International

«Deine Linie ist uns egal!» Nach «Cumhuriyet»-Festnahmen streiten EU und Türkei

01.11.16, 14:40 01.11.16, 14:51

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Bild: PATRICK SEEGER/EPA/KEYSTONE

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat Kritik der EU am Vorgehen der Behörden gegen die Zeitung «Cumhuriyet» scharf zurückgewiesen. An den EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz gerichtet sagte Yildirim am Dienstag in Ankara: «Mein lieber Freund, deine Linie ist uns egal. Das Volk zieht uns die rote Linie, das Volk!»

Schulz hatte am Montag getwittert: «Die Festnahme von Murat Sabuncu und anderen »Cumhuriyet«-Journalisten ist eine weitere rote Linie, die gegen die Meinungsfreiheit überschritten wurde.» Yildirim sagte weiter: «Was hat deine Linie schon für eine Gültigkeit? Über deine Linie ziehen wir eben eine andere.»

Die Behörden hatten am Montag 13 Mitarbeiter der «Cumhuriyet» festgenommen, darunter Chefredaktor Sabuncu. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen unterstützen. Beide gelten in der Türkei als Terrororganisation. Die türkische Führung macht Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich.

Yildirim sagte: «Wir werden bis zum Schluss für die Pressefreiheit eintreten. Mit der Pressefreiheit haben wir keine Probleme.» Die Regierung betrachte Unterstützer der PKK und von Gülen jedoch nicht als unschuldig. (sda/dpa)

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  • Zäme! 01.11.2016 23:16
    Highlight Hmm... sicherlich nicht korrekt von Herr Erdogan.

    Aber was mit Assange, Snowden und Manning passiert (ist) müsste eigentlich auch mind. so scharf kritisiert werden. Also das Vorgehen der USA mit Journis und "Whistleblower".

    2 0 Melden
    • Wehrli 02.11.2016 08:23
      Highlight Blablabla ... immer no a bisseli üs-bashing, hm? Peinlich ...
      1 1 Melden
    • Zäme! 02.11.2016 13:01
      Highlight Ja - wieso nicht? Oder ist Türken-Bashin besser?
      0 1 Melden
    • Wehrli 02.11.2016 14:04
      Highlight Relation ist das Zauberwort. Duden das mal und dann bash weiter.
      0 1 Melden
    • Zäme! 02.11.2016 14:51
      Highlight Bin grundsätzlich der Meinung, dass wenn jemand im Glashaus sitzt, nicht zwingend mit Steinen werfen sollte.

      Kein anderes Land macht das mehr als die Amis. Bei jeder Gelegenheit die sich bietet.
      0 0 Melden
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  • pamayer 01.11.2016 21:31
    Highlight D i k t a t u r.
    Nix anderes.
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    • Wehrli 02.11.2016 08:31
      Highlight Volkswille! Der weitsichtige Führer Erdischnauz will nur das beste für seine Ziegen.
      1 0 Melden
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  • Wehrli 01.11.2016 21:17
    Highlight Leider, leider werden die Deutschen schlussendlich die Kastanien aus dem Feuer holen müssen. Mit einer Mischung aus BMW-Entzug und 10000 Panzern an der Grenze. Schade
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Einigkeit in der Propaganda-«Arena» – nur der Erdogan-Anhänger macht Lärm

Propaganda ist ein kontroverses Thema – umso mehr, wenn die Gäste aus unterschiedlichen politischen Ecken stammen und zwei schweizerisch-türkische Doppelbürger zugegen sind. In der «Arena» war man sich dann trotzdem sehr oft einig. Ungeachtet der Harmonie heizten Voten des türkischen Erdogan-Anhängers die Diskussion mächtig an.

Die Sessionen im National- und Ständerat sind am Freitag zu Ende gegangen. Etwas erleichtert wirken daher auch die drei Nationalräte und der Ständerat, die als Gäste geladen sind. Doch bereits die Platzverteilung erstaunt. Bei der Renten-Reform waren sie noch gleicher Meinung, heute finden sich Ständerat Andrea Caroni (FDP) und Nationalrat Roland Rino Büchel (SVP) auf unterschiedlichen Seiten wieder.

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