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Um dieses Affen-Selfie drehte sich ein jahrelanger Rechtsstreit.  Bild: AP/David Slater/Court exhibit provided by PETA

Jetzt gibts Cash für «Naruto» – Zank um Affen-Selfie endlich beigelegt

12.09.17, 04:06 12.09.17, 06:54

Ein langjähriger Gerichtsstreit über die Urheberschaft eines Affen an seinem Selfie ist mit einem Vergleich beigelegt worden. Die Tierrechtsorganisation PETA einigte sich laut eigenen Angaben mit dem britischen Naturfotografen David J. Slater aussergerichtlich.

Slater habe sich bereiterklärt, 25 Prozent seiner künftigen Einnahmen von den Selfie-Bildern gemeinnützigen Organisationen zu stiften, die sich für den Schutz von Naruto und seinen Artgenossen in Indonesien einsetzen, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung. Dieser Gerichtsstreit hätte wichtige Fragen aufgeworfen, die rechtlichen Interessen von «nicht-menschlichen Tieren» auszubauen, teilten beide Parteien mit.

Der Gerichtsprozess hatte den Fotografen total ruiniert. Er konnte sich nicht einmal mehr ein Ticket zum Prozess nach San Francisco leisten. 

Der Streit drehte sich um die Urheberrechte an «Affen-Selfies», die ein Makake auf der indonesischen Insel Sulawesi im Jahr 2011 aufgenommen hatte. Der Affe Naruto drückte damals auf den Auslöser von Slaters Kamera. Im Jahr 2015 klagte PETA im Namen des Affen auf die Rechte an den Bildern. Der Fall wurde in zweiter Instanz vor einem Gericht in San Francisco verhandelt, nachdem die Klage zunächst abgewiesen worden war. (sda/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Nikolai G. 12.09.2017 08:40
    Highlight Schön das die PETA einen Tierfotografen, welche sich häufig indirekt oder direkt für den Naturschutz einsetzen, fertig macht. Das ist siecher sehr zielführend für diese Organisation. PETA ist lächerlich und nicht glaubhaft! Es geht Ihnen nur um Geld
    19 2 Melden
    • DieKeksSissi 12.09.2017 10:51
      Highlight @Nikolai Wieso sollte es i diesem Fall ums Geld gehn? PETA erhält ja nichts so wie ich das verstanden habe, sondern "gemeinnützigen Organisationen ( ..), die sich für den Schutz von Naruto und seinen Artgenossen in Indonesien einsetzen"
      Ich glaube es ging hier mehr darum, ein Umdenken bezüglich der Rechte von Tieren zu erzwingen. Am Fotographen wurde sozusagen ein Exempel statuiert, was natürlich unschön ist für den Betroffenen.
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  • Denk nach 12.09.2017 07:05
    Highlight Das ist aber eine intelligente Nutzung der Spendengelder! Gerichtsfälle gegen Naturfotografen über die copyright von Selfies von Affen helfen den Tieren.... mol sicher!
    59 5 Melden
    • blablup 12.09.2017 08:49
      Highlight Liebe Motzer, ihr denkt zu engstirnig. Kurzfristig hilft es den Tieren nicht, aber vielleicht ist es ein Schritt vorwärts. Die Frage mag philosophisch klingen, aber ist durchaus interessant: Können Tiere orginalität aufweisen und demnach Copyright-Geschützte Kunstwerke erschaffen? Wenn ja, sind sie dann dem Menschen gleichzustellen? Peta hat erfolgreich ein Gericht gezwungen, darüber nachzudenken
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    • satyros 12.09.2017 09:24
      Highlight Dass PETA sich überhaupt anmasst, im Namen dieses Affen zu klagen, finde ich den grössten Witz. Wenn der Affe ein geschütztes Werk schaffen kann, dann soll er auch in eigenem Namen einen Prozess anstrengen.
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  • kettcar #teamhansi 12.09.2017 06:57
    Highlight Mani Matter würde heute wohl singen: Was underscheided d Menschheit vom Schimpans? S isch nid die glatti Huut de fehlend Schwanz. S isch nid d Frog öb zwöi Bei oder vier, s isch die menschlechi Gier.

    PETA hat sich mit diesem Prozess einen Bärendienst erwiesen.
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  • iNo 12.09.2017 06:23
    Highlight Tierschutz ist eine wichtige Sache, aber PETA schiesst leider immer öfter übers Ziel hinaus. Der arme Kerl hat riesiges Glück und kommt durch einen riesigen Zufall an ein geniales Bild. Statt es ihm zu gönnen, geben diese Trottel alles, um zu verhindern, dass der Fotograf durch seine Arbeit Geld verdienen kann. Einfach nur armseelig.
    132 5 Melden
    • hillbilly 12.09.2017 07:24
      Highlight Konsequenterweise müsste PETA nun auch alle Urheber von Katzenvideos verklagen...
      52 7 Melden
    • Theor 12.09.2017 07:32
      Highlight Bei einem Prozess wie diesen geht es PETA aber nicht um die Konsequenz, sondern die Publicity und die Signalwirkung.
      21 4 Melden
    • iNo 12.09.2017 09:07
      Highlight @hillbilly
      Die Katzenvideos haben aber nicht die Katzen selver gemacht

      @Theor
      Was für eine Sigbalwirkung? Dass lan Affen nicht selfies machen lassen soll?

      Das Bild alleine generiert als solches schon genug Aufmerksamkeit für die Belange der Makaken, da muss man nicht so einen Dung ablassen.
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    • satyros 12.09.2017 09:26
      Highlight @Theor: Sag das dem Photographen, der die Konsequenzen des Prozesses ziemlich real zu spüren bekommt und jetzt Pleite ist.
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    • Theor 12.09.2017 10:09
      Highlight Ich mag PETA persönlich nicht und halte ihr Wirkungsgebiet für völlig verfehlt. Aber genauso weiss ich um die endlose Gier des Menschen und würde man konsequenzlos mit solchen Bildern ein Vermögen machen können, würde es nicht lange gehen, bis Primaten, Elefanten und Zebras eingesperrt, gequält und vor Fotomontagen gezerrt werden würden, im Versuch das eine lustige Foto künstlich zu erzeugen, dass sie Reich machen würde.
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    • Theor 12.09.2017 10:09
      Highlight Insofern war die Signalwirkung dieses Prozesses reine Abschreckung und der Fotograf zum Sündenbock degradiert. Nun wissen potentielle Nachahmer, dass man mit dem Geld nicht einfach reich werden kann. Vieleicht hilft das, durchaus Tierleid zu verhindern.
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