen Sie im syrischen Bürgerkrieg?»

Diese Frage stellte er 2000 syrischen Flüchtlingen im Libanon (Spätfrühling 2015). Die Resultate, die er nun im Magazin Foreign Affairs publiziert hat, überraschen:

Loyalitäten im Syrien-Konflikt

grafik: Daniel Corstange; adaption: watson 

Knapp 40 Prozent gaben an, die Regierung Baschar Assads zu unterstützen. Das ist zu viel – oder zu wenig, je nach Sichtweise:

«40 Prozent Unterstützung für die Regierung – vielleicht eine grössere Zahl, als viele im Westen glauben möchten, aber eine kleinere, als das Regime oder seine ausländischen Verbündeten gerne behaupten würden.»

Daniel Corstange

Knapp über die Hälfte unterstützen demnach die oppositionellen Kräfte, die aber bekanntlich keinen einheitlichen Block darstellen, sondern sich bisweilen untereinander bekämpfen. Acht Prozent wollten keine Präferenz angeben.

Auch Sunniten halten zu Assad

Eine der Annahmen über den syrischen Bürgerkrieg lautet: Auf der einen Seite stehen das Assad-Regime und die Minderheiten der Alawiten, Kurden, Christen und Drusen. Auf der anderen die sunnitischen Rebellen. Das stimmt, aber ein wichtiger Aspekt geht dabei vergessen: Wenn 40 Prozent der Flüchtlinge Assad unterstützen, dann sind darunter auch viele Sunniten.

Die Umfrage ergab weiter, dass jüngere oppositionelle Syrer eher die Nationalisten bevorzugen, während ältere zu den Islamisten tendieren. Während drei Viertel angeben, täglich zu beten, wünscht sich nur ein Drittel, dass die Religion in Politik und Wirtschaft eine Rolle spielt.

Schon Anfang 2012, bevor der Konflikt zum Bürgerkrieg eskalierte, gaben in einer Online-Umfrage in Syrien 55 Prozent der Teilnehmer an, sie würden es bevorzugen, wenn Assad an der Macht bliebe. Die Stichprobe war allerdings sehr klein, ebenso wie die Internet-Durchdringung in Syrien.

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68 Kommentare anzeigen
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  • Lamek 20.09.2016 11:12
    Highlight Falls man nicht für Assad oder die Nationalisten ist, und trotzdem eine Meinung hat, ist man also automatisch für Islamisten?
    Gibt es da keine "rechtskonservativen" Kreise oder ist man als rechtskonservativer automatisch Islamist?
    Oder die gleiche Frage zu linken, linksgerichteten? Bestehen denn alle aus Extremisten? ^^
    1 1 Melden
    600
  • ElendesPack 20.09.2016 10:12
    Highlight Eine grosse und wahnsinnig faszinierende Erkenntnis, auf die man vor dieser Umfrage unmöglich kommen konnte.
    Vor allem, weil es ja erst so viele Syrienflüchtlinge gibt, seit all die "gemässigten" und masslosen "Rebellen" ihrem Spieltrieb in Syrien nachgehen.
    Aber der Westen fand ja von Beginn weg, dass Assad unbedingt weg müsse, ohne dass Vernunft und Logik da irgendeine Rolle gespielt hätte.
    12 7 Melden
    600
  • blaubar 20.09.2016 08:52
    Highlight Das Resultat passt vorallem dem Westen (und dessen Medien) nicht. Hier wird Assad alles Wüste in die Schuhe geschoben, und keiner merkt, dass das geplante US-Strategie ist. Wie war das mit dem Giftgas?
    Die Akzeptanz von Merkel liegt auch bei 40%, es ist also ein guter Wert.
    Wer sich gerne ein etwas objektiveres Bild von Assad machen möchte, betätigt bitte breitflächig das Internet.
    Ich bin allerdings sicher, dass Leute mit gemachten Meinungen das nicht tun werden und lieber der Tagesschaue glauben. Da fühlt man sich super hinterher, gäu. Guter Westen, böser Assad (böser Putin). Wir gut, gäu.
    29 7 Melden
    600
  • Spooky 20.09.2016 03:18
    Highlight Journalisten sind immer auf der Seite von jenen, von denen sie bezahlt werden. Das schleckt nun mal keine Geiss weg.
    31 14 Melden
    600
  • Denk nach 19.09.2016 23:08
    Highlight Und im UNO Sicherheitsrat ist man immer noch am diskutieren, wie man den Russen jetzt beibringen soll, dass das Regime bewiesenermassen C-Waffen eingesetzt hat und eigentlich sanktioniert werden muss...

    Ich finde diesen Krieg als trauriger Höhepunkt einer unglaublichen Gräueltaten gegenüber dieser Region. Aber was ich fast noch tragischer finde, dass man im Gegensatz zum Irak Krieg seitens der Bevölkerung keinen nennenswerten Druck aufsetzt mit Demonstrationen oder Kundgebungen.

    Die Islamophobie hat wohl ihr Ziel erreicht.
    17 26 Melden
    600
  • Atlantis 19.09.2016 21:15
    Highlight Bleibt zu erwähnen, dass Einwohner, welche die Regierung nicht unterstützen noch lange nicht das Recht haben, bewaffnet gegen diese vor zu gehen (was sie grösstenteils natürlich auch nicht tun), sonst müsste man Merkel und viele andere Regierungschefs auch weg putschen.
    49 23 Melden
    • blueberry muffin 20.09.2016 10:48
      Highlight Überlegen sie sich mal, wie stark ihre Abneigung zu Merkel sein müsste, damit sie im bewaffneten Wiederstand ihr Leben riskieren würden.

      Hoffe sie haben jetzt verstanden, dass es in keinster Weise vergleichbar mit ihrem "Aber sie ist nicht meiner Meinung, mimimi" ist.
      4 8 Melden
    600
  • Pisti 19.09.2016 20:42
    Highlight Wer sind die Nationalisten noch nie von diesen gehört? Sorge bereitet mir dass 30% die Islamisten unterstützen, da frage ich mich ernsthaft was die Leute in Europa verloren haben.
    100 26 Melden
    • JonSn0w 19.09.2016 22:13
      Highlight Mit den "Nationalisten" sind wohl Gruppierungen wie die "Freie Syrische Armee" oder SDF nahe Rebellen gemeint - also wieder einmal ein neuer Begriff für gemässigte Rebellen. ;-)
      Solche Umfragen werden von Ort zu Ort verschieden sein. Trotzdem besorgnisserregend.
      28 3 Melden
    • naitsabeS 20.09.2016 00:06
      Highlight "Flüchtlingen im Libanon"
      13 0 Melden
    600
  • G.Oreb 19.09.2016 20:40
    Highlight Alaviten. Moment mal... Das heisst doch Aleviten. Mal googeln um sicher zu gehen. Oha. Die gibts ja auch. Jasoo... Nevermind 😂
    30 4 Melden
    600
  • #10 19.09.2016 20:15
    Highlight Die Umfrage ist - mit Verlaub - wenig aussagekräftig. Ihr Resultat ist mit Gewissheit verschieden je nach Ort, wo Flüchtlinge befragt werden. Es würde komplett anders lauten, wenn man nicht nur im Libanon sondern auch im kurdisch kontrollierten Norden (Rojava), in Jordanien oder der Türkei fragen würde. Viel aussagekräftiger wäre die Frage: Vor welcher Konfliktpartei sind Sie geflüchtet? Und, ja, dann würden wir vermutlich einsehen, dass Assad zwar ein übler Schlächter und Despot, dabei inzwischen aber vor allem von islamistischen Milizen (sog. "Rebellen") ein- und überholt worden ist.
    39 14 Melden
    • Kian 19.09.2016 20:52
      Highlight Der Autor selbst schrieb im Foreign Affairs, dass die Stichprobe ein Problem ist, weil die Syrer inzwischen in alle vier Himmelsrichtungen versprengt leben. Anzunehmen, dass nur ein Typ in den Libanon flieht, halte ich dennoch für unwahrscheinlich.
      Das mit dem Überholen stimmt nicht. Mit Abstand am meisten Leben haben die Regierungstruppen und ihre Verbündeten auf dem Gewissen. Das ergibt sich schon alleine aus der Asymmetrie der Bewaffnung. Die Rebellen (inkl. «IS») verfügen über keine Luftwaffe und bedeutend weniger schwere Waffen.
      27 32 Melden
    • Ursula Schüpbach 19.09.2016 20:57
      Highlight "...dass Assad zwar ein übler Schlächter und Despot, dabei inzwischen aber vor allem von islamistischen Milizen (sog. "Rebellen") ein- und überholt worden ist." Gibt halt wohl einen Punkt, wo es kaum mehr Sinn macht, irgendwie eine Rangliste des Grauens aufstellen zu wollen, nach dem Motto: Die sind schlimmer als die oder weniger schlimm. Ist ja z.B. bei der "Justiz" von Saudi-Arabien und Daesh ähnlich.
      27 11 Melden
    • #10 19.09.2016 21:08
      Highlight Sorry, Kia, soll nicht zynisch und nicht schwarzer Humor sein! Aber: Tote flüchten nicht. In den Libanon flüchten - geographisch bedingt - Menschen, die sich und ihre Familie vor Kampfhandlungen in Sicherheit bringen wollen. Also aus den Regionen um Damaskus, Homs und Hama, die ausschliesslich von Kämpfen zwischen der Assad-Armee, IS und den sog. "freien Rebellen" betroffen sind. Und zum vielfachen Töten braucht es keine Kampfflugzeuge oder sonstige "schwere Waffen": ein paar Maschinengewehre reichen leider. - Kurzum: der journalistische Narrativ zum Syrien-Krieg ist seit Jahren falsch.
      30 12 Melden
    • Kian 19.09.2016 21:14
      Highlight Ich will auch nicht zynisch sein, aber wir reden hier von 400'000 Toten. Mit ein paar Maschinengewehren nicht zu machen.
      19 39 Melden
    • DJ_Terror 19.09.2016 21:18
      Highlight @Kian das ist auch fast unmöglich zu sagen den von den 400'000-Opfern sind auch etwa 150'000-200'000 Syrische Soldaten darunter. Ich denke aber das die Islamisten am meisten auf dem Gewissen haben da unzällige Zivilisten Ermordet wurden von ihnen inMassaker. Das heisst jetzt nicht das die Regierung nicht Zivilisten tötet. Vielleicht bist du mit deiner Behauptung eher an der Wahrheit. Aber das sehr viele Syrer oder die allermeisten von den Antiregierungstruppen fliehen schliesst daraus für mich jedenfalls das es wohl die Islamisten die meisten Opfer verursachten. Auch Assadtruppen töteten leute
      25 8 Melden
    • blaubar 20.09.2016 09:00
      Highlight Es ist nicht die erste Umfrage dieser Art. Und das Resultat ist immer das gleiche.
      Die westlichen Medienkonsumenten (und Journalisten, die Agenturmeldungen weiterverbreiten) sollten nicht einfach alles glauben, was aus der westlichen Küche kommt. Lieber etwas breiter nachforschen, bitte.
      Die Faktenlage um Assad ist womöglich nicht so, wie sie hier abgedruckt wird. Aber das werden die Leute hier nicht glauben wollen. Wir sind dich die guten, und die anderen die Bösen. Und lügen tut doch sicher niemand in diesem Spiel, gäu.
      6 2 Melden
    600
  • JonSn0w 19.09.2016 20:14
    Highlight Wurden die Kurden einfach weggelassen? Oder fallen die unter "Nationalisten"?
    25 3 Melden
    • DJ_Terror 19.09.2016 20:43
      Highlight Die Kurden suchen fast gar nicht im Libanon zuflucht. Die Syrisch-Kurdischen Flüchtlinge sind fast immer in Türkischen Asylheimen. Also ich meine jetzt die Flüchtlinge die in den Nachbarländern zuflucht suchen. Deswegen waren Kurden bei dieser Umfrage nicht vorhanden.
      12 0 Melden
    • Kian 19.09.2016 20:53
      Highlight Gute Frage: Ich nehme an, die meisten unterstützen immer noch die Regierung. Wie die anderen Minoritäten (Alewiten, Christen, Drusen) auch.
      15 8 Melden
    • #10 19.09.2016 21:20
      Highlight Sorry, Kian, aber das ist einfach nicht wahr! Die Kurden unterstützen NICHT das Regime, sie haben sich einfach möglichst herausgehalten aus dem Gemetzel und stattdessen in Rojava, den kurdischen Gebieten in Nordsyrien, eine Autonomie aufgebaut mit einem Sozialvertrag, der besten europäischen Standards entspricht (Säkularismus, Geschlechter- & Minderheiten-Vertretung, Recht auf Bildung, Umwelt, Verbot der Todesstrafe...) - Dass sie sich dafür an mehreren Orten (z.B. Qamishli) mit der Assad-Armee arrangieren müssen, ist nachvollziehbar, heisst aber nicht, dass sie das Regime unterstützen.
      27 5 Melden
    600
  • sentir 19.09.2016 20:13
    Highlight Diese Umfrage ist anderthalb Jahre alt! Da ist in der Zwischenzeit viel Geschirr zerschlagen worden. Heute würde das sicher anders aussehen. Wie, weiss ich nicht, aber das wäre interessant.
    19 4 Melden
    • opwulf 19.09.2016 21:00
      Highlight Sentir: Wenn diese Umfrage 1 1/2 Jahre alt ist, dann stellt sich mir die Frage wieso dies von unseren Medien gar nicht, oder dank Watson und Kian erst jetzt aufgegeiffen wurde? Hast Du darauf eine Antwort? Andere Frage - Todenhöfer berichtet in seinem Blog, anders als die meisten anderen unserer Medien, das die Hilfslieferungen nach Aleppo vorallem von den Rebellen und viel weniger vom Regime verhindert wird! Ist er in deinen Augen auch unglaubwürdig? Und betreffend Syrischen Kurden und Assad gab es lange ein Nebeneinander der Duldung - erst kürzlich kam es zum Bruch - qui bono?
      21 3 Melden
    • Kian 19.09.2016 21:06
      Highlight @opwulf: Mir scheint, die Umfrage wurde erst jetzt publiziert. Mit Foreign Affairs ist ihr zudem eine gewisse Aufmerksamkeit garantiert.
      13 2 Melden
    • opwulf 19.09.2016 21:12
      Highlight Kian: Das hoffe ich sehr! Nur der Glaube daran fehlt mir momentan noch!
      11 0 Melden
    • sentir 20.09.2016 08:46
      Highlight @opwulf; wenn ich kritisiere, dass die Umfrage so alt ist, beinhaltet mein Kommentar die Frage "warum". Die Antwort ist relativ einfach: Der Ort und die Frage selber sind nicht geeignet für eine aussagekräftige Schlussfolgerung. So was sollte man in der Schublade lassen, denn man kann zu viel hinein interpretieren. Aber im Moment wird alles auf den Tisch gebracht, was dieser oder jener Seite dienlich ist.
      2 1 Melden
    600
  • Stipps 19.09.2016 20:02
    Highlight Welcher "Tyrann, Diktator, etc." hat eine seit Jahren loyal kämpfende Armee? Richtig, KEINER. Ergo wird uns nur hier als solcher verkauft ...
    29 25 Melden
    • Ursula Schüpbach 19.09.2016 20:21
      Highlight "Welcher "Tyrann, Diktator, etc." hat eine seit Jahren loyal kämpfende Armee?" Jeder. Oder meinen Sie etwa, Hitler, Mussolini, Franco und Konsorten wären alle Einzelgänger gewesen? Oder Gaddafi?
      25 17 Melden
    • blobb 19.09.2016 20:49
      Highlight Ein Einhornflüsterer bastelt sich seine Welt zusammen, wie's ihm passt.
      5 16 Melden
    • Stipps 19.09.2016 21:33
      Highlight Euch ist schon klar, was ihr für Beispiele ins Feld führt?! Im Speziellen deren Haltung gegenüber dem eigenen Staatsvolk? Assad wird/wurde als ruchloser Massenmörder des eigenen Staatsvolkes hingestellt ... kaum möglich, sich trotzdem solange als Machthaber halten zu können, im Kampf gegen Revolten ... oder kennt ihr ein Gegenbeispiel?
      Ja, trifft übrigens bei Franco, Hitler, Mussolini, Kim nicht zu ... die hälfte wurde demokratisch gewählt ;-)
      17 10 Melden
    • blobb 19.09.2016 22:18
      Highlight Auch Minderheiten gehören dem "Staatsvolk" an.

      "kaum möglich, sich trotzdem solange als Machthaber halten zu können, im Kampf gegen Revolten ... oder kennt ihr ein Gegenbeispiel?"

      Im Ernst?!
      Mao, Kim, Castro, Stalin, sämtliche Monarchien in Europa, die Atzteken, Thatcher;) uvvvvvvvvvvm.
      Ach ja, den grossen Einhornkaiser hab ich glatt vergessen;)

      12 5 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 20.09.2016 11:25
      Highlight Franco wurde wohl demokratisch gewählt, dass er sich aber so viele Jahre an der Macht halten konnte, war nicht weil er ein Demokrat war. Und seine Armee war auch nicht loyal, weil er ein Demokrat war, im Gegenteil.

      Dir scheint ja doch nicht alles klar zu sein?
      1 2 Melden
    • Stipps 20.09.2016 14:49
      Highlight @blobb: Alle genannten sozialistischen Diktatoren standen/stehen aus vorher genanntem Grund "Einheitsvölkern" vor .. stehen zum grössten Teil hinter ihm, wie eben auch in Syrien. Der feine Unterschied ... was passiert wenn das Volk nicht stützt: Ceausescu ... Geschichtsunterricht fertig.
      @Ywnbatuyrc: vereinfachte Formel - ohne Volk kein Staat auch kein Diktator ;-) Franco wurde aus dem Grunde demokratisch gewählt ...
      1 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 20.09.2016 19:03
      Highlight Franco ass bestimmt auch gerne Fisch, dieser ist aber nur für dich:

      <*))))><
      0 0 Melden
    600
  • Stipps 19.09.2016 20:00
    Highlight Schön. Außerhalb der Einhornwelt war das von Beginn weg klar ... aber eben, diese Gutmenschentruppe kommt jetzt nach und nach weg.
    34 30 Melden
    • Ursula Schüpbach 19.09.2016 20:27
      Highlight "... aber eben, diese Gutmenschentruppe kommt jetzt nach und nach weg." Wieso? Sind Sie auch ein Anhänger z.B. von Assad?

      Und mitunter verlaufen die Bruchlinien später mitten durch Familien.

      "Mein Vater war ein unverbesserlicher Nazi und Holocaust-Leugner." - Sigmar Gabriel
      13 23 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 19.09.2016 20:47
      Highlight Du meinst die Welt, in der Stipps nachher alles schon vorher wusste?
      14 8 Melden
    • Stipps 19.09.2016 21:40
      Highlight lol, bin geduldig ... die Masse braucht jeweils etwas länger ... Schwarmintelligenz hin oder her ... das goldene Löffelchen trübt etwas natürliche Instinkte.
      @Ursula: Anhänger von Assad? Bin der Meinung, Demokratie ist nicht überall jetzt der Weisheit letzter Schluss. Bruchlinien durch Familien? Nein, Blut ist dicker als Wasser - übrigens Gabriel ist der typische Opportunist und Bauchmensch ... Armutszeugnis, das sowas soviele vertritt ... siehe oben zum Schwarm ...
      10 15 Melden
    • Ursula Schüpbach 19.09.2016 21:51
      Highlight "lol, bin geduldig ..." Ich finde, die ganze Sache ist eigentlich zu ernst, um sich hier etwas mit saloppen Sprüchen amüsieren zu wollen.
      13 11 Melden
    • Stipps 19.09.2016 22:27
      Highlight Nein Ursula, aber "die Welt in der ich nachher alles schon vorher wusste", ist echt guut ;-) und sschließlich wird auch immer irgendwo auf der Welt gelacht - selbst wenn die Sache anderswo ernsthaft ist.
      Keine Angst Ursula, wir sind nur gutmütig aber nicht ängstlich - kannst beruhigt schlafen.
      5 13 Melden
    600
  • Ignorans 19.09.2016 19:53
    Highlight Zeigt auf, wie falsch die Berichterstattung in Western...
    45 11 Melden
    • reaper54 19.09.2016 20:08
      Highlight Passiert halt. Der Westen wollte Assad weg haben und der Bürgerkrieg ist das Resultat.
      35 5 Melden
    • Firefly 19.09.2016 20:53
      Highlight Der Bürgerkrieg ist ausgebrochen bevor der Westen eingriff, schon vergessen oder verdrehen sie einfach gern die Tatsachen?
      17 23 Melden
    • reaper54 19.09.2016 21:10
      Highlight Der Westen hat bereits die ersten Demonstrationen gegen Assad gutgeheissen und unterstützt. Die Türkei war noch nie gut mit Assad befreundet... Alles so schöne Faktoren, Waffen waren in der Region auch genügend vorhanden. Und welcher Geheimdienst was gemacht hat wird man nie erfahren.
      24 4 Melden
    • Firefly 20.09.2016 08:51
      Highlight Die Demonstrationen gingen von der Bevölkerung aus! Das Volk wollte Assad nicht mehr, dass e7n Demokratischer Staat einem Putsch ausgehend vom Volk gegen einen Autokraten, nicht abgeneigt ist, ist verständlich
      4 3 Melden
    600
  • NikolaiZH 19.09.2016 19:51
    Highlight Ok ich kann mir vorstellen dass ein sample nicht wirklich auf die population passend war - je nach lager, weg und herkunft
    11 10 Melden
    600
  • Mr.Doppelbürger 19.09.2016 19:51
    Highlight 28,8% der Befragten sind also auf der Seite der Islamisten?
    39 3 Melden
    • Radiochopf 19.09.2016 20:36
      Highlight @mr. Doppelbürger

      Mit Islamisten dürften die von der USA und Westen unterstützte Rebellen gemeint sein und nicht ISIS...
      7 17 Melden
    • JonSn0w 19.09.2016 20:39
      Highlight In diesem Fall schon, so eine Umfrage wird aber je nach Ort&Umstände total verschieden ausfallen...
      7 0 Melden
    • JonSn0w 19.09.2016 20:57
      Highlight @Radiochopf Die vom Westen unsterstützten Rebellen verteilen sich auf "Nationalisten" und "Einheimische Islamisten".
      11 0 Melden
    600
  • Sapere Aude 19.09.2016 19:44
    Highlight Die grosse Unterstützung Assads verwundert mich nicht. Auch wenn er ein Diktator ist, er war lange Zeit Garant für Stabilität und Wohlstand, hat wirkungsvoll dem Islamismus einhalt Geboten und durch die Trennung von Staat und Religion den Schutz von religiösen Minderheiten ermöglicht. Der Westen hat den gleichen Fehler gemacht wie im Irak. Demokratie lässt sich nicht durch Gewalt erzwingen, vorallem wenn es sich bei den "Rebellen" um eingeschleusste Islamisten aus den Golfstaaten handelt. Assad ist zwar ein schrecklicher Despot, die Menschen wählen jedoch das kleinere Übel.
    90 1 Melden
    • DJ_Terror 19.09.2016 20:22
      Highlight Kann dir wie in den allermeisten Dingen nur zustimmen. Demokratie lässt sich nicht mit Gewalt beibringen. Sondern geht von den Menschen heraus dazu müssten sie (Arabischer Raum) ihre Mentalität durchaus ändern.
      25 2 Melden
    • Radiochopf 19.09.2016 20:41
      Highlight @ Saperr aude

      100% agree, die Menschen dort sind nicht dumm und wissen ganz genau, das es mit einem Assad besser isz als mit 10 islamistische Bewegungen die alle an dir Macht wollen und vom Westen unterstützt werden.. In Lybien und Irak hat es mit der erzwungenen Demokratie schon nicht funktioniert, aber das war ja auch immer nur der Vorwand aber nie die Wahrheit dahinter.. es ging in Irak und Lybien nie um Demokratie!
      19 1 Melden
    • Hoppla! 19.09.2016 21:26
      Highlight Das liegt vielleicht auch daran, dass die Ziele der ersten Demonstrationen (z.B. eine liberalere Politik) in so weite ferne gerückt sind, dass man hier einen Packt mit dem Teufel macht um noch schlimmeres zu verhindern.
      10 3 Melden
    600
  • Stellklaus 19.09.2016 19:34
    Highlight Stehen jetzt die Nationalisten den Islamisten gegenüber oder die Islamisten den Regierungstreuen oder sind die Regierungstreuen die Nationalisten? Ich bin leicht verwirrt.
    32 1 Melden
    • Kian 19.09.2016 19:39
      Highlight Corstange meint damit säkulare Rebellen, die nicht mit den Islamisten paktieren.
      19 0 Melden
    • Stellklaus 19.09.2016 19:46
      Highlight Ok, danke für die Klärung. Dh die Nationalisten und die Islamisten wollen beide Assad loswerden, aber es schwebt ihnen eine unterschiedliche Zukunft für Syrien vor.

      Irgendwie scheint es hoffnungslos zu sein, dass es in absehbarer Zeit zu einer Versöhnung kommt, egal ob Assad bleibt oder nicht.
      19 0 Melden
    • Taebneged 19.09.2016 20:17
      Highlight Dann gibts da noch mehr als ein Dutzend weitere Grupierungen!
      8 0 Melden
    • DJ_Terror 19.09.2016 20:24
      Highlight @Kian, die gennanten sind bei der Opposition deutlich in der Minderheit. Es gibt kaum noch Säkulare Rebellen. Viele desertierten sogar zur Regierung. Der Aufstand ist ein Wahabitischer.
      12 2 Melden
    • AMNZAKYM 19.09.2016 20:39
      Highlight Säkulare Rebellen? Säkular sind nur die Kurden vom syrischen Ableger der PKK, der PYD.
      12 2 Melden
    • Kian 19.09.2016 20:43
      Highlight @DJ_Terror: Das schreibe ich oft, dass es diese Rebellen kaum noch gibt. Welche Ironie, dass sie über soviel Rückhalt in der Bevölkerung verfügen.
      11 2 Melden
    • #10 19.09.2016 20:50
      Highlight Dann zeigen Sie doch bitte auch das: https://www.facebook.com/RojavaNews1/videos/520133868189297/
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  • opwulf 19.09.2016 19:25
    Highlight Hier noch ein passendes Video



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    • Datsyuk 19.09.2016 20:09
      Highlight Unglaublich..
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    • Radiochopf 19.09.2016 20:46
      Highlight @opwulf

      die Reaktion von McCain zeigt die bittere Wahrheit! Die einzigen die diesen Krieg wirklich und sofort beenden können sind die USA, nur die wollen nicht...
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  • opwulf 19.09.2016 19:20
    Highlight Das viele Assad unterstützen deckt sich mit den Aussagen der Syrer in meinem Bekanntenkreis! Ich hab dies öfters schon erwähnt und oft wurde mir nicht geglaubt! Was man nicht vergessen darf, sind all die Syrer welche in Gebieten der Regierung leben, also nicht geflüchtet sind (Mehrheit) - ist die Befragung der Flüchtlinge einigermassen repräsentativ und zählt man die nicht geflüchteten, in von Assad kontrollierten Gebieten wohnenden Syrern dazu, so scheint logisch das eine starke Mehrheit für ihn ist!
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    • DJ_Terror 19.09.2016 20:30
      Highlight Laut CIA sind sogar 80% für Assad. Unter ihm war Syrien nicht wohlhabend, aber durchaus selbstversorgend mit einem starken sozialstaat. Er hat auch extremistische Tendenzen bekämpft. Was er ja jetzt auch tut. Aber bis zum Bürgerkrieg liess er Dissendenten inhaftieren mit anderer Weltanschaaung plus er liess auch Leute foltern. Die CIA hat dort auch Geheimgefängnisse betrieben um dort die Inhaftierten zu foltern.
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Seit gestern um 16.21 Uhr ist der Herbst da! Diese perfekten Bilder und Gifs beweisen, dass jetzt die geilste Jahreszeit beginnt

Der Sommer ist vorbei, der Herbst ist da! Seit 16.21 Uhr am 22. September 2016 ist die warme Jahreszeit offiziell vorbei.

Aber kein Grund zur Verzweiflung! Denn jetzt fängt die wundervollste und farbenprächtigste Jahreszeit von allen an! Mit den folgenden Impressionen feiern wir den Herbstanfang: 

Und jetzt: Zurücklehnen, scrollen und Aaaaah ... 

(sim)

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