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Mitten in der Wüste Arizonas wurde ein fünfjähriges Mädchen ausgesetzt.
Bild: Nick Ut/AP/KEYSTONE

Neulich in Arizona: Mann lässt fünfjährige Enkelin mit geladener Waffe in der Wüste zurück und gönnt sich einen Burger

Die Polizei in Arizona hat einen Mann festgenommen: Er soll seine fünf Jahre alte Enkelin in der Wüste zurückgelassen haben – mit einer Pistole und der Aufforderung, «auf die Bösen» zu schiessen. Er selbst gönnte sich derweil einen Burger und Drinks.

03.11.15, 10:26

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Die gute Nachricht zuerst: Dem fünfjährigen Mädchen aus dem US-Bundesstaat Arizona geht es gut. Doch der Vorfall, in den das Kind am vergangenen Wochenende verwickelt war, hätte auch katastrophal ausgehen können.

«Ihr wurde die Waffe gegeben und gesagt, sie solle auf die Bösen schiessen.»

Sheriff Joe Arpaio

Der Grossvater des Mädchens ist derzeit in Polizeigewahrsam. Die Beamten werfen ihm vor, die Sicherheit des Kindes gefährdet zu haben. Ihren Angaben zufolge haben Grossvater und Enkelin am Sonntagabend das Haus in Buckeye, knapp 50 Kilometer westlich von Phoenix, in einem Pick-up verlassen. Vier Stunden später sei das Mädchen als vermisst gemeldet worden.

Die Mutter des Kindes und ein Feuerwehrmann, der ausser Dienst war, hätten die Fünfjährige schliesslich in der Wüste gefunden – sie hielt dem Polizeibericht zufolge die geladene Pistole in der Hand. «Ihr wurde die Waffe gegeben und gesagt, sie solle auf die Bösen schiessen», sagte Sheriff Joe Arpaio aus dem Maricopa County. «Ich weiss nicht, wie eine Fünfjährige zwischen einem guten und einem bösen Menschen unterscheiden soll, aber so hat sie es uns erzählt.»

Auch auf Twitter äusserte sich Arpaio – der sich selbst als «härtesten Sheriff der USA» bezeichnet – zu dem Fall. Es gebe schlicht keine Erklärung und keine Ausrede für dieses Verbrechen, twitterte er.

Der Grossvater sagte den Beamten später, sein Wagen sei liegengeblieben und das Mädchen habe sich beschwert, weil es nicht länger zu Fuss habe gehen wollen. Also habe er die Kleine unter einem Baum zurückgelassen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters seine Aussage aus Gerichtsunterlagen.

Laut Reuters ist der Grossvater 53 Jahre alt, in der Mitteilung der Polizei ist von einem 62-Jährigen die Rede. Dem Sheriff-Büro zufolge hat er zugegeben, das Mädchen mit seiner Waffe zurückgelassen zu haben, «während er ein paar Drinks und einen Cheeseburger genoss». Das Mädchen sei inzwischen zurück bei seiner Mutter, berichtete die Polizei. Die Kinderschutzbehörde sei alarmiert.

aar/Reuters

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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