International

Die Verhaftungswelle geht weiter: HDP-Abgeordneter in der Türkei festgenommen

07.11.16, 13:17

Trotz internationaler Kritik ist in der Türkei ein weiterer Abgeordneter der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP festgenommen worden. Der Parlamentarier Nihat Akdogan sei in seinem Wahlkreis im südosttürkischen Hakkari in Gewahrsam gekommen, sagte Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus nach einer Kabinettssitzung am Montag in Ankara.

Kurtulmus verteidigte die jüngste Verhaftungswelle. Es handle sich um einen «zu hundert Prozent rechtmässigen Vorgang» der Justiz, in den sich die Politik nicht einmischen könne.

Akdogan gehört zu 15 HDP-Abgeordneten, nach denen gefahndet wurde. Am Freitag war gegen die beiden Parteichefs Selahattin Demirtas und Figen Yüksekdag sowie gegen sieben weitere HDP-Abgeordnete Untersuchungshaft verhängt worden.

Drei Parlamentarier waren nach ihrer Festnahme am Freitag unter Auflagen wieder auf freien Fuss gesetzt worden. Nach der jüngsten Festnahme von Akdogan wird weiterhin nach den Abgeordneten Faysal Sariyildiz and Tugba Öztürk gefahndet, die nach Angaben der Regierung im Ausland sind. (gin/sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Wer in der EU Filme und Serien streamt, hat nun ein Problem. Schweizer haben vorerst Glück

«Alti, heb de Schlitte!» – Was, wenn du ehrlich zu deinem Chef wärst?

Ausverkauf des Feminismus – die 3 dümmsten Gründe, Feministin zu sein

Genau so ein schönes Gefühl ist es, den Picdump zu schauen

ETH-Professor: «Man müsste halt ein Tal mit Solaranlagen zupflastern»

«Biete Wohnung gegen Sex» – in England nehmen dubiose Wohnungsanzeigen zu

Die Bachelorette und ihr muskelbepacktes Egomanen-Rudel

WTF? UNO wählt ausgerechnet Saudi-Arabien in die Kommission für Frauenrechte

Du willst es doch auch: 22 Fail-Gifs, die deinen Tag besser machen

Wie Trumps EU-Kehrtwende der Schweizer Wirtschaft schaden könnte

Frankreich wagt den revolutionären Bruch – und hat nun eine echte Wahl

Die besten Reaktionen auf den denkwürdigen Clásico (inkl. wütendem Ronaldo)

Im Cockpit-Clinch: Die Swiss wird von deutschen Piloten überrannt

«Scheiss-Jugo» und «Nazi-Schweine» – diese Beschimpfungen wurden richtig teuer

Patriotismus, Macron-Hate und alte Chansons – so erlebte ich die Party von Marine Le Pen

«Wenn 10'000 Schweizer ihr Gast-WLAN öffnen, wird die staatliche Netz-Überwachung nutzlos»

Pisa-Studie: Schüler in der Schweiz ticken ein bisschen anders als in den übrigen Ländern

Info-Panne im Pentagon: US-Flugzeugträger fährt los, aber nicht nach Nordkorea

Facebook Live muss weg! 😡

19 Memes, die das Single-Dasein perfekt beschreiben

Die fiesen Tricks der Wahlbetrüger: Ein Oppositioneller erzählt

«Schlimmstes Datenleck seit Snowden»? Das sollten Windows-User wissen

Ein Schweizer Professor erklärt, wieso es mit deinem Leben ab 23 bergab geht

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
DendoRex, 19.12.2016
Watson ist für mich das Nr. 1 Newsportal und wird es auch bleiben. So weitermachen!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
10 Kommentare anzeigen
10
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Duweisches 07.11.2016 18:06
    Highlight Ich mach mir die Türkei widewidewie sie mir gefällt...
    0 0 Melden
    600
  • N. Y. P. 07.11.2016 15:18
    Highlight Ich sehe nur noch marginale Unterschiede zwischen den Nationalsozialisten und dem Neofaschist Erdogan.
    Die Länder der EU haben bereits ihre Protestnoten verschickt, dass sie besorgt sind.
    Nur beeindruckt das den Erdogan nicht, wenn alle besorgt sind.
    Europäische Union, für was stehst du eigentlich ein ?
    9 0 Melden
    600
  • Firefly 07.11.2016 14:20
    Highlight İnce Memed wo bist du?
    0 0 Melden
    600
  • Wilhelm Dingo 07.11.2016 13:28
    Highlight Wie begegnet man Unrechtsstaaten?
    6 2 Melden
    • Wehrli 07.11.2016 15:58
      Highlight Handelsembargo, Visasperre und Exportverbot für Schnauzpommade.
      5 1 Melden
    • Madison Pierce 07.11.2016 16:11
      Highlight Als Bürger: türkische Produkte (damit meine ich nicht den Döner vom freundlichen Türken um die Ecke) meiden, nicht dort in die Ferien gehen.
      3 1 Melden
    • okey 07.11.2016 16:21
      Highlight Die sache bringen nur einen Bürgeekrieg da es das Volktreffen wird und zwar am meisten die die nicht für Erdogan sind. Weill alle Erdogan anhänger haben schon lange die möglichkeit Visafreei nach Europa zu kommen. Finanzielle hilfe würden sie von Erdogan sicher auch bekommen wenn sie ihm im gegenzug zum geliebten Sultan machen
      0 0 Melden
    • okey 07.11.2016 16:39
      Highlight Sorry für die Rechtschreibung.
      Aber sanktionen gegen das gesamte Volk spielen höchstens in Erdogans Karten. Die beste Lösung wäre dem Volk Hoffnung zu geben. Z.B ein sicherer EU Beitritt falls Erdogan geht und noch blablabla geändert wird. Die EU macht leider sehr selten etwas 100% deshalb hört auch niemand mehr auf was die EU sagt --> siehe Ungran Östereich Polen etc.
      1 0 Melden
    • Madison Pierce 07.11.2016 17:07
      Highlight okey: Bei der Türkei darf und soll es das Volk treffen, finde ich. Erdogan wurde gewählt und hat jetzt noch einen grossen Teil des Volkes hinter sich. Das ist nicht zu vergleichen mit Ländern wie Nordkorea, wo es einen Diktator gibt und man mit Sanktionen das unschuldige Volk bestraft.

      Aber es stimmt schon, Erdogan legt es darauf an, dass die EU Sanktionen ergreift. So kann er von innenpolitischen Problemen ablenken und das Volk einen (solange es ihn nicht durchschaut).
      0 2 Melden
    • okey 07.11.2016 17:24
      Highlight 54% oder was der Wähleranteil war ist zwar die Mehrheit damit gibt es aber 46% unschuldige welche von den EU sanktionen am härtesten betroffen wären. Da wohl auch in der Türkei wie auch in der Schweiz und überall sonst eher die ungebildeten ärmeren für eine Rechte Politik oder Herrschaft stimmen
      1 1 Melden
    600

«Demokratie ist nicht wie Fussball, wo ein Penalty entscheiden darf»

Georg Kohler (71) über die Türkei, knappe Entscheidungen und rote Linien der Demokratie. Der Nahostkenner erklärt, warum auch grosse Minderheiten ein Interesse daran haben, sich der Mehrheit zu fügen.

Herr Kohler, der türkische Präsident Erdogan gewann das Referendum. Steht die Türkei vor einer Diktatur?Georg Kohler: So einfach ist es nicht. In der Türkei sehen wir im Moment eine Mischung aus Machtergreifung und demokratischem Prozess. Es passiert etwas Ähnliches wie in Deutschland nach 1933. Erdogans Machtapparat ist zwar demokratisch legitimiert, nutzt aber seine Macht, um die demokratischen Institutionen zu knebeln oder gar zu zerstören. Erdogan ist aber kein Hitler, eher ein Putin.

Kann …

Artikel lesen