International

Ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden: Ex-Aussenminister Colin Powell. Bild: Pablo Martinez Monsivais/AP/KEYSTONE

Ex-Aussenminister Powell lästert in E-Mails über Trump und Clinton

Publiziert: 15.09.16, 00:44 Aktualisiert: 15.09.16, 06:16

Der ehemalige US-Aussenminister Colin Powell ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. E-Mails des Republikaners, die am Mittwoch öffentlich wurden, offenbaren seine vernichtende Kritik an den beiden Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton.

Powell bezeichnete Trump darin als «nationale Schande». Er spreche die schlimmsten Seiten der Republikaner und der weissen Mittelschicht an.

Clinton kritisierte er für ihren Umgang mit der E-Mail-Affäre. «Alles was (Clinton) anfasst, macht sie mit ihrer Überheblichkeit kaputt», schrieb Powell. Sie habe es versäumt, die Vorwürfe rechtzeitig aus der Welt zu räumen.

Powell bestätigt Echtheit der Mails

Die Demokratin hatte in ihrer Zeit als Aussenministerin vorschriftswidrig einen privaten E-Mail-Server für ihre Kommunikation benutzt. Powell nutzte in seiner Amtszeit (2001-2005) einen privaten Account.

In den gehackten E-Mails pochte er darauf, dass das etwas anderes gewesen sei. Er habe Clintons Team davor gewarnt, ihn in die Affäre mit hineinzuziehen, heisst es an anderer Stelle.

Powell bestätigte NBC News die Echtheit der gehackten Dokumente. Die Hacker seien im Besitz vieler weiterer E-Mails, sagte er. Die Enthüllungsseite «DCLeaks.com» hatte den Schriftverkehr online gestellt. Die Dokumente waren passwortgeschützt, mehrere US-Medien veröffentlichten Auszüge daraus. (cma/sda/dpa)

Doppelgängerin, Parkinson, Vergiftung – wilde Gerüchte um kranke Hillary Clinton

Meistgelesen

1

Führerschein weg, 7000 Franken weg – warum Theo nach einer …

2

So macht's der «Blick» – Wie würdest du diese Story tit(t)eln? …

3

25 Dinge, die dir nur in der Schweiz im Zug passieren

4

Ich mach seit 20 Jahren Interviews. Keins war so ein Desaster wie das …

5

Jetzt wirds peinlich! Die watson-Redaktoren rechtfertigen ihren ERSTEN …

Meistkommentiert

1

Dieses Restaurant in Zürich führt als erstes der Schweiz …

2

Der PICDUMP ist da! 💪

3

Kein Wunder, wurde das Instrument des Grauens einst Fotzhobel genannt: …

4

Frauen sollen länger arbeiten: Nationalrat beschliesst Rentenalter 65

5

Es gibt keinen Gott: Die Wichtigkeit der Nichtigkeit

Meistgeteilt

1

«Sie hät ja gseit!» Dübendorfs Widmer trotz Cup-Out der …

2

SC Bern scheitert blamabel an Ticino Rockets – Davos ohne Probleme

3

Die 12 nervigsten Nachbarn

4

«Das Problem bei Gölä ist, dass er einen Mund hat»

5

«Nicht als fehlende Wertschätzung zu verstehen» – die …

7 Kommentare anzeigen
7
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Pokus 15.09.2016 07:51
    Highlight Die wollen ja keine Privatsphäre *schulterzuck*
    7 0 Melden
    600
  • Ton 15.09.2016 07:09
    Highlight Ein Detail habt ihr in eurer Berichterstattung nicht erwähnt: Die Leaks bezüglich Powell sind zwar polarisierend, aber nur ein kleiner Bestandteil.

    Unter anderem zeigt das neue Leak wie Botschafterstellen per Clinton Foundation an den höchsten Bieter gingen. In teils E-Mails wird explizit von pay-to-play gesprochen. Eine Liste einiger solcher Fälle hier: https://twitter.com/BernieCrats1/status/776229307299590144

    Zusätzlich fand am 13.09.2016 eine Anhörung mit dem FBI statt. Das FBI muss die gesamte Criminal Investigation gegen Clinton veröffentlichen, ohne Zensuren.
    7 0 Melden
    • MaskedGaijin 15.09.2016 09:03
      Highlight Bin auch überrascht wie wenig über die Clinton Foundation geschrieben wird. Dokus wie "Clinton Cash" werden als AltRight, faschistoid oder Verschwöhrungstheorie abgetan... So sauber scheint die Foundation also doch nicht zu sein.
      8 1 Melden
    600
  • E. Edward Grey 15.09.2016 05:58
    Highlight Letzter Satz: "Die Dokumente waren passwortgeschützt, mehrere US-Medien veröffentlichten Auszüge daraus." - Huh?
    11 0 Melden
    • Ton 15.09.2016 07:01
      Highlight Wikileaks hat gemeinsam Link und Passwort veröffentlicht, jeder auf Twitter konnte sich direkt einloggen. ;)
      4 0 Melden
    600
  • Stachanowist 15.09.2016 00:57
    Highlight Colin Powell - war das nicht der Mann, der vor dem UN-Sicherheitsrat die Verschwörungstheorie zu den irakischen Massenvernichtungswaffen vertreten hat? Also derjenige, der mit seinen Lügen massgeblich dazu beitrug, dass die Iraker seit 2003 im Blut ertrinken?

    Realsatire, dass sich dieser Mann bemüssigt fühlt, über Clinton und Trump herzuziehen. Wer im Glashaus sitzt...

    Für alle, die diesen Mann bereits vergessen haben oder zu jung sind, um sich an seine verhängnisvollen Flunkereien zu erinnern:

    http://www.huffingtonpost.com/jonathan-schwarz/colin-powell-wmd-iraq-war_b_2624620.html
    25 2 Melden
    • Töfflifahrer 15.09.2016 06:45
      Highlight Jup, der ist es genau. Ich erinnere mich noch wie im TV Ausschnitte gesendet wurde in denen er "zweifelsfrei" auf Fotos, die einige Kleckse aufzeigten, ganz klar mobile Chemisch/Biologische Waffen und -Träger ausmachte. Dies obwohl in Geheimdienstkreisen, die sich dort wirklich auskannten, dies nur Kopfschütteln auslöste.
      4 0 Melden
    600

Wahlkampf im Jahr 2016 ist irgendwie merkwürdig, gell Hillary?

Ein Bild aus Hillary Clintons Wahlkampf macht derzeit die Runde in den Sozialen Medien:

Die Kandidatin der Demokraten winkt in die Menge – wem genau, ist unklar, denn es sieht keiner hin. Praktisch alle haben der 68-Jährigen den Rücken zugekehrt, um sich für ein Selfie mit dem Politstar in Position zu bringen.

Auch dieses Bild suggeriert, dass einige lieber ihr soeben geschossenes Selfie betrachten, als der Kandidatin zuzuhören. 

Und auch Hillary Clinton selbst kann es nicht lassen. Entstanden …

Artikel lesen