International

Spielen in Trumps Team eine wichtige Rolle: Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner. Bild: JIM BOURG/REUTERS

«Wie eine grosse amerikanische Firma» – Trump schafft neuen Posten für Schwiegersohn 

28.03.17, 01:33 28.03.17, 06:34

Kurz nach seiner Niederlage beim Versuch der Abschaffung von «Obamacare» versucht US-Präsident Donald Trump, Handlungsfähigkeit und die Bereitschaft für neue Wege zu demonstrieren. Am Montag stellte er ein Amt für amerikanische Innovation vor, das im Weissen Haus angesiedelt ist und von seinem Schwiegersohn Jared Kushner geführt wird.

Trumps Sprecher Sean Spicer sagte, diese Behörde solle in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsexperten die Regierung effizienter machen. Sie solle Trumps Denkungsart «schneller als der Zeitplan und günstiger als vereinbart» in die Regierung tragen.

«Unabhängig von ihrer politischen Einstellung können alle Amerikaner sehen, dass das Stagnieren der Regierung unsere Fähigkeit, richtig zu funktionieren, behindert hat», sagte Trump der «Washington Post». Jetzt wolle er Ergebnisse produzieren.

Trump ist überrascht

Medienberichten zufolge zeigte Trump sich überrascht über das Ausmass, in dem sich das politische System in der US-Hauptstadt selbst blockieren kann. Es wird vermutet, dass das Amt für amerikanische Innovation als eine Art Sachverständigenrat demonstrieren soll, dass das Weisse Haus auch unabhängig von Partei- und Tagespolitik agieren kann.

Allerdings sind für die Gesetzgebung und das Umsetzen von Politik nach wie vor die beiden Kammern des Kongresses – des US-Parlaments – unabdingbar.

Hat sich das Regieren einfacher vorgestellt: Donald Trump. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Kushner sagte in einem Interview, sein Team wolle führende Talente aus Wirtschaft und Regierung zusammenbringen: «Die Regierung sollte geführt werden wie eine grosse amerikanische Firma. Wir hoffen, dass wir für unsere Kunden, die Bürger, Erfolg und Effizienz erreichen können.» Zunächst wolle sich das Amt um die Angelegenheiten von Kriegsveteranen kümmern und um den Kampf gegen Opiat-Abhängigkeit.

Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet. Er fungiert als Berater des Präsidenten und ist unter anderem in diplomatischen Missionen für Nahostfragen oder Mexiko unterwegs. Politische oder Regierungserfahrung hat er nicht. (cma/sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Die Schule geht wieder los? So viel verdient dein Lehrer – der grosse Lohnreport

Die kreative Reaktion dieses Supermarkts auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Bürgerkrieg und Sklaverei: Die unverheilte Wunde der USA

Fanta gibt's dank den Nazis – und 12 weitere WTF-Fakten zu Cola, Limo und Co.

7 Gründe, warum die Badenfahrt das bessere Züri Fäscht ist

Macht, Mord und Monobrauen: Im Harem des persischen Schahs

«Wir sind die grössten Loser – wenn das BGE mit uns klappt, dann klappt es überall»

Deutscher kassiert Busse in der Schweiz – und findet das wenig witzig

Guck mal, was die Russen in einem ihrer stillgelegten Hangars verstecken

Was diese Frau treibt, ist so grossartig wie abstossend – und ich kann nicht wegsehen

Obamas geniale Antwort auf Rassisten schlägt alle Twitter-Rekorde

Wie er Nazis verteidigt und über Wein schwafelt – Trumps irre Wutrede in 7 Akten

Was ist der hohlste Traumjob der Welt? Influencer!

Zum 40. (angeblichen) Todestag: ELVIS LEBT! 20 handfeste Beweise dafür

Mit Hipsterbart und Hakenkreuz: 5 alte und neue rechtsextreme Bewegungen

Warst du besoffen, Designer? 26 Kleider-Fails, die nicht mehr gut zu machen sind

Koksen und kotzen – Barbie ist im 2017 angekommen

Frau findet Ex auf Tinder – und erlebt zunächst eine witzige, dann eine böse Überraschung

Geheimes Chat-Protokoll aufgetaucht: Wie es wirklich zur Nordkorea-Krise kam

Zwei «Irre» auf Kollisionskurs: Die Angst vor der Bombe ist zurück

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
18Alle Kommentare anzeigen
18
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • fcsg 28.03.2017 10:15
    Highlight Trump hat immer noch nicht gemerkt, dass das politische System nicht sich selbst sondern die Trumpsche Politik blockiert. Er kann noch soviele Familienmitglieder in seine Regierung einberufen, daran wird sich nichts ändern. P.S. Eric und Donald Jr. hätten vielleicht auch noch Interesse an einem Regierungsjob?
    8 1 Melden
    600
  • Zeit_Genosse 28.03.2017 09:17
    Highlight Die US-Demokratie wie eine amerikanische Firma führen!? Man kann auch das was sich ausschliesst zusammenbringen wollen.
    9 3 Melden
    600
  • Linus Luchs 28.03.2017 08:48
    Highlight Eine Volkswirtschaft wie ein Unternehmen zu führen, ist gefährlich. Unternehmen stehen untereinander in Konkurrenz. Die starken überleben, die schwachen gehen unter. Wenn Länder so miteinander umspringen, drohen Handelskriege. In der Volkswirtschaft muss es darum gehen, miteinander und unter fairen Bedingungen Handel zu betreiben, damit ALLE profitieren können. Das entspricht einer ganz anderen Zielsetzung als diese enge Konkurrenzoptik von Trump und seinem Gefolge.
    12 2 Melden
    600
  • Saraina 28.03.2017 08:40
    Highlight Das Land als Firma führen? Hey cool! Problemfälle wie Arme, Obdachlose, solche, die sich keine Krankenversicherung leisten können, Mexikaner, Muslime und Demokraten kann er dann einfach feuern! Die bringen eh kein Revenue.

    Ja, regieren muss endlich wieder so einfach werden, wie damals im Fernsehen. Da waren doch auch die Einschaltquoten so great!
    28 3 Melden
    600
  • who cares? 28.03.2017 08:36
    Highlight "Drain the swamp!"

    *erfindet Jobs für Familienmitglieder*
    30 0 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 28.03.2017 08:02
    Highlight Vielleicht kommt Kushners Behörde ja zum Resultat das Trumps Vetternswirtschaft die Regierung ineffizient macht (Ivanka und Kushners einzige Qualifikation ist ihre Verwandschaft, und bei Leuten wie DeVos sind es die Wahlkampfspenden). Oder dass die Nähe der Regierung zu fremden Staaten der Effizienz schadet, Kushner selbst steht ja zurzeit im Scheinwerferlicht wegen Treffen mit sanktionierten staatlichen russischen Banken...
    25 1 Melden
    600
  • Töfflifahrer 28.03.2017 07:30
    Highlight Ich habe gestern House of Cards gesehen, die Realität hat Hollywood und das Fernsehen weit überholt.
    21 1 Melden
    600
  • pd90 28.03.2017 07:06
    Highlight Und in 4 Jahren wird das Amt wieder stillgelegt... sehr kosteneffizient der Herr Trump
    22 1 Melden
    600
  • A. Dent 28.03.2017 06:46
    Highlight Tönt für mich eher nach dem Amt für Lobbying. Wie war das Trump wollte den Sumpf der Verflechtung aus Wall Street und Politik trockenlegen, das Amt bezweckt ja wohl gerade das Gegenteil.
    74 1 Melden
    • HansDampf_CH 28.03.2017 08:03
      Highlight Den einen Sumpf legt man trocken und pflegt den eigenen Sumpf
      17 0 Melden
    600
  • Charlie Brown 28.03.2017 06:36
    Highlight Trump versucht das Land eher wie ein KMU in Familienbesitz zu führen.
    69 0 Melden
    600
  • Simon 28.03.2017 05:17
    Highlight Denkungsart? Vielleicht wäre "Weg der Denkung" noch chli wörtlicher übersetzt gewesen?
    16 4 Melden
    • Anonymer 28.03.2017 08:06
      Highlight Oder halt "Art des Denkens"
      6 1 Melden
    • who cares? 28.03.2017 08:34
      Highlight Denkweise?
      12 1 Melden
    600
  • LaPaillade #BringBackHansi 28.03.2017 05:10
    Highlight Und wenn ein Präsident in Afrika so etwas macht kommen sogleich Weltbank, WTO etc. und schreien Korruption.
    66 1 Melden
    600
  • lilie 28.03.2017 04:51
    Highlight Ich finde Trumps Idee, die Regierung wie eine amerikanische Firma zu führen, irgendwie bestechend. Haben die nicht das Hire-and-Fire-Prinzip? Vorerfahrung und Diplome haben keine Bedeutung, man wird eingestellt, und wenns nicht klappt, fliegt man halt wieder raus.

    Ich finde z.B., dass der Clown mit dem orangen Gesicht nicht viel taugt. Könnte man den nicht feuern?
    61 0 Melden
    600
  • Tilman Fliegel 28.03.2017 02:45
    Highlight Es wäre sicher viel effizienter, wenn er das Parlament abschaffen würde. Bis dahin wird nichts aus der Idee, die USA zu führen wie eine Firma.
    37 10 Melden
    • R. Schmid 28.03.2017 05:20
      Highlight Zum Glück nicht. Politik ist mehr als nur Business. Der Ausgleich der Interessen, Schutz von Minderheiten, etc. gehören zwingend dazu.
      26 2 Melden
    600

Erste Republikaner planen für 2020 ohne Trump

US-Präsident Donald Trump ist zwar erst ein gutes halbes Jahr im Amt, aber die ersten Republikaner laufen sich indirekt schon für eine Kandidatur für die Wahl 2020 warm.

Die «New York Times» sprach am Sonntag von einem ungewöhnlich frühen «Schattenwahlkampf» und hob dabei insbesondere den derzeitigen Trump-Vize Mike Pence als «Schrittmacher» hervor. Er sei bereits dabei, sich eine unabhängige Machtbasis zu schaffen und seinen Status als logischer «Erbe» Trumps zu zementieren.

Als weitere potenzielle Bewerber, die schon Netzwerke knüpfen und Spender kultivieren, werden die Senatoren Ben Sasse und Tom Cotton sowie Ohios Gouverneur John Kasich genannt.

Die Zeitung …

Artikel lesen