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Donald Trump wendet sich in einer rund zweiminütigen Videobotschaft an die US-Bevölkerung. screenshot: youtube

Trump veröffentlicht Video-Botschaft: Sofortiger Rückzug aus TPP angekündigt

Publiziert: 22.11.16, 00:44 Aktualisiert: 22.11.16, 08:44

Der designierte US-Präsident Donald Trump will bereits am ersten Tag seiner Amtszeit den Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP erklären. Dies kündigte der Rechtspopulist in einer am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Videobotschaft an.

Das geplante Zwölf-Länder-Abkommen sei eine «potenzielle Katastrophe für unser Land», sagte Trump in dem Video, in dem er Pläne für die ersten 100 Tage seiner Amtszeit umriss. «Stattdessen werden wir gerechte, bilaterale Handelsverträge vereinbaren, die Arbeitsplätze und Industrien zurück nach Amerika bringen.» Mit welchen Ländern, sagte er nicht.

Japan zeigt sich irritiert

Trumps Ankündigung löste in Japan starke Irritationen aus. Das Handelsabkommen mache ohne die USA keinen Sinn, sagte Regierungssprecher Yoshihide Suga in Tokio. Ähnlich hatte sich zuvor Ministerpräsident Shinzo Abe auf einer Pressekonferenz in Buenos Aires geäussert. Neuseeland dagegen will trotz der Absage zunächst an dem Bündnis festhalten. «Wir bleiben dabei: wir haben die TPP-Gesetzgebung verabschiedet, und andere Länder werden es auch bald tun. Wir sollten erstmal abwarten und sehen, was passiert», sagte Handelsminister Todd McClay. «Wir glauben weiter, dass TPP ein wertvoller Deal für alle beteiligten Länder ist.» (sda)

Donald Trump spricht zur Bevölkerung der USA. Video: YouTube/Transition 2017

Noch am ersten Tag werde er eine entsprechende Absichtserklärung zum Rückzug aus dem Abkommen vorlegen, sagte Trump, der am 20. Januar als Präsident vereidigt werden soll. Der Ausstieg aus TPP zählte zu Trumps Wahlkampfversprechen. Der Rückzug war im Falle seines Wahlsieges erwartet worden.

Video: watson.ch

Obamas Herzstück

Das transpazifische Handelsabkommen TPP zwischen zwölf Pazifik-Anrainerstaaten sollte nach bisherigem Stand eigentlich noch vor Ende der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama im Januar vom Kongress in Washington ratifiziert werden. Es war ein Herzstück von Obamas Agenda, der damit die Verbindungen zwischen den USA und Asien stärken wollte.

Neben den Wirtschaftsmächten USA und Japan umfasst die geplante Freihandelszone Australien, Brunei, Kanada, Chile, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam. Zusammen stehen diese Länder für rund 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Nicht dabei ist China, die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt – das Abkommen war auch als Gegengewicht zur Volksrepublik gedacht.

«Amerika zuerst»

«Meine Agenda wird einem ganz einfachen Prinzip folgen», sagte Trump in seiner Rede: «Amerika an die erste Stelle zu setzen». Ob es um die Produktion von Stahl gehe, den Bau von Autos oder das Heilen von Krankheiten: Er wolle, dass all dies in den USA geschehe und so Arbeitsplätze und Wohlstand für amerikanische Arbeiter geschaffen würden.

Mit einem Bündel präsidialer Anordnungen will Trump seine Politik vom ersten Tag an vorantreiben. Neben TPP betreffe dies eine Reihe weiterer Felder. Für diese Anordnungen braucht ein US-Präsident den Kongress als Gesetzgeber nicht. Sie werden von Verfassungsrechtlern kritisiert. Obama hatte sie in seinen letzten Jahren als Präsident mehr und mehr genutzt, weil der von Republikanern dominierte Kongress seine Vorhaben vollständig blockierte.

Regulierungen streichen

Trump sagte, er werde im Energiebereich Regulierungen streichen, die auf Kosten von Jobs und Produktivität gingen. Dabei gehe es auch um das sogenannte Fracking und, wie er sagte, um saubere Kohle. So würden Millionen hoch bezahlter Jobs entstehen. «Das ist es, was wir wollen, darauf haben wir gewartet», sagte Trump. Wenn künftig eine neue Regulierung erlassen würde, müssten dafür zwei alte abgeschafft werden, sagte Trump.

Im Bereich der nationalen Sicherheit werde er die Geheimdienste anweisen, zuerst vor allem gegen Cyberattacken vorzugehen, aber auch gegen jede andere Form von Angriffen. Details nannte Trump nicht.

Visa-Missbrauch untersuchen

Im Feld der Einwanderung werde er das Arbeitsministerium anweisen, alle Fälle von Visa-Missbrauch zu untersuchen, die amerikanischen Arbeitern schadeten, sagte Trump.

Wer für die US-Regierung arbeitet, soll wie angekündigt für einen Zeitraum von fünf Jahren nicht mehr als Lobbyist tätig sein dürfen, für eine ausländische Regierung sogar auf Lebzeiten nicht mehr.

«Das sind nur einige Schritte, um Washington zu reformieren und unseren Mittelstand wieder aufzubauen», sagte Trump. Weitere würden folgen. Man werde zusammenarbeiten, um Amerika wieder für jedermann grossartig zu machen, sagte Trump. Er fügte hinzu: «Und ich meine wirklich jedermann.» (cma/sda/afp/dpa)

Das sind die reichsten US-Präsidenten

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User-Review:
Gina226 - 6.4.2016
Watson, du bist super. Ich möchte dich nicht mehr missen. ❤️
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  • Wehrli 22.11.2016 11:35
    Highlight Jobs für Alle! Nieder mit Billigprodukten aus Billigländern! Protektionismus! Milch und Honig umsonst! Gratisbier!

    Wör bauen Autöbahnen und machen dos Reich wieder gross! Make Germany great again, hats vor 80 Jahren geheissen ....
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    • andersen 22.11.2016 15:15
      Highlight Genau, man weiss ja von wo der Amerika First stammt, wichtig ist, dass wir in Europa zeigt, dass wir kein Heilsbringer braucht.
      1 0 Melden
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  • lilie 22.11.2016 10:18
    Highlight Hm, ich kann schlechz für TPP und gegen bilaterale Verträge sein, wenn ich das auch für die Schweiz gut finde, oder? Es beunruhigt mich nur, dass ich damit der gleichen Meinung bin wie Trump...

    Allerdings bin ich entschieden gegen die naive Ausbeutung der Natur in Nach-mir-die-Sintflut-Manier à la Trump. Wie kann man nur so von vorgestern sein?! 🙈
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  • Grundi72 22.11.2016 10:03
    Highlight Trump wird "Change" in die US Politik bringen. Nicht wie Obama, der auf sein Wahl-Geschwafel diesbezüglich nichts geändert hat.

    Beim Thema Fraking/Kohle sollte er aber nochmals über die Bücher..

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    • Wehrli 22.11.2016 14:09
      Highlight Das Einzige das Trömp changed, sind seine Unterhosen. Und vielleicht seine Frau, die wird ja langsam alt ...
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  • DerWeise 22.11.2016 09:44
    Highlight Für jene, die Tump/Brexit als Rassistenphänomen abtun wollen:
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  • DerWeise 22.11.2016 09:43
    Highlight Ich hoffe schwer, er hört sich betreffend Klima noch ein paar Wissenschaftler an. Ansonsten sind da Dinge dabei, die ich mir von Obama gewünscht hätte bzw. u.a. auch von Bernie Sanders kommen könnten.
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  • ojama 22.11.2016 09:20
    Highlight ich würde mich eigentlich als links sehen, aber mit dem was er da labert hab ich gar kein problem. (ok ausser die sache mit dem fracking und kohle..) es sieht aus als funktioniert der scheiss populismus auch bei leuten die dem unbedingt wiederstehen wollen. xP
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    • Lord_ICO 22.11.2016 10:35
      Highlight Alleine die Deregulierung, sollte dich als linker Wähler komplett abschrecken. Willst du wirklich der Wirtschaft freie Hand geben? Zu was das führt, hat man im Bankensektor eindrücklich gesehen.
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  • manta 22.11.2016 08:34
    Highlight Und die globale Erderwärmung zu Trump: "Ich zeig dir was ich von deinen Deregelierungsplänen halte."

    http://wat.is/XbemhBAA6kz72qwD
    6 6 Melden
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  • Jaing 22.11.2016 07:36
    Highlight TPP ist (war) nicht einfach ein FHAL, sondern in erster Linie eine wirtschaftliche Kriegserklärung der Amis an China. Deshalb erstaunt mich tatsächlich, dass Trump Worten Taten folgen lässt.
    22 4 Melden
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  • INVKR 22.11.2016 07:31
    Highlight Er will also die Verträge kündigen und stattdessen neue Verträge aufsetzen? Ich wette 50 Franken, dass die dann exakt den gleichen Inhalt aber einen anderen Namen haben werden und von seinen Anhängern gefeiert werden.
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    • Slog 22.11.2016 07:50
      Highlight Spielen wir wider Behaupterlis?
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    • Allblacks 22.11.2016 08:00
      Highlight Wette mit 😁
      12 4 Melden
    • Beobachter24 22.11.2016 10:34
      Highlight Gegen faire Handels-Abkommen, deren Inhalte auch transparent gemacht werden, bevor die Parlamente der Partner-Staaten dazu abstimmen, spricht gar nichts.
      4 1 Melden
    • Wehrli 22.11.2016 11:41
      Highlight Verhandlungen laufen immer geheim, ansonsten ist es keine Verhandlung, sondern eine Kakophonie. DANACH, darf darüber abegstimmt werden. Das Problem: Unsere ökö-wolle-bast-sozis haben den Prozess schon torpediert bevor überhaupt ein Ergeniss da war. Man hat alle Ängste & Fencheeltee hineinprojeziert und dann das Luftschloss abgeschossen. Wirklich klug.
      2 3 Melden
    • Beobachter24 22.11.2016 15:46
      Highlight @Wehrli

      ökö-wolle-bast-sozis ... pftt ...
      Und was bist Du, ein eisen-harter Neocon mit Stahlwolle auf der Brust?

      Es wurde noch nie so ein Geheimhaltungs-Gschiss gemacht wie bei TTIP.
      Siehe u.a. handelsblatt, https://goo.gl/a3pDJV
      2 0 Melden
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  • saukaibli 22.11.2016 07:16
    Highlight Das klingt ja auf den ersten Blick ganz nett, zumindest wenn man Ami ist. Die Geschichte lehrt uns jedoch, dass es das Naturell von Trump ist, grossartige Versprechen zu machen nur um diese dann nicht einzuhalten.
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    • atomschlaf 22.11.2016 10:04
      Highlight Welche Geschichte? Trump hat bisher noch nie ein politisches Amt bekleidet.
      5 2 Melden
    • Wehrli 22.11.2016 16:35
      Highlight Der Wahlkampf, oder hast du deinen Atomschlaf geschlafen? Walross Drumpf hat einen astreinen Faktenfreien Wahlschlamassel hingelegt. Vom Bauch zum Mund, unter umgehung des Gehirns. V
      0 3 Melden
    • atomschlaf 22.11.2016 18:30
      Highlight @Wehrli: Dass Politiker und Politikerinnen im Wahlkampf Versprechungen machen, die sie später nicht halten, ist leider der Normalfall und keine Spezialität von Trump.
      Ganz abgesehen davon, dass es wenig sinnvoll und ziemlich dumm ist, jemanden schon vor Amtsantritt an seinen Wahlkampfversprechen messen zu wollen.
      3 0 Melden
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  • Töfflifahrer 22.11.2016 06:59
    Highlight Die USA als Versuchskaninchen betreffend Protektionismus? Wow, ich bin mal gespannt wie das rauskommt.
    Ist ja etwas ungewohnt, die Chinesen haben begriffen, dass die ungehemmte Ausbeutung der Natur auf den Menschen zurückschlägt und dem Schutz der Natur mehr Priorität eingeräumt werden muss. Die USA machen nun genau den umgekehrten Schritt.
    62 8 Melden
    • Ruedi89 22.11.2016 09:15
      Highlight China hat das also gelern... hmm. Wer hat denn die Natur systematisch zerstört? Wer hat die Landschaft umgestaltet, dass nun die Winde den Smog nicht mehr aus Peking rausbläst? Wer hat eine Staumauer gebaut, die sogar die Gezeiten ausgleicht. Wer hat systematisch Wälder abgeholzt? Wer betreibt Uralt-Kohlekraftwerke mit Wirkungsgrad von 20%? Wer macht olympische Winterspiele in einem Skigebiet wo keine einzige natürliche Schneeflocke fällt? Wessen Böden sind massivist mid Cadmium, Blei und anderen Schwermetallen belastet. Von den Abwässern ganz zu schweigen...
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    • Töfflifahrer 22.11.2016 09:25
      Highlight Eben genau darum! Sie haben selber gesehen, dass sie Mist gebaut haben. Korrekturen werden allerdings in einem Land in dem Geschichtsverlust schlimmer als der Tod ist nur langsam erfolgen.
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  • teufelchen7 22.11.2016 06:22
    Highlight auch wenn ich kein fan von herr trunp bin....den stopp des tpps und das verbot der lobby für staatsangestellte finde ich gut.
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    • Wehrli 22.11.2016 09:56
      Highlight Finde ich gut. Eben. "Finde" so aus dem Bauch heraus, Faktenfrei, finde ich Finden auch super.
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  • D00A 22.11.2016 06:00
    Highlight Die Chinesen freuts, die springen schnell mit ihrem Handelsabkommen ein.

    "Saubere Kohle" - ich wette dieses Wort hören wir in den nächsten Monaten so oft, bis wir glauben Kohle ist weiss.

    Er weist die Geheimdienste an, gegen Cyberattacken vorzugehen - ich verwette mein rechtes Ei, dass er damit Tweets von Kritikern gemeint hat 🙄
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    • Ruedi89 22.11.2016 09:16
      Highlight
      2 0 Melden
    • Wehrli 22.11.2016 10:00
      Highlight Wäre der einzige "Safe" den Trump spielen kann. Die weisse Kohle, das Koks zu legalisieren und besteurn. Bei einer errechneten Gewinnmarge von 350 MRd (UNO schätzung) allein für die USA, wäre mit 35% tax doch 100 mrd da für Strukturbau. Und die kriminallität sinkt massiv.
      3 1 Melden
    • D00A 22.11.2016 11:44
      Highlight Das ist eine ganz geile Idee Wehrli. 👍👌

      Hab grad gestern "the 13th" anfangen zu schauen. Eine Legalisierung und ordentliche Besteuerung von Drogen würde auch an einem anderen Ort spaten: dem absurd hohen Etat für Strafvollzug.
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    • Wehrli 22.11.2016 14:12
      Highlight Wir könnten dann dafür missliebige Blogger und Kommentarschreiber einlochen. Make Schwiiz great again! Bei uns würde das Drogengeld für eine Mauer reichen um ganz Ballenberg-Herrliberg.
      2 1 Melden
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  • malu 64 22.11.2016 02:28
    Highlight Wer soll den in zukünftigen Fabriken produzieren? Es werden Roboter oder Immigranten sein. Ich bin nicht Freund von
    TPP.
    38 13 Melden
    • Wehrli 22.11.2016 10:02
      Highlight TPP geht es darum Handelshemmnisse zu beseitigen. Aber o.k., soll jedes LAnd wieder selber Kaffe, Bananen und Zuckerrüben anbauen, jedes Land näht seine eigenen Jeans, und führt seine eigenen Kriege gegen den Nachbarn, so wie früher, zu Omas beschissenen Zeiten.
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  • willey 22.11.2016 01:13
    Highlight Gar keine soo schlechten Massnahmen! Da könnte sich unser Bundesrat auch mal eine Scheibe abschneiden. Vor Allem könnte der BR mal ein Zeichen gegen TTIP und CETA setzen! Auch die Massnahme betreffend Regulationen finde ich eine gute Sache.
    71 93 Melden
    • Lord_ICO 22.11.2016 01:26
      Highlight Ja vor allem die Rückkehr zur Stromgewinnung aus Fossilen Brennstoffen ist grossartig endlich mal jemand der nach vorne denkt, wer braucht schon saubere Luft,wenn er billigen Strom hat.
      Die Massnahme gegen Regulationen dient dazu, der Privatwirtschaft wieder mehr Freiheiten zu geben, besonders im Bankensektor, wozu dass dies führen wird kannst du sehen, blicke fünf Jahre zurück. Unglaublich wie schnell man die Finanzkrise vergessen kann, aber die Banken haben sicher daraus gelernt vertrauen wir ihnen.
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    • Maett 22.11.2016 03:44
      Highlight @Lord_ICO: man muss das aber auch pragmatisch sehen, das Zeug wird sowieso verfeuert werden. Wenn wir's nicht tun, dann eben andere. Wir geben also einen Haufen Geld aus, während andere aus fossilen Energien vermehrt billigen Strom produzieren, weshalb unsere tolle Nachhaltigkeitspolitik aufs Weltklima eigentlich keinen Einfluss haben wird.

      Das tun wir so lange bis wir (auch) arm sind und uns wieder nur noch diese Brennstoffe leisten können.

      Ihr Problem ist zu glauben, dass der Mensch lernfähig ist. Ich glaube, dass der Mensch aufhört Öl, Kohle etc. zu verbrennen, wenn nichts mehr da ist.
      39 131 Melden
    • Alex23 22.11.2016 05:03
      Highlight Ja klar, Maett. Warum Lösungen für Probleme suchen, wenn andere das auch nicht tun? Warum an die Zukunft dieses Planeten denken? Tun andere doch auch nicht! Lassen wir doch alle einfach die Sau raus. Kostet weniger, und überhaupt.
      Wenn dann alles verbrannt und im Eimer ist, hören wir auf. Richtig, weil dann sowieso alles vorbei ist.

      Und sowas nennt einer dann "pragmatisch sehen".
      110 15 Melden
    • x4253 22.11.2016 05:54
      Highlight @Maett
      Diese Ansicht greift leider etwas kurz. Verfeuern die reichen Länder weiterhin fossile Brennstoffe, so gibt es auch keinen Anreiz Ressourcen in die Erforschung und Weiterentwicklung von alternativen zu stecken. Man steht dann sehr blöd da, wenn die Preise steigen.
      Billigen Strom zu produzieren muss mann sich leisten können.
      Gerade Erdöl zu verfeuern (egal zu welchem Zweck) kommt schon fast mit dem verfeuern eines Picasso gleich.
      53 4 Melden
    • CASSIO 22.11.2016 06:14
      Highlight Maett, Blödsinn. Wenn die Nachfrage nach Kohle einbricht, dann brechen die Preise ein. Wenn die Preise einbrechen, dann wird keine Kohle mehr geschürft, weil die Kosten für die Rohstoffgewinnung den Marktpreis übersteigen. In diesem Falle ist es sinnvoller, das Bergwerk stillzulegen. Ist heute ein riesen Problem in Polen, deshalb sind auch dort Personen an die Macht gekommen, welche denselben Bullshit wie Trump labern,aber keinen eigentlichen Plan haben.
      35 4 Melden
    • Menel 22.11.2016 07:20
      Highlight Das Problem ist doch, dass wir Stoffe wie Erdöl für mittlerweile alles brauchen. Geht uns das Erdöl aus, ist unser kleinstes Problem, dass wir nicht mehr Autofahren können. Die ganze Pharma baut auf Erdölprodukte auf. Unsere Technologien benötigen Erdölprodukte. Es grenzt an Perversion, dass wir diesen wichtigen Rohstoff einfach "verfeuern". Wir müssen ihn sparen, sonst wird es uns ins Mittelalter zurück katapultieren. Es gibt ja schon in so vielen Bereichen gute Alternativen dafür...
      25 5 Melden
    • Fabio74 22.11.2016 07:26
      Highlight @maett:genau tun wirs auch weils die anderen tun.. Und ja nicht weiterdenken und auch nicht an die Konsequenzen.
      14 3 Melden
    • Töfflifahrer 22.11.2016 09:12
      Highlight Seht es doch auch als Chance! Wenn Trump das umsetzt was er im Wahlkampf rausposaunte, dürften Leute wie Musk etc. neue Standorte suchen. Denn der Rest der Welt hat langsam eingesehen, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Es wäre nun möglich das bestehende Know How betr. alternativer Energien aus den USA abzuwerben. Wir haben nun ein Zeitfenster von ca. 4 Jahren dazu.
      6 0 Melden
    • Flying Dutchman 22.11.2016 09:20
      Highlight Wenn die Kohle, das Erdgas, das Erdöl tatsächlich in ein paar Jahrzehnten aufgebraucht wäre dann kœnnte man schon sagen... tja, wenns weg ist kommen dann die Erneuerbaren Energiegewinnungsformen zum Zug. Das Problem ist, es wird nicht zur neige gehen, nur die Art von relativ leicht zugänglichen fossilen energie-trägern geht zur neige, es gibt unglaublich grosse reserven die einfach schwerer zugäglich sind, d.h. auch mit grösseren umweltschäden und Risiko verbunden sind. Wenn nicht bald umgestellt wird, ist es zu spät. Und wenn du's nicht glaubst, es gibt genügend Literatur zum nachlesen.
      5 1 Melden
    • Lord_ICO 22.11.2016 10:29
      Highlight @maett
      Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, macht Länder wie die Schweiz erpressbar, stell dir vor jemand dreht uns den Hahn zu, was würde uns das kosten?
      Es ist interessant zu sehen, das man bei der Nahrung Landwirte subventioniert, um im Kriegsfall Autark zu sein. Bei der Energie, scheint dies jedoch niemanden zu interessieren, da ist es komplett egal ob wir Autark funktionieren können.
      Wer nur etwas über den Tellerrand hinaus sieht, merkt dass die erneuerbaren Energien auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll sind.
      Was du pragmatismus nennst, nenne ich Egoismus.
      6 1 Melden
    600
  • Bärerklär 22.11.2016 01:09
    Highlight What a twat. Mal ehrlich - und politisch unkorrekt - wie bekifft oder betrunken muss man seine Schulzeit eigentlich verbracht haben, dass man als US-Amerikaner oder Westeuropäer Angst vor Freihandel haben muss? Bisher waren wir durchwegs Gewinner in dieser Spielerei.
    50 95 Melden
    • Beobachter24 22.11.2016 01:43
      Highlight Kennst Du die Details der TTIP-Verträge?

      Lass mal hören!

      81 16 Melden
    • Philipp Burri 22.11.2016 01:54
      Highlight Da lediglich Kosten, nicht aber Gewinne sozialisiert werden, eine reichlich dümmliche Ansicht.
      75 9 Melden
    • Silent_Revolution 22.11.2016 02:09
      Highlight Stell dir vor, es gibt tatsächlich Menschen, die zufällig auf der "Gewinnerseite" geboren sind, welche die überwiegend negativen Auswirkungen der Globalisierung nicht verantworten wollen. Es geht nicht darum Angst zu haben, auf der Verliererseite zu stehen. Das Kiffen oder Trinken in anständigem Masse und in guter Gesellschaft hat schon manchem geholfen, seine Sichtweise etwas zu überdenken. Kann ich dir also nur empfehlen
      45 10 Melden
    • Maett 22.11.2016 03:41
      Highlight @Bärerklär: wenn ein Economiesuisse-Präsident so argumentiert, kann ich das ja verstehen, immerhin profitiert seine Clique davon. Aber zeigen Sie mir mal auf, weshalb die breite Bevölkerungsschicht von Freihandelsabkommen profitiert. Weil sie dank daraus folgender stärkerer Arbeitslosigkeit (zumindest aus Schweizer Sicht) mehr Freizeit hat?
      55 10 Melden
    • thefru1 22.11.2016 05:55
      Highlight Allen, die sich gegen den freien Handel stellen, kann ich nur das Buch "Volkswirtschaftslehre" von Professor Aymo Brunetti empfehlen.
      11 26 Melden
    • LeChef 22.11.2016 06:30
      Highlight Es ist immer wieder überraschend, dass Leute, die auf Biegen und Brechen die Bilateralen behalten wollen, dann plötzlich gegen Freihandel sind, wenn es um die USA geht. Die Bilateralen sind nichts anderes als Freihandelsabkommen.
      @Philipp: Wie werden denn diese "Kosten sozialisiert"? Nichts als Buzz words.
      @Maett: Welche Arbeitslosigkeit? Der Vorteil des Freihandels ist eigentlich intuitiv. Nehmen wir an, du züchtest Honigbienen und ich Schweine. Macht es dann Sinn, dass du dir auch einen Schweinestall baust? Nein, es kommt viel billiger, wenn du Fleisch bei mir kaufst und ich Honig bei dir!
      12 16 Melden
    • moedesty 22.11.2016 07:06
      Highlight @thefru1: und ich empfehle dir eine portion genunder menschenverstand.
      6 9 Melden
    • the.oracel 22.11.2016 07:06
      Highlight Volkswirtschaftslehre?! Haha, guter Witz - dann solltest du ja bereits wissen, dass viele der Theorien, die beschrieben werden, so gar nicht mehr funktionieren... Nur schon der Geldfluss ist ja total gestört. Da wird Geld gedruckt in den Staaten, da wird Geld gedruckt in der EU und all das ohne realen Gegenwert. Und wenn diese Theorien ja so super funktionieren würden, warum hat die Postfinance Negativzins eingeführt?!
      17 7 Melden
    • LeChef 22.11.2016 07:22
      Highlight Oracel: Die Negativzinsen gelten erst ab einer gewissen Summe. Die Post Finance hat das nur gemacht, weil sie besonderen Regulierungen unterliegt, die ihr Kreditgeschäft einschränken. So kann sie ihre Einlagen nicht quersubvebtionieren. Aber sie bewegt sich hier durchaus auf einem schmalen Grad; dieses Risiko würde sie nicht ohne Not eingehen.
      Und was hat die exzessive Geldschöpfung mit einem Versagen der VWL zu tun?
      5 7 Melden
    • Aged 22.11.2016 07:30
      Highlight @lechef: Trump möchte aber TIPP durch Bilaterale ersetzen.
      3 2 Melden
    • Menel 22.11.2016 07:44
      Highlight Gegen TTIP, weil ich nicht möchte, dass Konzerne unser Land verklagen und Schadensersatz fordern können, falls wir als Land zB. Mindestlöhne anheben (denn wer zahlt die Strafe? Genau, wir!). Bin auch dagegen, weil die US-Mentalität dann durchgesetzt wird, dass Produkte am Konsument "getestet" werden und nicht bevor sie auf den Markt kommen. Das geht in den USA wunderbar, da kann man dann Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe fordern, in Europa ist dies aber nicht möglich. Darum, Danke, aber NEIN danke!
      26 4 Melden
    • the.oracel 22.11.2016 08:02
      Highlight @LeChef: das mit den 100k ist klar. Aber denkst du wirklich es wird dort bleiben? Eine Frage der Zeit. Zu deiner Frage geb ich dir paar Stichwörter: Geldmenge, Nationalbanken, Wirtschaftskreislauf, Inflation/Deflation. Wenn Banken versagen, wenn Nationalbanken (Staat) versagen vorausgesetzt die Nationalbank gehört dem Staat, dann sind die ein Teil des Systems. Und wenn wir als Normalbürger mit unseren Gelder die Probleme der Banken tragen müssen, dann haben die VWL-Theorien definitiv versagt.
      4 3 Melden
    • Triumvir 22.11.2016 08:05
      Highlight Dreck produzierendes America first. Armer Planet der solche Länder beherbergen muss...
      3 3 Melden
    • Philipp Burri 22.11.2016 08:46
      Highlight @LeChef: Also da muss man ja nun echt nicht lange überlegen: Kosten für Infrastruktur, Bildungs- und Gesundheitswesen z.B
      1 2 Melden
    • Töfflifahrer 22.11.2016 09:19
      Highlight Wie Menel bereits ausführte, hebeln diese Freihandelsabkommen die nationalen Gesetze aus. Das ist nicht tolerierbar!
      Die Auswirkungen betr. Arbeitslosigkeit sieht man gut in den USA wo die Masse an Arbeitsplätzen der Autoindustrie ins billigere Mexiko verlagert wurden. Andererseits hebeln US Firmen die Mexikanischen Gesetze aus. Das betrifft Gentech, Arbeitsplatzsicherheit, Produktsicherheit etc.
      Mit Verlaub, solche Zustände will ich hier nicht.
      6 2 Melden
    • Ruedi89 22.11.2016 09:26
      Highlight @Menel: Bin auch sehr kritisch gegenüber TTIP. Weil ich z.B. nicht möchte, dass Chlorhühner, Hormonfleisch und Gentechpflanzen bei uns den Markt überschwemmen. Ich sehe auch deinen Punkt mit den Klagen. Hingegen dass US-Konzerne am Konsumenten "testen" sehe ich nicht so. Aufgrund des US-Haftpflichtrechtes. Produkteschutz ist in den Staaten häufig fast besser als bei uns...
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    • LeChef 22.11.2016 09:34
      Highlight Oracel: Die VWL kann nichts dafür, wenn der Staat versagt. Leider sind Politiker (und ihre Wähler...) in den seltensten Fällen Ökonomen, und selbst wenn, sind sie doch primär Politiker. Aber gegen das "falsches System" Totschlagargument kann ich natürlich schwer ankommen.
      @Philipp: Was hat denn das mit Freihandel zu tun? Mit freiem Personenverkehr vielleicht. Das sind dann aber doch zwei unterschiedliche Paar Schuhe...
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    • Wehrli 22.11.2016 10:06
      Highlight Faktenfreie Disukussion hier. Als wäre digitalisierung, das Wetter oder Globalisierung etwas verhandelbares. Mit den Auswirkungen kann man spielen, Rahmenbedingungen schaffen. Aber Globalisierung aufzuhalten ist tatsächlich ein Hirnfurz der Bildungsfremden Kifferschüler.
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    • Töfflifahrer 22.11.2016 11:01
      Highlight @ruedi89: das mag für die USA mit ihrem Rechssystem und der Möglichkeit von exorbitant hohen Klagen und Sammelklagen gelten. Dies ist in Europa aber fremd. Auch wenn unser Rechtssystem diesbezüglich dem der USA angeglichen würde, was ich persönlich gar nicht will, heisst es nicht, dass diese Urteile für die betroffenen Firmen Auswirkungen hätten, da ja diese Entscheide von der anonymen Stelle gekippt werden können.
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    • deleted_622296880 22.11.2016 11:19
      Highlight Ruedi: Was Menel wohl meint, ist die grundlegend unterschiedliche Lebensmittelzulassung:

      "Die wichtigste Änderung im Bereich der Lebensmittelsicherheit wäre für die US-Lebensmittelindustrie die Aufgabe des sogenannten „Vorsorgeprinzip“ durch die EU. Diesem Prinzip zufolge, kann ein Produkt auch dann vom Markt genommen
      werden, wenn ein Risiko für die menschliche Gesundheit besteht, auch wenn die Daten dies noch nicht ausreichend unter Beweis stellen. Europäische Lebensmittelkonzerne müssen nachweisen, dass die eigenen Produkte ungefährlich sind, in den USA gilt das gegenteilige Prinzip.
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    • deleted_622296880 22.11.2016 11:19
      Highlight Die öffentlichen Behörden müssen nachweisen, dass die Produkte schädlich sind, damit diese vom Markt genommen werden, dadurch werden so gut wie alle Produkte zugelassen. "
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    • Maett 22.11.2016 19:07
      Highlight @LeChef: "Nehmen wir an, du züchtest Honigbienen und ich Schweine. Macht es dann Sinn, dass du dir auch einen Schweinestall baust?" - nein das macht keinen Sinn, das Beispiel geht aber am Thema vorbei. Ich betrachte das nicht aus Sicht der Investoren, sondern der Völker.

      Nur weil andere auch Schweine züchten, muss man nicht Abhängigkeit und arbeitslose Schweinebauern in Kauf nehmen. Besonders wir als Schweiz könnten jede lohnintensive Branche begraben - leider muss man die Leute aber weiter beschäftigen, ansonsten wird's populistisch bis extremistisch - denn nicht jeder taugt zum Ingenieur.
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    • LeChef 22.11.2016 20:43
      Highlight Dienstleistungen werden immer nachgefragt, weil diese nicht transportiert werden können. Bis jetzt war der Schweizer Arbeitsmarkt noch immer flexibel genug, auch zusätzliche Arbeitskräfte aufzunehmen bzw. neue Stellen zu schaffen. Ich bin überzeugt, dass wir uns vor Abwanderung nicht fürchten müssen. Um bei der Analogie zu bleiben; Schweinezüchter können wahrscheinlich auch noch andere Dinge. Aber ja, du hast recht. Lohnintensive, unspezialisierte Produkionsbranchen (Bsp. Textilien) wären zu teuer in der Schweiz. Die sind aber auch samt und sonders bereits abgewandert, schon vor Jahrzehnten.
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    • Bärerklär 24.11.2016 00:52
      Highlight OK ich habe ein wenig getrollt- aber das Feedback ist überwältigend.

      Dennoch: (ungetrollt) Ich bin der Meinung, dass Freihandel zu engeren Bindungen mit anderen Staaten führt und zu konstruktiveren und wohl auch für beide Seiten bereichernden Ergebnissen führt. Eine berechtigte Frage könnte sein, ob unsere Handelsverträge mit Drittweltländern wirklich fair sind.

      Letztlich bin ich aber doch der Meinung, dass wer sich vor Einwanderern im Arbeitsmarkt fürchtet, zunächst einmal seine Ausbildung und sein Engagement überdenken sollte.
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    • Töfflifahrer 24.11.2016 06:56
      Highlight @Bärerklärer: FH mit gleich langen Spiessen, der sich auch nach dem Recht der Staaten ausrichtet? Dem ist nichts entgegenzusetzen! Aber NAFTA, TPP, TTIPP und wie die alle heissen können Gesetze einzelner Mitgliederstaaten aushebeln. Das ist definitiv ein NO GO!

      Das mit den Einwanderern muss wohl auch etwas differenziert gesehen werden. Einerseits kenne Ich Firmen deren HR mit Deutschen besetzt ist und kein Wunder meist Deutsche einstellt. Denn diese HR's kennen oft die Diplome und Wertigkeit unserer Ausbildung nicht genügen.
      Dann sind ausländische Arbeitskräfte meist auch noch billiger.
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