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«IS»-Anhänger jubeln, doch ihre Anführer sind nervös

Attentate, Angst vor Terror und Erfolge für rechte Parteien in Europa: Anhänger des «IS» jubeln, der Dschihad sei erfolgreich. Doch in Syrien und im Irak sind die Extremisten militärisch in der Defensive.

17.12.15, 17:49 18.12.15, 14:10

Hasnain Kazim

Ramadi: Flucht vor dem «IS»-Terror

Ein Artikel von

Es geht bergab für die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS»), zumindest in militärischer Hinsicht. In den vergangenen Wochen und Monaten hat sie strategisch wichtige Teile des von ihr kontrollierten Gebiets verloren.

Der Einsatz der internationalen Allianz gegen die Extremisten zeigt Wirkung: Mehrere wichtige Orte in Syrien und im Irak wurden zurückerobert, zuletzt Mitte November die Stadt Sindschar im Nordirak. Den Ort hatten die «IS»-Kämpfer über ein Jahr lang besetzt gehalten und die Einheimischen vertrieben oder ermordet. Inzwischen soll auch das Geld knapp werden.

Trotzdem sind viele Extremisten der Meinung, auf der Erfolgsspur zu sein. «Sehr glücklich» sei man darüber, dass Deutschland sich in den Krieg in Syrien eingeschaltet habe, sagt ein junger «IS»-Kämpfer. Er ist Tunesier, Anfang 20 und seit einem knappen Jahr im Einsatz. «Deutschland hat offiziell Position bezogen. Damit gibt es Klarheit: Deutschland ist unser Feind.» Es handele sich dabei um eine «eindeutige Haltung gegen den Islam», behauptet er. «Je mehr Länder sich in den Krieg einschalten, desto besser für uns. Denn in Wahrheit gibt es nur zwei Parteien: die Muslime und die Ungläubigen.»

Spiegel Online sprach am Telefon mit «IS»-Anhängern, die sich nach eigenen Angaben «im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien» aufhalten, am Telefon. Sie zu treffen, davon raten «IS»-Experten und Sicherheitsleute seit der Ermordung von zwei syrischen Journalisten in der türkischen Stadt Sanliurfa im Oktober ab. Bis vor kurzem waren noch Gespräche von Angesicht zu Angesicht möglich. Doch sei jetzt die Gefahr gestiegen, entführt zu werden, um ein Lösegeld zu erpressen – oder gleich getötet zu werden vor laufender Kamera, um der «IS»-Propaganda zu dienen.

Ein anderes «IS»-Mitglied, ein Afghane, 25 Jahre alt, sagt, nur der «IS» mit seinem Kalifat repräsentiere «den reinen Islam». Alle anderen – damit meint er konkurrierende extremistische Organisationen – seien «genauso zu bekämpfen wie die westlichen Ungläubigen». «Der Rest der Welt ist sowieso unser Feind, das ist ja klar.»

Das Ziel der «IS»-Kämpfer ist die Apokalypse

Bild: AP/Militant Website

Ein dritter «IS»-Anhänger, ein 29-jähriger Belgier, zählt auf, was der «IS» zuletzt alles erreicht habe: «Seit dem Angriff in Paris ist die westliche Welt in Panik. Brüssel lag tagelang lahm aus Angst. Viele Länder zerstreiten sich über ihre Syrienpolitik, die Türkei und Russland sind am Rande eines Krieges. In Frankreich werden die Rechtsextremisten stark, in den USA wird Donald Trump für seine anti-islamische Rhetorik gefeiert. Und ich höre, in Deutschland sind die Islamfeinde auch auf dem Vormarsch.» Wer Muslim sei, bekomme «nun die Feindseligkeit der Ungläubigen zu spüren». «Das sieht man doch an all den Angriffen auf Muslime», sagt er. Und fügt hinzu: «Wir gewinnen.»

Genau darum geht es dem «IS»: die Welt einzuteilen in Freund und Feind, in «die» und «wir» oder, wie es der tunesische Dschihadist sagt, in «Muslime und Ungläubige». Das Ziel der «IS»-Kämpfer ist die Apokalypse, der Kampf zwischen Gut und Böse, aus dem nicht unbedingt sie selbst, aber doch ihre radikale Ideologie als Sieger hervorgeht. Der Belgier sagt: «Uns kann man töten, unsere Denkweise nicht.»

Der Aufstieg rechtsextremer Parteien in westlichen Ländern kommt ihnen da gerade recht. Er ist geradezu wie ein Beweis für ihre These, der Westen sei gegen den Islam. Alle «IS»-Kämpfer sagen, sie verfolgten die Reden der republikanischen Präsidentschaftsbewerber, «insbesondere die von Trump», sehr aufmerksam. Ebenso nutzen sie die Abschottungspolitik der EU vor Flüchtlingen zu Propagandazwecken – und ignorieren dabei, dass ein Teil der Menschen ihretwegen flüchtet.

«Die Lage des ‹IS› ist komplex»

Im Inneren des «IS» sollen die Kommandeure längst nicht so gut gelaunt sein, wie manche ihrer Kämpfer zu vermitteln versuchen. «Die Lage des ‹IS› ist komplex», sagt Journalist und «IS»-Experte Michael Weiss. «Einerseits verbucht er tatsächlich Erfolge dabei, den Westen zu spalten und sein Gedankengut zu verbreiten. In manchen Ländern wie Afghanistan, Jemen und Libyen breitet die Organisation sich aus. Im Kerngebiet, in Syrien und im Irak, sieht es dagegen eher schlecht aus für den ‹IS›.»

Aus der «IS»-Hauptstadt Rakka ist zu hören, die Mächtigen seien «nervös» und bereiteten sich auf eine militärische Offensive der internationalen Anti-«IS»-Koalition zur Rückeroberung der Stadt vor. Ebenso rechnen die Dschihadisten mit dem Versuch, die Stadt Mossul im Westen des Irak zurückzuerobern. Gerüchte darüber kursieren schon seit Monaten. Aussagen wie die der «IS»-Anhänger vom bevorstehenden Sieg dienen offensichtlich dazu, die Stimmung unter den Kämpfern zu verbessern.

Die Ideologie des «IS» verbreitet sich auf unberechenbare Weise, wie zuletzt das Massaker von San Bernardino in Kalifornien, USA, gezeigt hat. Ein Ehepaar hatte Anfang Dezember eine Einrichtung für Behinderte gestürmt und 14 Menschen getötet. Die Frau, Mutter eines sechs Monate alten Babys, hatte dem «IS» vor der Tat auf Facebook ihre Treue geschworen. Wieder waren sinnlos Menschen gestorben, hatte der «IS» weltweite Aufmerksamkeit und gewannen Ressentiments gegen Muslime an Zustimmung. «Diese Schlacht», sagt der Belgier, «haben wir jedenfalls gewonnen.»

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • King Susi auf der Autobahn 18.12.2015 13:07
    Highlight "Es gibt nur zwei Parteien: Die SV...., äh, den IS und die Ungläubigen."
    4 4 Melden
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  • Smart as hell 18.12.2015 01:25
    Highlight Es braucht schon recht viel manipulative Hirnakrobatik um den Aufstieg der rechten Parteien in Europa in einen Erfolg des IS umzudeuten. Merke dummer Bürger: man will dir einreden du würdest nur in einem Konflikt siegen wenn du still hältst und dich NICHT gegen deinen Feind wehrst. Lol. Realitätsverdrehung bis die Wahrheit auf dem Kopf steht. Und zum IS: Nur Verrückte freuen sich darüber immer mehr mächtige Feinde zu haben die sie vernichten werden.
    16 18 Melden
    • alessandro 18.12.2015 02:00
      Highlight nein, eben nicht. das ziel des is ist es, eine spaltung zwischen der westlichen bevölkerung und den muslimen zu machen. ein junger mann, der im normalen alltag negative situationen aufgrund seines glaubens erfährt, ist viel einfacher zu radikalisieren als ein integrierter. wunderbar die marschrichtung der rechten populisten.
      22 10 Melden
    • pachnota 18.12.2015 13:30
      Highlight @alessandro..oh..diese armen jungen Männer sind also nur Opfer!? Du meinst, wenn wir etwas lieber zu denen währen würde der IS wohl bald verschwinden? (lach)
      2 3 Melden
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  • mclarens 17.12.2015 23:14
    Highlight uii, ich muss nur kurz was los werden: ich war vorhin (leider?) kurz bei 20min.ch und hab ein paar Leserkommentare gelesen. Jetzt auf watson fühl ich mich richtig gut, das niveau in den Kommentaren ist einfach so viel höher und die Diskussionskultur um einiges besser! <3<3<3<3
    37 12 Melden
    • Knuddel 17.12.2015 23:49
      Highlight Bei 20 Minuten und Blick wird mir regelmässig schlecht, wenn ich gewisse Kommentare lese. Da tobt der Wutbürger. Von der Rechtschreibung will ich gar nicht reden. Dagegen ist Watson ein wahres Mekka! ❤️
      36 7 Melden
    • pachnota 18.12.2015 13:37
      Highlight @ euch... Nein, leider ist dem nicht so. Das Niveau bei Watson ist genau so tief und erschreckend selbstgerecht. Es widerspiegelt halt nur euer eigene Meinung. Darum findet ihr es auch so Toll!
      4 4 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 17.12.2015 22:16
    Highlight Da meinte einer im Text, es gebe nur zwei Parteien, ... Das ist richtig, allerdings sind dies "Terroristen und Nicht-Terroristen". Hat nichts mit Daesh, Moslems, Christen, Nationalitäten etc zu tun.
    29 6 Melden
    • Duweisches 17.12.2015 23:24
      Highlight Ich würde gerne wissen was sich der Blitzer gedacht hat... o.O
      13 6 Melden
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  • saaonix 17.12.2015 20:11
    Highlight Warum konnte man unmittelbar nach dem Terroranschlag auf Paris allen Facebook Profilbildern die französische Flagge im Hintergrund sehen? Warum trauerten alle Menschen nur bei diesem schrecklichen Ereignis und nicht bei solchen wie in Afrika, Südamerika oder sonst von wo? Die Menschheit sollte etwas loyaler werden, die Reichen werden immer als wichtiger beachtet als andere.
    Der Planet braucht keine Erfolgreichen Menschen mehr. Der Planet braucht dringend Friedensstifter, Heiler, Erneuerer, Geschichtenerzähler und Liebende aller Arten. - Dalai Lama
    33 21 Melden
    • thedarkproject 17.12.2015 22:22
      Highlight Nein, die die uns nahe sind werden als wichtiger betrachtet. Wenn etwas in meiner Nachbarschaft passiert, berührt es mich mehr als wenns 1000 km weit weg passiert. Nun stell dir das auf einer globalen Skala vor. Klingt hart, ist aber nun mal so.
      30 3 Melden
    • Anam.Cara 17.12.2015 22:44
      Highlight @saaonix
      Der Dalai Lama ist ein sehr, sehr weiser Mann.
      Danke für dieses inspirierende Zitat.
      6 5 Melden
    • Citation Needed 17.12.2015 22:44
      Highlight Der Dalai Lama sagte auch mal, dem Universum sei es egal, wenn die Welt zugrunde gehe. Recht hat er, aber mir ist es trotzdem nicht egal, ich denke nicht aus Sicht des Universums und bin scheints mit meinem Karma noch nicht so weit, dass ich da drüber stünde. Mittrauern ist ein Akt der Solidarität und Solidarität ist ähnlich wie Loyalität etwas sehr persönliches. Habe mein Profilbild nicht eingefärbt, aber verstehe /respektiere die, die taten. Bin übrigens mit thedarkproject einig: wer die ganze Welt im Blick haben will, verliert sich.
      10 0 Melden
    • Rendel 17.12.2015 23:14
      Highlight Nur wenn man die ganze Welt im Blick hat, gibt es Lösung für all die Probleme die anstehen. Den Nachbarn darf man dadurch aber auch nicht aus dem Blick verlieren und sich selber ebensowenig. Ich sag nicht, das sei einfach.
      4 2 Melden
    • Citation Needed 18.12.2015 00:10
      Highlight ..ja, im Blick haben mein ich handelnd. Ein Ding der unmöglichkeit..
      2 2 Melden
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  • Silbermuschel 17.12.2015 19:49
    Highlight Ich hab letztens einen Film gesehen, weiss leider nicht mehr wie er hiess. Darin ging es aber genau darum, dass Junge Moslems den Hass zu spüren bekamen und sich so von einem Dschihadisten einlullen liessen, von wegen, man müsse gegen diese Menschen vorgehen. Gegen Ende sahen sie ihren einzigen Sinn in einem Attentat. Genau das ist doch die Gefahr, wenn wir jetzt gegen Flüchtlinge und/oder Moslems hetzen, haben sie gar keinen anderen "Weg" mehr. Was soll ein Flüchtling tun, der nirgends willkommen ist? Gegen den überall gehetzt wird-ausser wo nicht? Genau; beim IS.
    34 11 Melden
    • Citation Needed 17.12.2015 22:01
      Highlight Silbermuschel, bedenkt man, wie lange die Freude über ein nettes Wort anhalten kann, oder wie lang man sich über eine grundlose Beleidigung ärgern kann.. dann muss jemand, der andauernd argwöhnisch beäugt wird und grundlos Ablehnung zu spüren bekommt schon ein brutal dickes Fell haben, um nicht dichtzumachen. Und wem man neutral und fair begegnet, dem fällt es leichter, genauso zu reagieren. Die ganzen Alltagsrassisten tragen so enorm viel zu dem Problem bei, nach dessen Lösung sie schreien - eine self-fulfilling prophecy! 1 Millimeter ist nichts, aber tausendfach ergibt sich ein Meter..
      17 2 Melden
    • Anam.Cara 17.12.2015 22:47
      Highlight Ihr sprecht mir aus der Seele, Silbermuschel und Citation.

      Wenn wir Menschen auf Augenhöhe begegnen, dann schaffen wir die Basis für eine bessere Welt.

      Und wenn der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Orkan auslösen kann, dann kann ein herzliches Lächeln vielleicht auch die Welle des Hasses aufhalten...
      7 2 Melden
    • Kevegoal 18.12.2015 00:12
      Highlight Ist es der film la haine gewesen?
      1 4 Melden
    • Silbermuschel 18.12.2015 06:14
      Highlight Nein war glaub ich nicht la haine. Aber es war ein französischer.
      0 1 Melden
    • Human 18.12.2015 07:23
      Highlight In la haine geht es glaub nicht um Religion wenn ich mich recht erinner....
      6 1 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 17.12.2015 19:31
    Highlight Wann begreift der IS eigentlich das Sie mit Moslems nichts zu tun haben...
    23 8 Melden
    • mbr72 18.12.2015 06:02
      Highlight Der Islam hat AUCH (aber nicht NUR) mit dem IS zu tun. Es gibt viele Umfragen, welche aufzeigen, dass zwar ein Grossteil von Muslimen die Methoden keinesfalls stützt, aber die Denkweise/Einstellung hingegen schon (Frauenrechte, Homosexualität, Gewaltentrennung Staat u. Religion, um nur einige zu nennen). Dieser Religion fehlen einfach 100erte Jahre Aufklärung und Reformen und das ist Teil des Problems. Ein anderes ist, wie insbesondere westliche Staaten aussenpolitisch/geostrategisch vorgehen (militärische Interventionen im gesamten nahen Osten / Ölabhängigkeit usw.).
      9 2 Melden
    • pachnota 18.12.2015 15:05
      Highlight Sonja...echt? Der IS hat mit den Moslems nicht,s zu tun?
      0 0 Melden
    600
  • sheimers 17.12.2015 19:23
    Highlight "In wirklichkeit gibt es nur zwei Parteien, wir und die Anderen". Moment, wo habe ich das nur schon mal gehört?
    26 5 Melden
    • 11lautin 17.12.2015 19:45
      Highlight faschistoide Sekten, politische Parteien, Gruppierungen denken immer so.....Wir oder die anderen! Wir bedeutet besser als die anderen! Eidgenosse und Schweizer ist ja auch nicht das Gleiche für die die meinen die besseren zu sein!
      22 7 Melden
    600
  • Hussain Bolt 17.12.2015 18:02
    Highlight Zu sagen das der IS jetzt verantwortlich, für den Aufstieg der Rechtsparteien ist, finde ich nicht überlegt. Es rumorte schon vorher, bevor die Anschläge in Paris Passierten. Und wenn Rechtsparteien Tatsächlich noch stärker werden, dann wird es richtig schlecht für den IS in Europa aussehen.
    26 44 Melden
    • Rendel 17.12.2015 18:24
      Highlight Nein, der IS wird mehr Leute rekrutieren können, wenn die Fremdenfeindlichkeit überhand nimmt. Sowohl IS als auch Rechtsextreme oder Rechtspopulisten nutzen das alte Prinzip von: Teile und herrsche.
      52 11 Melden
    • sterpfi 17.12.2015 18:28
      Highlight Richtig schlecht für den IS in Europa? Der IS will dass die Rechtsparteien stärker werden. Er will dass Muslime in unseren (westlichen) Ländern ausgegrenzt werden, damit er es einfacher hat, neue Leute, die schon in unseren Ländern sind, zu rekrutieren.
      39 6 Melden
    • roger.schmid 17.12.2015 18:29
      Highlight Im Gegenteil, die Rechstparteien bescheren dem IS weiteren Zulauf. Deswegen freuen sich die IS-Trottel auch über den Vormarsch der Rechten.
      36 7 Melden
    • Energize 17.12.2015 18:32
      Highlight Bis jetzt hat die rechte Politik in der Geschichte nie ein solches Problem lösen können.
      33 12 Melden
    • Hussain Bolt 17.12.2015 18:39
      Highlight Stimmt absolut nicht, der IS will keine Rechtsregierung sondern er will eine gespantene gesellschaft. Politiker wie Merkel lassen dem IS in Europa freien Lauf. Das sind Politiker die dem IS indirekt helfen. Rechtsparteien erschweren es den Wahabiten extrem sich auszubreiten. Weil sie eine Harte Politik führen im Gegensatz zu den Linken.
      11 57 Melden
    • Rendel 17.12.2015 18:56
      Highlight Rechtsparteien begrüssen auch Waffengeschäfte mit Saudi Arabien, die Hochburg der Wahabisten. ( z.B. FDP und SVP; in andern Ländern ist das auch meist nicht anders.)
      32 4 Melden
    • Citation Needed 17.12.2015 19:08
      Highlight Macho: Gespalten wird eine Gesellschaft, wenn Integration misslingt. Merkel stand für Willkommenskultur. Die Rechten für Ausgrenzung. Eine gespaltene Gesellschaft wegen Willkommenskultur? Klar gibt es solche (Rechts) die behaupten, die Wahabiten breiten sich nicht aus, wenn wir Grenzzäune errichten und uns abschotten. Ah ja? Uns einmauern und verängstigt daheim hocken und alles Fremde mit Hass überziehen? So sieht eine geschwächte Gesellschaft aus, die nicht an ihre Stärke glaubt und sie dadurch preisgibt.
      23 5 Melden
    • Sapere Aude 17.12.2015 19:11
      Highlight Sorry Macho, aber du scheinst den Artikel entweder nicht gelesen oder nicht verstanden zu haben. Daesh will gerade, dass Rechtsparteien an die Macht kommen. Damit können sie ihre Feindbilder weiter kultivieren. Wenn wir Muslime ausgrenzen, Flüchtlinge abweisen, Bomben abwerfen und Muslime als Feinde betrachten, genau dann machen wir Daesh stärker. Es war die Rechte Imperiale Politik von Bush, die uns erst diesen Schlamassel eingebrockt hat! Daesh will Trump, Le Pen, Orban und all die anderen Vollpfosten an der Macht, damit sich die Muslimen weiter radikalisieren und sich ihnen anschliessen.
      29 3 Melden
    • Yolo 17.12.2015 19:17
      Highlight haha, you made my day. unsere rechtsextremen in der Regierung setzen schon lange alles daran unsere Gesellschaft zu spalten! z.B. mit solchen Aussagen wie, die welschen seinen keine richtigen Schweizer...
      17 4 Melden
    • Hussain Bolt 17.12.2015 19:37
      Highlight Der Artikel will Konservative Strömungen in Europa schlecht dastehen lassen. Mehr nicht. Orban macht das was die Australier zum bsp. schon lange machen nämlich grenzschutz, das was Merkel macht steht für Grenzenlose Naivität. Willkomenskultur wird sich bald rächen. Wenn leute vollpfosten sind die Grenzschutz fordern, dann wisst ihr nicht was ein Staat ist. Ein Staat kann nicht gerade alle Armen aufnehmen wie Merkel es tut.
      7 28 Melden
    • Hussain Bolt 17.12.2015 19:47
      Highlight Und von Muslimen ausgrenzen hab ich nicht gesprochen. Wenn es nach euch geht dürfte es so oder so keinen Staat geben. Und würdet Rechtsparteien verbieten. Das was ihr wollt ist genauso Undemokratisch wie die die ihr Kritisiert! Eine Linksdiktatur ist genauso schlimm wie ne Rechtsdiktatur.
      5 21 Melden
    • Sapere Aude 17.12.2015 19:56
      Highlight Tut mir leid, aber was du hier teilweise schreibst grenzt schon an Realitätsverlust. Der Artikel setzt sich Zitaten von Daesh Kämpfer auseinander, die sich über den Rechtsrutsch und Kriegseintritt westlicher Staaten freuen. In keinem Kommentar gehst du auch ansatzweise auf die geäusserte Kritik ein, sondern gibts immer den Linken den Schuld. Die Muslime werden bereits ausgegrenzt, Minarettverbot, Kopftuchverbot und brennende Asylheime. Begründe lieber einmal weshalb Merkel und die Linken indirekt am Erfolg von Daesh angeblich Schuld sein sollen, anstatt hier so grosse Töne zu spucken.
      21 6 Melden
    • thedarkproject 17.12.2015 20:00
      Highlight Dankeschön südländischer Macho. Leider sind wir Schweizer Cüplisozialisten zu bequem und abgehoben um zu merken was für echte Probleme die Refugees-Welcome Naivlinge herbeiführen. Aber ok, auch Rom ging dann unter als es zu dekadent wurde.
      34 17 Melden
    • Hussain Bolt 17.12.2015 20:03
      Highlight Wo werden sie ausgegrenzt (ausser Minarete)? Den Muslimen geht es sehr gut in Europa besser als in ihrer Heimat, sie können Arbeiten, haben die gleichen Rechte wie alle anderen auch. Ich sehe da keine massive Diskriminierung wie ihr. Wenn es den Muslimen so schlecht ginge in Europa wären sie längst wo anders. Wir bieten den Muslimen Schutz vor dem Krieg in ihrer Heimat. Nichts da Diskriminierrung.
      9 19 Melden
    • Sapere Aude 17.12.2015 20:40
      Highlight Hetze gegen Muslime/Flüchtlinge, Diskriminierung von Muslimen auf dem Arbeitsmarkt oder Weigerung muslimische Flüchtlinge aufzunehmen sind weitere Beispiele. Die Kommentare von dir oder thedarkprojekt sind Beispiele dafür, wie die Diskutierkultur hier an Qualität eingebüsst hat. Ich bin mit manch anderem User nicht immer gleicher Meinung und trotzdem ist eine vernünftigen Diskussion mit gegenseitigen Respekt möglich. In eurem Fall scheint das leider zuzustreffen. Ihr haltet euch nicht an minimale Regeln des Anstandes und geht nicht auf Kritik ein. 20min wäre wohl eher eure Baustelle.
      17 23 Melden
    • Hussain Bolt 17.12.2015 20:58
      Highlight Habe ich irgendjemand beleidigt? War ich frech? Nein, ich bin Anständig und lege nur meine Meinung dar. Ausser das mit den Flüchtlingen sehe ich keine grosse Diskriminierung der Muslime hier. Muslime haben genauso Grosse Chancen auf dem Arbeitsmarkt wie alle andrern auch. Ja es gibt schon rassisten die Muslime diskriminieren wollen, jedoch sind dies höchstens 0,5% der Bevölkerung. Ihr tut so wie wenn dee Staat die Muslime ausgrenzt! Den Muslimen geht es gut und sie haben hier Schutz. Die Flüchtlinge müssen wir natürlich schützen klar.
      3 11 Melden
    • Sapere Aude 17.12.2015 21:45
      Highlight Nein, direkt hast du niemanden beleidigt, dass ist wahr, aber deine teilweise pauschalisierenden Aussagen gegen Linke und Andersdenken ohne Begründung zeugen von wenig Respekt gegenüber anderen Meinungen. Die Jugenarbeitslosigkeit in Frankreich und Belgien unter Muslimen widerlegt deine Aussage. Perspektivlosigkeit und Ausgrenzung sind in den französischen Banlieus und belgischen Vorstädten alltäglich und die Politik hat hier Jahre lang einfach weggeschaut (linke wie rechte). Perfekter Nährboden für Radikalisierung.
      12 5 Melden
    • Sapere Aude 17.12.2015 21:55
      Highlight Btw. der letzte Kommentar entkräftet mein Vorwurf teilweisen, unter solchen Rahmenbedingen ist eine Diskussion möglich, weshalb ich meinen Hut ziehe.
      6 5 Melden
    • Hussain Bolt 17.12.2015 22:00
      Highlight Du pauschalisierst auch gegen konservative. Ich hab dir deinen Anstand auch wirklich nicht abgestritten. Warum gibt es die Banlieus? Weil Frankreich eine verfehlte Politik hat und zuviele Ausländer alle in ein Viertel zusammenpfercht, diese Auslönder nehmen sich dann ein Beispiel an andere und integrieren sich nicht. Hätte man die Ausländer verteilt hätte es kaum Kriminalität gegeben. Und es ist auch klar das Chefs es schwer haben jemanden zu nehmen der aus einem Kriminellen Viertel kommt. Ich sehe aber keine Krasse Muslim diskriminiereung.
      6 6 Melden
    • Citation Needed 17.12.2015 22:12
      Highlight Macho: beim Thema Frankreich muss man differenzieren! Es geht nicht um die Menge, es geht um fehlende Integration. England ist ähnlich, Belgien auch. Interessanterweise alles ehemalige Kolonialherren, die ihre überhebliche Haltung auch nicht ablegten, als ihre Imperien zusammenkrachten und die ehemals Untergebenen ins 'Mutterland' strömten. Die CH hat keine solche Geschichte und ich finde, wir haben Integration mit wenig historischer Vorbelastung klug und pragmatisch gepackt. Es gibt eher wenig Diskriminierung und reelle Chancen. Aber: Hetze und Ablehnung steigen, das ist Gift für ein Land.
      15 4 Melden
    • Citation Needed 17.12.2015 22:22
      Highlight PS: zu Deiner Haltung es gebe keine Diskriminierung.. Ich habe schon mehrmals geäussert, dass die CH wirklich gute Integrationspolitik macht und an dem Punkt bin ich - ich sag das sonst selten - stolz auf unser Land. Diskriminierung gibt es schon, aber kaum von Gesetz wegen. Das Minarettverbot z.B. ist dumm und dient nur der Meinungsmache und dem Stimmenfang. Echte Lösungen für die Herausforderungen unserer lieben Spätmoderne bieten solche Furzideen nicht, sie schaffen nur Kräfteverhältnisse, die echte politische Lösungen verhindern. Das ist nicht konservativ, sondern populistisch.
      11 2 Melden
    • Zuagroasta 17.12.2015 22:40
      Highlight Kleines Gedankenspiel.
      Wir haben 4 Personen, alle haben dieselbe berufliche Qualifikation.
      Urs1 und Ali1 wohnen beide in einem ärmeren Quartier.
      Urs2 und Ali2 wohnen beide in einem reichen Quartier.
      Urs2 und Ali2 bewerben sich beide für denselben Job.
      Wer bekommt ihn?
      Eher Urs2.
      Ali1 und Ali2 bewerben sich beide für denselben Job.
      Wer bekommt ihn?
      Eher Ali2.
      Der Punkt ist, in Sachen Diskriminierung spielt nicht immer die Ethnie eine Rolle, oft spielt auch die Herkunft, der Wohnort, eine.
      Diese Art von top down Diskriminierung tut ihr Übriges
      und sollte nicht unterschätzt werden.

      12 2 Melden
    • Sapere Aude 18.12.2015 09:33
      Highlight "Du pauschalisierst auch gegen konservative." Wo genau pauschalisiere ich gegen Konservative? Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass Bush als Konservativer den Irakkrieg verbrochen hat und damit Dash erst enstehen konnte oder das Le Pen und Orban gegen Muslime hetzen. Das sind differenzierte Beispiele und ich habe nie die Konservativen als Ganzes für irgendetwas verantwortlich gemacht. Du behauptest, die Politik Merkels/ Linken helfen Daesh indirekt, hast aber bis jetzt kein konkretes Beispiel dafür genannt. Nenne mir ein Beispiel, weshalb Linke am Erfolg des Daesh beteiligt sein soll.
      2 3 Melden
    600

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 156'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Manchester 2017.

Zusammenfassung: In den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2015 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Hauptsächlich aufgrund der Attentate in Paris und Nizza stieg die Opferzahl zuletzt wieder auf rund 150 Menschen pro Jahr, sprich auf das Niveau der 80er-Jahre. Weltweit nimmt der Terrorismus seit 2005 zu …

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