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«Harry Potter»-Autorin nimmt bekannten Trump-Fan aufs Korn. Und wie!

Joanne K. Rowling kann den britischen Publizisten Piers Morgan offenbar nicht ausstehen. Jetzt sah sie ihn im Fernsehen – und eröffnete eine Twitter-Schlacht.

12.02.17, 14:17 12.02.17, 14:38

Ein Artikel von

Als Mann des Boulevards legte der britische Journalist Piers Morgan schon in jungen Jahren eine steile Karriere hin. Mit 29 wurde er Chefredakteur der inzwischen eingestellten Zeitung «News of the World». Später wechselte er in gleicher Funktion zum Revolverblatt «Daily Mirror». Dort verlor er seinen Job, nachdem er manipulierte Fotos veröffentlicht hatte. Sie zeigten, wie angeblich britische Soldaten Iraker folterten. Davon stimmte: nichts.

Die weltberühmte Schriftstellerin Joanne K. Rowling («Harry Potter») hegt offenbar bereits seit Längerem einen Groll gegen den 51-Jährigen. Und so reagierte sie prompt, als sie Morgan nun bei der Talkshow «Real Time with Bill Maher» im US-Fernsehen sah. Dort erklärte Morgan, das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot gegen mehrheitlich muslimische Länder sei kein Bann gegen Muslime. Da fuhr ihm Comedian Jim Jefferies über den Mund: «Halt die Fresse!»

Rowling schrieb bei Twitter: «Live im Fernsehen zu sehen, wie Piers Morgan gesagt wird, er solle die Fresse halten, ist genauso befriedigend, wie ich mir das immer vorgestellt hatte.» Rumms.

Eine Schlacht mit Worten nahm ihren Lauf. Der Kommentar von Rowling sei der Grund, weshalb er nie eine Zeile «Harry Potter» gelesen habe, schrieb Morgan. Darauf Rowling: «Sie hatten also eine Vorahnung, dass die Autorin von »Harry Potter« eines Tages lachend zusehen würde, wie Sie für Ihren Blödsinn live im Fernsehen zur Rede gestellt würden?»

Morgan warf Rowling vor, ihre Arroganz sei typisch für Unterstützer der unterlegenen Trump-Rivalin Hillary Clinton. Rowling legte nach: Morgan sei ein Speichellecker von Prominenten, unmoralisch und argumentiere faktenfrei. Genau deshalb mache es ihr Freude, wenn er beschimpft werde.

Rowling verwies auf eine Kolumne, in der Morgan «Harry Potter» zitiert. Das stünde im Widerspruch zu der Aussage, er habe das Werk nie gelesen. Woraufhin Morgan schrieb, sein Sohn sei «Potter-süchtig». «Ich glaube, da habe ich meine erzieherischen Pflichten vernachlässigt.»

screenshot: twitter

Im Laufe des Schlagabtauschs veröffentlichte Morgan ein Profilbild, das ihn neben Trump zeigt, mit dem er befreundet ist. Und er beschwerte sich darüber, für seine Meinung beschimpft zu werden. Das sei «keine Debatte».

(sms)

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Pulo112, 20.12.2016
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  • Zeit_Genosse 13.02.2017 06:06
    Highlight Es ist der neue Sport, sich markig über Twitter in Szene zu setzen und zu hoffen, dass die Medien es aufgreifen. Und weil immer mehr an den Medien vorbeigeht, tun sie das und werden zur sekundären Quelle die auf die Hauptquelle Twitter verweist. Wir müssen ja nicht jeden Tweet lesen, für das ist ja Twitter da.
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  • lilie 12.02.2017 21:16
    Highlight Jo Rowling hat eine spitze Feder, auch auf Twitter. Mit ihr legt man sich besser nicht an, wenn man nicht genau weiss, wo man steht...

    Übrigens: Sie ist mindestens so fleissig auf Twitter wie der Donald (allerdings um Lichtjahre intelligenter) - wenn watson mal eine neue Goldmine sucht für gute Sprüche und unterhaltsame Fights, wäre das sicher eine gute Wahl. ;)
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  • Robson-Rey 12.02.2017 17:51
    Highlight Wie geil! Ich liebe Jim Jefferies "with his liberal agenda". Für mich einer der besten Comedians. Auch weil er kein Blatt vor den Mund nimmt und weil er mit seiner politischen Meinung den Nagel auf den Kopf trifft (und selber auf Grund dessen auch schon am Kopf getroffen wurde). Seine Programme sind schwerstens zu Empfehlen (Netflix).
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  • Namenloses Elend 12.02.2017 17:30
    Highlight Ich finde Trump ja auch unmöglich, aber langsam wirds langweilig mit dem täglichen Trump Bash Artikel hier auf Watson. Wartet doch lieber etwas zu, der Doni liefert bestimmt bald wieder mal eine Steilpassvorlage für jeden Satiriker. Dann lieber nur einen, dafür einen guten Anti-Trump-Artikel. 🙄
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    • Ravel 13.02.2017 00:57
      Highlight Da bin ich massivst anderer Meinung. Wenn einer so viel Scheisse produziert u nd ein so unsägliches, moralisch wertfreies und ethisch höchst fragwürdiges Verhalten an den Tag legt, dann ist es gar das Allerschlimmste sich damit abzufinden, nachzulassen, faul zu werden.
      Es gilt, diesen Missstand, auch in Europa, auch in der Schweiz, jedes einzelne Mal und bei JEDER Fehlleistung anzuprangern, immer und immer wieder. Man darf nicht locker lassen. Und dazu gehört auch, dass man solche intelligenzfreien Speichellecker wie Piers Morgan und ihre Lügen entlarvt.
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  • Informant 12.02.2017 17:29
    Highlight Vielleicht sollte die gute Frau Rowling, welche auf den Al-Qaida Fake Account "Bana Alabed" reingefallen ist, den Mund nicht zu voll nehmen bezüglich "faktenfrei".



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  • SeKu 12.02.2017 15:56
    Highlight Aber dass Jim Jefferies sich absolut undemokratisch verhielt und Rowling das auch noch gut fand, ist ja nur ein unwichtiges Detail...
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    • Duweisches 12.02.2017 17:12
      Highlight Wie sagt man jemandem, der immun gegen Fakten ist, demokratisch die Meinung?
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  • Radiochopf 12.02.2017 15:25
    Highlight Piers Morgan wurde vor allem bekannt durch seinen Einsatz gegen Waffengewalt und seine krassen Interviews mit Waffen-Freunden
    aber das ist ja nur ein unwichtiges Detail...
    13 38 Melden
    • Aged 12.02.2017 17:53
      Highlight .... und deshalb ist er ein Fan von Trump. Toll.
      30 5 Melden
    • Crecas 12.02.2017 17:57
      Highlight Wer genau findet, dass dies ein unwichtiges Detail ist? Niemand. Darum gehts ja im Artikel nicht...
      28 3 Melden
    • Murky 12.02.2017 19:38
      Highlight Die Interviews habe ich gesehen. Die waren recht gut, wenn auch unglaublich absurd. Ich hatte keine Ahnung wer der Interviewer ist.
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