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Manchmal greift Trump auch Länder an – wie beispielsweise China. bild: keystone | montage: watson

Soll Twitter Donald Trump sperren?

Nach der Debatte um Fake News werden die Rufe lauter, den Account des designierten US-Präsidenten zu sperren.

03.01.17, 19:29 04.01.17, 06:33

adrian lobe

Vor wenigen Wochen lud Donald Trump die führenden Tech-Bosse aus dem Silicon Valley in seinen Tower ein: Apple-Chef Tim Cook, Alphabet-CEO Eric Schmidt, Amazon-Gründer Jeff Bezos und Facebook-Vorstand Sheryl Sandberg. Einer jedoch fehlte in der Runde: Twitter-Chef Jack Dorsey. Und das, obwohl der Kurznachrichtendienst im Wahlkampf eine zentrale Rolle spielte. Unter Trumps Twitter-Gefolgschaft (Follower-Zahl: 17,7 Millionen) befinden sich rund ein Drittel Bots, automatisierte Skripte, die unablässig teilen und retweeten. Diese Meinungsroboter sorgten dafür, dass nach der ersten Fernsehdebatte der Hashtag «TrumpWon» zum Trending Topic in den USA auf Twitter avancierte und ein Gegennarrativ zur medialen Erzählung konstruiert wurde, wonach Clinton das Duell gewonnen habe.

Facebook-Vorstand Sheryl Sandberg, designierter Vize-Präsident Mike Pence, Donald Trump, Pay-Pal-Gründer Peter Thiel und Apple-CEO Tim Cook.  Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Auch nach seinem Wahlsieg machte Trump auf Twitter kräftig Stimmung – der Kurznachrichtendienst ist das Sprachrohr des president elect. Mitten in der Nacht setzt der Immobilienmilliardär, der nach eigenen Angaben mit nur vier Stunden Schlaf auskommt, Mitteilungen ab, auf die sich am nächsten Morgen begierig die Medien stürzen. Am 6. Dezember um 5.52 Uhr morgens twitterte Trump:

«Boeing baut eine brandneue 747 Air Force One für künftige Präsidenten, aber die Kosten sind ausser Kontrolle, mehr als vier Milliarden Dollar. Bestellung canceln!»

Nach 10 Sekunden begann der Aktienkurs im freien Fall zu sinken. Trump kann mit einem Tweet Aktienkurse auf Talfahrt schicken. Das macht mittlerweile nicht nur seine politischen Gegner, sondern auch Unternehmen unruhig.

Twitter-Chef Dorsey äusserte sich über seinen Edelnutzer ambivalent. Das Verhältnis sei «kompliziert», sagte er auf einer Konferenz in San Francisco. «Dass der gewählte Präsident unseren Dienst als direkte Kommunikationsform benutzt, zeigt und ermöglicht es jedem zu sehen, was in seinem Kopf vorgeht. Das ist faszinierend», erklärte Dorsey. Doch nicht jeder ist über den prominenten Nutzer begeistert. Trump hat sich in seinen Tweets wiederholt abfällig über mexikanische Migranten und andere Minderheiten geäussert. Die «Washington Post» rief in einem Leitartikel dazu auf, Donald Trump von Twitter zu verbannen. Die Grenzen der Meinungsfreiheit gelten auch für den gewählten Präsidenten.

«An alle meine Twitter-Freunde: Was haben wir nur gebaut?»

Ben Matasar

Twitter gerät zunehmend unter Druck, nicht zuletzt, nachdem sich ehemalige Mitarbeiter kritisch in der Öffentlichkeit über die Rolle des Konzerns geäussert hatten. Der ehemalige Softwareingenieur Ben Matasar twitterte am Tag nach der Wahl: «An alle meine Twitter-Freunde: Was haben wir nur gebaut?» Auch bei Facebook gab es intern Überlegungen, Trumps Kommentare als «hate speech» zu klassifizieren. Inzwischen haben fast 55'000 Leute eine Online-Petition unterschrieben, die Twitter dazu auffordert, Donald Trumps Account zu löschen.

screenshot: thepetitionsite

In einer Zeit, wo über Twitter Fake-News verbreitet werden und das Fundament der Demokratie unterminieren, kommt dem Kurznachrichtendienst, den Manager Tony Wang 2012 noch zum «freien Rede-Arm der freien Meinungspartei» stilisierte, eine besondere Verantwortung zu. Ein Sprecher des Unternehmens betonte, dass Profile, die gegen die Nutzungsregeln verstiessen, gesperrt würden. Diese Regeln gelten für alle Accounts, also auch für den von Donald Trump. In den Twitter-Regeln heisst es:

«Wir glauben an die Redefreiheit und daran, mutig seine Meinung zu sagen, doch diese zugrundeliegende Philosophie bedeutet wenig, wenn Stimmen verstummen und Menschen Angst haben, sich zu äussern.»

Als Sperrgrund wird unter anderem auch «Hass schürendes Verhalten» genannt:

«Sie dürfen keine Gewalt gegen andere Personen fördern, sie direkt angreifen oder ihnen drohen, wenn diese Äusserungen aufgrund von Rasse, ethnischer Zugehörigkeit, nationaler Herkunft, sexueller Orientierung, Geschlecht, Geschlechtsidentität, religiöser Zugehörigkeit, Alter, Behinderung oder Krankheit erfolgen. Wir erlauben auch keine Accounts, deren Hauptziel darin besteht, basierend auf diesen Kategorien, Schaden gegen andere anzustiften.»

Trumps Einlassungen dürften sich nach strenger Auslegung darunter subsumieren lassen.

Was er sich dabei wohl denkt? Whatever! gif: giphy

Zwar hätte Twitter als privates Unternehmen, das nicht an das First Amendment gebunden ist, das Recht, Trumps offiziellen Account zu sperren, doch würde der Konzern es wohl nicht wagen, dem Präsidenten und mächtigsten Mann der Welt kurzerhand den Stecker zu ziehen. Das würde einen riesigen Aufschrei bei Trumps Anhängerschaft provozieren. Der Konzern kämpft seit Monaten mit roten Zahlen und stagnierenden Nutzerzahlen. Einen Edelnutzer verprellt man nicht. Auch wenn dessen Botschaften zuweilen unerträglich sind.

Umfrage

Soll Twitter bei Donald Trump härter durchgreifen und seinen Account sperren, wenn er die Richtlinien bricht?

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1,979 Votes zu: Soll Twitter bei Donald Trump härter durchgreifen und seinen Account sperren, wenn er die Richtlinien bricht?

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Micha-CH, 16.12.2016
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56 Kommentare anzeigen
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  • Gelöschter Benutzer 04.01.2017 18:08
    Highlight Schon unterhaltsam da wird von einigen "besonders demokratischen" Mitbürgern die Zensur eines künftigen Präsidenten gefordert.
    Der Präsident der mit seinem gezwitschere überhaupt erst bekannt wurde und diesen Trend überhaupt erst eingeleitet hat, war der Friedensnobelpreiswitzbold, aber da fandens die überdemokratischen Heulsusen super toll, modern und cool... Wie dumm :(
    7 4 Melden
    600
  • ElendesPack 04.01.2017 11:58
    Highlight Es ist ganz wichtig, allen Leuten, die eine andere als eine linksliberale Meinung vertreten, den Zugang zu allen Kommunikationsplattformen zu verwehren. Meinungsfreiheit darf sich selbstverständlich nur auf den schmalen Korridor des Linksliberalismus erstrecken.
    Mit freundlichen Grüssen,
    Ihr Wahrheitsministerium
    23 12 Melden
    • Alex_Steiner 04.01.2017 14:35
      Highlight Meinungsfreiheit bedeutet nicht zugriff auf Twitter zu haben.
      1 10 Melden
    • Kastigator 04.01.2017 15:17
      Highlight Tja. Versuch mal, auf der SVP-Facebook-Seite oder im Forum der "Weltwoche" einen andersdenkenden Kommentar zu platzieren.
      Hör doch mit dem peinlichen Gejammere auf.
      5 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.01.2017 18:09
      Highlight @Kastigator: Les extremes se touchent, das ist aber nichts neues
      2 3 Melden
    600
  • tt-g_12 04.01.2017 10:11
    Highlight Witziger Zufall das bei einem Beitrag über Trumpf die Werbung des Kinofilmes "The Great Wall" gezeigt wird ;)
    9 2 Melden
    600
  • Focke 04.01.2017 09:00
    Highlight Auch wenn ich kein Trump Fan bin, so soll er auf den Onlineplattformen schreiben dürfen, denn das ist Meinungsfreiheit und wer weiss vielleicht bemerken dann auch noch ein paar mehr was für ein Halunke der ist oder tweeted sich aus dem Amt. 😃
    21 2 Melden
    600
  • Awesomeusername 04.01.2017 02:56
    Highlight Wenn man ja schon weiss das es so viele Bots gibt, wieso sperrt man dann nicht als erstes diese Bots? Ist dies technisch so schwierig zu erkennen oder wieso lässt man die zu?
    25 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.01.2017 18:10
      Highlight Dann wäre das Twitter Geschäftsmodel ja endgültig am A***** und die Stars mit ihren "Millionen-Followern" hätten ihre teuer eingekauften Bot-Followers wieder verloren...?
      4 0 Melden
    600
  • zwan33 04.01.2017 01:46
    Highlight Soll Trump Twitter sperren? :-P
    27 1 Melden
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  • Basswow 04.01.2017 00:41
    Highlight Wenn der nur 4 Stunden schläft wenn er denn Präsident ist geht's eh nicht allzu lange.
    Die Jungs altern bei dem Job rasant und er ist nicht mehr der jüngste.
    Dann erübrigt sich das mit dem twittern...
    26 9 Melden
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  • Sapere Aude 04.01.2017 00:22
    Highlight Die Sperrung von Trumps Account wäre reine Symptombekämpfung. Ausserdem ist Trump nicht die einzige Unwahrheitsdreckschleuder, insofern setzt Twitter die eigenen Regeln wohl nicht konsequent um.
    25 2 Melden
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  • His Dudeness 03.01.2017 23:41
    Highlight #Impeachment
    7 9 Melden
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  • maettu 03.01.2017 23:39
    Highlight Meiner Meinung nach würde sich Twitter mit der Sperrung von Trumps Account das eigene Grab schaufeln. Ich will mir den riesigen Shitstorm gar nicht vorstellen, welcher bei einer Sperrung ausgelöst würde. Viel mehr muss Twitter die (erstzunehmenden) Probleme der Fake News und der Bots angehen, um sicherzustellen, dass alle gleich lange Spiesse haben.
    36 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.01.2017 18:13
      Highlight Twitter schaufelt schon seit Monaten am eigenen Grab rum durch Zensur und Manipulation von Trends. Alternativen gibts zur genüge und die "early adapters" sind schon weg, oder schauen sich um.
      Die träge, nachlaufende Masse hat halt noch eine Weile bis sie es bemerkt :)
      1 2 Melden
    600
  • Donalf 03.01.2017 23:36
    Highlight Dass Twitter es ermöglicht, dass jeder, auch Trump Unwahrheiten verbreitet ist das Eine, das Andere, und das ist noch viel schlimmer die Leser glauben es noch. Dass Trump von Diplomatie sehr wenig Ahnung hat zeigt sich immer mehr. Der Mann als US- Präsident, eine Schande für Amerika und eine Gefahr für die Weltwirtschaft.
    20 21 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.01.2017 18:14
      Highlight "Diplomatie ist die Kunst, jemanden in so netter und charmanter Weise zu sagen, daß er zur Hölle gehen soll, daß der Angesprochene sich sogar auf die Reise freut." - wüsste jetzt nicht wo darin der entscheidende Unterscheid zu einer profanen Lüge sein soll...
      0 2 Melden
    600
  • X23 03.01.2017 23:17
    Highlight Es gibt weit schlimmeres auf Twitter als Trump.

    Jemanden zu sperren, nur weil andere Meinungen vertreten werden ist lächerlich.
    38 17 Melden
    600
  • kleiner_Schurke 03.01.2017 23:16
    Highlight Zum Thema Fake News. 05:52 twitterte Trump die Boeing Sache und 10 Sekunden später ginge der Aktienkurs von Boeing in den freine Fall über. War das so?

    Die Börse in New York öffnet um 09:30, vorher werden keine Aktien gehandelt (allenfalls vorbörslich), die Börse in Tokio ist schon zu, denn dort ist es 20:00. Die Boeing Aktien könnte also allenfalls in London (11:00) oder Zürich und Frankfurt (12:00) eingebrochen sein. Vom 2.12. bis 9.12. war der Kurs von Boeing an der Börse in Zürich konstant 154, 4 Fr., an der Börse von Frankfurt stieg der Kurs von 140.6 am 6.12. auf 148.1 Euro am 9.12.
    51 3 Melden
    600
  • kleiner_Schurke 03.01.2017 23:16
    Highlight An der Londoner Börse wird Boeing seit 2014 nicht mehr gehandelt. Wo also brach der Aktienkurs von Boeing im feien Fall ein? An der NYSE nach 09:30? Dort stieg der Kurs vom 6.12. von 152.2$ am 6.12 auf 157$ am 12.12. Das Trump die Börsenkurse von Boeing am 6.12.2016 in den freien Fall katapultiert hat, hält keiner Überprüfung stand und ist schlicht falsch, ja frei erfunden. https://www.google.ch/#q=Boeing+NYSE Fake News in reinster Kultur.
    65 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.01.2017 14:50
      Highlight Danke für einen mal brauchbaren, hinterfragenden und der Wahrheit auf den Grund gehenden Kommentar🙏🏻

      Wer sich tiefer mit Wahrheit, Hinterfragen, sinvolle Dialoge anschieben und Medienkompetenz beschäftigen möchte, dies jenseits des "Copy-Paste" Journalismus, der sei herzlich eingeladen: Dr. Daniele Ganser - zum Googeln im Browser ihres Vertrauens.
      6 1 Melden
    600
  • Zeit_Genosse 03.01.2017 22:35
    Highlight Von der Emailaffäre zur Twitterkrise... über FakeNews zu Filterbubbles... Trumps nutzt und ignoriert die Medien nach belieben und sticht alle GegnerInnen aus.
    22 3 Melden
    600
  • Firefly 03.01.2017 22:30
    Highlight Das schockierende ist nicht was er twittert, das schockierende ist, dass so ein twitter Clown mehr Aufmerksamkeit und Stimmen bekommt als ein vernünftiger und anständiger Mensch.
    26 22 Melden
    600
  • Psychonaut1934 03.01.2017 22:28
    Highlight Ja nicht sperren, ich würde seine Gehirnfürze vermissen.
    7 15 Melden
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  • chrach 03.01.2017 22:15
    Highlight Interessante Analyse zu Trumps Tweets:
    7 7 Melden
    600
  • iNDone 03.01.2017 22:13
    Highlight Dass mal dieser Trump Twitter sperren lässt?
    7 4 Melden
    600
  • Zäme! 03.01.2017 22:04
    Highlight Ich mag ihn nicht.

    Aber ihn sperren? Kindergarten hoch 10.
    60 6 Melden
    600
  • strudel 03.01.2017 22:01
    Highlight Alle sperren die nicht meiner meinung sind. Danke!
    65 6 Melden
    600
  • Redly 03.01.2017 21:36
    Highlight Schon mal etwas von Meinungsfreiheit gehört?
    Eines der wichtigsten Rechte in einer freien Welt.
    Sperren? So eine schwache Idee kann nur jemand haben, der meint seine eigene Meinung sei die einzig gültige.
    56 16 Melden
    • mrmikech 03.01.2017 23:19
      Highlight Meinungsfreiheit gilt nicht wenn's um hass, racismus oder sexismus geht.... oder soll das auch alles erlaubt sein?
      16 19 Melden
    • was ist das für 1 life 04.01.2017 06:14
      Highlight Ja, sonst von Meinungsfreiheit zu faseln ist heuchlerisch.
      13 0 Melden
    • Redly 04.01.2017 08:07
      Highlight @mrmikch
      Ja, gilt auch dann. Sonst kann ich sagen, dass Deine Meinung/Kommentar schon 'Hass' gewesen sei und sie würde weg zensuriert.
      Meinungsfreiheit sollte nur durch den Aufruf zur Strafrat begrenzt sein.
      10 1 Melden
    600
  • dnsd 03.01.2017 20:59
    Highlight Linke und ihre Auslegung der Redefreiheit zu 🙈
    69 53 Melden
    • Walter Sahli 03.01.2017 23:04
      Highlight 140 Zeichen bezeichnest Du als Rede?

      Naja, bei jedem ist die Aufnahmefähigkeit unterschiedlich gross...
      14 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.01.2017 18:19
      Highlight @Sahli: Ihr pseudolinken pseudoliberalen die sich für keine Verdrehung zu dumm sind, geht mir ernsthaft auf den Keks.

      Einfach mal so tun als ginge es um die Anzahl Zeichen und nicht um die Einschränkung der Reichweite und somit Zensur.
      Aber es ist langsam evident: Für Leute wie dich heiligt der Zweck JEDES mittel (so weit waren wir schon mal...)
      5 1 Melden
    600
  • seventhinkingsteps 03.01.2017 20:44
    Highlight Das Beste was dann passieren könnte ist, dass die ganzen Trump Fans Twitter boykottieren. Das Schlimmste eine DDOS Attacke oder einen Hack von 4chan organisiert. Bevor sie Trump sperren, könnten sie aber die russischen Bot-Accounts sperren, die für Trump Werbung machen. Oder all die echten, offenen Rassisten. Oder radikale Islamisten und IS-Sympathisanten. Aber dort will man ja den Geheimdiensten die Info-Quelle nicht abdrehen.

    Grundsätzlich: Nein, vielleicht kommt Trump auf keine dümmere Ideen wenn er dauernd tweeten muss. Und man kann ihn offen kritisieren.
    38 12 Melden
    600
  • Majoras Maske 03.01.2017 20:44
    Highlight Das ist ja auch etwas der Kulturwandel zwischen Internet 1.0 und 2.0. Früher dominierten noch unzählige kleine Foren, deren Administratoren und Moderatoren an nationales Recht und Moral gebunden waren und die deshalb auch bindende Regeln wie "Keine Diskriminierungen, Beleidigungen oder Herabwürdigungen" mit Sanktionen und Bannungen durchsetzten. Aber heute läuft alles über globale und profitgeile Plattformen, deren einzige Regel "keine nackten Brüste!" lautet und wo auch nur automatisierende Programme sich darum kümmern. Ein Zurück scheint kaum noch möglich...
    36 7 Melden
    600
  • Aged 03.01.2017 20:36
    Highlight Ob er dann einfach faxen würde?
    29 8 Melden
    • Tomlate 03.01.2017 23:20
      Highlight Na, Faxen macht er auf jeden Fall.
      12 3 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 03.01.2017 20:34
    Highlight Bitte nicht sperren. Sondern intelligent kontern.
    23 11 Melden
    • walsi 03.01.2017 23:09
      Highlight Das ist das Problem, seine Gegner können nicht kontern weil sie wissen, dass er recht hat. Das kann man aber nicht zugeben. ;-)
      10 33 Melden
    600
  • Süffu 03.01.2017 20:28
    Highlight Ich denke der Account von Trump ist die radikalisierte KI, die Microsoft aufs Netz losgelassen hat, die unbemerkt ausgebüxt ist..
    30 8 Melden
    600
  • Beobachter24 03.01.2017 20:22
    Highlight Ah! Grossartig!
    Dem zukünftigen POTUS seine Tweets zensurieren?
    Und wer hatte wieder mal die Idee? Die grossartige WaPo.

    Kleiner Tip, warum Trump u.a. so gerne twittert:
    Tweets werden - zumindest bisher - immer 1:1 wiedergegeben.
    Falsch-Zitate, „Interpretationen“, „freie Übersetzungen" und Unterstellungen ausgeschlossen.

    Ich fand Twitter schon immer „bescheuert“, tue es immer noch, aber ich gönne Trump diesen direkten, unverfälschten Kanal.
    46 26 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.01.2017 18:21
      Highlight Der Witz ist ja dass das Weisse Haus eine Website hat, Trump und auch seine Vorgänger alle eine persönliche.
      Könnte man alle mit einem Klick aufrufen, sind auch nicht geheim.
      Aber der durchschnittliche Internetnutzer ist zu dumm die wahren Freiheiten des Internets zu nutzen und blöd genug sich dann Datenkraken wie Twitter an den Hals zu werfen, sich von diesen abhängig zu machen. (gilt natürlich auch für FB usw...)
      1 1 Melden
    600
  • Mnemonic 03.01.2017 20:10
    Highlight JA BITTE. ...
    25 50 Melden
    600
  • TanookiStormtrooper 03.01.2017 20:09
    Highlight Wenn die "Sozialen" Medien wirksam gegen Hasskommentare und Fake-News vorgehen wollen, wäre das sperren von Trump schonmal ein sehr grosser und wichtiger Schritt. Analog zu anderen verrückten Diktatoren wird er dann wohl einfach deren Seiten sperren lassen.
    31 40 Melden
    • wasylon 03.01.2017 22:02
      Highlight @TanookiStormtrooper definiere doch mal den Begriff "Hasskommentare".
      16 10 Melden
    • mrmikech 03.01.2017 23:24
      Highlight @wasylon: "mexicans are rapists"... so etwas zum beispiel?
      9 4 Melden
    • supremewash 03.01.2017 23:39
      Highlight Ist es nicht besser, Trumps Ansichten ungefiltert zu Gesicht zu bekommen?
      Man kann sie gut finden oder schlecht. Aber transparent ist's alleweil.
      12 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 03.01.2017 23:44
      Highlight ... Analog zu anderen verrückten Diktatoren wird er dann wohl einfach deren Seiten sperren lassen ...

      Demokratisch gewählt, noch nicht im Amt ... und schon ein verrückter Diktator.

      Schindluderei an der Semantik.
      16 3 Melden
    • wasylon 04.01.2017 00:49
      Highlight @mrmikech ok das geht für mich unter Art. 261 der Rassismus-Strafnorm und ist heute schon verboten.
      Hasskommentare ist ein schwammiger Begriff für den wohl jeder selber seine eigene Definition hat.
      Man kann auch zwei- oder mehrdeutig Schreiben. Für den einen ist es je nach Sichtweise eine "Kritische Äusserung" für den andern ein "Hasskommentar".
      6 3 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 03.01.2017 20:06
    Highlight "Die Grenzen der Meinungsfreiheit gelten auch für den gewählten Präsidenten."

    Nicht vergessen, in den USA ist die Meinungsfreiheit nicht so bedingt, wie in der Schweiz. Donald Trump sagt zwar vieles, was man als "nicht wirklich nett" einstufen kann. Aber er hat sich bisher noch nicht strafbar getwittert. Eine Sperrung seitens Twitter wäre folglich sehr dubios.
    72 12 Melden
    • satyros 03.01.2017 21:16
      Highlight Damit ihn ein privates Unternehmen von der Nutzung einer Dienstleistung ausschliessen kann, muss kein strafbares Verhalten vorliegen. Wie bei allen Grundrechten gilt: Diese gelten zwischen Staat und Bürger, nicht zwischen Bürgern unter sich.
      22 17 Melden
    600
  • Rendel 03.01.2017 19:52
    Highlight Trump soll behandelt werden, wie alle andern User auch.
    78 5 Melden
    600
  • Wilhelm Dingo 03.01.2017 19:44
    Highlight Was für eine schwachsinnige Fragestellung. Trump ist gewählter Präsident der USA, auch wenn er ein Löli ist.
    50 16 Melden
    600
  • blobb 03.01.2017 19:36
    Highlight hmmm, prinzipell bin ja dafür, aber glaube das würde arg nach hinten losgehen.
    38 13 Melden
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«Habe niemanden bestohlen» – Schweizer Fluchthelferin holt zum Rundumschlag aus

Lisa Bosia Mirra half im September 2016 Flüchtlingen, in die Schweiz einzureisen. Seither blieb es still um die Tessiner SP-Grossrätin. Nachdem sie zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse verurteilt wurde, verteidigt sie sich nun zum ersten Mal öffentlich. Sie bereut ihre Taten nicht.

Als Lisa Bosia Mirra im September 2016 verhaftet wurde, ging ein kleiner Aufschrei durch die Schweiz. Die Tessiner SP-Grossrätin wurde dabei erwischt, wie sie Flüchtlinge vom italienischen Como mit dem Auto über die Schweizer Grenze bringen wollte. Von vielen Seiten wurde Bosia Mirra für ihren Mut gelobt, von anderen als kriminelle Schlepperin verschrien. Bosia Mirra selbst schwieg und sass die Schlagzeilen aus. 

Mitte April wurde sie zu einer bedingten Geldstrafe von 80 Tagessätzen und …

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