International

Oberster US-Gerichtshof stoppt geplante Hinrichtungen in Arkansas

18.04.17, 13:52 18.04.17, 14:25

Der Oberste US-Gerichtshof hat eine geplante Hinrichtungswelle in Arkansas vorerst gestoppt. Das Gericht hindert damit den südlichen Bundesstaat an Hinrichtungen vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums eines bei der Giftinjektion verwendeten, umstrittenen Narkosemittels.

Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, wollte bis Ende April eigentlich acht Häftlinge hinrichten lassen, weil das Haltbarkeitsdatum des bei Giftinjektionen verwendeten Mittels Midazolam Ende des Monats abläuft.

Hutchinson hatte deshalb per Dekret die grösste Hinrichtungswelle in den USA seit 40 Jahren angeordnet: Von Montag an sollten binnen zehn Tagen acht Todesurteile vollstreckt werden. Das Vorhaben sorgte weltweit für Kritik und Proteste.

Zwei Männer, darunter Don Davis, sollten am Montag als erste durch die Giftspritze sterben. Am Samstag setzte eine US-Bundesrichterin die geplanten Hinrichtungen jedoch aus. Am Montag kippte das zuständige Berufungsgericht ihre Entscheidung.

Noch am selben Tag stoppte das Oberste Gericht in Arkansas die Hinrichtungen dann wieder. Die Generalstaatsanwältin von Arkansas, Leslie Rutledge, wandte sich daraufhin an den Obersten Gerichtshof der USA. Sie forderte, zumindest an Davis' Hinrichtung festzuhalten.

Der Supreme Court in Washington verhinderte mit seiner Entscheidung aber die Hinrichtung von Davis. Dieser hatte bereits seine letzte Mahlzeit eingenommen, als das Oberste Gericht die Aussetzung der Exekution bestätigte, wie der US-Sender CNN berichtete. Gründe für ihre Entscheidung gaben die obersten Richter nicht bekannt.

Enttäuschte Chefanklägerin

Generalstaatsanwältin Rutledge zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung des Supreme Court: «Die Familien haben schon zu lange auf Gerechtigkeit gewartet, und ich werde damit fortfahren, dies zu meiner Priorität zu machen», twitterte die Generalstaatsanwältin. Die geplante Serie von Hinrichtungen in Arkansas hatte heftige Proteste und auch international Empörung ausgelöst.

In den USA werden die tödlichen Substanzen für die Giftspritzen knapp, weil sich viele europäische Pharmafirmen weigern, den US-Behörden Nachschub zu liefern. Midazolam steht bereits seit langem in der Kritik, weil es offenbar nicht stark genug ist, um Schmerzen der Todeskandidaten zu vermeiden. Deshalb müssten die Todeskandidaten qualvoll sterben. (sda/afp/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Ich habe mein Zuhause mit einer Videokamera überwacht – ein Erfahrungsbericht

Fail, aber geil: 40 der lustigsten Photobombs, seit es das Internet gibt

Kein Laptop-Verbot für Handgepäck aus der EU

Schwingerkönig Glarner: «Hatte sehr viel Glück!»

«Lies!» – Koran-Verteilaktion in Zürich abgeblasen

Cyber-Attacke weitet sich aus

#ShitHappens! MMA-Kämpferin macht den Ring voll – und reagiert danach grandios

Eine Moschee für Schwule und unverhüllte Frauen? So liberal sind Schweizer Islam-Vertreter

13 Fun Facts über die kleinsten Staaten der Welt

«Qualifying offer» von Minnesota – Niederreiter erhält Angebot zur Vertragsverlängerung

Politologe: «Die SVP will mit der Kündigungs-Initiative gar nicht unbedingt gewinnen»

FIFA-Bericht enthüllt, wie Millionen bei einer 10-Jährigen landeten

Goalie hält dicht: Chile im Final des Confed Cup

Wie sieht Eminem eigentlich gerade aus? «Sexy as fuck», sagen die einen ...

Grossbritanniens Regierung steht: May unterzeichnet Abkommen mit DUP

Loeb greift an: Diese 4 Dinge musst du über die Nestlé-Heuschrecke wissen

So schön feiert die Fussball-Nati von Curaçao ihren ersten Titelgewinn

Kein Geld für teure Ferien? 13 Dinge, die du im Sommer in Züri unternehmen kannst

Die «Ehe light» ist gut – doch zuerst müssen wir die «echte Ehe» für Homosexuelle öffnen

Vater fährt 2200 Kilometer, um den Herzschlag seiner Tochter in fremdem Mann zu hören

15 grossartige Memes zum Wochenende, die leider viel zu sehr auf dich zutreffen

«Ich hasse geizige Menschen! S*******!»

Cyber-Attacke auf britisches Parlament – und besonders ein Politiker nimmt's mit Humor

«Trennt euch!» – warum er will, dass du Schluss machst, und damit völlig falsch liegt

Fies! Wie Kinder-Pools in der Werbung aussehen vs. die bittere Realität

Todes-Schlepper vor Gericht

Über LinkedIn und MySpace: Russische Hacker stehlen Daten britischer Politiker

Andrighetto unterschreibt für zwei Jahre bei Colorado +++ FIA-Untersuchung gegen Vettel

Über 2100 Bootsflüchtlinge dieses Jahr ums Leben gekommen

So viel kostet das Surfen im Flugzeug

Gefahr auf dem Golan – Israel unterstützt syrische Rebellen und riskiert die Eskalation

Schweizer Wirtschaft profitiert von Aufschwung im Ausland

Wow! Diese Eule kann schwimmen

Verbraucht, verlacht, verlassen: Was mit denen passiert, die sich mit Trump einlassen

7 Grafiken, die jede Schweizer Frau bei der nächsten Lohnverhandlung dabei haben sollte  

Diese kleine Kunstgeschichte des Badens bringt dich ins Schwitzen

Zu heiss fürs iPhone? Heute wird's brenzlig

Wenn du diese Umrisse von Berühmtheiten nicht erkennst, klauen wir dir deinen Schatten

Sie haben einfach nie den Durchbruch geschafft: Die grössten Produkte-Flops der Geschichte

Uber ist verloren – die unglaubliche Chronologie der Uber-Fails

Männer, je öfter, desto besser! Fleissig ejakulieren senkt das Prostatakrebs-Risiko

Zuerst schmeisst Le Pen ihren Vater aus der Partei, nun fordert dieser ihren Rücktritt

Sean Spicer – irgendwie vermissen wir ihn jetzt schon

Mit iOS 11 kommen die Killer-Apps für Shopping-Fans und Einkaufs-Muffel

Raucher und Trinker sollen selber zahlen – Entsolidarisierung im Gesundheitswesen?

Uber-Chef Travis Kalanick tritt zurück

Rap-Ikone Prodigy von «Mobb Deep» ist tot

Scheinbeschäftigung: In Frankreich rollen reihenweise Köpfe von Macrons Ministern

So geht Apples Security gegen iPhone-Leaks vor

Sportlerpics auf Social Media: Rio Ferdinand ist eine krasse Maschine

«Wir werden mit frischem Hass zurückkommen»: Bye Bye «Circus HalliGalli»

Marco Streller hat's per WhatsApp eingefädelt – Cristiano Ronaldo wechselt zum FC Basel! 

Welches Land suchen wir? Wenn du Nummer 1 nicht weisst, sind die Ferien gestrichen!

Frauenhaut verboten! 23 absurde Album-Cover-Zensuren aus Saudi Arabien

Quizz den Huber! Bist du schlauer als unser schlauster Mitarbeiter?

Warum zwei Appenzeller Piloten im Mittelmeer Flüchtlinge retten müssen – eine Reportage

«Leute, die Anglizismen benutzen, gehen mir sooo auf den Sack!»

Verloren auf dem Meer des Unwissens: Rettet den Geschichtsunterricht!

History Porn – Showbiz Edition Teil III!

Liebe Karnivoren, lasst die Vegi-Wurst in Ruhe!

Sag mir doch einfach, dass du mich scheisse findest

EU schafft jetzt die Roaming-Gebühren ab – darum zahlen Schweizer nun gar mehr

Medikamente neu interpretiert – Teil 2!

20 Gründe in Bildern, warum du deinen Bart nicht abrasieren solltest

Dress like a «Goodfella»: So geht der perfekte Mafia-Look – vom Hut bis zum Hemdkragen

Ein Abend im Luxus-Restaurant: So sieht ein Menü für 400 Franken aus

Starkoch Gordon Ramsay kriegt Filet auf einem Dachziegel serviert ... und ist sprachlos

Macron-«Tsunami» bei Parlamentswahl: Der Durchmarche

Lucrezia Borgia: Die päpstliche Bastardbrut der Renaissance

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
DendoRex, 19.12.2016
Watson ist für mich das Nr. 1 Newsportal und wird es auch bleiben. So weitermachen!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0 Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Stoff für eine Netflix-Serie: 17 Jahre unschuldig im Gefängnis wegen Doppelgänger

Richard Anthony Jones wurde vor 17 Jahren zu einer Gefängnisstrafe verurteilt – für ein Verbrechen, das er nie begangen hat.

Diese Geschichte ist der Stoff, aus dem Netflix-Serien geschrieben werden: 1999 wurde Richard Anthony Jones aus Kansas City in den USA wegen eines Raubüberfalls zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt – ausschliesslich aufgrund einer Zeugenaussage.

Der Familienvater beteuerte seine Unschuld. Jones hatte sogar ein Alibi seiner Familie. Dennoch wurde ihm vorgeworfen, gemeinsam mit anderen einen Walmart-Supermarkt überfallen zu haben. Und das nur wegen einer einzigen Zeugenaussage: Ein Drogensüchtiger …

Artikel lesen