International

Zerstörung so weit das Auge reicht: Ein Mann hilft einem Mädchen aus den Trümmerhaufen in Aleppo.  Bild: AP/Aleppo Media Center AMC

Aleppos Rebellengebieten droht bis Weihnachten völlige Zerstörung

Publiziert: 06.10.16, 22:26 Aktualisiert: 07.10.16, 07:23

Der UNO-Syrien-Gesandte Staffan de Mistura warnt vor der völligen Zerstörung des Ostteils von Aleppo bis Weihnachten. Tausende weitere Zivilisten würden umkommen und Tausende zu fliehen versuchen, wenn Syriens von Russland unterstützte Luftwaffe ihre Angriffe in den nächsten Wochen ungehindert fortsetze, sagte de Mistura am Donnerstag in Genf.

Das nordsyrische Aleppo – vor dem Krieg die Wirtschaftsmetropole und mit gegen drei Millionen Einwohnern knapp vor Damaskus die grösste Stadt des Landes – gehört zu den umkämpftesten Gebieten im syrischen Bürgerkrieg.

Anhänger des Regimes kontrollieren den Westen Aleppos, Rebellen den Osten. Dieser Teil der Stadt hatte in den vergangenen zwei Wochen die heftigsten Angriffe der syrischen und russischen Luftwaffe seit Ausbruch des Konfliktes im Frühjahr 2011 erlebt.

Die Welt habe die moralische Pflicht, die humanitäre Tragödie zu beenden, die sich in Aleppo abspiele, sagte de Mistura. Allein in den vergangenen Tagen seien durch die anhaltenden Bombardierungen in Ost-Aleppo mehr als 300 Menschen getötet worden – unter ihnen etwa 100 Kinder.

Ein überbordender Friedhof in Aleppo. Allein in den vergangenen Tagen sind durch anhaltende Bombardierungen in Ost-Aleppo mehr als 300 Menschen getötet worden.  Bild: ABDALRHMAN ISMAIL/REUTERS

Russland und Syrien müssten sich fragen lassen, ob sie tatsächlich wegen noch rund 900 bis 1000 Al-Nusra-Kämpfern in Ost-Aleppo ein Stadtgebiet mit 275'000 Einwohnern völlig in Schutt und Asche legen wollten, unter ihnen rund 100'000 Kinder, sagte de Mistura.

Am Donnerstagabend beantragte Russland für Freitag eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrates. Wie Diplomaten sagten, soll de Mistura bei der Sitzung per Videoschaltung über die Lage in Aleppo berichten.

Russland und Syrien müssten sich fragen, ob sie tatsächlich wegen noch rund 900 bis 1000 Al-Nusra-Kämpfern in Ost-Aleppo ein Stadtgebiet mit 275'000 Einwohnern völlig in Schutt und Asche legen wollten, unter ihnen rund 100'000 Kinder. Bild: ABDALRHMAN ISMAIL/REUTERS

UNO-Gesandter will Abzug begleiten

De Mistura widersprach russischen Angaben, wonach die Hälfte der rund 8000 in Ost-Aleppo eingeschlossenen Aufständischen zu der Al-Kaida nahestehenden Al-Nusra-Front gehöre, die sich inzwischen Fatah-al-Scham-Front nennt. Zugleich rief er alle Konfliktparteien auf, die Tragödie zu beenden, indem den Al-Nusra-Anhängern der Abzug ermöglicht werde. Er wäre bereit, sie dabei persönlich zu begleiten.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte am Donnerstagmorgen, Aleppo habe die ruhigste Nacht seit dem Scheitern der Waffenruhe im vergangenen Monat erlebt. Die heftigen Kämpfe zwischen Regime-Anhängern und Rebellen gingen jedoch weiter.

Nach Angaben der in Grossbritannien ansässigen Beobachtungsstelle rückten die Regierungstruppen am Mittwoch vom Stadtzentrum von Aleppo in das nördliche Viertel Bustan al-Bascha vor, das seit 2013 von Rebellen kontrolliert wird.

Das nordsyrische Aleppo – vor dem Krieg die Wirtschaftsmetropole und mit gegen drei Millionen Einwohnern knapp vor Damaskus die grösste Stadt des Landes – gehört zu den umkämpftesten Gebieten im syrischen Bürgerkrieg. Bild: AP/Aleppo Media Center

Assad gibt sich siegessicher

Die syrischen Truppen können nach den Worten von Präsident Baschar al-Assad das Land vollständig zurückerobern. In einem am Donnerstag verbreiteten Interview mit dem dänischen Sender TV 2 sagte Assad, er bevorzuge jedoch Vereinbarungen vor Ort und Amnestien, die es Rebellen erlaubten, in andere Regionen zu ziehen. Die syrische Armee wird von schiitischen Milizen aus dem Libanon und dem Irak sowie von Russland unterstützt.

Russland verstärkt unterdessen seine militärische Präsenz in der Region. Ein mit Marschflugkörpern bewaffnetes russisches Kriegsschiff lief aus seinem Heimathafen Sewastopol im Schwarzen Meer in Richtung Mittelmeer aus. Dort werde die Korvette «Mirasch» zu einer Gruppe weiterer russischer Kriegsschiffe stossen, meldeten Nachrichtenagenturen unter Berufung auf einen Flottensprecher.

US-Aussenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow hatten zuvor trotz des Abbruchs ihrer Syrien-Gespräche miteinander telefoniert und dabei auch über das Bürgerkriegsland gesprochen, wie ein Sprecher des Aussenministeriums in Washington sagte. Aus Moskau verlautete, Russland wolle den Dialog mit den USA fortsetzen.

Syrische Soldaten in der Nähe von Aleppo. Bild: EPA/SANA

Französischer Resolutionsentwurf

Auch der französische Aussenminister Jean-Marc Ayrault trieb die diplomatischen Bemühungen voran: Er besuchte am Donnerstag Moskau und wurde am Freitag in Washington erwartet, um für einen französischen Resolutionsentwurf im UNO-Sicherheitsrat zu Syrien zu werben.

Wie Lawrow mitteilte, reist der russische Präsident Wladimir Putin zudem am 19. Oktober nach Frankreich. Bei einem Treffen mit Präsident François Hollande werde es auch um den Syrien-Konflikt gehen. (sda/dpa/afp/reu)

Syrien: Der vergessene Krieg

Mehr zu Syrien

Was der Fall von Aleppo für den Syrien-Krieg bedeutet

Russland und Iran erobern Aleppo – für Assad 

Kampf um Aleppo: Assads Truppen zerschlagen die Rebellengebiete in zwei Teile

Assad-Luftwaffe tötet offenbar türkische Soldaten – Rebellen für Feuerpause in Ost-Aleppo

Syrien-Krieg: UNO wirft Assad weiteren Einsatz von Giftgas vor

«Humanitäre Tragödie», «gigantischer Friedhof»: UNO über Aleppo

Ost-Aleppo wird ausgelöscht – und die Welt schaut zu

Syrische Weisshelme entschuldigen sich für #MannequinChallenge mit «Bomben-Opfer»

Assad bietet Trump Zusammenarbeit bei Kampf gegen Extremisten an

Russischer Flugzeugträger «Admiral Kusnezow» erreicht syrische Küste

Absurde Forderungen: Was Putin von den Amerikanern verlangt

UNO-Experten über Attacke auf Hilfskonvoi in Syrien: Es waren doch Luftangriffe

«Nicht Sex, sondern Krieg schändet den syrischen Körper»: Ein Flüchtling wird Pornostar

Scharen flüchten aus Aleppo – dieser Mann bleibt und kümmert sich um die verlassenen Katzen

Syrische Stadt Duma von heftigen Luftangriffen getroffen – es droht ein zweites Aleppo

«Ich habe Angst, dass ich heute Abend sterbe» – Siebenjährige twittert aus Aleppo

Ärzte ohne Grenzen fordern Ende des Blutbads in «Todeszone» Ost-Aleppo

Syrien-Gespräche mit Russland «nicht tot, aber auf der Intensivstation» 

Ein herber Rückschlag: USA beenden Gespräche mit Russland über Waffenstillstand für Syrien

#StingerEffect: Die neueste Lösung für den Syrien-Konflikt kommt aus Hollywoods Traumfabrik

Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Kriegsverbrechen in Syrien

Wieder Klinik bombardiert: Luftangriff auf Aleppo trifft eines der letzten Spitäler

Wieder Spitäler in Aleppo bombardiert – UNO-Chef Ban Ki Moon spricht von «Kriegsverbrechen»

Bekannter deutscher Journalist interviewt «Al-Nusra»-Kommandant – alles nur ein Fake?

Eiskaltes Schweigen zwischen Washington und Moskau

Feuerpause für Syrien rückt in Reichweite

Türkische Militäroperation in Syrien: Der «IS» ist der Vorwand, die Kurden sind das Ziel

Krieg? Welcher Krieg? Mit diesem Video will Syrien Touristen an seine Strände locken 

Was hat der Westen mit den Flüchtlingen zu tun? Diese 10 Punkte zeigen es

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die catson-App!

Deine Katze würde catson 5 Sterne geben – wenn sie Daumen hätte.
32 Kommentare anzeigen
32
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Beobachter24 07.10.2016 20:13
    Highlight Den „Rebellen" wurde zum xten Male angeboten friedlich abzuziehen. Sogar De Misura würde sie persönlich rausgeleiten.
    Die Al-Nusra hat umgehend beide Angebote abgelehnt.

    John Kirby spricht offen darüber, wie die USA ihre Proxies nicht nur dazu auffordern kann, die Russen in Syrien in Leichensäcken nach Hause zu schicken, sondern dass man die auch in Russische Städte schicken kann.

    Konashenkov erklärt in aller Deutlichkeit, dass es Irrtümer wie über Deir Ezzor nicht mehr geben wird, auch nicht mit mit Stealth-Flugis.

    Lesenswert: „Die Masken sind gefallen“ (https://goo.gl/M9SpH3)
    3 1 Melden
    • Beobachter24 07.10.2016 23:03
      Highlight Solange der Westen nicht versuchen wird die "syrische" Luftabwehr zu zerstören, wird die SAA weiter Gebiete zurückerobern.
      Und die Medien werden weiter zerstörte Krankenhäuser vermelden und mit dem Finger auf Russland zeigen.

      Ein paar ganz clevere haben schon mal zwei FA-18 mit den Farben der Russischen Luftstreitkräfte übermalt. (Humanitäre Katastrophen wurden auch schon mal bewusst herbeigeführt.)

      Das Bildli wurde bei moonofalabama „entwendet“ (https://goo.gl/AgrGys).
      1 1 Melden
    • FrancoL 08.10.2016 10:15
      Highlight Ich habe mir die Mühe gemacht den verlinkten Artikel zu lesen, die Darstellung zur "richtigen Lesart" der Vertrages zu dem sich die USA verpflichtet hat.
      Ich werde den Verdacht nicht los dass dieser Artikel die Idee eines Vertrages oder der Besprechung dieses Vertrages nicht ganz im Griff hat, da ein Vertrag mindestens 2 Vertragsparteien bindet und ich eigentlich vorwiegend vom Fehlverhalten der USA lese.
      Ich mache mir einen Spruch eines alten Richters aus meiner Gegend zu eigen: Wenn 2 Parteien sich streiten, liegt die Schuld selten VORWIEGEND bei einer Partei!!
      3 0 Melden
    • Beobachter24 08.10.2016 11:17
      Highlight @FrancoL

      Du hast soeben ein Like erhalten dafür, dass Du dir die Zeit genommen hast den verlinkten Artikel zu lesen.

      Deinem generellen Statement kann ich vorbehaltlos zustimmen.

      Was den ehemals geheimen Vertrag anbelangt, wer sich da inwiefern nicht daran gehalten hat, da müsstest Du mehr in die Details gehen. Was Syrien / RU den USA vorwerfen ist bekannt. Jetzt kannst Du ja sagen, inwiefern Syrien / Russland wider die Abmachung gehandelt haben.

      Falls das noch relevant ist. Der UN-Sicherheitsrat brütet schon über den nächsten Vertragsentwürfen. (Einer aus FR, einer aus RU).
      1 0 Melden
    • FrancoL 08.10.2016 11:44
      Highlight @Beobachter24; Das Problem bei allen Verträgen ist doch die Grundlage, das Ziel der einzelnen Teilnehmer. Ich bin nun schon Jahrzehnte in dieser Welt unterwegs, habe Verträge jeglicher Art begleitet; Eines ist bei mir als Nichtjurist hängen geblieben: Alle beteiligten Parteien versuchen stehts einen Vorteil für IHRE Seite zu gewinnen, selten bis gar nie eine Lösung für die Sache sondern ehre eine Lösung für deren ureigenes Anliegen zu zementieren. Darum werden diese Verträge immer einen Verlierer haben: Die Sache selbst und das sind in Syrien die Opfer in den Kriegsgegenden . . .
      1 1 Melden
    • FrancoL 08.10.2016 11:51
      Highlight . . . Die Gewinner sind denn auch klar auszumachen; Die USA und die RUS.
      Die USA die wieder einmal sich als Mahnerin darstellen und deren Kriegs-Industrie befruchten kann und RUS das seinem Volk bestens verkaufen kann dass die USA die Bösen und Vertragsbrecher sind und die Position eines Putins der in RUS selbst noch kaum etwas auf die Reihe gekriegt hat. Nicht das ich der Meinung bin dass die Regierung der USA viel in ihrem Land auf die Reihe kriegt . . . .
      1 1 Melden
    • FrancoL 08.10.2016 11:51
      Highlight . . . aber ich kann zumindest aus meinen Erfahrungen mit Geschäften in RUS nichts sehr Positives von der Regierung vermelden, auch der Kampf der Korruption scheint eher eine Zeitungsente zu sein, nichts neues im Osten.
      0 1 Melden
    • Beobachter24 08.10.2016 13:52
      Highlight @FrancoL

      Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort.

      Du machst ein paar all­ge­mein­gül­tige Aussagen, denen ich teilweise zustimme. Die sind aber so allgemein gehalten, dass wir auch übers Wetter hätten sprechen können.

      Wem meine Sympathien im grossen Chaos Syrien gelten, dürfte hinlänglich bekannt sein. Auch wen ich fürs Scheitern des letzten Versuch eines Waffenstillstands verantwortlich mache, habe ich mehrfach geäussert.
      Aber es ist sehr wohl möglich, dass ich völlig falsch liege. Ich bin immer bereit für eine Diskussion mit guten Argumenten.
      1 0 Melden
    • Beobachter24 08.10.2016 13:52
      Highlight @FrancoL

      Das Abkommen; es ist bezeichnend, dass dieses auf Drängen der USA vorerst geheim gehalten wurde. Dadurch wurde u.a. eine UN-Resolution verhindert.
      Irgendwann wurde der Text doch noch AP zugespielt, welche ihn am am 22.9. in voller Länge veröffentlichte, vgl. https://goo.gl/8O46tI.

      Du kannst die Ereignisse vom 12.9. bis am 22.9. nochmals Revue passieren lassen und mir sagen, wer das Abkommen wo verletzt hat, oder auf andere Details im Kontext eingehen.

      Deine Lebenserfahrung in Ehren, aber auf Allgemeinplätze werde ich hier nicht weiter eingehen.
      0 1 Melden
    • FrancoL 08.10.2016 17:22
      Highlight @Beobachter; Deine Ansichten in Ehren, aber die Ereignisse verfolgend die uns aufgetischt werden gleich von welcher Seite heisst Partei ergreifen ohne die Realität zu kennen.

      Die Allgemeinplätze dienen dazu den Rahmen von Abkommen und Verträge ins richtige Licht zu stellen und auch eine Abwägung zu machen was eigentlich diese Abkommen grundsätzlich sollen.

      Ich wundere mich bei Post wie den Deinen woher Du den Mut nimmst Deine Sicht und Deine Infos für vollwertig zu nehmen, mehr als Interpretationen sind es eben auch nicht, vorallem wenn übermorgen wieder Justierungen angebracht werden.
      0 1 Melden
    • FrancoL 08.10.2016 18:23
      Highlight @Beobachter; Mit weiterer Verwunderung sehe ich dass offensichtlich eine ganze Anzahl an Kommentatoren das Aufdecken eines geheimzuhaltenen Vertrages als relevant ansieht, so als wüssten die Akutere nicht dass die Aufdeckung mit der Geheimhaltung schon bereits eingerechnet wird. Darum finde ich Deine Überlegungen etwas obsolet, denn man rechnet mit diesem Szenarium von Seiten ALLER Parteien und Kommentatoren wie DU sind das gefundene Fressen für die Aktivierung der gewollten Verwirrung von Seiten der agierenden Parteien. Verträge die was gelten sollen sind NIE geheim, sondern öffentlich!
      0 0 Melden
    600
  • rodolofo 07.10.2016 08:55
    Highlight Das ist "autoritäre Erziehung" nach dem Muster des Chinesischen Tianmen-Massakers:
    "Wer sich uns in den Weg stellt, wird plattgewalzt!"
    Aber in der Erziehung gibt es etwas, das viel wichtiger ist, als Konsequenz:
    Dieses Wichtigste heisst "Liebe"!
    Eltern, welche nur die braven Streber lieben und das "Enfant terrible" verstossen, haben als Eltern versagt!
    Ein Präsident, der Fassbomben und Brandbomben auf Frauen und Kinder abwirft, der ist kein Präsident, sondern ein Massenmörder, dem irgendwann der Prozess gemacht wird!
    Auch Deutsche Nazis wurden bis nach Südamerika gejagt und aufgespürt...
    2 7 Melden
    • Beobachter24 07.10.2016 20:21
      Highlight @rodolofo

      Ich kann evtl. einschätzen, woher deine tiefste Abneigung gegen Russland kommt. Im Falle Assads verstehe ich es noch nicht. Wie auch immer, deine ständig sich wiederholende Platte kriegt Kratzer.

      Du machst hier Stimmung gegen einen der ehemals moderatesten Staatsmänner im Nahen Osten, wiederholst zum xten Mal Propaganda-Lügen, und machst völlig deplatzierte Nazi-vergleiche.

      Damit sprichst Du dich aus Terroristen-Schutz und wünschst somit allen religiös moderaten Syrern einen Wahhabi-Gottesstaat.
      Bist Du dir dessen eigentlich bewusst?
      1 1 Melden
    • rodolofo 08.10.2016 07:57
      Highlight Beobachter24
      Ich habe überhaupt nichts gegen Russland!
      Vielmehr identifiziere ich mich mit diesem wunderbaren Land und seinen herzlichen Menschen!
      Die guten Freunde sind aber nicht diejenigen, die Dir schmeicheln, sondern diejenigen, die ehrlich sind zu Dir!
      Ja, ich bin eine Gegner dieser Russischen Diktatur, weil ich an mir selber erfahren habe, was eine solche Diktatur mit einem macht!
      Und an mir selber habe ich auch erlebt, wie schnell sich diese Diktatur auflöst und verschwindet, wenn der Zugang zu den Gefühlen wieder offen ist!
      Und glaube mir, diese Gefühle sind sehr lebendig in Russland!
      2 0 Melden
    600
  • HansDampf_CH 07.10.2016 08:30
    Highlight Um den grossen Philosopen George W. Bush zu zitieren: die Achse des bösen ist für mich Washington - Moskau.
    Niemand bringt mehr leid auf diese Welt.
    5 1 Melden
    600
  • Posersalami 07.10.2016 02:28
    Highlight Im Rahmen der Ausgewogenheit: was ist mit den Städten des Regimes, die von den Kopfabschneidern belagert werden? Wieso wird darüber NIE berichtet? Und wie viele Menschen leben denn jetzt wirklich noch in Aleppo? Und wer kämpft gegen wen?
    22 6 Melden
    • rodolofo 07.10.2016 08:58
      Highlight Ja, und warum greift die Russische Kriegsmaschinerie zusammen mit ihrer Marionette Assad denn nicht diesen IS an und konzentriert sich stattdessen darauf, 250'000 Zivilisten (unter ihnen 100'000 !!! Kinder!!!) auszuhungern und auf grausamste Art und Weise umzubringen?!!!
      3 5 Melden
    • blaubar 07.10.2016 12:15
      Highlight Woher haben Sie diese Information? Doch nicht etwa von einer amerikanischen Agentur, oder? Glauben Sie nicht alles. Warum sollte Assad sein Volk aushungern? Macht keinen Sinn! Und warum könnte die USA das Assad unterschieben wollen! Genau, das macht schon mehr Sinn!
      4 0 Melden
    600
  • Spooky 07.10.2016 02:13
    Highlight "Der UNO-Syrien-Gesandte Staffan de Mistura warnt vor der völligen Zerstörung des Ostteils von Aleppo bis Weihnachten."

    Also ob man einem UNO-Gesandten irgendetwas glauben könnte. Das erste Opfer in einem Krieg ist immer die Wahrheit.
    18 10 Melden
    • äti 07.10.2016 08:37
      Highlight Und wem glauben Sie?
      6 3 Melden
    • Spooky 07.10.2016 18:23
      Highlight „Das Diktum von Senator Hiram Johnson, daß das erste Opfer des Krieges die Wahrheit sei (1914), beschreibt treffend die Schwierigkeiten, beteiligte und nichtbeteiligte Parteien in gewalttätigen internationalen Konflikten so zu informieren, wie dies in ‚normalen‘ Zeiten möglich ist.“ (Wiktionary)

      Gute Frage! Vielleicht müsste man die Geldströme analysieren, bei Waffen-, Menschen-, Medikamenten-, Hilfsgüterhandel usw. Dazu möchte ich aber nichts sagen, sonst heisst es auf Watson wie üblich: "Kannst du das beweisen, Spooky?"
      0 0 Melden
    • äti 07.10.2016 19:38
      Highlight Ja, macht schon Sinn. Ich finde auch den "alten" Spruch gut: "die Sonne bringt es an den Tag". Was ja bloss heisst: Zeit und Geduld, sehr viel Zeit und dito Geduld. So, wie man heute häppchenweise von Details des 2.WK erfährt. Was heute über den Syrienkonflikt geschrieben wird, denke ich, sind eher temporäre Begründungen resp. Ansichten.
      0 0 Melden
    600
  • FrancoL 07.10.2016 00:35
    Highlight Liebes Watson-Team, was mir langsam auf den Geist geht sind immer die Bilder der Zerstörung, zusammenhanglos ohne Anhaltspunkte ins Netz gestellt. Nicht zu erwähnen brauche ich die sehr unterschiedlichen Zahlen bezüglich den bedrohten Menschen in den Rebellenstellungen, die ja offensichtlich auch von Terroristen bewirtschaftet werden. Darum meine einfache Bitte:

    Ist es nicht möglich in einer Karte die Gebiete einmal grob zu kennzeichnen und vielleicht mit relevanten Zahlen zu versehen. Dies sollte doch heute im Zeitalter der Kommunikation und der Graphik keine Hexerei sein. Es danken Viele.
    30 2 Melden
    • Spooky 08.10.2016 01:34
      Highlight @FrancoL
      "Ist es nicht möglich in einer Karte die Gebiete einmal grob zu kennzeichnen und vielleicht mit relevanten Zahlen zu versehen."

      Und was willst du mit den relevanten Zahlen anfangen? Hast du das Gefühl, es sei den Toten nicht egal, ob sie eine Zahl auf dem Rücken haben oder nicht?

      Denkst du wirklich, dass es in Syrien noch Leute gibt, die sich gross darum kümmern, die Einwohner zu zählen?

      Na ja, okay, da hast du auch wieder recht, man weiss ja nie - Kriege sind absurd!
      0 1 Melden
    • FrancoL 08.10.2016 09:53
      Highlight @Spooky; Es geht nicht um die Toten, es geht darum dass ein ehrlicher Journalismus uns auch einmal Unterlagen liefern könnet, die wir selbst interpretieren könnten und dazu würde eine vernünftige Graphik gehören. ich finde es in der Zeit der einfachen und schnellen Kommunikation einen Hohn, wenn ich die unterschiedlichen Angaben zur Anzahl der bedrohten Menschen lese auch wenn ich der Meinung bin dass schon wenige Bedrohte zu viele sind. Es kackt mich an bewusst fehlinformiert zu werden, gleich von welchem Medium.
      0 0 Melden
    600
  • Maett 07.10.2016 00:19
    Highlight Sehr traurig. Aber hätten gewisse Staaten die Djihadisten (Entschuldigung, Rebellen) am Boden nicht mit Flugabwehr- und panzerbrechenden Waffen ausgestattet, hätte man das bereits mit einem Bruchteil der Toten hinter sich gebracht.

    Was will man sonst machen? Assad stürzen und die sogenannte Opposition an die Macht kommen lassen? Das würde gleich nochmal viel mehr Leben kosten und ein weiterer Gottesstaat entstehen lassen.

    Dass die USA inzwischen ratlos sind, hilft ebenfalls nicht weiter - nächstes Mal wäre es zu wünschen, wenn dort mal etwas Hirn walten würde, wem man so Waffen liefert.
    23 6 Melden
    • rodolofo 07.10.2016 09:06
      Highlight Mehr Herz statt zu viel Hirn!
      Schau Dir einfach mal an, was dieses Faschistische Assad-Régime gemacht hat und weiter machen darf, weil die Kriegskassen der USA leer sind und sie nur noch mit "Roten Linien" bluffen können!
      Und dann erklär mir mal, wie ich als "Moderater Rebell" gegen einen solchen Staatsterror ohne die Unterstützung durch militante Islamisten auskommen soll!?
      Das ist doch immer wieder das Selbe!
      Diejenigen die sich verteidigen wollen, machen es falsch. Und diejenigen die als Flüchtlinge nach Europa gelangen wollen, machen es erst recht falsch!
      Als Syrer würde ich schizophren...
      1 6 Melden
    • blaubar 07.10.2016 12:18
      Highlight Woher haben Sie Ihre Informationen? Ich zweifle an der Richtigkeit Ihrer Aussagen.
      1 0 Melden
    600
  • Maragia 07.10.2016 00:09
    Highlight Rebellengebiet, dann wird aber wieder von Al-Nusra kämpfern gesprochen, was Terroristen sind. Ausserdem dachte icht, dass in Ost-Aleppo "nur" noch rund 30'000 Menschen leben, nicht wie hier beschrieben 275'000!!
    28 6 Melden
    • Andi Amo 07.10.2016 02:58
      Highlight Es ist schon unfassbar, wie widersprüchlich und meist ohne belegte Fakten über diesen Konflikt berichtet wird. Und zwar durch die gesamte westliche Medienwelt hindurch. Wie soll man sich da überhaupt noch eine Meinung dazu bilden können?

      Dass es sich bei der Syrischen Beobachtungsstelle faktisch um einen Einmann-Betrieb handelt, wäre sicherlich auch noch vermerkenswert!
      22 5 Melden
    • äti 07.10.2016 08:44
      Highlight Meinen Sie wirklich "westliche Medienwelt" oder einfach "Medienwelt"? Kennen Sie den Mann der Beobachtungsstelle? Würde ihn gerne fragen, wie und was er zählt.
      1 4 Melden
    • silverback 07.10.2016 10:18
      Highlight @äti: man kennt den Mann und er ist mehr als nur umstritten.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Syrische_Beobachtungsstelle_für_Menschenrechte

      "Unter Kritik geriet die Beobachtungsstelle im Herbst 2011, als zahlreiche Medien, darunter CNN, eine auf einem Bericht vom SOHR beruhende Falschmeldung verbreiteten, nach der in der Stadt Hama neugeborene Säuglinge in Brutkästen gezielt getötet worden seien, indem das syrische Regime die Stromversorgung des Krankenhauses unterbrochen habe."
      6 0 Melden
    600

Diese 23 Bilder aus Syrien beweisen, dass gerade was komplett falsch läuft

An der syrisch-türkischen Grenze sitzen zehntausende Flüchtlinge fest. Die folgenden Bilder vermitteln einen Eindruck, wie katastrophal die Lage für die Vertriebenen ist. 

Die Lage an der syrisch-türkischen Grenze ist prekär. Rund 40'000 Menschen warten darauf, das Bürgerkriegsland zu verlassen. 

Doch das geht nicht mehr, weil die Türkei die Grenze dicht gemacht hat. 

Nur wenige Schwerverletzte dürfen derzeit den Grenzposten passieren, für die anderen ist ein Übertritt ins Nachbarland nicht mehr möglich. Beim Grenzdorf Akinci hat die Türkei sogar mit dem Bau einer Mauer begonnen. 

Auf syrischer Seite wurden zwar Flüchtlingslager eingerichtet, doch …

Artikel lesen