International

Trump-Unterstützer: «Wenn man nichts tut, wird es an jeder Ecke Taco-Imbisswagen geben»

03.09.16, 04:08 03.09.16, 06:31

Mit einer Äusserung zu einer angeblichen neuen Bedrohung für die USA hat der Anführer einer Unterstützergruppe für den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump Spott im Internet ausgelöst. Es geht um ein mexikanisches Gericht.

Sollten die USA die Einwanderung nicht stärker bekämpfen, drohe schlimmes Ungemach, schilderte Marco Gutierrez von der Gruppe Latinos for Trump dem Sender MSNBC - eine Invasion mexikanischer Imbisswagen.

#TacoTrucksOnEveryCorner

«Meine Kultur ist eine sehr dominante Kultur. Sie setzt sich durch, und das schafft Probleme. Wenn man nichts dagegen tut, wird es an jeder Ecke Taco-Imbisswagen geben», sagte Gutierrez mit Blick auf das beliebte mexikanische Gericht.

In den sozialen Netzwerken im Internet stiess seine ernst gemeinte Warnung am Freitag auf Heiterkeit. «Ein Hühnchen in jedem Kochtopf, ein Auto in jeder Garage & #TacoTrucksOnEveryCorner» schrieb der Komiker und Schauspieler Orlando Jones.

Herrlich bescheuert: #PostATrumpSelfie

Ein anderer Internet-Nutzer veröffentlichte ein Foto von einem Taco: «Wenn das hier schlecht ist, dann will ich nicht gut sein. #ImWithHer», schrieb er unter Verwendung des Wahlkampfslogans von Trumps demokratischer Rivalin Hillary Clinton.

Immer wieder Tacos

Es ist nicht das erste Mal, dass Tacos eine Rolle im US-Präsidentschaftswahlkampf spielen. Im Mai hatte Donald Trump aus Anlass eines mexikanischen Feiertags ein Foto von sich veröffentlicht, das ihm beim Verzehr eines Taco-Salats - einer US-Erfindung - zeigt.

«Die besten Taco-Bowls gibt es im Trump Tower Grill. Ich liebe die Hispanics!» schrieb er dazu. Gegner kritisierten dies als Versuch, sich bei den Latinos unter der US-Wählerschaft anzubiedern.

Der rechtspopulistische Immobilienmilliardär Trump hatte im Wahlkampf immer wieder mit anti-mexikanischer Rhetorik und als rassistisch empfundenen Äusserungen Stimmung zu machen versucht. Unter anderem sorgte er für Empörung, als er mexikanische Einwanderer pauschal als «Drogendealer» und «Vergewaltiger» schmähte.

(sda/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • äti 03.09.2016 14:31
    Highlight Lieber als drei Trumpdogs auf der Welt.
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  • DailyGuy 03.09.2016 12:26
    Highlight Tacowagen? TACOWAGEN?!!!? Wieso nur!?! Nein aber im Ernst, ich finds ja lustig, dass die Amis Angst haben, die mexikanischen Kultur würde auf die USA überschwappen.
    Wohl aus der Angst, dass sie dann endlich eine Kultur hätten...
    25 1 Melden
    • Prof.Farnsworth 03.09.2016 13:41
      Highlight aaaah see what you did there 😏
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  • Olaf! 03.09.2016 11:56
    Highlight Wenn sie denn wirklich zu viele hätten, nehmen wir gerne ein paar Taco Stände zu uns ❤️
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  • Pokus 03.09.2016 09:40
    Highlight Nur hier nicht 😭
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  • Mr. Kr 03.09.2016 08:19
    Highlight Tacos sind extrem gefährlich! Hier der Videobeweis.

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  • Baba 03.09.2016 08:12
    Highlight Es war übrigens nicht einfach "ein mexikanischer Feiertag" - es war der mexikanische Nationalfeiertag - "Cinco de Mayo", an dem DT aufgefallen ist, dass er die "Hispanics" doch liebt...

    DT und seine Anhänger, die haben doch einen an der Waffel (oder doch eher am Taco?)
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    • c0rnfl4ke 03.09.2016 09:49
      Highlight Cinco de Mayo ist nicht der mexikanische Nationalfeiertag. Überhaupt, in Mexiko ist das etwa das Pendant zu einem katholischen Feiertag in der Schweiz.
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    • Baba 03.09.2016 10:51
      Highlight c0rnfl4ke, I stand corrected, habe den Cinco de Mayo wirklich immer für den Nationalfeiertag gehalten... Wieder was gelernt, messi 😊
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Der Präsident des Irans kontert Trumps Kritik – und zwar so richtig

Irans Präsident Hassan Ruhani hat die scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump gegen die Islamische Republik mit deutlichen Worten gekontert. Dessen Rede vor der UNO vom Vortag sei «ignorant, absurd und abscheulich».

Die USA hätten Milliarden für Frieden und Stabilität im Nahen Osten ausgegeben, sagte Ruhani am Mittwoch in seiner Rede bei der UNO-Generaldebatte in New York. Gebracht habe das in der Region aber nur «Krieg, Elend, Armut und den Aufstieg von Terrorismus und Extremismus».

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