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Aleppo: 1 Monat, 500 Tote, 2000 Verletzte

Seit Beginn der Offensive auf das syrische Aleppo sind nach Angaben von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon fast 500 Menschen getötet und rund 2000 weitere verletzt worden. Ban Ki Moon nannte die Angriffe «entsetzlich».

21.10.16, 02:08 21.10.16, 07:32

Die am 22. September begonnenen Angriffe der syrischen und russischen Luftwaffe seien die schwersten in dem mehr als fünfjährigen Krieg, sagte Ban bei einer Sondersitzung der UNO-Generalversammlung am Donnerstag in New York.

Mehr als ein Viertel der Todesopfer seien Kinder. Seit Anfang Juli habe kein Hilfskonvoi der UNO mehr die Stadt erreicht, Essensrationen würden bis Ende des Monats ausgehen, warnte Ban. Hunger werde als Kriegswaffe eingesetzt.

Die Zerstörung in Aleppo schreitet voran Bild: ABDALRHMAN ISMAIL/REUTERS

Der UNO-Generalsekretär erinnerte mahnend an Katastrophen wie in Srebrenica und Ruanda. «Wann wird sich die internationale Gemeinschaft endlich zusammentun, um dieses Gemetzel zu beenden?» Ban forderte «vollen humanitären Zugang» zum Ostteil der syrischen Stadt.

Botschafter reagiert

Der russische UNO-Botschafter Vitali Tschurkin reagierte «verblüfft». Ban und weitere Redner hätten nicht «mit einem Wort über terroristische Organisationen» gesprochen, «als ob das Desaster in Syrien wie der Hurrikan sei, der Haiti getroffen hat».

Seine US-Kollegin Samantha Power erwiderte darauf, es seien nicht «die Terroristen, die Bomben auf die Spitäler und die zivilen Häuser in Ost-Aleppo abwerfen». «Das sind das Assad-Regime und Russland

72 Länder unter der Führung Kanadas hatten die Sondersitzung beantragt, um die Blockade im UNO-Sicherheitsrat zu lösen. Dieser ist unfähig, eine gemeinsame Linie in dem Konflikt zu finden und sich für Friedensbemühungen einzusetzen.

Russlands Vetos

Anfang des Monats hatte Russland zum fünften Mal seit dem Beginn des Bürgerkriegs 2011 sein Veto gegen eine Resolution des Sicherheitsrats eingelegt, in dem ein sofortiges Ende der Luftangriffe auf Aleppo gefordert wurde. Ein russischer Gegenvorschlag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Friedensappelle verhallen ungehört Bild: EPA/DPA

Kanadas Aussenminister Stéphane Dion forderte, die Generalversammlung müsse dringend handeln. Eine «kurze humanitäre Pause, einseitig verkündet, ohne Vorankündigung und ohne klare Parameter,» reiche nicht für die notwendigen Hilfen.

Unklar blieb, welche konkreten Massnahmen das Gremium, dessen Resolutionen nicht-bindend sind, ergreifen könnte. Diplomaten sahen die Gespräche als Versuch, den Druck auf Russland und Syrien zu erhöhen. (sda/afp)

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Galghamon, 3.12.2016
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  • V-REX 21.10.2016 11:01
    Highlight Von allen, die in Syrien mitmischen sollten sich mal die Staatsoberhäupter zusammen an einen runden Tisch setzen und einen Plan ausarbeiten, wie man den sogenannten "Isamischen Staat" besiegt und Syrien wieder aufbauen kann. Ohne Sanktionen gegen irgendwen, ohne Forderungen von irgendwem, ohne Anschuldigen von vergangenen Fehlern gegen irgendwen. Es geht nur darum zu helfen, nicht die Schuld anderen zuzuschieben.
    Aber das wird wohl Wunschdenken bleiben. Leider.
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    • Firefly 21.10.2016 14:53
      Highlight Ja, weil alle Parteien immer noch für sich selber meinen, mit militärischen Mitteln weiter zu kommen als mit Verhandlungen, sprich, die Parteien sind noch nicht kriegsmüde genug für einen Frieden.
      Es hat einfach zu viele Fanatiker, und auch die Politischen Führer werden immer fanatischer.
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  • rodolofo 21.10.2016 09:40
    Highlight Russland und Syrien verhalten sich extrem militant.
    Was ist Militanz?
    Das ist eine sehr unkritische Haltung sich selber und den eigenen Leuten gegenüber, kombiniert mit einer sehr abschätzigen, aggressiven Haltung gegenüber allen Leuten, die einem anderen Verband angehören.
    Ein (religiöses) Gut-Böse-Denken, kombiniert mit (politischem) Schwarz-Weiss-Denken idealisiert und dämonisiert gleichermassen.
    Mit solchen, extrem militanten Leuten kannst Du nicht reden!
    Sobald Du etwas sagst, das ihnen nicht passt, bist Du in ihren Augen entweder ein Terrorist, oder mit Satan verbündet.
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  • Firefly 21.10.2016 09:26
    Highlight Heute ist jeder ein Terrorist, der nicht gefällt. Früher gab es politische Bewegungen, Aufständische, ethnische Minderheiten, Separatisten, Demonstranten, Freiheitskämpfer... heute gibts nur noch Terroristen, Bush jun. sei Dank
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