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Frauen in Pjöngjang feiern die jüngsten Raketentests. Bild: AP/AP

«Niemand kann uns stoppen»: Zehntausende Nordkoreaner feiern jüngsten Atomtest

07.09.17, 09:59 07.09.17, 10:34

Zehntausende Menschen haben in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang den jüngsten Atomtest des Landes gefeiert. Einwohner von Pjöngjang säumten die Strassen und bejubelten einen Bus-Konvoi, der Wissenschaftler ins Stadtzentrum beförderte.

Wissenschaftler werden per Bus ins Stadtzentrum von Pjöngjang gefahren. Bild: AP/AP

Als die Spezialisten bei den Feierlichkeiten am Mittwochabend den zentralen Kim-Il-Sung-Platz betraten, wurden sie mit Konfetti beworfen.

«Wir erweisen dem Genossen Kim Jong Un die grösste Ehre, dem Obersten Führer, der uns die grösste Errungenschaft in der Geschichte des Koreanischen Volkes gebracht hat», war auf einem Spruchband mit Blick auf den nordkoreanischen Machthaber zu lesen. «Niemand kann uns auf unserem Weg in die Zukunft stoppen», hiess es auf einem anderen.

Die Armee des Landes werde «dem Schicksal der verbrecherischen US-Imperialisten durch die gnadenlosesten und stärksten Präventivschläge ein Ende bereiten, wenn sie und ihre Horden an Verrätern letztlich einen Krieg beginnen», sagten Sprecher bei der Kundgebung laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA.

Nach den letzten Tests: So feiert Pjöngjang. Video: streamable

Nordkorea hatte am Sonntag seinen sechsten und bisher gewaltigsten Atomwaffentest vorgenommen. Nach eigenen Angaben testete das Land eine Wasserstoffbombe. (sda/afp)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • Jaing 07.09.2017 13:14
    Highlight So schön, diese spontane Freude!
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  • SteWe 07.09.2017 12:15
    Highlight Was der naive Genosse Rudorf aka 'in Pjönjang siehts aus wie in New York' wohl dazu sagt? Vielleicht vergleicht er das jetzt mit einem Trachtenumzug im Appenzell.
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  • RenRenRen 07.09.2017 11:48
    Highlight Die feinen Werkzeuge des Sozialismus ... ist der Mensch erstmal gebrochen (Religion weg, Besitz weg), lässt er sich einfach steuern.

    19 14 Melden
    • Liselote Meier 07.09.2017 13:05
      Highlight Nope. Eine Religion (nicht zu verwechseln mit Glauben) ist per se ein Steuerungsinstrument, die Negation von "sich nicht steuern lassen" sprich des kritischen Denkens.

      Das System in NK hat starke Religöse Züge mit den ziemlich gleichen Facetten wie z.B. Dogmen usw.

      Zweitens Sozialismus => socialis => Kameradschaftlich. Folglich ist eine Kommandowirtschaft wie es in NK Vorherrscht ja wohl kaum Kameradschaftlich ergo nicht Sozialistisch.



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    • Silent_Revolution 07.09.2017 13:09
      Highlight Im Kapitalismus sieht das natürlich ganz anders aus. Die Massen lassen sich überhaupt nicht manipulieren und religiöse Menschen schon mal gar nicht.

      Deswegen sind unsere Regierungen voll von Lobbyisten deren politische Vertreter sich durch mediale Kampagnen der Angst der Bevölkerung bedienen ihre/n Sicherheit / Besitz / zu verlieren wenn sie nicht für xy abstimmen.
      Schlussendlich werden dann die Interessen der Konzerne vertreten und die Ängste und Unsicherheit in der Bevölkerung nehmen gar zu.

      Hier im Westen ist die Masse genau so steuerbar und wie im Osten merkt sie es eben nicht.
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    • RenRenRen 07.09.2017 13:31
      Highlight @Liselote: Ach, ein Leben dem Sozialismus verschrieben, aber die Geschichte nicht gelesen ... Tipp: Patristiker Origenes ... oder die Begründung des selbständigen Denkens (Hermeneutik).
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    • Liselote Meier 07.09.2017 18:13
      Highlight Dann solltest dich mit Hegel befassen, es dann vom Kopf auf den Fuss stellen und dich dann mit Marx beschäftigen junger Padawan.
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    • RenRenRen 07.09.2017 22:39
      Highlight @Liselotte: der Hegel fusst leider auf Origenes und wiederum auf Platon ... was die Firlefanze 1800 Jahre später machen ist nur Aufwärmen ..
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  • roterriese 07.09.2017 11:25
    Highlight Ich würde auch feiern, wenn ich die Entscheidung zwischen Feiern oder 20 Jahre Arbeitslager hätte.
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  • Wilhelm Dingo 07.09.2017 11:04
    Highlight Schöne Kleider haben die!
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  • Sveitsi 07.09.2017 10:41
    Highlight Ja, der Kim weiss, wie er sein Volk bei Laune halten kann.
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