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Was der Fall von Aleppo für den Syrien-Krieg bedeutet

Aleppo steht vor der Eroberung - ein grosser militärischer Erfolg für das Assad-Regime. Auch Russland stärkt seine geopolitische Position. Für Syrien bedeutet das aber längst kein Ende des verheerenden Krieges.

Publiziert: 01.12.16, 15:52

Christoph Sydow

Aleppo ist ein Trümmerfeld

Ein Artikel von

Innerhalb der nächsten 30 Tage sollen die Truppen des syrischen Diktators Baschar al-Assad Aleppo vollständig eingenommen haben. Dieses Zeitfenster hat der stellvertretende russische Aussenminister Michail Bogdanow am Mittwoch in Moskau genannt. Der Kreml stehe wegen der Entwicklungen in Syrien in Kontakt mit Mitgliedern aus dem Übergangsteam des gewählten US-Präsidenten Donald Trump. «Das sind verschiedene Leute, die wir schon seit langer Zeit kennen», sagte der Vize-Minister.

Die Botschaft, die Russland vermitteln will: Der Einmarsch in den Osten Aleppos passiert mit Billigung der künftigen US-Regierung. Genau das steht auch auf Flugblättern, die das syrische Regime in den vergangenen Tagen über den belagerten Stadtvierteln abgeworfen hat: «Wenn ihr diese Gebiete nicht sofort verlasst, werdet ihr vernichtet! Ihr wisst, dass euch alle aufgegeben haben.»

Längst stellt sich nicht mehr die Frage, ob Aleppo fällt, sondern nur noch wann.

Welche Folgen hätte das für den Krieg in Syrien?

Nach der Eroberung Aleppos kontrolliert das Assad-Regime wieder die fünf grössten Städte des Landes: Damaskus, Aleppo, Hama, Homs und Latakia. Den Rebellen bleiben künftig vor allem ländliche Gebiete, neben dem Landstrich rund um Daraa im Süden ist das vor allem die Provinz Idlib.

Je wichtiger die Region Idlib für die Aufständischen wird, desto stärker wächst der Einfluss der islamistischen Terrororganisation Dschabhat Fatah al-Scham, (zu Deutsch: «Eroberungsfront Syriens») auf die Opposition. Die Miliz war bis zum Juli unter dem Namen Nusra-Front aufgetreten und sagte sich mit der Umbenennung formal vom Terrornetzwerk al-Qaida los.

Es gehört zur Strategie der «Eroberungsfront Syriens», gemässigte Rebellengruppen einzubinden, aber zugleich dafür zu sorgen, dass diese der Terrormiliz militärisch unterlegen und damit von ihr abhängig sind. So ist die «Eroberungsfront» in Idlib zur stärksten Miliz aufgestiegen.

In den kommenden Monaten dürfte ihre Macht noch wachsen: Die Freie Syrische Armee und andere gemässigte Rebellengruppen rechnen nicht damit, dass Trump sie zukünftig unterstützen wird. Dagegen kann sich die radikale «Eroberungsfront» ihrer Unterstützung durch Geldgeber in Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten sicher sein. Assads Behauptung, er kämpfe ausschliesslich gegen islamistische Terroristen, wird dadurch zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Nachdem er alle anderen Rebellengruppen ausgeschaltet hat, sind bald nur noch Dschihadisten übriggeblieben.

Nach der Eroberung Aleppos könnte das Regime seine Kräfte nun für die Rückeroberung der ländlichen Provinz Idlib bündeln. Möglich ist aber auch, dass Assad die islamistischen Milizen dort weitgehend gewähren lässt. Schliesslich liegt es im Interesse des Diktators, die Terrorgruppen «Eroberungsfront Syriens» und «Islamischer Staat» (IS) am Leben zu halten, um sich selbst international als das geringere Übel zu präsentieren.

Bild: OMAR SANADIKI/REUTERS

Grössere Gefahr könnte dem Regime mittelfristig vom Norden her drohen. Seit August rücken Einheiten der Freien Syrischen Armee mit Unterstützung des türkischen Militärs auf syrisches Gebiet vor. In erster Linie richtet sich ihr Kampf gegen die kurdische YPG-Miliz und den IS. Doch am Dienstag verkündete der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan, er habe in Syrien interveniert, «um die Herrschaft des Tyrannen Assad zu beenden». Doch Erdogans Syrien-Politik bleibt erratisch: Am Donnerstag widersprach sich der Präsident selbst, als er sagte, die türkische Offensive richte sich nur gegen Terrororganisationen, nicht gegen einen Staat oder eine einzelne Person. Allerdings kann Erdogan über die türkisch-syrische Grenze seine Verbündeten in Syrien ungehindert mit Waffen und Nachschub versorgen.

Wie ist die Situation für Zivilbevölkerung und Flüchtlinge?

Bild: OMAR SANADIKI/REUTERS

Kurzfristig wird aber vor allem die Zahl der Syrer weiter steigen, die in der Türkei Schutz suchen wollen. In den vergangenen Tagen sind knapp 70'000 vor den Angriffen auf den Ostteil Aleppos geflüchtet. Vorerst haben sie in umliegenden Stadtvierteln Zuflucht gefunden, aber dort werden sie kaum bleiben können, erst recht nicht, wenn die Zahl der Flüchtlinge aus Ost-Aleppo in den kommenden Wochen weiter steigen wird.

Der Winter naht, bald werden die Temperaturen in Nordsyrien auf Werte um den Gefrierpunkt fallen. Doch der Weg in die Türkei ist ihnen derzeit versperrt. Erdogan hat eine Hunderte Kilometer lange Betonmauer entlang der Grenze errichtet. Ankara stellt zwar in Aussicht, eine sogenannte «Sicherheitszone» in Nordsyrien zu schaffen. Dort sollen Flüchtlinge auf syrischem Boden in Lagern Schutz finden können. Bislang ist davon aber nichts zu sehen.

Was für Auswirkungen hätte der Fall Aleppos auf den Nahen Osten?

Syriens Machthaber Assad Bild: AP/Syrian Presidency

Geopolitisch stärkt der militärische Erfolg in Aleppo vor allem Russland. Präsident Wladimir Putin hat sich gegenüber Assad als verlässlicher Partner erwiesen. Während die USA und EU lavierten, die Rebellen nur zögerlich und halbherzig unterstützten, hat der Kreml Wort gehalten und dem Regime mit seiner Militärintervention das Überleben gesichert.

Andere autoritäre Regime in der Region, etwa in Ägypten, Algerien oder dem Sudan werden das aufmerksam registriert haben. Der sicherheitspolitische Analyst Michael Horowitz drückt es so aus: «Eine russische Marinebasis könnte für Diktatoren das werden, was einst das Nuklearprogramm war: Eine Absicherung vor Revolutionen und ausländischer Einflussnahme».

Zusammengefasst: Die Eroberung von Aleppo festigt die Macht des syrischen Diktators Baschar al-Assad, er würde wieder die fünf grössten Städte des Landes kontrollieren. Im Norden des Landes macht allerdings ein Bündnis mit Unterstützung der Türkei gegen das syrische Regime mobil. Langfristig nutzt die Schlacht um Aleppo vor allem Russland: Kreml-Chef Putin hat sich gegenüber Assad als verlässlicher Partner erwiesen, deshalb dürften nun andere Diktatoren der Region seine Nähe suchen.

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36 Kommentare anzeigen
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  • Ville_16 01.12.2016 21:53
    Highlight Wieso wird im Artikel von Aufständischen geschrieben? Hier handelt es sich um den IS, also um Terroristen.
    13 1 Melden
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  • St. Just 01.12.2016 21:47
    Highlight Manche Kommentare verstehe ich wirklich nicht. Auch wenn die syrische bewaffnete Opposition in der Zwischenzeit islamistisch dominiert ist: Inwiefern macht das Assad zu einem Demokraten und Menschenfreund?

    ich finde, man kann auch Islamismus, westiche Intervensionen im nahen Osten UND Assads diktatorisches Regime ablehnen.
    2 14 Melden
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  • ElendesPack 01.12.2016 21:46
    Highlight Sprache ist schon was Interessantes.
    "Fall" von Aleppo klingt irgendwie so, als würde in den bislang noch nicht eroberten Stadtgebieten Etwas Schlechter als vorher, wenn sie von Assads Truppen eingenommen wurden. Dummerweise waren aber diese Quartiere eigentlich besetzt von radikalislamistischen Milizen, die alles Andere als besonders freundlich, fortschrittlich oder gesprächsbereit gewesen sind.
    Aber ich verstehe natürlich, dass das Feindbild Assad unbedingt aufrecht erhalten werden muss.
    12 1 Melden
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  • (M)eine Meinung 01.12.2016 19:28
    Highlight Dieser Stellvertreterkrieg (kein Bürgerkrieg) dauert schon seit 2011 an und wenn das Volk nicht hinter ihrer Regierung stehen würde, dann wäre Assad schon lange gefallen. Diese These belege ich mit den Beispielen Gaddafi und Saddam Hussein.
    In der syrischen Armee dienen Sunniten, Schiiten, Alaviten und Christen gemeinsam gegen die Rebellen/Terroristen. So lange Waffen, Geld und Geopolitik (Gaspipelinewettrennen Katar vs. Iran) in diesen Konflikt stecken, werden auch weiterhin Zivilisten/Menschen sterben. Bin gespannt wie man den illegalen Einmarsch der Türkei langfristig in der Presse erklärt
    35 4 Melden
    • Stipps 01.12.2016 22:12
      Highlight Gute Meinung.
      7 1 Melden
    • (M)eine Meinung 02.12.2016 21:14
      Highlight Das Imperium sieht es anders ;)
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  • René Obi 01.12.2016 17:54
    Highlight Das wirklich hässliche steht in diesem einen Satz: "Schliesslich liegt es im Interesse des Diktators, die Terrorgruppen «Eroberungsfront Syriens» und «Islamischer Staat» (IS) am Leben zu halten, um sich selbst international als das geringere Übel zu präsentieren."
    15 41 Melden
    • Stipps 01.12.2016 22:12
      Highlight Jup, krasse Ideologie.
      4 1 Melden
    • Idiot 01.12.2016 22:25
      Highlight Wie wäre es mit: "Westliche Regierungen haben ein Interesse daran das der IS weiter besteht. Damit ihre Bevölkerung weiterhin Angst vor diesem Hirngespinst hat und der Überwachungsstaat weiter audgebaut werden kann." ?
      9 2 Melden
    • Stipps 02.12.2016 07:36
      Highlight Der ominöse überstülpte Staat, der seine verängstigte Bevölkerung wie Schafe herumtreibt? Tja, das fängt bei der kompletten Transparenz des Bürgers in euren links-grün Regierten Staaten an ... Beispiel Deutschland.
      3 0 Melden
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  • blaubar 01.12.2016 17:46
    Highlight Ich wünsche mir, dass Syrien wieder (!) ein selbsstständiger Staat wird und alle, die dort nicht hingehören abhauen!!
    44 3 Melden
    • (M)eine Meinung 02.12.2016 08:29
      Highlight So wie es die UNO-Charta als Völkerrecht auch definiert.
      2 0 Melden
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  • Beobachter24 01.12.2016 17:37
    Highlight Dass die Regierung Assad interessiert sein könnte den IS laufen zu lassen ist himmelschreiender Blödsinn im Quadrat!
    Soll wohl davon ablenken, wer den IS schon seit Jahren gewähren und ihm bei Bedarf sogar noch Luftunterstützung zu kommen lässt.
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  • Fafnir 01.12.2016 17:06
    Highlight Stabilität. Das braucht Syrien. Die gibt es bei der Machtübernahme von Rebellengruppen wohl kaum. Auch wenn sich die al-Nusra umbenennt, sind Sie kein Deut besser als der IS.
    Es darf hier Angemerkt werden, dass Assad nichts gegen Neuwahlen hat, sobald die Krise vorbei ist.
    PS: Was läuft eigentlich in Mossul?
    43 7 Melden
    • Snaggy 01.12.2016 18:38
      Highlight Der Dikatator Assad, der seine eigene Bevölkerung seit 5 Jahren zerbombt (auch mit chemischen Arsenal übrigens) kanns sicherlich kaum abwarten Neuwahlen zu organisieren! /ironie off
      9 34 Melden
    • mortiferus 01.12.2016 20:07
      Highlight Was läuft in Mossul? Frage ich mich auch seit Tagen. Warum hören wir so wenig von dieser Milionenstadt? Man hat doch 1 Jahr lang diese Offensive vorbereitet und jetzt wird's plötzlich ruhig. Ist das schlecht oder gut? Ist das Absicht oder gibt's von dort nichts zu berichten? Diese, offenbar von Dir und mir gefühlte Stille, empfinde ich verdächtig.
      5 0 Melden
    • Fafnir 01.12.2016 20:39
      Highlight Der "Diktator" der 2011 einem Mehrparteiensystem zugestimmt hat. Der "Diktator" der gegen ausländisch finanzierte Rebellengruppen ankämpft. Der "Diktator" der Truppen von über 5 uneingeladenen Staaten im eigenen Land hat. Genau der.
      Krieg ist hässlich, egal auf welcher Seite. Der Böse ist aber immer auf der anderen Seite gell...
      PS: Verraten Sie mir doch was passiert bei einem Sturz von Assad!? (Stichwort: Lybien und Irak)
      (Hiermit will ich in keinster Weise die Abscheulichkeiten[Gas,Folter,etc.] schönreden.)
      5 1 Melden
    • St. Just 01.12.2016 21:34
      Highlight ...und weil der Assad-Clan aus lauter braven Demokraten besteht, hat Assad Junior auch das Presidentenamt im Jahr 2000 von seinem Vater geerbt.
      2 5 Melden
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  • Eisenhorn 01.12.2016 16:44
    Highlight Glaubt der Spiegel echt immer noch das es irgendwo zwischen diesen Rebellen/Islamisten-Gruppen "die guten Rebellen" gibt?
    47 6 Melden
    • Stipps 01.12.2016 22:14
      Highlight Tragisch.
      4 0 Melden
    • Soli Dar 01.12.2016 22:16
      Highlight Glaube eher, dass uns der Spiegel glaubhaft machen möchte, damit niemand auf die die Idee kommen könnte, der, ach so gute, Westen, hätte Terroristen unterstützt...
      8 1 Melden
    • Stipps 02.12.2016 07:39
      Highlight Diese "pöser Westen" ist doch Ideologie oder? Das beginnt so etwa bei der Gründung des Staates Israel, zusammen mit dem Kollaps des Osmanischen Reiches oder? Also habt ihr da einen Antisemitismus drin, gemixt mit islamischem Vorherrschaftsdenken, welches gekränkt ist. Toxischer Mix.
      0 0 Melden
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  • moedesty 01.12.2016 16:41
    Highlight Denkt ihr wirklich das die Leser diese Gehirnwäsche glauben? Ihr redet hier immer noch von Diktator. Wie viele davon gibt es in Afrika? Was ist mit Nordkorea? Was wird dagegen unternommen? Gar nichts, wieso? Ist die Bevölkerung dort weniger Wert? Nein es liegt daran dass es rein gar nichts mit Dikatoren und der armen Bevölkerung zu tun hat sondern mit dem hier: http://www.watson.ch/International/Kommentar/148360008-Spielball-der-M%C3%A4chte--Weshalb-der-Syrien-Konflikt-in-erster-Linie-ein-Stellvertreterkrieg-ist

    Alle die denken es gehe um Diktatoren, haben nichts verstanden.
    42 8 Melden
    • blaubar 01.12.2016 17:49
      Highlight Assad ist eben genau kein Diktator. Deshalb konnte er den Westlern solange etwas entgegensetzen. Er hat in London studiert, wo er auch seine Frau kennengelernt hatte. Er hat z.B. auch das Internet nach Syrien gebracht. Schaut Euch die zahlreichen Interviews an mit Assad und sagt, was man als Staatsoberhaupt besser machen könnte. Nichts!!
      28 15 Melden
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  • Aged 01.12.2016 16:11
    Highlight Hat denn eine Stadt ausser Damaskus, im jetzigen Zustand, tatsächlich noch einen Wert?
    13 2 Melden
    • Shalashaska 01.12.2016 20:02
      Highlight Es gibt in Syrien doch einige Gebiete/Städte die relativ gut verschont blieben. Die Berichterstattung fokussiert zurecht nicht darauf, aber selbst in einem Krieg ist zum Glück im Unglück an den meisten Orten gar nicht viel los.
      4 0 Melden
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  • Ivan der Schreckliche 01.12.2016 16:07
    Highlight 1. Wieso "Eroberung" / "Fall", es handelt sich gleichwohl noch um die Regierung, somit ist es wennschon eine Rückeroberung.
    2. Gemässigte Rebellen ist wohl das politische Unwort der letzten Jahre, haben nicht sogar die USA gesagt, dass diese Rebllen doch nicht so gemässigt sind?🤔
    38 5 Melden
    • blaubar 01.12.2016 17:50
      Highlight Vielleicht gab es auch gemässigte Nazis, wer weiss...
      16 7 Melden
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  • Tomb_the_Womb 01.12.2016 16:07
    Highlight "Schliesslich liegt es im Interesse des Diktators, die Terrorgruppen «Eroberungsfront Syriens» und «Islamischer Staat» (IS) am Leben zu halten, um sich selbst international als das geringere Übel zu präsentieren."

    Dieser Satz ist an Respektlosigkeit kaum zu überbieten. Es geht darum, in Syrien die vollkommene nationale Souveränität wiederherzustellen und nicht um die Person Assad. Der Author sollte seinen persönlichen Groll gegenüber Herrn Assad für sich behalten und faktentechnisch überzeugen. Das wäre Journalismus.
    41 9 Melden
    • PVJ 01.12.2016 18:13
      Highlight Genau , es ist eine absolute Respektlosigkeit, einen lupenreinen Demoktaten und Menschenfreund wie Herrn Assad als Diktator zu bezeichnen. Und nationale Souveränität geht schliesslich über Alles, egal ob es dabei Überlebende gibt.
      8 21 Melden
    • moedesty 01.12.2016 19:58
      Highlight pvj: wer hat zuerst geschossen? assad war es nicht.
      7 2 Melden
    • Stipps 01.12.2016 22:15
      Highlight @PVJ: lol gut formuliert, das muss man dir lassen
      4 2 Melden
    600
  • Tomb_the_Womb 01.12.2016 16:01
    Highlight Ich kann euch sagen , was das für Syrien bedeutet. Die Kopfabschneiderbande, verraten und im Stich gelassen von ihren "Freunden" sehen ihrem Ende entgegen und Assad stellt die nationale Souveränität wieder her.
    66 14 Melden
    • Firefly 01.12.2016 16:53
      Highlight Und macht weiter mit Kopfabschneiden?
      9 31 Melden
    • Beobachter24 01.12.2016 17:36
      Highlight Zumindest ist die Befreiung Aleppos ein ganz wichtiger Schritt in diese Richtung.
      Wäre es anders rum gelaufen, dann wäre das das Ende des souveränen syrischen Staates gewesen.

      Aleppo ist erst der Anfang. Es gibt noch seeeeeehr viel zu tun.
      Zudem gibt es genügend Hinweise, dass längst nicht alle Kopfabschneider von ihren "Supportern" im Stich gelassen werden.
      24 3 Melden
    • Stipps 01.12.2016 17:39
      Highlight Genau, der pöse Assad, der all die guten aufrechten Freiheitskämpfer so geplagt hat. Die haben sich echt einen Schuh voll raus gezogen mit solchen Freunden ... EU ... USA ... Gutmenschen ...
      24 11 Melden
    600

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