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Die europäischen Länder sollen nicht in die Falle des Faschismus tappen, so Türkeis stellvertretender Ministerpräsident Numan Kurtulmus Bild: Burhan Ozbilici/AP/KEYSTONE

Für die Türkei waren die Nazi-Vorwürfe bloss Warnung vor dem Faschismus

20.03.17, 19:48 21.03.17, 06:24

Die türkische Regierung hat ihre Nazi-Vorwürfe an Deutschland und andere europäische Länder als Warnung vor dem Faschismus gerechtfertigt. «Wir hören das Marschieren des Faschismus und der Nazis», sagte der stellvertretende türkische Ministerpräsident Numan Kurtulmus am Montag vor Journalisten in Ankara. «Dagegen müssen Schritte eingeleitet werden – wir sagen diese Sachen, damit sie nicht in die Falle des Faschismus tappen», fügte er hinzu.

«Wir ziehen diese Nazi- und Faschismusvergleiche, weil wir uns um die Zukunft unserer europäischen Freunde sorgen.»

Ministerpräsident Numan Kurtulmus

Europa sei ein «enger Verbündeter, Freund und Nachbar» der Türkei und stehe vor einer «sehr schlechten Zukunft». Damit die Europäer nicht «den faschistischen und rassistischen Reden erliegen», müssten Massnahmen ergriffen werden.

Nach der Absage von Wahlkampfauftritten türkischer Minister vor allem in Deutschland und den Niederlanden hatten der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und andere Regierungsmitglieder wiederholt von «Nazi-Methoden» gesprochen.

Am Sonntag warf der türkische Staatschef dann Merkel persönlich «Nazi-Methoden gegen meine türkischen Brüder in Deutschland und die Minister» vor, die in Deutschland für die Einführung des Präsidialsystems in der Türkei werben wollten.

Türkischer Geschäftsträger einbestellt

Unterdessen bestellte Dänemarks Aussenministerium den Geschäftsträger der türkischen Botschaft ein. Anlass waren Medienberichte, wonach dänische Staatsbürger mit türkischen Wurzeln wegen Kritik an Erdogan vor türkischen Behörden denunziert worden sein sollen.

Das Aussenministerium in Kopenhagen erklärte, es habe deutlich gemacht, dass Dänemark es «mit grosser Sorge» sehe, dass dänische Staatsbürger offenbar von den türkischen Behörden registriert und wegen ihrer politischen Meinung des Verrats beschuldigt würden.

Die dänische Tageszeitung «Berlingske» hatte am Samstag über mehrere Fälle berichtet, in denen Dänen türkischer Herkunft anonyme Anrufe erhielten oder auf Facebook kontaktiert wurden. Demnach wurde ihnen mitgeteilt, dass ihre Namen an die türkischen Behörden weitergeleitet worden seien. (sda/afp)

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  • acove 21.03.2017 16:27
    Highlight Was für Heuchler sind doch die Türkischen Politiker, schlimmer geht es nimmer! Sprechen von "europäischen Freunden" und bezeichnen sie gleichzeitig als Faschisten und Nazis. Trau einfach keinem Erdi-Türken und seinen Anhänger. Diese Leute verdienen absolut kein Vertrauen, geschweige denn ihre falschen Zungen sprechen Bände.
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  • Juliet Bravo 20.03.2017 23:53
    Highlight In welcher Welt leben diese AKP-Männer überhaupt!? so sad 😭
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  • Rodge 20.03.2017 23:46
    Highlight Glauben die das wirklich was sie sagen?! Weiss nicht was mir mehr sorgen bereitet: die leute welche solchen mist verzapfen oder die leute welche ebendiesen auch noch glauben.
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  • Awesome-O 20.03.2017 23:12
    Highlight sone gequirlte scheisse habi selten gelesen... So links wie ich bin, bei allen guten Göttern vergebt mir, AfD, SVP, Front National, PVV...usw aba diese Parteien mit den Nazis zu vergleichen ist... lächerlich...
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  • Pius C. Bünzli 20.03.2017 22:40
    Highlight Wenn Faschos vor Faschismus warnen..
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  • Herbert Anneler 20.03.2017 22:28
    Highlight Totaler Schwachsinn: der Oberfascho will uns in Eiropa vor dem Faschismus warnen - der Bock, der sich als Gärtner tarnt. Erdis Ziel ist ein ganz anderes: je mehr der Blick sich aufs Ausland fokussiert, desto mehr geht unter, dass Erdi die Abstimmung in seinem Land türkt!
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  • Moelal 20.03.2017 22:23
    Highlight Das ist Ironie vom Feinsten. Wie blöd denken die Erdowahnisten sind die Europäer? Sie sollen schauen dass sie nicht bald im eigenen Land eine faschistische Diktatur haben.
    Auf der anderen Seite ist es Tatsache, dass die Faschisten in Europa aktiv sind. Das sind aber nicht die Leute, die er meint, sondern die LePens und AfDler sowie die Türkischen Grauen Wölfe
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  • DJ_Terror 20.03.2017 22:23
    Highlight Im Bild ist steht es falsch. Im Artikel dann aber richtig. Binali Yildirim ist Ministerpräsident Kurtulmus ist nur Stv. Ministerpräsident.
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  • Normi 20.03.2017 21:52
    Highlight Dümmste ausrede ever
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    • Pokus 21.03.2017 00:09
      Highlight Vonwegen. Die ist genial.Darauf ist nicht mal Böhmi gekommen. Der kann hier richtig was lernen.
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  • pamayer 20.03.2017 21:48
    Highlight Da liebäugelt einer mit dem Job von Trumps Sprecher.
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  • strieler 20.03.2017 21:25
    Highlight Leider scheint es, als habe der Mann auf deflektierender wie analysierender Ebene durchaus recht. Wir sollten unsere Probleme ( gemeint in Europa) nicht aufgrund noch schlimmerer Vorgänge ausserhalb verharmlosen.
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    • Gigle 20.03.2017 22:49
      Highlight Das macht Merkel und und alle Niederländer trotzdem nicht zu Nazis.
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    • Juliet Bravo 21.03.2017 02:45
      Highlight ...auf defäkierender Weise? Ja schon.
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    • strieler 21.03.2017 11:33
      Highlight gigle sie haben meine Aussage offensichtlich nicht verstanden, denn das meine ich damit nun mal überhaupt nicht...
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  • rodolofo 20.03.2017 21:12
    Highlight Oon, das war also gar nicht so gemeint, sondern nur eine besorgte Warnung an die Europäischen Freunde?
    Wollt Ihr übergeschnappten Basar-Feilscher meine Antwort darauf hören?
    Wer Richter und Journalisten anhand von vorbereiteten Listen zusammentreibt, inhaftiert, möglicherweise foltert und mit der drohenden Todesstrafe psychisch foltern will, IST EIN NAZI! Also seid Ihr Erdoganisten Nazis!
    Und ich mache mir nicht nur Sorgen um unsere eingesperrten Freunde, sondern ich habe panische Angst vor einem Völkermord an den Kurden!
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    • Gelöschter Benutzer 20.03.2017 23:45
      Highlight Erdowahn und populisten kollegen
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    • Gelöschter Benutzer 21.03.2017 11:07
      Highlight Und ihr imaginärer freund
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  • Gelöschter Benutzer 20.03.2017 21:10
    Highlight «Wir hören das Marschieren des Faschismus und der Nazis», sagte der stellvertretende türkische Ministerpräsident Numan Kurtulmus am Montag vor Journalisten in Ankara.

    Watson

    Was muss er auch immer in seinen Steppschuhen im Stechschritt auf und abgehen...?
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  • FrancoL 20.03.2017 20:47
    Highlight Verarschen können wir uns selber!
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  • Alienus 20.03.2017 20:46
    Highlight Ministerpräsident Kürtülmüs fühlt den leeren Nazkopf.
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  • G. Schmidt 20.03.2017 20:40
    Highlight haha echt geniale Satiriker
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  • Töfflifahrer 20.03.2017 20:36
    Highlight Verstehe ich das richtig, in der Türkei wird langsam aber sicher ein faschistoides System integriert und genau die wollen die europäischen "Freunde" vor dem Faschismus warnen?
    Echt jetzt? Herrgott nochmals was nehmen die denn?
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    • Walter Sahli 20.03.2017 22:00
      Highlight Die machen das denk nur, damit wir sehen, wie scheisse das ist und es nicht tun. Die Türkei opfert sich für uns...also um genau zu sein, opfert die türkische Regierung alle ihr unliebsamen Personen für uns. Ist das nicht schampar fürsorglich von der türkischen Regierung? Wir sollten dankbar sein...
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  • kleiner_Schurke 20.03.2017 20:34
    Highlight Herr Kumulus: Ach!
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  • Benis 20.03.2017 20:29
    Highlight Als türkischer Minister weiss er natürlich alles von der "Falle des Faschismus". Wo war er als Erdogan anfing sich als Autokrat zu benehmen? Und diese "Erklärung" ist nichts anderes als eine Wiederholung der Nazi-Beleidigung in etwas schöneren Wörten.
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  • Rendel 20.03.2017 20:23
    Highlight Ein übliche Taktik, andern das vorzuwerfen, was man selber verbockt und einen selber betrifft.
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  • mrmikech 20.03.2017 20:10
    Highlight ...sag das deine freunden die graue wölfe, herr ministerpräsident... der faschismus lebt in die türkei, sollst du erst zuhause mal bekämpfen...
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  • Yallix 20.03.2017 20:01
    Highlight "Wir ziehen diese Nazi- und Faschismusvergleiche, weil wir uns um die Zukunft unserer europäischen Freunde sorgen",
    Sagt ein Vertreter jener Regierung, die seine eigenen Landsleute im Ausland bespitzelt, diffamieren und bedrohen lässt:
    > http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/auslaendische-politiker-duerfen-keine-gewalt-auf-zuercher-strassen-tragen/story/24895363
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Türkei lässt italienischen Journalisten frei

Nach zweiwöchiger Haft darf der italienische Journalist und Filmemacher Gabriele Del Grande heute nach Hause zurückkehren. Die letzten Tage protestierte er mit einem Hungerstreik gegen seine Inhaftierung.

Unter dem Hashtag #FreeGabriele hatten in den letzten Tagen Tausende die Freilassung von Gabriele Del Grande gefordert.

Am 9. April dieses Jahres wurde der italienische Journalist und Filmemacher in der Türkei verhaftet. Der 34-Jährige hielt sich an der Grenze zwischen Syrien und der Türkei auf und interviewte dort syrische Flüchtlinge, um für sein Buchprojekt über den syrischen Krieg und die Entstehung der Terrormiliz «Islamischer Staat» zu recherchieren. Der Historiker beschäftigt …

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