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Fünf Tage nach der Tat rätseln die Ermittler noch immer über die Hintergründe dieses Angriffs. Bild: AP/AP

Massenmord von Las Vegas: Polizei spricht über Paddocks Notizzettel – und rätselt.

Die Polizei kommt nach dem Massenmord von Las Vegas bei der Suche nach dem Motiv nicht weiter. Sie bittet die Bevölkerung um Hilfe. Derweil werden neue Details zu der Tat bekannt.

07.10.17, 10:37 07.10.17, 16:46

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Auf der Suche nach einem Motiv des Massenmörders von Las Vegas kommen die Ermittler nicht voran. Fünf Tage nach dem schrecklichen Blutbad hat die Polizei nun erstmals Auskunft über den Notizzettel gegeben, der in der Suite von Stephen Paddock gefunden wurde. Allerdings gab das Geschriebene auf dem gelben Zettel den Beamten nur noch zusätzliche Rätsel auf. Er enthielt eine Serie von Zahlen, teilte Sheriff Kevin McMahill am Freitag (Ortszeit) mit. «Wir wissen nicht, was sie bedeuten.»

Der Notizzettel in der Suite, von der aus Paddock 58 Menschen erschoss.

Stephen C. Paddocks hat bei seinem Massenmord in Las Vegas auch einen grossen Treibstofftank am nahegelegenen McCarran-Flughafen getroffen. Eine Kugel durchschlug laut einem Flughafensprecher die Aussenhaut, löste aber keinen Brand aus. Ein weiteres Projektil blieb in der Hülle des etwa zur Hälfte gefüllten Behälters stecken.

Ob der Schütze absichtlich auf den rund 600 Meter entfernten und umgerechnet knapp sieben Millionen Liter fassenden Tank zielte, ist offen. Aus einer Suite im 32. Stock eines Hotels hatte er auf Besucher eines Konzertes gefeuert und mindestens 58 Menschen erschossen. Als die Polizei vor dem Hotelzimmer stand, tötete der Schütze sich selbst.

Fünf Tage nach der Tat rätseln die Ermittler noch immer über die Hintergründe dieses Angriffs. «Wir haben immer noch kein klares Motiv oder einen Grund warum», sagte Kevin McMahill von der Polizei Las Vegas. Die Beamten haben die Bevölkerung nun auf Schautafeln um Hinweise auf mögliche Motive des 64-Jährigen gebeten.

Keine Hinweise auf Verbindung zum IS

«Wenn Sie etwas wissen, sagen Sie es», heisst es auf den Schildern auf denen eine Telefonnummer der US-Bundespolizei FBI angegeben ist. «Wir haben bereits alles untersucht», sagte der hörbar frustrierte Polizist McMahill.

Es gebe nach wie vor auch keine Hinweise auf eine Verbindung des Schützen Stephen Paddock zur Dschihadistenmiliz «Islamischer Staat» (IS). Der IS hatte den Anschlag auf ein Open-Air-Konzert in Las Vegas für sich reklamiert. Daran gibt es jedoch erhebliche Zweifel. Die Ermittler gehen etwa davon aus, dass Paddock ursprünglich geplant hatte, noch zu fliehen.

Paddock soll zudem in den Tagen vor seiner Tat auch die Dienste einer Prostituierte in Anspruch genommen haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten US-Bundesbeamten.

«Man muss schon ein Amateur-Terrorist sein, um daran zu glauben»

Luftfahrtexperte Mike Boyd

Weitere Escort-Damen würden demnach befragt. Zudem soll der Attentäter in den vergangenen Jahren mit seiner Freundin Marilou Danley, die von den Anschlagsplänen nichts gewusst haben will, mindestens ein Dutzend Reisen unternommen haben, darunter auch in den Nahen Osten. Eine Bestätigung für all diese Angaben gibt es bislang nicht.

Klar dagegen ist: Selbst wenn Paddock die Treibstofftanks am Flughafen mit seiner Schusswaffe treffen wollte, war es von Anfang an unwahrscheinlich, dass er dadurch ein Feuer oder eine Explosion auslösen konnte. Flughafensprecher Chris Jones sagte, Flugzeugsprit sei nur schwer durch Kugeln zu entflammen. «Man muss schon ein Amateur-Terrorist sein, um daran zu glauben», sagte auch Luftfahrtexperte Mike Boyd laut «Las Vegas Review-Journal».

Waffenschau abgesagt

In den USA trauern derweil weiter viele Menschen um die Opfer des Massenmordes. Vor dem Eishockey-Spiel der Las Vegas Golden Knights gegen die Dallas Stars im US-Bundesstaat Texas stellten sich die Dallas-Spieler für die Nationalhymne hinter das NHL-Team aus Las Vegas, um ihre Solidarität auszudrücken.

Eine für dieses Wochenende geplante Waffenschau im Eastside Cannery Casino Hotel sagten die Organisatoren ab. Auch die National Rifle Association (NRA) zeigte sich zu einem (kleinen) Zugeständnis bereit: Ein Verkaufsverbot für sogenannte Bump Stocks solle geprüft werden, mit der halbautomatische zu vollautomatischen Waffen umgerüstet werden können.

Nach Angaben der Ermittler hat der Attentäter von Las Vegas eine frei erhältliche und legale Umbauvorrichtung benutzt. Er konnte so bis zu 900 Schuss pro Minute abgeben. In dem minutenlangen Dauerfeuer waren mehr als 500 Menschen verletzt worden. Einige von ihnen schweben noch in Lebensgefahr. (apr/Reuters/AP/AFP)

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  • Rendel 07.10.2017 17:19
    Highlight Hört mal auf hier bei Watson, ständig neue Schlagzeilen zu machen, wenn es gar keine neuen Informationen gibt.

    Es gäbe viele Dinge über die man berichten kann, die relevanter sind.

    Danke!

    135 11 Melden
  • tzhkuda7 07.10.2017 14:14
    Highlight Hört mal mit dem IS auf. Die kann man gar nicht mehr ernst nehmen.

    Selbst wenn es in Zürich in einem Tunnel zur Massenkarambolage kommt mit mehreren Toten, werden die sagen sie waren es.
    Die sagen immer, das sie es waren.

    Gebt solch einer Dreckorganisation nicht noch mehr Plattform und das bei jedem Artikel!
    191 12 Melden
    • Kunibert der fiese 07.10.2017 16:50
      Highlight Gestern bin ich auf einen legostein getreten, der IS hat sich zu diesem anschlag bekannt.
      144 7 Melden
    • JaneSoda 07.10.2017 16:59
      Highlight Und wenn wir die schon namentlich erwähnen müssen, dann bitte "Daesh" als Bezeichnung verwenden ;-)
      48 3 Melden
    • DaCrooked 07.10.2017 19:17
      Highlight Kanns auch nicht verstehen dass das Leute noch nicht begriffen haben. Die bekennen sich zu allem. Die wollen die Aufmerksamkeit.
      13 0 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 07.10.2017 12:25
    Highlight Hier sieht man gut wie auch die Medien im dunkeln tappen, und daher (Verschwörungs-)Theorien aufstellen müssen, ist ganz normal bei jedem Kriminalfall. Nur weil viele hier immer gerade blitzen, wenn jemand kritische Fragen stellt. Dabei ist das wichtig und die Medien tun es zu wenig.
    30 60 Melden
    • SemperFi 07.10.2017 14:52
      Highlight @Wendelspiess: Es ist wirklich nicht die Aufgabe der Medien und der Öffentlichkeit, Kriminalfälle zu lösen. Und nicht jeder der Fragen stellt, trägt zu Wahrheitsfindung bei. Lasst die Behörden einfach ihre Arbeit tun, denn das ist ihr Job. Aber es braucht halt gelegentlich etwas mehr Zeit als 40' wie bei NCIS.
      79 5 Melden
    • Rendel 07.10.2017 15:16
      Highlight Man kann kritische Fragen stellen oder einfach fragen, weil man kritisch toll findet ^^ .

      Das Motiv des Täters wird, so wie es aussieht immer im Dunkeln bleiben, er hat es mit in den Tod genommen.

      Menschen müssen mit mancher Ungewissheit leben. Das ist nicht angenehm, aber immer noch besser als wilde Theorien und Spekulationen, die nur das eigene Weltbild bestätigen sollen.
      41 3 Melden
  • Optimistic Goose 07.10.2017 11:36
    Highlight Also was, Flughafensprecherhaut ist hochexplosiv?
    4 41 Melden
  • LeChef 07.10.2017 10:50
    Highlight 900 Schuss pro Minute.. Und zwei(!) Kugeln treffen den Treibstofftank. Wie kann da jemand ernsthaft in Erwägung ziehen, dass er den Tank absichtlich treffen wollte?
    102 22 Melden
    • Jaing 07.10.2017 12:00
      Highlight Hast du dir mal die Entfernung angeschaut? Die Streuung ist zudem gross, wenn man Serienfeuer schiesst.
      28 8 Melden
    • Nuka Cola 07.10.2017 12:23
      Highlight In anderen Berichten wird wiederum von 500 Schuss/Minute gesprochen, aber seh das gleich wie du, zwei Schüsse, da hat er halt das Gewehr verzogen, aber sicherlich nicht gezielt.
      40 8 Melden
    • bokl 07.10.2017 12:44
      Highlight Der Flughafen liegt in einer anderen Richtung. Dafür hat er wohl das zweite Fenster zerschlagen. Also doch eher Absicht.
      28 7 Melden
    • road¦runner 07.10.2017 12:53
      Highlight Eine Theorie besagt, dass er durch brennende Tanks das Publikum nach Schutz/Deckung suchend näher zum Hotel treiben wollte.
      Würde es sich um Querschläger handeln, wie Du vermutlich denkst anhand deines Texts zu urteilen, hätten die Kugeln nicht mehr genug Energie gehabt, dass zumindest eine die komplette Wandung hätte durchschlagen können.
      Dem entgegen zu setzen ist, dass allgemein bekannt ist, dass ein Tank durch Beschuss kaum Feuer fängt.
      26 4 Melden
    • John Smith (2) 07.10.2017 13:54
      Highlight Was, ein Tank fängt durch Beschuss KEIN Feuer? Du hast offensichtlich noch nie einen Hollywood-Film gesehen!
      75 10 Melden
    • Karl33 07.10.2017 14:06
      Highlight 900 schuss pro minute ist ein völlig theoretischer wert. spätestens wenn das magazin leer war, musste er dieses wechseln. das ist nicht wie bei rambo mit den munitionsgurten um die hüften...
      49 7 Melden
    • Saraina 07.10.2017 16:49
      Highlight Er musste kein Magazin wechseln. Er hat einfach die nächste Waffe genommen. Immerhin waren 23 Waffen im Zimmer.
      15 6 Melden
    • Mario Conconi 07.10.2017 17:00
      Highlight Aber vileicht mit Trommelmagazinen die fassen auch bis zu 100Schuss und sind in ein paar Sekunden gewechselt. Aber ich gebe dir vollkommen Recht reine Theorie dieser Wert
      6 2 Melden
    • LeChef 07.10.2017 17:24
      Highlight Um das aufzuklären: Diese Angaben sind Feuergeschwindigkeiten, keine Werte für die tatsächliche Anzahl Projektile pro Minute..

      Nehmen wir an seine Waffe feuert 500 Schuss pro Minute. Das wären 8,3 Schuss/Sekunde. Ein typisches Sturmgewehr-Magazin ist dann nach 2-4 Sec leer.

      Die Streuung ist natürlich ein Faktor. Ich wage trotzdem mal zu behaupten, dass es bei so einer Feuergeschwindigkeit unmöglich ist, absichtlich nur zwei Kugeln in den Tank zu feuern.

      Aber ich bin weder Kriminaltechniker noch Ballistiker (oder wer auch immer sich damit auskennt), deshalb mag das auch falsch sein.
      13 1 Melden
    • redeye70 07.10.2017 17:33
      Highlight @Saraina
      Absolut richtig! Bei den langen Feuerstössen sind die Läufe sicherlich überhitzt wenn nicht sogar ausgebrannt. Er hat ja Sturmgewehre benutzt, kein Maschinengewehr das konstruktionsbedingt schneller und besser abkühlt. Als Waffenkenner wusster er darum und nahm einfach genug Gewehre mit. Somit hat sich auch der Magazinwechsel vermutlich erübrigt.
      12 1 Melden

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