International

Heisse Quelle im Yellowstone-Nationalpark: Wunderschön, aber nicht ungefährlich. Bild: HANDOUT/REUTERS

Mann stürzt im US-Nationalpark in heisse Quelle  – säurehaltiges Wasser löst ihn auf

18.11.16, 10:04 18.11.16, 10:22

Ein junger Mann ist im berühmten Yellowstone-Nationalpark in den USA in eine heisse Quelle gestürzt und ums Leben gekommen. Die Leiche des 23-Jährigen wurde laut Ermittlungen vom kochenden, säurehaltigen Wasser aufgelöst.

Dem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Untersuchungsbericht zu dem Unglück zufolge wollte Colin Nathaniel Scott gemeinsam mit seiner Schwester heimlich in einem Schlammtümpel im Nationalpark baden, als er verunglückte. Demnach betrat das Geschwisterpaar einen für Besucher gesperrten und besonders gefährlichen Bereich des Parks mit kochend heissen Quellen.

Gewusst? Der Yellowstone-Nationalpark ist der älteste Nationalpark der Welt. Bild: JIM URQUHART/REUTERS

Von der Leiche keine Spur

Als der junge Mann die Temperatur des Wassers überprüfen wollte und sich vorbeugte, rutschte er nach den Worten seiner Schwester aus und stürzte in die Quelle. Rettungskräfte fanden seine Leiche im Tümpel, konnten ihn jedoch wegen eines Gewitters zunächst nicht bergen. Als sie am nächsten Tag zurückkehrten, fanden sie dem Untersuchungsbericht zufolge keine Spur der Leiche.

Der Körper habe sich in dem sauren Wasser innerhalb kürzester Zeit aufgelöst, sagte Park-Ranger Lorant Veress dem Sender KULR. Das Unglück ereignete sich im Juni, der Bericht wurde erst jetzt veröffentlicht.

Im Yellowstone-Park gibt es zahlreiche Geysire und Quellen mit kochend heissem Wasser. Laut Historikern starben seit 1870 insgesamt 22 Menschen in den heissen Quellen. 

Bild: Beth Harpaz/AP/KEYSTONE

(tat/sda/afp)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
26Alle Kommentare anzeigen
26
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • atomschlaf 19.11.2016 08:31
    Highlight Irgendwie pervers,wie hier von den Kommentatoren (und Kommentatorinnen) über diesen tragischen Unglücksfall gespottet wird, während sich die Mehrheit der watson-Leserschaft sonst regelmässig vor Empörung und Trauer überschlägt, wenn im Mittelmeer ein paar illegale Migranten ertrinken.
    Ernsthaft: Auf einem Schlauchbooot über das Mittelmeer fahren ist genau so bescheuert, wie im Yellowstone NP eine verbotene Zohe zu betreten. Aber da käme niemand von Euch auf die Idee, über "Darwin-Award" oder so zu lästern.
    Ach ja: Vor dem Runterblitzen vielleicht mal über Eure Doppelmoral nachdenken...!
    40 29 Melden
    • E. Edward Grey 19.11.2016 08:54
      Highlight Die Ausgangssituation dürfte schon leicht unterschiedlich sein. Das im Park geschah ohne Leidensdruck.
      29 14 Melden
    • Süffu 19.11.2016 08:55
      Highlight Ein winzig kleiner Unterschied entgeht dir. Die einen flüchten aus Not und unter grossem Druck weil sie keine andere Möglichkeit haben.
      Der andere, fällt ins verbotene Wasser, weil es ihm so gut geht, dass ihm dabei langweilig wird.

      Von Doppelmoral keine Spur. Das dicke fette Brett vor dem Kopf würde ich eher bei dir suchen.
      26 20 Melden
    • atomschlaf 19.11.2016 09:34
      Highlight @Süffu: Aus "Not" müsste niemand von Afrika oder Arabien bis nach Europa flüchten.
      Der "Druck" ist einzig die Sogwirkung der viel zu grosszügigen europäischen Sozialhilfe für Migranten und der Lügen der Schlepper, die das Blaue vom Himmel runter versprechen.

      Abgesehen davon: Jene die wirklich in Not sind und "keine andere Möglichkeit haben" die haben auch nicht x-tausend Euros oder Dollars um Schlepper zu bezahlen.

      Vielleicht mal Zeit für 'nen Reality Check?
      30 31 Melden
    • Walter Sahli 19.11.2016 10:15
      Highlight "Ein paar illegale Migranten"? Inzwischen dürften es tausende sein, atomschlaf! Deine Geringschätzung dieser Menschen finde ich ernsthaft zum kotzen! Und nein, es sind nicht die Sozialleistungen, die die Leute hierher locken, sondern die Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat.
      13 17 Melden
    • Ismiregal 19.11.2016 11:06
      Highlight Wenn bei uns plötzlich Krieg herschen würde hättest du möglicherweise auch noch was erspartes auf der Bank dass du einsetzten würdest um aus der Gefahrenzone abzuhauen.

      Vielleicht mal Zeit für 'nen Reality Check?
      7 12 Melden
    • atomschlaf 19.11.2016 11:08
      Highlight @Sahli: Was die Leute hierherlockt sind die Lügen der Schlepper, die Aussicht auf Sozialhilfe und generell ein besseres Leben sowie und vor allem der fehlende Grenzschutz der EU.

      Abgesehen davon wird die Idee, in einem Schlauchboot über das Meer zu fahren, nicht intelligenter, wenn "Perspektivlosigkeit" als Vorwand angeführt wird, zumal es weder die Verantwortung der europäischen Staaten noch der europäischen Bevölkerung ist, illegalen Migranten eine Perspektive zu bieten.

      PS: Was die Anzahl angeht: Regst Du Dich über die weltweit ca. 3500 Verkehrstoten pro Tag auch derart auf?
      15 6 Melden
    • atomschlaf 19.11.2016 11:39
      Highlight @Ismiregal: Um "aus der Gefahrenzone abzuhauen" müsste man nicht bis nach Europa reisen.
      Da würde ein friedliches Nachbarland oder gar ein friedliches Gebiet im eigenen Land ausreichen.
      14 4 Melden
  • karinusch 18.11.2016 15:59
    Highlight Nomination für den Darwinaward 2016....shit.
    68 9 Melden
  • Max Havelaar 18.11.2016 15:23
    Highlight Shiat, okehh?!
    8 13 Melden
  • bcZcity 18.11.2016 14:38
    Highlight Wie kann dass sein? Ist das Wasser so stark Säurehaltig? Selbst in hochkonzentrierter Säure dauert es doch länger um Knochen aufzulösen, gab ja schon Fälle wo Leichen in Säurefässern entsorgt wurden und sich auch nicht komplett auflösten, selbst über längere Zeit. Experten, her!
    42 2 Melden
    • DomiNope 18.11.2016 14:57
      Highlight Ich denke dass die hohe temperatur des Wassers auch eine grosse Rolle dabei spielt und die Zersetzung beschleunigt...
      58 1 Melden
    • maxi 18.11.2016 17:16
      Highlight schau mal breaking bad
      🤔😂
      40 6 Melden
    • kleiner_Schurke 19.11.2016 07:18
      Highlight Pro 10 grad Temperatur Erhöhung verdoppelt sich die Reaktionsgeschwindigkeit....
      13 0 Melden
  • tetragraph 18.11.2016 14:16
    Highlight Klassischer Reinfall...
    102 7 Melden
  • insomniac 18.11.2016 13:42
    Highlight Dass so viel Blödheit sich in einem Menschen vereint grenzt an ein Wunder.
    21 26 Melden
  • Cpt.Milchbarz 18.11.2016 12:56
    Highlight "Ausgerutscht" Klaaar😐
    43 11 Melden
    • Charlie Brown 18.11.2016 17:48
      Highlight Gemäss anderem Bericht hat die Schwester sogar gefilmt... insofern könnte es schon sein.
      16 1 Melden
  • ast1 18.11.2016 11:59
    Highlight Also der perfekte Ort um seine Leichen zu entsorgen... Endlich mal den Keller entrümpeln 😅
    238 3 Melden
  • dääd 18.11.2016 11:51
    Highlight Darwin- Award
    103 7 Melden
  • fischbrot 18.11.2016 11:51
    Highlight Haben wir endlich die Entsorgungsmöglichkeit für den perfekten Mord entdeckt? 😮
    96 2 Melden
  • Gilbert Schiess 18.11.2016 11:48
    Highlight Ich plan glaub mal ein Urlaub mit Schwiegermutti im Yellowstone Park.
    161 6 Melden
  • SkyBound 18.11.2016 11:22
    Highlight Ist schon Albtraummaterial

    Aber ich kann nicht verstehen, warum er zu den Quellen ging. Vielleicht Neugier
    51 5 Melden
    • EvilBetty 18.11.2016 11:52
      Highlight Mord? 😉
      42 3 Melden
    • JoJodeli 18.11.2016 12:27
      Highlight "Geschwisterliebe" 😈
      60 3 Melden
    • dmark 18.11.2016 18:07
      Highlight Erbschaftsangelegenheiten? ;-)
      23 1 Melden

Skandal um sexuelle Belästigungen: US-Filmakademie wirft Weinstein raus

Der in einen Sexskandal verwickelte Filmproduzent Harvey Weinstein ist aus der US-Filmakademie ausgeschlossen worden. Das teilte die Akademie am Samstag nach einer Sitzung ihres 54-köpfigen Vorstands in Los Angeles mit. Schauspielerinnen, Models und andere Frauen werfen Weinstein vor, sie vergewaltigt oder sexuell belästigt zu haben. (wst/sda/afp)

Artikel lesen