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Fast jedes zweite Spital in den von Rebellen kontrollierten Gebieten wurde attackiert, ein Drittel von ihnen mehrfach. Bild: MOHAMMED BADRA/EPA/KEYSTONE

Über 400 Angriffe auf Ärzte und Spitäler in Syrien innerhalb eines Jahres

09.06.17, 04:04 09.06.17, 04:26

Spitäler und medizinisches Personal in Syrien sind einer Studie zufolge innerhalb eines Jahres mehr als 400 Mal attackiert worden. 261 Menschen seien bei den zwischen November 2015 und Dezember 2016 registrierten Angriffen getötet und fast 700 weitere verletzt worden.

In dem Kriegsland werde in beispielloser Weise gezielt Gewalt eingesetzt, um den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu blockieren, hiess es in einem am Freitag in Fachzeitschrift «The Lancet» veröffentlichten Artikel. Der Untersuchung zufolge wurde in diesem Zeitraum fast jedes zweite Spital in den von Rebellen kontrollierten Gebieten attackiert, ein Drittel von ihnen mehrfach.

Die Studie beruht auf Daten, die von Spitalmitarbeitern via WhatsApp gesammelt wurden. Die Angaben der knapp 300 Informanten wurden mit anderen Berichten über die jeweiligen Angriffe abgeglichen.

In dem seit mehr als sechs Jahren andauernden Konflikt in Syrien wurden mehr als 320'000 Menschen getötet und Millionen Menschen in die Flucht getrieben. (sda/afp)

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  • rodolofo 09.06.2017 07:33
    Highlight Die Absicht dahinter ist ziemlich klar:
    Das Syrische Marionettenrégime von Putin-Russland will mit solchen systematischen Kriegsverbrechen möglichst viele Flüchtlinge produzieren, die sich dann in Richtung Europa auf den Weg machen.
    Die inoffiziell mit Putins Ost-Imperium verbündete Türkei sammelt die Flüchtlingsmassen wie in einer Art "Stausee" und erpresst von Europa Milliarden-Hilfen und Stillhalten während der Verwandlung der Türkei in eine Diktatur.
    Die Flüchtlings-Massen wiederum fördern in Europa die Putin wohlgesinnten Rechtsextremen.
    Der 3. Weltkrieg wird also mit Flüchtlingen geführt
    5 5 Melden
    • Saraina 10.06.2017 07:41
      Highlight Ou! Jetzt hani us versehe blitzt!

      Das hat was! Allerdings ist es nicht Putins Verdienst, dass sich die Türkei mit Putin verbündete, sondern der Europas.
      2 0 Melden
    • rodolofo 10.06.2017 14:35
      Highlight Die EU hätte schon früher mehr auf die Einhaltung von Standards, wie Rechtsstaatlichkeit, Gewaltentrennung und Medienvielfalt pochen sollen!
      Stattdessen wurden mit Ungarn, Polen und der Tschechoslowakei einige "Anfängerdemokraten" aufgenommen, die sich jetzt in der Flüchtlingskrise quer legen und die EU handlungsunfähig machen.
      Die Türkei hätte gar nicht so schlecht zu Ungarn gepasst...
      Allerdings hätte die autokratisch geführte Türkei in der EU zu noch mehr Blockade geführt.
      Vielleicht wäre die Bildung einer Ost-EU inklusive der Türkei ein Ausweg.
      Die Ost-EU könnte dann Russland aufnehmen.
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