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Der Vater des verstorbenen Amerikaner Otto Warmbier. Bild: John Minchillo/AP/KEYSTONE

Otto Warmbiers Eltern wollen keine Autopsie von dessen Leiche

21.06.17, 03:32 21.06.17, 06:31

Die Leiche des aus Nordkorea zurückgekehrten und wenig später gestorbenen US-Studenten Otto Warmbier wird nicht einer Autopsie unterzogen. Ein entsprechender Wunsch der Eltern werde respektiert, teilte die Gerichtsmedizin am Dienstag im Bundesstaat Ohio mit.

Eine genaue Todesursache könne derzeit nicht festgestellt werden. Es seien äusserliche Untersuchungen durchgeführt worden, weitere Untersuchungen sowie die Sichtung von Unterlagen und Gespräche mit behandelnden Ärzten müssten folgen.

Der 22-jährige Warmbier war zum Jahreswechsel 2015/2016 nach Nordkorea gereist und festgenommen worden, als er zurückreisen wollte. Ihm wurde vorgeworfen, er habe ein Propagandaplakat in einem Hotel abgenommen und damit eine Straftat gegen den Staat begangen.

Im März 2016 wurde er zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt, wenig später fiel er nach Angaben aus Nordkorea ins Koma. Nach seiner Rückkehr in der vergangenen Woche stellten die Ärzte in den USA schwere Hirnschädigungen fest, wie sie durch einen Sauerstoffentzug auftreten können. Warmbier starb am Montag im Kreise seiner Familie. (sda/dpa)

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  • Chihirovocale 21.06.2017 07:43
    Highlight Menschlich nachvollziehbar... Wenn man jedoch in den Medien Vorwürfe gegen ein Regime und die Vorgängerregierung im eigenen Land erhebt, sollte man meinen, dass solche Anschuldigungen mit möglichen Beweisen untermauert werden wollen.
    Ich glaube mir würde es als Angehörigem keine Ruhe lassen, bevor ich nicht die mir möglichen Mittel ausgeschöpft hätte um zu erfahren was wirklich passiert ist.
    45 0 Melden
  • Sageits 21.06.2017 07:29
    Highlight Den Wunsch der Eltern kann ich verstehen und den Entscheid der Rechtsmedizin von Ohio finde ich sehr löblich. Doch haben die überhaupt die Kompetenz solche Entscheidungen zu treffen? Müsste das nicht ein Richter anordnen? Es handelt sich hier ja um einen Todesfall unklarer Ursache. Oder wird gar nicht ermittelt?
    Es würde mich nicht überraschen, wenn es trotzdem eine Autopsie geben würde.


    34 0 Melden
  • Marcii 21.06.2017 07:09
    Highlight Die Geschichte wird immer wie undurchsichtiger.

    Es steht Wort gegen Wort, Nordkoreas gegen das der USA. Die einzige Möglichkeit, die Geschichte der USA sicher zu belegen, wurde mit diesem Entscheid zunichte gemacht.

    Und dennoch, wird man auf der Folter-Version beharren, und der USA so weitere Konfliktgründe geben, welche von Trump ja scheinbar gesucht werden.

    Komische Sache…
    29 5 Melden
    • Echo der Zeit 21.06.2017 09:27
      Highlight Ja genau, ganz ganz sonderbar - Tu schon mal den Aluhut aufsetzen.
      3 7 Melden
  • Susannah 21.06.2017 06:59
    Highlight Als Mutter kann ich diese Entscheidung absolut nachvollziehen.
    Als Person, die die öffentlichen Vermutungen und Anschuldigungen der letzten Tage in den Medien gelesen und gehört hat, absolut nicht. Anschuldigungen gegen ein ganzes Land und eventuelle politische Aktionen sollten auf Fakten basieren, und nicht auf irgendwelchen Vermutungen.
    73 0 Melden
    • Radiochopf 21.06.2017 07:39
      Highlight Sehe ich absolut genau so.. aber für US-Regierung haben Vermutungen schon oft gereicht um einen Krieg anzufangen...siehe Irak (Massenvernichtungswaffen..)
      19 7 Melden
    • Asmodeus 21.06.2017 08:24
      Highlight Und wenn man keine Beweise hat, dann fälscht man welche :)
      6 1 Melden
  • Grundi72 21.06.2017 06:48
    Highlight Obama soll sich schämen, sein Nichtstun kostete dem jungen Mann das Leben. Ich hoffe die USA ziehen nun endlich andere Saiten auf!
    9 123 Melden
    • PaLve! 21.06.2017 07:21
      Highlight Ja! Krieg!!! Kann es schon kaum erwarten! Das war schon immer DIE Lösung!
      Ami-Modus *off*
      44 6 Melden
    • max bruppbacher 21.06.2017 07:26
      Highlight was genau hätte er den tun sollen? atomkrieg? und ist der junge mann welcher entgegen aller ratschläge nach nordkorea einreist nicht auch einwenig selber schuld?
      26 6 Melden
    • Raembe 21.06.2017 08:16
      Highlight Was hätte Obama deiner Meinung nach tun sollen?

      Ich versteh sowieso nicht ganz wie man auf die dumme Idee kommen kann, in NK ein Bild von Kim zu stehlen....

      Trump wird uns wenns so weitergeht in einen Atomkrieg führen.
      6 2 Melden
    • Rendel 21.06.2017 09:02
      Highlight In ein fremdes, wenn auch sehr gefährliches Land zu reisen, ist doch kein Verbrechen. Wir sollten langsam aufhören mit dem alten moralischen Begriff Schuld des Christentums zu denken.
      4 2 Melden
  • walsi 21.06.2017 05:48
    Highlight Verständlich, ohne Autopsie wird er zum Märtyrer und man kann seinen Tod zu Propagandazwecken ausnützen. Eine Autopsie die womöglich einen ganz natürlichen Grund für seinen Tod liefert wäre da nur lästig.
    72 36 Melden
    • Asmodeus 21.06.2017 07:18
      Highlight Lebensmittelvergiftung und gepanschte Medikamente kann ich mir in NK ziemlich einfach vorstellen.
      16 0 Melden
    • elmono 21.06.2017 07:40
      Highlight Wieviel würdest du auf einen natürlichen Tod wetten? Hoffe für dich keinen müden Taler.
      5 3 Melden
    • zsalizäme 21.06.2017 08:21
      Highlight Dass ein junger Mann, kurz nachdem er in ein Arbeitslager "verbannt" wird, eines natürlichen Todes stirbt, ist aber auch eher unwahrscheinlich. Meinst du nicht?
      2 0 Melden
    • walsi 21.06.2017 10:52
      Highlight @zsalizäme: Natürlich ist es sehr gut möglich, dass der Tod mit der Gefangenschaft in Nordkorea zusammenhängt. Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten. Die würden aber alle nicht in das gewünschte Bild passen.
      2 1 Melden
    • Asmodeus 21.06.2017 11:08
      Highlight @zsalizäme
      Es ist höchst wahrscheinlich, dass er aufgrund der Gefangenschaft starb.
      Die Frage aber bleibt, WIESO?

      Die Foltermethoden die die letzten Tage beschrieben wurden, wären auch ohne Obduktion nachweisbar, da sie bleibende Schäden hinterlassen.

      Angeblich werden Westler auch nicht wirklich körperlich, da sie als Geiseln wertvoller sind.

      Wir reden aber auch von einem Land, dass einem Embargo unterliegt und an notorischem Mangel von Nahrung und Medikamenten leidet.

      Die Chance ist also gross, dass die Medikamente verunreinigt/gefälscht waren und er deswegen starb und nicht durch Folter.
      5 0 Melden
    • zsalizäme 21.06.2017 11:40
      Highlight Dass er wegen Folter starb glaube ich auch nicht. Aber auch ein Tod durch verunreinigte Medikamente und/oder Nahrung ist nicht natürlich.
      3 0 Melden
  • grumpy_af 21.06.2017 05:25
    Highlight So können sie an ihrer Version der Geschehnisse festhalten, ohne das diese evt. faktisch widerlegt würde. Spielt den Amis in die Hände.
    Nun entschuldigt mich, ich suche mein Löschwasser. Der Aluhut glüht leicht.
    87 8 Melden
  • Gulasch 21.06.2017 05:02
    Highlight Das ist ein zu respektierender, jedoch für mich völlig unverständlicher Wunsch der Eltern.
    Meiner Meinung nach müsste eine international renommiertes Team aus Rechtsmediziner eine komplette Untersuchung durchführen und in Folge vor dem internationalen Strafgerichtshof eine Klage gegen Nordkorea eingereicht werden. Auch wenn dies Nordkorea ziemlich am A... vorbeigehen würde!
    93 5 Melden
    • Menel 21.06.2017 05:29
      Highlight Für mich als Mutter ist das vollkommen verständlich. Ich möchte nicht bis ins Detail wissen, was meinem Kind angetan wurde. Ich würde daran zerbrechen.
      36 18 Melden
    • walsi 21.06.2017 05:49
      Highlight Ich finde das sollte man bei allen Todesfällen von Menschen machen welche gefolterter wurden, auch diejenigen die von den USA gefoltert wurden.
      35 6 Melden
    • alessandro 21.06.2017 05:50
      Highlight ...aber der geliebte Sohn ist trotzdem tot. Wozu also diesen auseinanderschnipseln lassen?
      13 23 Melden
    • Hans Franz 21.06.2017 05:56
      Highlight Wieso völlig unverständlich?! Die Eltern wollen mit dem Thema abschließen. Es ist sicherlich besser, wenn sie nicht genau wissen, welche qualvolle Leiden ihr Sohn ertragen musste
      21 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.06.2017 06:19
      Highlight es ist so ziemlich ein verk...t lage.

      einerseits für die familie des jungen mannes. sie beschuldigen ja unteranderem die ehemalige obama regierung versagt zu haben und sind scheinbar fans der neuen.

      andererseits spielt es so denjenigen in die hände, die etwas gegen nordkorea planen und unternehmen wollen. denn wenn das gegenteil nicht (mehr) bewiesen werden kann, dann läuft es verm. so wie mit den angeblich vorhandenen chemiewaffen im irak.

      ich HOFFE, WÜNSCHE mir, dass ALLE besonnen bleiben und jetzt nicht durchdrehen.
      21 6 Melden
    • manuel0263 21.06.2017 06:19
      Highlight Absolut korrekt, Ihr Kommentar. Und es ist unglaublich, was sich Nordkorea hier geleistet hat, wenn auch leider typisch. Wer da (zum Spass oder warum eigentlich?) anderer Meinung ist, kann ja gern nach NK reisen und sich dort als vermeintlicher Spion quälen und foltern lassen.
      10 7 Melden

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