International

Tillerson erteilt «Neubeginn» in Beziehungen zu Moskau klare Absage

14.05.17, 22:29 15.05.17, 08:32

US-Aussenminister Rex Tillerson hat einem «Neubeginn» in den Beziehungen zu Russland eine klare Absage erteilt. Es gebe keinen «Schlussstrich», sagte Tillerson am Sonntag dem Sender NBC.

Bild: MICHAEL REYNOLDS/EPA/KEYSTONE

«Wir starten mit dem Stand, an dem wir sind», fügte Tillerson hinzu, – «mit allen Problemen, die dazugehören, wir werfen sie nicht über Bord».

Tillerson bekräftigte seinen Ausspruch, nach dem sich die Beziehungen zwischen den USA und Russland am «tiefsten Punkt seit dem Ende des Kalten Krieges» befinden, es gebe ein «sehr niedriges Vertrauensniveau» zwischen den Regierungen in Moskau und Washington.

Dies sei «nicht gesund für die Welt» und «mit Sicherheit nicht gesund für uns, für das amerikanische Volk, für unsere nationalen Sicherheitsinteressen».

Zu den US-Geheimdiensterkenntnissen, nach denen sich Russland in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt habe, sagte Tillerson, es bestehe kein Zweifel, dass es eine solche Einmischung gegeben habe. Allerdings gebe es keine Belege dafür, dass dies einen messbaren Einfluss auf das Ergebnis der Wahl gehabt habe.

Für die Zukunft empfahl Tillerson, dass die Beziehung zwischen Moskau und Washington mit einem «weiten» Blickwinkel betrachtet werde. Es gebe viele «wichtige Bereiche», auf die dabei geachtet werden müsse, wenn die Beziehungen wieder so werden sollten, «wie es nach unserem Dafürhalten für die Sicherheit der USA erforderlich ist».

US-Präsident Donald Trump hatte den russischen Aussenminister Sergej Lawrow am Mittwoch im Weissen Haus empfangen. Lawrow war das bislang höchste russische Regierungsmitglied, das Trump seit Amtsantritt traf. Mit Staatschef Wladimir Putin hat er bislang nur telefoniert.

Die beiden Präsidenten wollen sich aber beim Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) im Juli in Hamburg begegnen, zu dem beide ihre Teilnahme angekündigt haben. (sda/afp)

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Brikne, 20.7.2017
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  • Beobachter24 15.05.2017 17:31
    Highlight Kunststück!
    Hätte er etwas anderes gesagt, würden ihn die Medien teeren und federn.
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  • Selbstdenker97 15.05.2017 10:08
    Highlight Russland hat den USA übrigens schon mehrmals die Hand gereicht und dieses Angebot wurde ausgeschlagen. Man weiss ja auch das Russland eine Zeit lang der NATO bitreten wollte, dies jedoch von der USA abgelehnt wurde.

    Mann braucht wohl den Feind im Osten um die Europäischen Staaten an der Stange zu halten.
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  • Selbstdenker97 15.05.2017 10:02
    Highlight "Zu den US-Geheimdiensterkenntnissen, nach denen sich Russland in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt habe, sagte Tillerson, es bestehe kein Zweifel, dass es eine solche Einmischung gegeben habe. Allerdings gebe es keine Belege dafür, dass dies einen messbaren Einfluss auf das Ergebnis der Wahl gehabt habe."

    Das der Geheimdienst Beweise hat, wird nun schon seit der Wahl behauptet.
    Ich sehe keinen Grund wiso man diese der Öffentlichkeit vorenthalten sollte, ausser natürlich wenn es diese Beweise nicht gibt.
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  • rodolofo 15.05.2017 07:03
    Highlight Realistische Einschätzung von Tillerson.
    Dass sich zwei Super-Ganoven, wie die Trump-USA und Putin-Russland gegenseitig nicht über den Weg trauen, ist ja auch nicht weiter verwunderlich!
    Das "Gleichgewicht des Schreckens", wie gehabt...
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  • Gelöschter Benutzer 15.05.2017 06:45
    Highlight Tillerson scheint immer sehr realistisch in seinen Analysen, eine wilkommene Abwechslung in Trumps Kabinet. Blöd nur dass er nicht viel zu sagen hat: Trump traf Lavrov ohne ihn, entschied für militärisches nicht diplomatisches Handeln in Syrien, und Kushner ist zuständig für eine Reihe von Dingen die eigentlich Tillerson machen sollte (Mittlerer Osten, China).
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  • Hades69 14.05.2017 23:56
    Highlight Europa und Russland brauchen einander und wir brauchen Frieden und Freundschaft!
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    • Stratosurfer 15.05.2017 08:41
      Highlight Lieber Gott der Unterwelt, glaubst du tatsächlich, dass der zweitgrösste Waffenproduzent der Welt, der sich erst kürzlich mit militärischen Mitteln die Krim eingesackt hat, eine europäische Friedenstaube ist?
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    • x4253 15.05.2017 08:58
      Highlight Russland hat 0 Bock auf ein geeintes und starkes Europa, da man selbst schneller in der Bedeutungslosigkeit verschwinden würde als einem lieb ist (oder nur noch für sein A-Waffen Arsenal wahrgenommen werden würde. So wie Nordkorea).

      Man muss die EU nicht mögen und das Konstrukt hat Mängel. Sich zu wünschen dass das ganze scheitert heisst aber auch, dass Europa weiterhin ein Spielball der beiden Gauner USA und Russland bleibt.
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