International

Wut, Trauer, Entsetzen über Trumps «Dreamer»-Entscheid

«Dreamer»-Ärger: Bürgermeister erklärt Chicago zur «Trump-freien Zone»

In den USA droht vielen Einwandererkindern die Abschiebung, weil Donald Trump ein Schutzprogramm aufgehoben hat. Chicagos Bürgermeister will das nicht hinnehmen - und bietet den Betroffenen seine Hilfe an.

07.09.17, 13:56

Ein Artikel von

Der Bürgermeister von Chicago, Rahm Emanuel, hat sich gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump gestellt, das Schutzprogramm für Migrantenkinder aufzuheben. «In Bezug auf das, was Präsident Trump gesagt hat, ist Chicago - unsere Schulen, unsere Nachbarschaft, unsere Stadt - eine Trump-freie Zone», sagte Emanuel bei einer Einschulungsveranstaltung an einer Highschool.

«An alle ‹Dreamer› in Chicago: Ihr seid willkommen in dieser Stadt. Das ist eure Heimat und ihr habt nichts zu befürchten»

Am Dienstag hatte US-Justizminister Jeff Sessions erklärt, dass die Regierung das Programm namens Deferred Action for Childhood Arrivals (Daca) einstellen werde. Trumps Vorgänger Barack Obama hatte es 2012 per Dekret eingeführt. Es schützte Kinder illegaler Einwanderer vor der Abschiebung. Offiziell sind fast 800'000 Menschen betroffen. Inoffiziell könnten es sogar bis zu 1.7 Millionen Menschen sein, die als Minderjährige mit ihren Eltern illegal in die USA eingereist waren.

15 Bundesstaaten klagen gegen Trumps Einwanderer-Entscheid

In den USA wächst der Widerstand gegen die Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump: 15 Bundesstaaten und die Bundeshauptstadt Washington reichten am Mittwoch Klage gegen Trumps Entscheidung ein, das sogenannte Daca-Programm zum Schutz von hunderttausenden jungen Migranten zu beenden. (sda)

Chicagos Bürgermeister richtete sich direkt an die Menschen in seiner Stadt: «An alle ‹Dreamer› in Chicago: Ihr seid willkommen in dieser Stadt. Das ist eure Heimat und ihr habt nichts zu befürchten», sagte der Bürgermeister, der von 2009 bis 2010 als Obamas Stabschef im Weissen Haus gearbeitet hatte. «Ich möchte, dass ihr zur Schule kommt und noch mehr als das, dass ihr eure Träume verfolgt», sagte Emanuel weiter.

Obama hatte Trumps Entscheidung in einer langen Mitteilung scharf verurteilt. Auch US-Konzerne gingen auf Konfrontationskurs zum Weissen Haus. Mehrere US-Bundesstaaten haben ausserdem Klage gegen die Entscheidung eingereicht.

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aev

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Jein 07.09.2017 20:54
    Highlight Bin gespannt wie California reagiert. 225'000 von 800'000 Dreamer wohnen dort, es ist ein demokratischer Staat der sich gerne gegen Trump auflehnt, verfügt über die Mittel um juristisch gegen die Bundesregierung vorzugehen, und lässt sich nicht zuletzt aufgrund seiner Wirtschaftsmacht nicht so schnell unter Druck setzen.
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  • Linus Luchs 07.09.2017 15:47
    Highlight Applaus für Rahm Emanuel!

    Wann feiern wir die Welt als Trump-freie Zone?
    78 12 Melden
    • Rim 07.09.2017 20:32
      Highlight Hätten die trumpschen Ideen früher "gegriffen", wären die USA längst Trump-freie Zone... 1.Trumps Grossvater war illegaler Einwanderer. Seine Kinder, als auch Donalds Mafiavater wären ausgeschafft worden. 2. Des ollen Donalds Mutter war eine illegale Einwanderin aus Schottland: Wären ihre Kinder ausgeschafft worden, wäre der olle Donald heute nicht der olle Präsident. Des ollen Donalds Gattinen waren zu 2/3 illegale Einwanderinnen aus dem Osten. Wären deren Kinder ausgeschafft worden, wären die sonderbaren Trump Kinder keine öffentliche Plage. Soviel zu "ollen Donalds" Realitätsbezug. ;-)
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