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Diesen Brief schrieb Alex an Obama. foto: The White House Blog

6-Jähriger will Omran aus Syrien helfen – sein Brief an Obama rührt uns zu Tränen

Der Brief eines 6-Jährigen rührt Amerika: Der kleine Alex möchte mit dem syrischen Jungen Omran spielen, Präsident Obama soll ihn doch bitte in die USA bringen.

Publiziert: 23.09.16, 05:07 Aktualisiert: 24.09.16, 14:02

Ein Artikel von

In einem herzzerreissenden Brief hat sich ein amerikanischer Junge an Barack Obama gewandt. Darin bittet der sechsjährige Alex aus dem Bundesstaat New York seinen Präsidenten, einen syrischen Jungen zu ihm, Alex, nach Hause zu bringen – damit er mit ihm spielen kann und das Kind aus dem Bürgerkriegsland eine neue Familie bekommt.

In dem Brief, den das Weisse Haus jetzt auf seiner Homepage veröffentlicht hat, heisst es:

«Lieber Präsident Obama, erinnern Sie sich an den Jungen, der vom Rettungsdienst in Syrien aufgegabelt wurde?»

Offensichtlich meint Alex mit dem syrischen Jungen Omran Daqneesh.

Das Bild mit dem kleinen Omran aus Syrien ging um die Welt. Jetzt bittet ein kleiner Amerikaner Präsident Obama darum, dass er mit ihm spielen darf. Bild: STRINGER/REUTERS

Ein Bild, auf dem das Kind völlig verstaubt und mit leerem Blick in einem Rettungswagen sitzt, ging im August um die Welt – als Dokument eines erbarmungslosen und grausamen Krieges.

In die Familie aufnehmen

Auch Alex hat das Foto gesehen – und entschloss sich, etwas zu unternehmen. In seinem Brief an Obama schreibt er:

«Kannst du ihn bitte holen und zu unserem Zuhause bringen? Du kannst in der Einfahrt oder an der Strasse parken, und wir werden auf euch warten – mit Fahnen, Blumen und Ballons.»

Auszug aus dem Brief von Alex

«Wir werden ihm eine Familie geben, und er wird unser Bruder sein», schreibt Alex weiter. Seine Schwester werde für ihn Schmetterlinge und Glühwürmchen sammeln. Und in der Schule wolle er Omran einem anderen Jungen aus Syrien vorstellen. «Wir können alle zusammen spielen, uns zu Geburtstagspartys einladen, und er kann uns eine neue Sprache beibringen.» Auch sein Fahrrad wolle er mit seinem neuen Freund teilen.

«Wir sollten alle mehr wie Alex sein.»

US-Präsident Barak Obama

Das Video mit dem Sechsjährigen wurde bislang mehr als 150'000 mal aufgerufen. Video: YouTube/The White House

Keine Angst vor Andersartigkeit

Auf seiner Facebook-Seite zeigte Obama ein vom Weissen Haus produziertes Video, in dem Alex seinen Brief vorliest. Zuvor hatte der Präsident dessen Bitte beim UNO-Flüchtlingsgipfel in New York erwähnt. «Dies sind die Worte eines sechsjährigen Jungen. Er bringt uns eine Menge bei», sagte Obama.

Alex sei ein Junge, der es nicht gelernt habe, zynisch oder misstrauisch zu sein oder der Angst vor anderen Menschen habe, nur weil sie anders aussähen, woanders herkämen oder anders beteten als er.

«Wir sollten alle mehr wie Alex sein. Stellt euch vor wie die Welt aussehen könnte, wenn wir es wären», schrieb Obama auf Facebook. (jal)

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32 Kommentare anzeigen
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  • Abel Emini 24.09.2016 20:00
    Highlight Der Junge ist Albaner!
    3 0 Melden
    600
  • Mia_san_mia 24.09.2016 01:43
    Highlight Ach kommt schon, glaubt Ihr solche Storys echt noch? Ein 6-Jähriger kommt einfach auf die Idee wegen so etwasan Obama zu schreiben. Das haben zu 99% sicher die Eltern veranslasst um so eine Story zu bekommen. Ich verstehe echt nicht warum Watson so etwas bringt...
    14 10 Melden
    600
  • AMNZAKYM 23.09.2016 17:17
    Highlight Obama ist auch nur ein Heuchler
    12 13 Melden
    • suchwow 24.09.2016 10:38
      Highlight Sind wir das nicht alle?
      7 8 Melden
    600
  • Selfshooter 23.09.2016 10:31
    Highlight «Wir können alle zusammen spielen, uns zu Geburtstagspartys einladen, und er kann uns eine neue Sprache beibringen.», im Brief steht kein einziges Wort darüber. Habt Ihr das einfach so noch dazu geschrieben, oder gibt es noch eine zweite Seite?
    8 12 Melden
    • 's all good, man! 23.09.2016 11:27
      Highlight Schau dir doch das Bild vom Brief noch einmal an. Es ist ja wohl offensichtlich, dass es noch eine zweite Seite geben muss...
      14 4 Melden
    • Selfshooter 23.09.2016 11:39
      Highlight Dann könnte man diese auch veröffentlichen. Dieser Brief ist auch nicht im Zusammenhang mit Omran geschrieben worden, wenn man das Datum betrachtet.
      10 3 Melden
    • 's all good, man! 23.09.2016 11:54
      Highlight Beim Datum wäre ich mir nicht so sicher. Könnte auch eine nicht gut geschriebene 6 sein, sieht man nicht so richtig. Vergleich es mit der Null davor, diese ist ganz anders angesetzt vom Schreibstil her. Ich schätze, das hat einer der Eltern auf dem Brief ergänzt.
      2 4 Melden
    • Selfshooter 23.09.2016 13:16
      Highlight https://www.whitehouse.gov/blog/2016/09/21/six-year-olds-letter-president-we-will-give-him-family
      Ich habe jetzt mal den Whitehouseblog geöffnet und am Ende schreibt der Junge: "6 years old".
      Da hat er die 6 auch schön hinbekommen.
      6 2 Melden
    600
  • ch2mesro 23.09.2016 09:14
    Highlight alex hat schon am 21. august 2010 von omrans schicksal gewusst
    10 20 Melden
    • Alle haben bessere Namen als ich. 23.09.2016 12:13
      Highlight Ehhhm das ist eine 6 und keine Null. Wenn du es noch nicht gemerkt hast ok, aber wenn du dich darüber lustig machst, dass ein sechs Jähriger nicht schön schreibt, bist du ein Arsch...
      26 1 Melden
    • Meitlibei 23.09.2016 12:44
      Highlight Er schreibt schöner als mancher Arzt.
      13 0 Melden
    • ch2mesro 23.09.2016 20:19
      Highlight @ahbnai; du hast mein mitleid
      1 7 Melden
    600
  • Meitlibei 23.09.2016 09:02
    Highlight Ein Schelm wer an eine Inszenierung denkt?
    25 7 Melden
    • Mia_san_mia 24.09.2016 01:44
      Highlight Ist immer das gleiche bei solchen Storys, schade das viele darauf hereinfallen...
      3 2 Melden
    600
  • Ben88 23.09.2016 08:45
    Highlight Glaubt ihr das?
    Ein sechs jähriger aus einen Krieggebiet soll dies geschrieben haben?

    Das ist ein PR-Gage!
    7 46 Melden
    • Randy Orton 23.09.2016 10:05
      Highlight Wusste gar nicht, dass in den USA Krieg herrscht.
      35 3 Melden
    • JoeyOnewood 23.09.2016 10:08
      Highlight Ähm, vielleicht solltest du den Artikel lesen, statt ihn zu überfliegen... der absender dieses Briefes ist ein amerikanischer Junge. Es sei denn natürlich, du bezeichnest Amerika als Kriegsgebiet.

      Ein PR-Gag ist es wahrscheinlich trotzdem...
      23 0 Melden
    • peeti 23.09.2016 13:18
      Highlight Kriegst du eine Gage für deine Troll-Kommentare?
      14 3 Melden
    • Mia_san_mia 24.09.2016 01:45
      Highlight Man sollte mal richtig lesen bevor man kommentiert... Und peeti Du bist ja auch super, musst ihn deswegen nicht gleich beleidigen...
      3 0 Melden
    600
  • Radiochopf 23.09.2016 08:35
    Highlight Obama wird das schon regeln, für sein Image war er sich noch nie zu schade. Zudem die 10'000 handverlesene Syrischen Flüchtlinge die er bis Oktober aufnehmen wollte ( Versprechen vom letzten Jahr), hat er natürlich wie viele Versprechen auch nicht eingehalten. Da hat es also sicher noch Platz für Omran und seine Familie. Ist ja auch besser Flüchtlinge aufzunehmen als endlich zusammen mit Russland, Assad und den Rebellen für Frieden zu Sorgen. Momentan eskaliert wieder alles, danke dem "unabsichtlichen" US-Angriff auf die syrische Armee.. aber es sind ja auch immer die anderen Schuld
    24 17 Melden
    600
  • Dä Brändon 23.09.2016 07:37
    Highlight Die Amis können das einfach. Ein tauriger Brief eines kleinen jungen findet den Weg zu Obama....
    34 5 Melden
    600
  • Don Huber 23.09.2016 07:20
    Highlight Die Welt wäre ein Paradies, würden ALLE so denken wie Alex. Aber....mit mit dem Erwachsen werden verlieren die meisten dieses Denken :-(
    49 10 Melden
    • boexu 23.09.2016 08:45
      Highlight Dieses Denken verlieren wir nicht einfach, zu diesem Denken werden wir erzogen/geschult.
      18 6 Melden
    • Stipps 23.09.2016 09:43
      Highlight Leider hält dieses Denken vom Zmorgen bis etwa 9Uhr und danach ab Zmittag bis etwa 15Uhr. Sobald der Hunger kommt, zieht die schöne Einhornwelt von dannen - alles andere ist geträumt und kann nur innerhalb moralisch ethisch gleichem Rechtsraum aufrecht erhalten werden. Kurz.
      5 7 Melden
    • Randy Orton 23.09.2016 10:06
      Highlight Es gibt auch Erwachsene die noch denken wie der Junge und keine Vorurteile haben. Leider nur sehr wenige.
      17 3 Melden
    • boexu 23.09.2016 11:39
      Highlight @Stipps: hast du ein Problem mit Einhörnern? Ist mir aufgefallen, dass du Begriffe wie "Einhornwelt" oder "Einhörnli-Ponyhof-Weltbild" in letzter Zeit öfter benutzt.
      Oder störst du dich einfach an positiven News?
      6 3 Melden
    • Mia_san_mia 24.09.2016 01:46
      Highlight Es wàre schön wenn die Geschichte wahr wäre...
      4 0 Melden
    • Don Huber 24.09.2016 08:49
      Highlight Warum sollte sie nicht wahr sein Mia_san_mia ? Hast du Beweise dafür ?
      2 2 Melden
    • Mia_san_mia 24.09.2016 15:20
      Highlight Nein habe ich nicht, aber die Chance ist viel grösser, dass es nicht echt ist. Das sind Eltern die so eine Story wollen.
      2 1 Melden
    600
  • mrTim 23.09.2016 06:35
    Highlight Einfach nur rührend! Wenigstens diesen Tag, werd ich dank diesem Jungen bewusster durch den Tag gehen…merci!
    36 10 Melden
    600
  • El Burro 23.09.2016 06:00
    Highlight Eins auf Weltkuschler machen und dann trotzdem die Türen schliessen für Flüchtlinge...
    32 28 Melden
    600

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 141'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Paris 2015.

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