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Donald Trump bei einem Besuch am Dienstag in der Redaktion der «New York Times» Bild: Mark Lennihan/AP/KEYSTONE

Trump relativiert seine Wahlversprechen – die Ultrarechten toben bereits

Donald Trump strebt keine Ermittlungen gegen Hillary Clinton an – obwohl er mit dieser Parole Wahlkampf gemacht hat. Konservative und Vertreter der ultrarechten «Alt Right» fühlen sich verraten.

Publiziert: 23.11.16, 09:35 Aktualisiert: 23.11.16, 13:23

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Mit der Ankündigung, keine Ermittlungen gegen Hillary Clinton anzustreben, hat Donald Trump den Ärger einiger Konservativer sowie Vertreter der ultrarechten «Alt Right» auf sich gezogen. Das rechte Portal «Breitbart News» warf dem designierten US-Präsidenten vor, sein «Versprechen gebrochen» zu haben.

Später änderte das Portal die entsprechende Überschrift offenbar und schrieb stattdessen nur: «Kellyanne Conway bestätigt: Trump will Ermittlungen gegen Clinton nicht weiter verfolgen». Conway ist Trumps Beraterin.

«Betrug an Trumps Versprechen an die Amerikaner»

Judicial Watch

Die Forderung «Sperrt sie ein» war in den letzten Monaten des Präsidentschaftswahlkampfs zu einem viel skandierten Schlachtruf auf den Veranstaltungen des republikanischen Kandidaten geworden. Trumps Anhänger werfen Clinton illegale Machenschaften im Zusammenhang mit ihrer Amtsführung als Aussenministerin vor. Kurz nach der Wahl sagte Trump dann aber bereits, dass eine Verfolgung Clintons für ihn keine Priorität habe.

Ann Couter: «Kein Präsident sollte Ermittler davon abhalten, ihre Jobs zu tun». Bild: AP

Die konservative Kommentatorin Ann Coulter machte nun ihrem Ärger auf Twitter Luft: «Kein Präsident sollte Ermittler davon abhalten, ihre Jobs zu tun.» Die rechte Organisation «Judicial Watch» sprach von einem «Betrug an seinem Versprechen an die Amerikaner», mit der Korruption in Washington aufzuräumen.

«Ich will dieser Gruppe keinen Auftrieb geben, und ich erkenne diese Gruppe nicht an»

Trump zur «Alt Right»-Bewegung

Sammelbecken für Rassisten, Rechtsradikale und Antisemiten

Die sogenannte «alternative Rechte», für die «Alt Right» steht, hatte sich durch die Ernennung von Stephen Bannon zu Trumps Chefstrategen mehr Einfluss auf das Weísse Haus erhofft. Bannon hatte vor seinem Wechsel in Trumps Team «Breitbart News» geführt, er selbst nennt das Portal das Sprachrohr der «Alt Right». Die Bewegung ist ein Sammelbecken für Rassisten, Rechtsradikale und Antisemiten.

Trump war am Dienstag bei einem Besuch in der Redaktion der «New York Times» auf Distanz zur «Alt Right»-Bewegung gegangen. «Ich will dieser Gruppe keinen Auftrieb geben, und ich erkenne diese Gruppe nicht an», sagte der designierte US-Präsident.

Nazi-Sprüche und «Heil Trump»-Rufe

Trump verteidigte Bannon gegen den Vorwurf, ein Rassist zu sein. «Wenn er Rassist oder ein Rechter oder was auch immer in dieser Richtung wäre, würde ich überhaupt nicht darüber nachdenken, ihn zu beschäftigen», sagte Trump. Ex-«Breitbart»-Chef Bannon hat das Portal selbst einmal als Sprachrohr der «Alt Right» bezeichnet. (Lesen Sie hier mehr über «Breitbart News».)

So tickt Stephen Bannon: Krasse Zitate von Trumps neuem Chefstrategen

Zuletzt hatte eine Videoaufnahme einer Veranstaltung von US-Nationalisten mit Nazi-Sprüchen und «Heil Trump»-Rufen für Empörung gesorgt. In dem Ausschnitt ist eine Rede Richard Spencers zu sehen, er ist Chef des gastgebenden Thinktanks National Policy Institute und einer der Anführer der «alternativen Rechten». (Lesen Sie hier mehr über die «Alt Right».)

Trump: Am Klimawandel «könnte doch etwas dran sein»

Bei seinem Besuch der «New York Times» gab sich Trump auch sonst eher gemässigt. Die Journalisten, die er im Wahlkampf und in den Tagen nach der Wahl mehrfach beschimpft hatte, versuchte er nun zu umschmeicheln.

Trump: Die 10 wichtigsten Zitate aus dem NYT-Interview

Ausserdem liess Trump erstmals einen moderateren Kurs in der Klimapolitik erkennen. Bisher hatte er einen Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und dem vom Menschen verursachten CO2-Ausstoss geleugnet.

Nun deutete er an, dass am Klimawandel – der weltweit wissenschaftlicher Konsens ist – doch etwas dran sein könnte.

brk

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  • Einfache Meinung 24.11.2016 01:39
    Highlight Vergebung ist mehr als Rache! Sie hätte ihm sicherlich nicht vergeben!
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  • Rim 23.11.2016 19:49
    Highlight komisch, dass die Trumpwähler erbost sind. 1. Es war von Anfang an klar, dass Trump erzählt, was die Leute (gewisse)hören wollen. Er hat sich ihre Stimmen gefischt. 2. Es war von Anfang an klar, dass Trump in allen Belangen das Niveau eines Blicklesers hat. Er hat schlicht von nichts ne Ahnung. 3. Im Transkript (NYT) wird das eindrücklich bestätigt. 4. Er hat keine Ahnung wie die Justiz funktioniert,, Er hat noch nie ein Buch gelesen. Geschweige denn wissenschaftlichen Berichte. Dazu reicht seine Aufmerksamkeitsvermögen nicht aus. Er ist ein Sprücheklopfer. Der President- elect der USA. Trash.
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  • D(r)ummer 23.11.2016 11:37
    Highlight Er macht sich zum Politiker. Warum so erstaunt? Ja, er ist/wird US-Präsident und hat dementsprechend gewicht. Verständlich, dass darum Stimmen die eine Heuchelei sehen Aufmerksamkeit bekommen und Aussagen wie «Betrug an Trumps Versprechen an die Amerikaner» als gerechtfertigt angesehen werden.
    Ich kann mir den Seitenhieb an Merkel nicht verkneifen^^
    "Ich will Deutschland dienen" sagt die, die "Brücken bauen" will und gleichzeitig Sanktionen gegen Russland billigt.
    Ich frage mich jetzt, ob es gut oder schlecht ist wenn sich eine Gruppe verraten fühlt... Die Polit-Heuchelei ist ja nicht neu.
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    • D(r)ummer 23.11.2016 14:23
      Highlight Anhand der Blitze ist es schlecht...
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  • Dominic Bienne 23.11.2016 11:07
    Highlight Ich halte Ann Coulter für den dümmsten Bitz Fleisch, der zurzeit auf der Welt rumläuft. Mit Abstand.

    Mir kommt niemand in den Sinn, welcher auch nur im Ansatz so viel dummes Zeugs von sich gibt. Eigentlich ausnahmslos!

    Ich frage mich, wie man bei solch einem leeren Kopf nicht aus Versehen verhungert oder vergisst zu atmen.

    Oh Darwin where are you?🙄

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  • R&B 23.11.2016 10:38
    Highlight 😂😂😂
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  • bildner 23.11.2016 10:29
    Highlight Trump muss sich jetzt nicht mit den Clinton-Mails befassen, das FBI ist doch eh schon dran. ;)
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  • Ylene 23.11.2016 10:08
    Highlight Naja, mal schauen was Trump sonst noch alles sagen und vor allem dann, was er am Schluss auch tatsächlich machen wird als Präsident und nicht nur President Elect. Da weiss man ja momentan noch gar nichts.
    Ich wäre schon sehr erleichtert, wenn er am Schluss tatsächlich 'gemässigt' handeln würde. Dass dies die gefährliche Alt-Right massiv verärgern würde, wäre natürlich das Zückerchen oben drauf. Und das nächste Mal sollen die Demokraten gefälligst wieder jemanden vernünftiges aufstellen - jemand, der wirklich eine echte Alternative ist. Mit Obama ging's ja auch.
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    • Saraina 24.11.2016 07:53
      Highlight Die Alt-Right Bewegung hat dank Trump Zugang ins Weisse Haus, und hat gar keinen Grund verergert zu sein. Dieser Bericht ist eine massive Verschleierung, weil er berichtet, was Trump sagt, nicht was Trump tut. Nach seinen verbalen Ausrastern im Wahlkampf ist es leicht für ihn, jetzt moderater zu tönen, während das rechtsnationale Personal in die Regierung ernannt wird.
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    • Saraina 24.11.2016 08:50
      Highlight Verärgert, natürlich...😳
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  • fischbrot 23.11.2016 09:47
    Highlight Ein Präsident macht im Wahlkamp Versprechen, welche er nach der Wahl nicht hält. Das haben wir nun wirklich nicht kommen sehen. Shocking.
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    • Spi 23.11.2016 13:09
      Highlight "se tromper" kommt von Trump
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Wie Putin Trump zum Präsidenten machen wollte und sich verzockt hat

Via Wikileaks häppchenweise E-Mails von Hillary Clinton veröffentlichen und so den Russland-Versteher Donald Trump ins Weisse Haus hieven – dieser scheinbar raffinierte Plan von Wladimir Putin erweist sich jetzt als übler Rohrkrepierer.

Im Zusammenhang mit den amerikanischen Präsidentschaftswahlen spricht man jeweils von einer «Oktober- Überraschung». Darunter versteht man das Phänomen, dass im Oktober gezielt Indiskretionen veröffentlicht werden, die den gegnerischen Kandidaten diskreditieren. Ronald Reagan hat mit einer solchen «october surprise» Jimmy Carter aus dem Amt geputscht. (Es ging damals um die US-Geiseln im Iran.)  

Donald Trump hätte mit einer sehr perfiden Oktober- Überraschung Präsident werden sollen. …

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