International

Der Sänger Sting. Bild: Dan Hallman/AP/KEYSTONE

Neubeginn mit Sting im Bataclan – ein Jahr nach dem Terror

12.11.16, 08:36 12.11.16, 16:35

Ein Jahr nach den Pariser Terroranschlägen beginnt das Bataclan neu. Mit einem Konzert des britischen Rocksängers Sting wird der Musikclub am Samstagabend wiedereröffnet. Der Termin am Abend vor dem ersten Jahrestag der Islamisten-Attacke ist auch ein Bekenntnis.

Ziel der umfassenden Renovierung sei es gewesen, dem Saal seine Seele wiederzugeben, sagte Jérôme Langlet, der Chef des Unternehmens, dem das Bataclan gehört. Mit dem Konzert solle zum einen an die Opfer erinnert werden, erklärte Sting vorab. Zum anderen gehe es aber darum, «das Leben und die Musik zu feiern, für die dieses historische Theater steht».

Blumen beim Bataclan: Staatschefs trauern um die Opfer

Drei Islamisten mit Sturmgewehren und Sprengstoffgürteln waren am 13. November 2015 in das Bataclan eingedrungen und hatten 90 Menschen ermordet. Zeitgleich verübten zwei weitere Terrorkommandos Anschläge auf Pariser Bars und am Stade de France.

Geld für Opfer-Verbände 

Zu dem Konzert werden auch Angehörige von Opfern erwartet. Etwa 1000 der rund 1500 Plätze gingen in den freien Verkauf und waren nach weniger als einer halben Stunde ausverkauft. Sting spielt ohne Gage, die Einnahmen gehen an zwei Opfer-Verbände.

Weltweite Trauer um die Opfer von den Paris-Anschlägen

Das Bataclan-Team legte Wert darauf, bereits vor dem 13. November wieder zu öffnen, wie Co-Chef Jules Frutos dem Sender France Bleu sagte. «Ich wollte wirklich, dass es dort vorher Musik gibt.» Die monatelangen Renovierungsarbeiten wurden gerade rechtzeitig fertig. «Es ist das gleiche Bataclan, aber wir haben alles geändert», erklärte Jérôme Langlet.

Keine Reden geplant 

Am Jahrestag der Anschläge sind am Sonntagvormittag Gedenkfeiern an den verschiedenen Anschlagsorten geplant, an denen auch Präsident François Hollande und Bürgermeisterin Anne Hidalgo teilnehmen. Dabei werden Gedenktafeln enthüllt, die an die insgesamt 130 Getöteten erinnern. Reden sind nicht geplant – die Verantwortlichen hatten sich in Abstimmung mit Opferverbänden für möglichst nüchterne Veranstaltungen entschieden.

So gewaltig wurde Paris erschüttert 

Den Auftakt zu diesem Gedenkwochenende gab am Freitag bereits eine Schweigeminute im Stade de France. Das französische Fussballteam spielte dort in der WM-Qualifikation gegen Schweden. Ursprünglich war der Match von der FIFA sogar auf den Jahrestag terminiert worden, der französische Fussballverband hatte aus Respekt vor den Opfern aber eine Vorverlegung erbeten. Vor dem Match, das Frankreich mit 2:1 für sich entschied, hielten die Zuschauer kurz inne und gedachten der Opfer. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie würde die Welt ohne Internet aussehen? Eine Horrorvision in 10 Teilen

Kalte Duschen und Fake News – das war die Energiestrategie-«Arena» 

Erneuter nordkoreanischer Raketentest – allerdings ein Blindgänger

Lieber Sport als Beten: Warum Frommen das Geld für Sportlager nicht gestrichen werden darf

Wer in der EU Filme und Serien streamt, hat nun ein Problem. Schweizer haben vorerst Glück

«Alti, heb de Schlitte!» – Was, wenn du ehrlich zu deinem Chef wärst?

Ausverkauf des Feminismus – die 3 dümmsten Gründe, Feministin zu sein

Genau so ein schönes Gefühl ist es, den Picdump zu schauen

ETH-Professor: «Man müsste halt ein Tal mit Solaranlagen zupflastern»

«Biete Wohnung gegen Sex» – in England nehmen dubiose Wohnungsanzeigen zu

Die Bachelorette und ihr muskelbepacktes Egomanen-Rudel

WTF? UNO wählt ausgerechnet Saudi-Arabien in die Kommission für Frauenrechte

Du willst es doch auch: 22 Fail-Gifs, die deinen Tag besser machen

Wie Trumps EU-Kehrtwende der Schweizer Wirtschaft schaden könnte

Frankreich wagt den revolutionären Bruch – und hat nun eine echte Wahl

Die besten Reaktionen auf den denkwürdigen Clásico (inkl. wütendem Ronaldo)

Im Cockpit-Clinch: Die Swiss wird von deutschen Piloten überrannt

«Scheiss-Jugo» und «Nazi-Schweine» – diese Beschimpfungen wurden richtig teuer

Patriotismus, Macron-Hate und alte Chansons – so erlebte ich die Party von Marine Le Pen

«Wenn 10'000 Schweizer ihr Gast-WLAN öffnen, wird die staatliche Netz-Überwachung nutzlos»

Pisa-Studie: Schüler in der Schweiz ticken ein bisschen anders als in den übrigen Ländern

Info-Panne im Pentagon: US-Flugzeugträger fährt los, aber nicht nach Nordkorea

Facebook Live muss weg! 😡

19 Memes, die das Single-Dasein perfekt beschreiben

Die fiesen Tricks der Wahlbetrüger: Ein Oppositioneller erzählt

«Schlimmstes Datenleck seit Snowden»? Das sollten Windows-User wissen

Ein Schweizer Professor erklärt, wieso es mit deinem Leben ab 23 bergab geht

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
DendoRex, 19.12.2016
Watson ist für mich das Nr. 1 Newsportal und wird es auch bleiben. So weitermachen!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
3 Kommentare anzeigen
3
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • CASSIO 12.11.2016 10:40
    Highlight Wer ist Sting!?!?!
    2 6 Melden
    • dmark 12.11.2016 12:19
      Highlight Sting war mal mit der Gruppe Police recht erfolgreich. Seine Sologeschichte ist allerdings nicht so mein Ding. Aber wer's mag...
      2 1 Melden
    • CASSIO 12.11.2016 14:10
      Highlight Dmark, ich danke Dir für Deine Antwort. Die Frage war ketzerischer Natur. Wäre Sting ebenfalls aufgetreten, wenn es die Anschläge dort nicht gegeben hätte? He would give a shit!!! Als Tipp: wenn Du solche Fragen liest, dann sind diese zu Zeiten von Google meist sarkastischen Hintergrundes.
      1 5 Melden
    600

Rechtsextreme Nachbarn: Le Pen gewinnt in fünf der an die Schweiz grenzenden Départements

Die Kandidatin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, hat sich bei den Wahlen in Frankreich am Sonntag in fünf Départements, die an die Schweiz grenzen, den Sieg gesichert. Das sechste Wahlgebiet entschied François Fillon für sich.

Le Pen holte in den Départements Ain, Jura, Doubs, Territoire de Belfort und Haut-Rhin die meisten Stimmen, wie aus Zahlen des französischen Innenministeriums hervorgeht. Einzig in Haute-Savoie südlich von Genf gewann der konservative Fillon. Le Pen wurde …

Artikel lesen