International

Aung San Suu Kyi sagt Reise nach New York zur UNO-Generaldebatte ab

13.09.17, 09:16

Aung San Suu Kyi. Bild: AP/AP

Die faktische Regierungschefin Myanmars, Aung San Suu Kyi, reist nicht wie geplant Mitte September zur Generaldebatte der UNO-Vollversammlung nach New York. Dies teilte ein Regierungssprecher in dem südostasiatischen Land am Mittwoch ohne Angabe von Gründen mit.

Die Friedensnobelpreisträgerin steht international in der Kritik, weil sie zum Vorgehen der Armee gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in ihrem Land schweigt.

Der seit Jahren schwelende Konflikt zwischen Rohingya-Rebellen und Regierungsarmee im Bundesstaat Rakhine war Ende August wieder voll entbrannt. Bei den Kämpfen wurden seitdem hunderte Menschen getötet, nach jüngsten UNO-Angaben vom Dienstag flohen bereits geschätzt rund 370'000 Rohingya ins Nachbarland Bangladesch. Die tatsächliche Zahl könnte demnach aber noch höher sein.

Der UNO-Sicherheitsrat befasst sich am Mittwoch mit der Lage in Myanmar. UNO-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad Al Hussein hatte das Vorgehen von Myanmars Regierung gegen die Rohingya am Montag als «Paradebeispiel für ethnische Säuberungen» bezeichnet.

Dörfer in Burma brennen

46s

Dörfer in Burma brennen

Video: srf/SDA SRF

Indonesien schickte am Mittwoch einen ersten Transport von Hilfsgütern nach Bangladesch, um die Hunderttausenden Flüchtlinge zu unterstützen. Die vier Transport-Flugzeuge brachten insgesamt 34 Tonnen - vor allem Lebensmittel, Zelte und Kleidung.

Präsident Joko Widodo kündigte an, dass kommende Woche ein weiterer Transport folgen werde. Zudem soll Bangladesch, einer der ärmsten Staaten der Region, auch Geld zur Verfügung gestellt werden. Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. (sda/afp/dpa)

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  • Clayton 14.09.2017 19:31
    Highlight Es geht um katastrophale ethnische Säuberungen bei den islamistischen Rohingya. Ich sah Bilder von Kindern die lebendig in Öfen der Buddhisten verbrannt wurden. Vielleicht ist es Propaganda, aber ganz sicher herrscht dort ein Genozid. Nicht umsonst schaltet sich die UNO massiv ein. Bei so was muss die
    2 0 Melden
    • Clayton 14.09.2017 21:58
      Highlight Westliche Presse genauer und mit den Gräueln berichten. Es wird alles so verharmlost und beschönigt. Wir leben nicht in einem Kristallpalast!
      1 0 Melden
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  • M@tt Di11on 13.09.2017 12:58
    Highlight Ich verstehe nicht wo das Problem ist. Es ist doch legitim sich gegen Terroristen zu wehren. Niemand will diese Invasoren haben.
    3 9 Melden
    • Clayton 14.09.2017 21:59
      Highlight So ein Quatsch dein Kommentar. Von Blasen und Tuttut keine Ahnung.
      1 0 Melden
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  • De Shipi 13.09.2017 10:48
    Highlight Vielen Danke Indonesien, wo sind aber unsere arabischen Brüder? Wohl zu beschäftigt das Öl loszuwerden oder hunderte Sportautos zu bestellen...Arabien, das wohl egoistischste Land der Welt...Kohle ohne Ende aber nur für die Königsfamilie, verhungern im eigenen Land während der Scheich nur aus echtem 24k Gold seine verbotenen Speisen isst...
    18 2 Melden
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  • Kommenta(to)r 13.09.2017 09:39
    Highlight Hat sie Angst sie könnte kritisiert werden?

    Heuchelei in Form eines Menschen. Die hätte nie und nimmer frei kommen dürfen - geschweige denn einen Nobelpreis erhalten.
    8 5 Melden
    • karl_e 13.09.2017 11:20
      Highlight ich hab dir einen Blitz geschenkt, auch wenn ich dir in Sachen Nobelpreis zustimme. Wobei das Friedensnobelpreis-Komitee schon ein etliche fragwürdige Gestalten geehrt hat: Kissinger, Begin, Sadat, Arafat, Perez und, etwas zu voreilig, Obama.
      10 2 Melden
    • sentir 13.09.2017 12:06
      Highlight Sie ist zwar die Regierungschefin, aber das Sagen haben die Militärs.
      Wenn sie aussteigt kann sie gar nichts mehr ändern.
      Das hat nichts mit Heuchelei zu tun. Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken.
      3 4 Melden
    • Scott 13.09.2017 13:54
      Highlight Weshalb sollte sie die für ihr Volk erkämpfte Freiheit wegen muslimischen Terroristen aufs Spiel setzen?

      Chapeau vor San Suu Kyi, die re(a)giert aus eigener Erfahrung!
      2 9 Melden
    • Clayton 14.09.2017 19:27
      Highlight Auch zu voreilig: Mandela...☹️
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Der Präsident des Irans kontert Trumps Kritik – und zwar so richtig

Irans Präsident Hassan Ruhani hat die scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump gegen die Islamische Republik mit deutlichen Worten gekontert. Dessen Rede vor der UNO vom Vortag sei «ignorant, absurd und abscheulich».

Die USA hätten Milliarden für Frieden und Stabilität im Nahen Osten ausgegeben, sagte Ruhani am Mittwoch in seiner Rede bei der UNO-Generaldebatte in New York. Gebracht habe das in der Region aber nur «Krieg, Elend, Armut und den Aufstieg von Terrorismus und Extremismus».

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