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New Yorker Medizinstudenten demonstrieren gegen die Abschaffung der Obamacare: Der neue Entwurf ist umstritten. Bild: JUSTIN LANE/EPA/KEYSTONE

Republikaner stellen Entwurf zur Abschaffung von Obamacare vor 

07.03.17, 01:07 07.03.17, 06:29

Die US-Republikaner haben am Montag einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama, auch bekannt als Obamacare, zumindest teilweise rückgängig gemacht werden soll. Ein neues System soll an ihre Stelle treten.

Der Entwurf sieht vor, wesentliche Teile des sogenannten Affordable Care Acts abzuschaffen. Dazu soll auch die Versicherungspflicht gehören. An die Stelle staatlicher Zuschüsse soll eine freiwillige Krankenversicherung treten, die mit Steuernachlässen zwischen 2000 und 4000 Dollar begünstigt werden soll.

Bleiben soll die Verpflichtung für Versicherer, Menschen unabhängig von ihren Vorerkrankungen aufzunehmen. Auch die Möglichkeit für junge Leute, bis zum Alter von 26 Jahren bei ihren Eltern versichert zu bleiben, soll erhalten bleiben.

Umstrittener Entwurf

Der Entwurf ist auch innerhalb der Republikaner umstritten. Noch in dieser Woche soll in den Ausschüssen darüber abgestimmt werden. Als grösste Hürde gilt jedoch der US-Senat, in dem die Republikaner nur eine knappe Mehrheit haben. Aus den Reihen der republikanischen Senatoren hatte sich erheblicher Widerstand gegen den Entwurf geregt.

Die Abschaffung von Obamacare war eines der Wahlkampfversprechen von Donald Trump. Viele Amerikaner sind auf die Gesundheitsversorgung angewiesen, vor allem Geringverdienende, die mit der Variante Medicaid eine Art Grundversorgung erhalten. Andere halten die Beiträge für Obamacare für zu hoch. (sda/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • goldmandli 07.03.2017 06:35
    Highlight Die Versicherer müssen also alle Antragssteller annehmen, aber die Versicherung ist nicht obligatorisch. Ergo die kranken versichern sich, aber die gesunden zahlen nicht ein. Moll das funktioniert.
    67 2 Melden
    • Ton 07.03.2017 07:47
      Highlight Jedenfalls eine gute Strategie, um die Versicherung wieder komplett loszuwerden.

      Als Amerikaner weiss ich, dass Obamacare momentan auch recht schlecht ist. Wer bezahlt schon gerne $600/mt Prämien bei einem Einkommen von $2000/mt. Jedoch wäre natürlich eine Verbesserung des Affordable Care Act von Nöten, nicht das schrittweise Abschaffen davon.
      14 0 Melden
    • FrancoL 07.03.2017 08:38
      Highlight Ja die USA ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten, da zahlen nur die die eine Versicherung brauchen, ergo können sie auf die Versicherung verzichten denn die ist dann so teuer dass sie ihre Rechnungen gleich selbst bezahlen können oder nicht einfach nicht mehr zum Arzt gehen.
      Bin ja gespannt wie lange es geht bis diese einfachste Thematik der Versicherung auch in den USA erkannt wird.
      17 1 Melden
    • Sir Affe 07.03.2017 09:02
      Highlight @Ton, belege mir doch bitte kurz, woher du diese beiden Zahlen hast.
      2 0 Melden
    • Ton 07.03.2017 12:34
      Highlight @Sir Affe, ich habe in den USA gelebt (ich bin Amerikaner) und das sind Zahlen von Bekannten und mir selbst. Als ich meinen Job kündigte, schlug mir meine Versicherung vor $750/mt zu zahlen, um die Deckung zu behalten. Obamacare hat man zudem nur, solange man Arbeit hat. Deshalb: Der Affordable Care Act muss unbedingt verbessert werden, aber natürlich nicht eingeschränkt und abgeschafft.
      3 0 Melden
    • Sir Affe 07.03.2017 14:12
      Highlight Komisch, wenn ich auf einen Marktplatz eines Gliedstaates (bsp Kalifornien) gehe und mir nach Eingabe von meinen Verhältnissen die Angebote anschaue, so sieht die Sache etwas anders aus.. Da gibt es z.B unterschiedliche Deckungsgrade, Verbilligungen usw... Das ganze scheint auch Einkommensabhängig zu sein. Auf so hohe Werte komme ich aber nie und nimmer...
      0 0 Melden
    • FrancoL 07.03.2017 16:37
      Highlight @Sir Affe; Auch wenn die Beiträge tiefer liegen sollten, das Thema ist, so der Kommentar von Goldmandli, dass wenn eine Freiwilligkeit vorgesehen wird, die die gesund sind eher NICHT in eine Kasse eintreten und die die Krank sind somit im Verhältnis zu einer obligatorischen Kasse wesentlich mehr bezahlen müssen. Dies zeigt sich ja jedes Jahr auch in der Schweiz wenn KK plötzlich von einem Spitzenplatz ins Mittelfeld abrutschen, weil sie plötzlich eher durchschnittlich kränkere Versicherte haben oder die Gesunden abwandern.
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