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Selfie des Todesschützen von Orlando.
Bild: HANDOUT/REUTERS

Orlando-Attentäter Mateen: Getrieben von Hass, infiziert vom «IS»

Der Todesschütze von Orlando hat sich zum «Islamischen Staat» bekannt, handelte aber offenbar ungesteuert und auf eigene Faust. Doch seine Bluttat hilft dem «IS» trotzdem.

13.06.16, 13:18 13.06.16, 20:22

Christoph Sydow / spiegel online

Ein Artikel von

Omar Mateen rief selbst bei der Polizei an. Entweder unmittelbar vor seinem Massaker im Pulse-Nachtklub oder kurz nachdem er die ersten Schüsse abgegeben hatte; die Angaben dazu gehen auseinander. Gegenüber den Polizisten soll Mateen einen Treueid auf Abu Bakr al-Baghdadi, den Anführer der Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS) abgelegt haben.

Doch ist das Attentat mit 50 Toten und 53 Verletzten damit auch ein «IS»-Anschlag? Am Montagvormittag verkündete al-Bayan, der in Mossul ansässige Radiosender des «IS», dass «einer der Soldaten des Kalifats in Amerika» das Attentat begangen habe.

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Video: watson.ch

Zuvor hatte die der Terrorgruppe nahestehende, sogenannte Nachrichtenagentur Aamaq in einem Satz mitgeteilt, das Attentat sei von einem «IS»-Kämpfer ausgeführt worden. Aamaq berief sich dabei auf eine unbekannte Quelle.

Al-Bayan hatte auch die beiden Attentäter von San Bernardino als «Soldaten des Kalifats» bezeichnet. Syed Farook und Tashfeen Malik hatten am 2. Dezember 2015 14 Menschen getötet. Vor der Tat soll sich Malik in einem Facebookeintrag zum «IS» bekannt haben – persönliche Kontakte zu Mitgliedern der Terrororganisation gab es jedoch nach jetzigem Ermittlungsstand nicht.

«IS» fordert Anschläge auf eigene Faust

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass Mateen in direktem Kontakt mit führenden «IS»-Mitgliedern im Nahen Osten stand. Zwar geriet der 29-Jährige 2014 ins Visier des FBI, weil er Verbindungen zu Moner Mohammad Abusalha gehabt haben soll, einem US-Bürger aus Florida, der sich vor zwei Jahren für die Terrororganisation Nusra-Front in Syrien in die Luft gesprengt hatte. Die Nusra-Front ist jedoch mit dem «IS» verfeindet.

Luftaufnahme des Pulse-Clubs in Orlando am Sonntag. 
Bild: AP/Orlando Sentinel

Derzeit deutet viel daraufhin, dass sich Mateen selbst radikalisierte. Es gibt keine Hinweise, dass er sich in islamistischen Kreisen bewegte oder Teil eines grösseren Netzwerks ist. Seine Tat ist aber offenbar zumindest vom «IS» inspiriert worden. Die Terrororganisation hat in den vergangenen Monaten ihre Sympathisanten in den USA und Europa mehrfach dazu aufgerufen, auf eigene Faust zu handeln.

Erst vor drei Wochen sagte der «IS»-Sprecher Abu Muhammad al-Adnani in einer Audiobotschaft: «Wisst, dass wir eure Angriffe auf sogenannte ‹Zivilisten› noch mehr lieben, weil sie effektiver sind. Weil sie mehr Schmerz und Schaden verursachen und weil sie abschrecken. Also, macht weiter, ihr Monotheisten überall. Es könnte sein, dass ihr eine grosse Belohnung oder sogar den Märtyrertod im Ramadan findet.»

Der Anschlag von Orlando ereignete sich am siebten Tag des islamischen Fastenmonats Ramadan. Bereits im vergangenen Jahr hatte der «IS» den Monat zu einer Terroroffensive genutzt – unter anderem mit Anschlägen auf ein Strandhotel in Tunesien und schiitische Moscheen in Kuwait und im Jemen.

Der Schwulenhass der Islamisten

Das Attentat auf den besonders bei Schwulen und Lesben beliebten Klub in Orlando passt noch aus anderen Gründen ins Kalkül des «IS». Da ist zum einen der fanatische Hass der Islamisten auf Homosexuelle: Der «IS» hat im Irak und in Syrien dutzendfach Männer von hohen Gebäuden in den Tod gestossen, die angeblich schwul gewesen sein sollen.

Ein anderes Motiv: Bislang standen Homosexuellenverbände in den USA und Europa oft auf Seiten von Muslimen. Beide Minderheiten sind von konservativen Kräften lange mit Argwohn und Ablehnung betrachtet worden. Politiker vom rechten Rand der Republikaner etwa, haben sowohl für Muslime aus auch für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender wenig übrig. Das einte die muslimische Minderheit und Homosexuelle.

Das Massaker von Orlando könnte nun einen Keil zwischen Muslimen und der amerikanischen Mehrheitsgesellschaft treiben. Genau das will der «IS», das hat die Terrororganisation selbst in ihrem Propagandamagazin «Dabiq» geschrieben. Die Islamisten wollen die sogenannte Grauzone zerstören, also jenen grossen Bereich, in dem Muslime und Nicht-Muslime im Westen friedlich zusammenleben.

Der republikanische Senator Michael McCaul mit einer Ausgabe des «IS»-Propagandamagazins «Dabiq».
Bild: Getty Images North America

Anschläge wie in Paris, Brüssel oder jetzt Orlando sollen den Hass auf Muslime im Westen schüren, so dass diese sich dort nicht länger wohlfühlen und stattdessen in das selbsternannte Kalifat des «IS» auswandern, so das Kalkül der Dschihadisten.

Mehr und mehr scheint dieser Plan aufzugehen: Schon vor dem Anschlag auf das Pulse hatte der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump einen generellen Einreisestopp für Muslime gefordert. Durch das Attentat vom Wochenende sieht er sich bestätigt: Beobachter rechnen damit, dass seine Siegeschancen bei der Präsidentenwahl am 8. November wegen seines radikalen Anti-Islam-Kurses steigen. Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich der «IS» gar nicht wünschen.

Zusammengefasst: Der Attentäter von Orlando beruft sich auf den «IS» – hat aber offenbar keine konkreten Verbindungen zu der Terrorgruppe. Trotzdem nützt seine Bluttat dem «Islamischen Staat»: Der Hass auf Homosexuelle ist bei den fanatischen Islamisten tief verwurzelt. Ausserdem hoffen sie, dass die Attacke die Muslime in den USA weiter isoliert.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Thomas F. 14.06.2016 11:00
    Highlight Eine unglaubliche neue Erkenntnis: Siehe BBC:

    https://www.facebook.com/bbcnews/?fref=nf
    0 1 Melden
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  • URSS 13.06.2016 17:20
    Highlight Hass und religiöse Verblendung sind Lethal...
    8 1 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 13.06.2016 15:13
    Highlight Langsam mache ich mir Gedanken zur Tiermast in den USA mit anabolen Steroiden. Dazu kommt, dass der Todesschütze Bodybuilding betrieben hat und solche Mittel zur Muskelbildung eingenommen hat. Weiss jetzt nicht mehr in welchem Artikel das stand. Auswirkungen auf die Psyche bei Überdosierung: http://www.arznei-telegramm.de/html/1996_12/9612124_02.html http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/doping/anabolika-veraendern-die-psyche/
    Diese Mittel machen niemanden homophob oder rassistisch, fördern aber Aggressivität . Könnte das einen Teil der vielen Massenmorde in den USA erklären?
    10 42 Melden
    • Hayek1902 13.06.2016 15:39
      Highlight Das würde nur vermehrte spontane Aktionen erklären. Solche Amokläufe sind ja aber im Normalfall geplant.
      27 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.06.2016 15:51
      Highlight @Hayek1902 Der Massenmörder von Utoya in Schweden hat sich Wochen zuvor wissentlich damit aufgepumpt. http://www.welt.de/politik/ausland/article13507061/Attentaeter-pumpte-sich-mit-Aufputschmitteln-voll.html
      12 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.06.2016 15:55
      Highlight Umpf....Utoya in Norwegen nicht Schweden....
      14 4 Melden
    • Hayek1902 13.06.2016 16:57
      Highlight Das war aber ein Terroranschlag und kein Amoklauf im klassischen Sinne. Er hat das Mittel ja auch bewusst genommen, um sich aufzupushen, ähnlich wie osteuropäischen Hooligans. D.h. die Absenz dieser Mittel hätte kaum verhindert, dass er es nicht trotzdem getan hätte. Du sprichst ja eher von Nebeneffekten.
      8 5 Melden
    600
  • Paco69 13.06.2016 14:55
    Highlight Man hat G. W. Bush massiv kritisiert, als er den "War against Terror" ausrief und dafür eine UN-Resolution (1371) erwirkte.
    2009 kündigte die damalige US-Aussenministerin H. Clinton an, dass die US-Regierung den Begriff nicht mehr verwenden werde. 2013 erklärte Präsident B. Obama den "Kampf gegen den Terror" für beendet.
    Offenbar eine fatale Fehleinschätzung!
    17 52 Melden
    • Datsyuk * 13.06.2016 15:06
      Highlight Dieser Krieg gegen den Terror hat ja wohl noch mehr Terror erschaffen..
      59 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.06.2016 15:36
      Highlight Krieg ist Terror.

      "Krieg gegen den Terror" -> was soll das sein? Was soll es bewirken ausser mehr Terror und Krieg?
      50 6 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 13.06.2016 15:49
      Highlight Paco69: Die UN-Sicherheitsrats-Resolution 1371 bezieht sich auf Ex-Yugoslawien.

      Du meinst vermutlich die Resolution 1368, in der der UN-Sicherheitsrat den Krieg der USA gegen Afghanistan völkerrechtlich als Selbstverteidigungsakt legitimiert, oder vielleicht auch Resolution 1386, worin der Sicherheitsrat die ISAF-Schutztruppe und Kommando der Nato legitmiert, in Afghanistan einzugreifen.

      Dafür wurde die Bush-Administration nicht "massiv kritisiert".

      Massive Kritik galt der Aggression der "Koalition der Willigen" gegen den Irak, aufgrund einer Lüge, OHNE Legitimation der UN.
      18 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 13.06.2016 15:56
      Highlight Paco69: Obama erklärte den Kampf gegen den Terror für beendet, um damit zusammenhängede Gesetze abzuschaffen, die er als störend empfand. Gesetze, die Grauzonen wie etwa Guantanamo schaffen, bei denen weder zuständige Jurisdiktion noch anwendbares Recht geklärt ist, und auch niemand ein Interesse an der Klärung hat. Wo kein Gericht, da kein Recht. Deswegen hat Obama diesen "Krieg" (oder doch kein Krieg?) gegen den "Terror" (was ist konkret gemeint?) beendet, weil dieser "Krieg" denjenien zuviel Raum einräumt, die auf die Gesetze pfeiffen. Obama will die Gesetzlosigkeit abschaffen. Gut so.
      8 1 Melden
    • Jason84 13.06.2016 16:26
      Highlight fighting for freedome is like fucking for virginity...
      23 2 Melden
    • Fabio74 13.06.2016 16:27
      Highlight was willst damit bewirken. Der Typ war in USA geboren und somit Amerikaner. Mit militärischen Mitteln wirst du den Extremisus nie ausrotten können.
      Bessere Kontrolle wem man Waffen verkauft und wer solche Security Jobs kriegt
      16 3 Melden
    600
  • m:k: 13.06.2016 14:40
    Highlight Natürlich ist der IS froh über Trump und umgekehrt wohl auch. Beide sind Verfechter eines extrem simplen Weltbildes, dass ganz archaisch auf Kampf und Hass ausgerichtet ist. Zum Glück haben wir es teilweise geschafft eine zivilisierte Gesellschaft zu schaffen in der solche Strömungen eigentlich keinen Platz haben sollten. Wir dürfen uns nicht dazu verleiten lassen, diese Zivilisation aufzugeben.
    66 8 Melden
    600
  • glüngi 13.06.2016 14:40
    Highlight Es braucht nur einen Psychopathen für so viel leid.
    Höhlenmenschen die ein drecks Buch als Gesetz nehmen gehören nicht mehr auf diese Welt.

    Ich wünsche den Familien viel Kraft.
    53 7 Melden
    600
  • Calvin WatsNon 13.06.2016 14:34
    Highlight Homophobie scheint allgegenwärtiger zu sein als angenommen.
    Dies in der heutigen Zeit.!
    Himmeltraurig.
    Ist zu hoffen, dass dieses Scheusal nicht allzu viele Nachahmer findet. :(
    47 3 Melden
    • Danyboy 13.06.2016 14:51
      Highlight Leider sind einige von den (internationalen) Leuten, die sich jetzt vordergründig entrüsten, eigentlich mitschuldig an dem wieder zunehmenden Hass gegen Homosexuelle.
      36 1 Melden
    600
  • robben 13.06.2016 13:54
    Highlight den schwulen- und muslimverbänden bietet sich jetzt die chance, ein zeichen der zivilisiertheit zu setzen. stehen wir zusammen!
    57 3 Melden
    • Bene86 13.06.2016 14:08
      Highlight Träum weiter. Das Attentat wird in grösseren Kreisen gefeiert, als du dir vorstellen kannst.
      50 10 Melden
    • TomTurbo 13.06.2016 14:37
      Highlight schwulen- und muslimverbände gemeinsam für die Rechte der Homosexuellen. Das möchte ich sehen!
      39 4 Melden
    • glüngi 13.06.2016 14:41
      Highlight Finde deine Message schön allerdings ziemlich naiv.

      Religion und Gegenwart passen nicht zusammen.
      Ohne die Religionen wäre der Mensch heute besser dran.
      43 13 Melden
    • Stachanowist 13.06.2016 14:46
      Highlight @ playec1992

      Verwirrt dich dann dieses Statement?;)

      http://www.zh.ref.ch/a-z/abisz/homosexualitaet/homosexualitaet
      6 4 Melden
    • robben 13.06.2016 14:49
      Highlight ich sag nur, dass die chance besteht, mehr nicht. siehe artikel: "Ein anderes Motiv: Bislang standen Homosexuellenverbände in den USA und Europa oft auf Seiten von Muslimen. Beide Minderheiten sind von konservativen Kräften lange mit Argwohn und Ablehnung betrachtet worden. Politiker vom rechten Rand der Republikaner etwa, haben sowohl für Muslime als auch für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender wenig übrig. Das einte die muslimische Minderheit und Homosexuelle."
      8 6 Melden
    • glüngi 13.06.2016 15:13
      Highlight @Stachanowist ein einfacher brief macht es auch nicht besser.

      ich bin atheist, ich verstehe so oder so nicht warum man an ein höheres wesen glauben kann und dinge wie die arche für historische tatsache hält.
      18 9 Melden
    • Stachanowist 13.06.2016 15:36
      Highlight @ playec1992

      Ich sehe schon, du hast einfach deine religionsfeindliche Meinung und wenn etwas diesem Weltbild widerspricht, dann ist es "ein einfacher Brief", der es "auch nicht besser macht". Ausblenden, was zu einer Teilrevision der eigenen Meinung führen könnte - das ist das Gegenteil dessen, was ein weltoffener, aufgeklärter Mensch macht.

      Wie es deine Lebensqualität reduziert, wenn Ueli, John, Ibrahim und Vreni an die Arche glauben, würde mich übrigens interessieren.
      11 8 Melden
    • Stachanowist 13.06.2016 15:40
      Highlight @ playec 1992

      Hier noch ein weiterer Link, der für dich sicher nur ein weiterer "einfacher Brief" ist:

      http://www.ref-ag.ch/organisation-personen/synode/PDF_Vorlagen/homosexualitaetKirche.pdf

      In Wahrheit führen aber beide Links zu programmatischen Texten, die nicht einfach Briefli sind, sondern Resultate von Aushandlungsprozessen und Handlungsanweisungen für die Kirchenmitglieder darstellen. Was du machst, ungefähr dasselbe, wie das Parteiprogramm der SVP einen Text zu nennen, "der es auch nicht schlimmer macht". Alles easy also, ist ja nur ein Text.
      10 4 Melden
    • glüngi 13.06.2016 16:29
      Highlight @stachanowist.

      Ich habe kein problem damit das Leute an die Arche glauben. Ich habe ein problem damit wenn «Ueli, John, Ibrahim und Vreni» in einen Schwulenclub gehen und dann im namen ihres Gottes 50 Menschen erschiessen. Ich komme aus Argentinien, dort ist das ganze noch viel schlimmer.

      Dann hat man die Gläubigen die dann sagen «Oh das hat nichts mit unserer Religion zu tun.» Nei weisch, voll nöd...

      Meine Weltoffenheit endet dort wo andere zu schaden kommen.
      12 4 Melden
    • Stachanowist 13.06.2016 16:48
      Highlight @ playec1992

      Supi, dann haben wir ja genau die gleiche Meinung. Sehr schön!
      4 1 Melden
    • cherezo 13.06.2016 16:55
      Highlight Playec man hört ja auch des öfteren dass fanatische Christen Massaker an der Zivilbevölkerung anrichten, molmol :-)
      10 1 Melden
    • glüngi 13.06.2016 17:10
      Highlight @cherezo du bist sehr naiv. mehr kann man dazu nicht sagen.

      schau mal nach afrika.
      4 9 Melden
    • cherezo 13.06.2016 17:21
      Highlight Playec du redest von boko Haram? :-)
      4 3 Melden
    • mauchmark 13.06.2016 17:52
      Highlight @playec1992 was war denn in Afrika? Mir kommt da jetzt auf die schnelle nur die christlichen Anti-Balaka (Zentralafrikanischen Republik) in den Sinn - bei diesem Konflikt gingen aber Angriffe der muslimischen Seleka-Rebellen voraus. Was gibt es sonst noch? Nigeria?
      2 0 Melden
    • glüngi 13.06.2016 19:24
      Highlight @mauchmark @cherezo

      hier habt ihr eine ganze verdammte liste:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Christian_terrorism#Central_African_Republic

      ich könnts auch auf die billige tour machen und einfach kreuzzüge sagen.
      0 4 Melden
    • mauchmark 13.06.2016 19:49
      Highlight Kreuzzüge sind was anderes. Diese Konflikte sind eher einen mix aus Religions- und Bürgerkriegen. Aber manchmal fragt man sich, ob die Afrikaner überhaut einen Grund brauchen um sich gegenseitig zu massakrieren...

      Dein verlinkter Wiki Artikel scheint nicht ganz unumstritten zu sein:
      3 1 Melden
    • E7#9 13.06.2016 19:49
      Highlight @robben: Dass Schwule und Moslems beide von konservativen Kräften ausgegrenzt werden führt wohl nicht zu einen Zusammenschluss. Der Islam und andere Religionen sind gegenüber Schwule selber eine ausgrenzende konservative Kraft. "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" funktioniert in diesem Fall leider nicht.
      3 0 Melden
    • robben 13.06.2016 21:13
      Highlight @e7#9 es ist unwahrscheinlich, nicht unmöglich. aber die zeiten, in denen religiöse schrifttexte wörtlich ausgelegt wurden, sollten nun endlich vorbei sein. die wenigsten westlichen christen glauben heute beispielsweise noch an die bibeltexte. warum auch... es ist zeit, humanismus zu leben!
      2 0 Melden
    • glüngi 13.06.2016 22:49
      Highlight @mauchmark

      Auch noch Rassistisch werden.

      Ich finde es lustig das du ernsthaft glaubst das dass Christentum besser ist als irgend eine andere Religion.

      Letztens ist ein Kind gestorben weil die Familie lieber gebetet hat als es gegen seine Zuckerkrankheit zu behandel. Mit der aussage "nein kreuzzüge sind was anderes" hast du meine aussage mit dem "das hat nichts mit religion zu tun" nur mal wieder bestätigt.

      Danke hierfür
      1 2 Melden
    • mauchmark 14.06.2016 08:25
      Highlight Nicht rassistisch - nur eine traurige Beobachtung...

      "Ich finde es lustig das du ernsthaft glaubst das dass Christentum besser ist als irgend eine andere Religion"
      Wo behaupte oder glaube ich denn so was?

      Zu früh gedankt - so hab ich ja die gegenwärtige Konflikte in Afrika selbst u.a. als Religionskriege bezeichnet. Mich stört lediglich der polemische Umgang mit den mittelalterlichen Kreuzzügen.

      "Die Kreuzzüge seitens des „christlichen Abendlandes“ waren strategisch, religiös und wirtschaftlich motivierte Kriege zwischen 1095/99 und dem 13. Jahrhundert" [Wiki]
      2 0 Melden
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